Wenn Menschen zur Kirche zurückkehren

Rieger erinnert sich an den Fall eines Mannes, der aus der Kirche ausgetreten war, weil Arbeitskollegen ihn dazu gedrängt hatten. „Sie haben ihm zugeredet: Mensch, spar‘ dir doch die Kirchensteuer!“ Doch der Mann mit polnischer Herkunft habe weiter das Bedürfnis gehabt, die heilige Messe zu besuchen und machte seinen voreiligen Entschluss schließlich rückgängig.

„Einige Menschen kehren auch in die Kirche zurück, wenn ihnen klar wird, dass sie an bestimmten Sakramenten nicht mehr teilnehmen können“, sagt Rieger. Wer nicht Mitglied der Kirche ist, kann beispielsweise nicht Taupate werden. Schon so mancher wollte dann schnell wieder in den Schoß der Kirche.

weiterlesen:

[http://www.rp-online.de/nrw/staedte/moers/wenn-menschen-zur-kirche-zurueckkehren-aid-1.7006948

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  1. #1 von Charlie am 12. August 2017 - 10:23

    Schoß der Kirche????

  2. #2 von parksuender am 12. August 2017 - 11:21

    Wenn die Kirche meine gottlos-humanistische Wertehaltung nicht akzeptieren will, pfeife ich auf die Tau(f)patenschaft

  3. #3 von m0ebius am 12. August 2017 - 12:07

    Ich verstehe auch nicht, wieso man Taufpate werden will (also für die religiöse Indoktrination eines Kindes verantwortlich), wenn einem sonst an der Kirchenmitgliedschaft nichts liegt.

  4. #4 von oheinfussel am 12. August 2017 - 12:25

    Und ich kenne Familien, wo mehrerer Mitglieder durch Druck dazu genötigt werden, Kirchenmitglied zu sein/bleiben, obwohl sie so religiös sind wie meine Topfpflanze

  5. #5 von Diamond Mcnamara am 12. August 2017 - 13:24

    Rheinische Post;: Zeitung für christliche Kultur. Die WAZ bzw. Funken-Medien-Gruppe ist auch extrem verdummbibelt, insbesondere in den Lokalteilen.

  6. #6 von Hypathia am 12. August 2017 - 14:08

    In Österreich kann man mittlerweile in den meisten Fällen auch dann Taufpate sein, wenn man aus der Kirchen ausgetreten ist (wenn man das denn unbedingt sein möchte). Ich denke, die Pfarrer wollen lieber einer Diskussion aus dem Weg gehen und außerdem wird es wohl sonst auch immer schwerer Taufpaten zu finden.
    Ebenso verhält es sich mit den Sakramenten. Es wäre wohl sehr zeitaufwendig für den Pfarrer die Mitgliedschaft in der Kirche bei jedem, der sich für die Keksverteilung anstellt zu überprüfen. 😜

  7. #7 von Gerry am 12. August 2017 - 15:40

    Kleiner Realitätsabgleich gefällig?
    Zahlen für 2016

    Eintritte: 2.574, die niedrigste Zahl seit 2000 (weiter geht meine Statistik noch nicht zurück)
    2005 als Ratzi Papst wurde sprang die Zahl um 1.000 auf fast genau 5.000! Seither geht das kontinuierlich zurück.

    Traditionell waren rund 90% der Eintretenden übrigens Protestanten. Seit ein paar Jahren wird das Verhältnis in meinen üblichen Quellen nicht mehr erwähnt. Müsste ich etwas mehr Aufwand betreiben, aktuell kein Bock dazu.

    Wiederaufnahmen: 6.461
    Mit Ausnahme von 2014 (2.308) wiederum die kleinste Zahl seit 2000
    Zu Ratzis Anfängen waren das noch fast 11.000, auch davor waren’s immer mehr als 8.000.

    Es treten 25x so viele Mitglieder aus der Kirche aus wie wieder zurückkehren. Aber was soll man bei der „Rheinischen Pest“ auch erwarten außer Kirchenpropaganda?

  8. #8 von Unechter Pole am 12. August 2017 - 16:22

    … dann haben sie wohl ihre Geldbörse auf der Kirchenbank liegen lassen.

  9. #9 von Yeti am 12. August 2017 - 18:34

    @Hypathia:

    In Österreich

    Hier muss ich mich erstmal bei Dir entschuldigen. Ich habe Dich in einem meiner letzten Kommentare verdächtigt, bayerischer (fränkischer) Abkunft zu sein (Konsonantenschänder). Jetzt wo Du es (wieder) erwähnst…

    kann man mittlerweile in den meisten Fällen auch dann Taufpate sein, wenn man aus der Kirchen ausgetreten ist (wenn man das denn unbedingt sein möchte).

    Ich bin jetzt fast Fuffzich. Meine Patentante („Goti“) lebt noch. Die habe ich selten in der Kirche gesehen. Meine Mutter ist Patentante meiner lesbischen Cousine, beide sind selten in der Kirche gewesen. Streng katholische, sehr ländliche Gegend, wo in den 60’ern noch der Pfarrer gefragt wurde, ob man Sonntags auf’s Feld darf.
    Aber dieses ganze „Patentante oder -Onkel“ Geschisse hat kaum jemand in unserer Familie je wirklich mit der Kirche oder der Taufe in Verbindung gebracht. Das waren eher die Geschwister der entsprechenden Eltern, denen besonders vertraut wurde. Dementsprechend haben sich da gegenseitige Vertrauensverhältnisse aufgebaut und „weitervererbt“. Völlig unabhängig von irgendwelchem Kirchenkram, obwohl Kirche für manche echt wichtig war. Ich bin immer wieder baff, wie herzlich die übrig gebliebenen miteinander immer noch umgehen.

    Da ging es niemals um „Glauben“.

  10. #10 von Hypathia am 12. August 2017 - 21:16

    @ Yeti

    Tja, ich kann halt meine österreichische Abstammung nicht abschütteln oder verheimlichen. 😉

  11. #11 von Gerry am 13. August 2017 - 09:49

    Bei der Zahl der Wiederaufnahmen habe ich mich vertippt.
    2014 waren das 6.308 Schäfchen, nicht 2.308.

    Und um die Zahl mal in ein passendes Verhältnis zu setzen: Es gibt 10.208 Pfarreien in Deutschland

    Und auf jedes zurückkehrende Schäfchen kommen 3.650 Schäfchen die vorher schon da waren.
    Ein echtes Randphänomen das gern von der prokirchlichen Propaganda aufgeblasen wird.

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