Viel Dschihad, wenig Religion

Eine Befragung der Vereinten Nationen unter Dschihadisten hat ergeben: Es ist nicht die Religion an sich, die Terroristen nach Syrien treibt, sondern der Wunsch, muslimische Glaubensgeschwister zu unterstützen.

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[https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/weltweit/2017/08/07/viel-dschihad-wenig-religion/

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  1. #1 von parksuender am 7. August 2017 - 18:36

    Dem würde ich noch nicht einmal widersprechen. Widersprechen würde ich Pro allerdings, dass dies im Widerspruch zur Studie aus Wien steht.
    Dschihadisten kennen sich sehr gut mit ihrer Religion aus, die führende Triebfeder für die Reise nach Syrien kann aber sehr wohl das Gemeinschaftsgefühl sein.

  2. #2 von user unknown am 7. August 2017 - 19:41

    Gibt es christliche, atheistische oder buddhistische Auslandssyrer, die nach Syrien zurückkehren, um ihren Landsleuten beizustehen? Oder nur Moslems die Moslems beistehen wollen?

    Was soll das denn sein, die Religion an sich? Das ist so ein Wortgeklingel, bei dem die anderen glauben sollen, man habe sich dabei was gedacht.

    Anders gesagt: Wie sähe es denn aus, wenn ein Moslem wg. der Religion an sich nach Syrien in den Krieg fährt? Wie könnte man das vom Status Quo unterscheiden?

  3. #3 von Rene am 7. August 2017 - 23:35

    Bull. Wenn man nächtens einen Kiosk / Späti ansteuert geht es um Sprit. Und nicht um die Unterstützung des jeweiligen Pächters. Basta. Wer stellt solche Fragen in welcher Absicht? Gebt mal bei yt ein: there’s so much bullshit.

  4. #4 von dirk am 8. August 2017 - 11:23

    Zitat Artikel
    „Terroristen, die nach Syrien ziehen, um im Dschihad zu kämpfen, haben wenig Ahnung vom Islam und sehen die Religion auch selten als wesentlichen Grund für ihre Reise ins Kriegsgebiet an.“ … Dafür haben Forscher 43 Rückkehrer aus Syrien nach ihren Motiven befragt.“

    43 Rückkehrer aus dem selbsternannten Kalifat also größtenteils Desillusionierte und nicht vollends vom Kalifat Überzeugte haben die Studienersteller befragt und schließen daraus auf die Gründe von 10 000 die ins Kalifat reisten. Hört sich für mich nicht seriös an.

    Zitat Artikel
    „Die religiöse Bedeutung des Begriffs Dschihad und den Koran selbst hingegen kennen offenbar wenige. So zitiert die Studie einen Befragten mit den Worten: „Wir kennen den Dschihad aus Intuition heraus. Jeder Moslem kennt das intuitiv. Man muss das nicht studieren.““

    Wenn man bedenkt das schon in Kinderbüchern der türkischen Religionsbehörde der Begriff Dschihad erläutert wird, kann man doch nur dem Befragten recht geben und sieht das diejenigen welche die Studie erstellt haben etwas in die Aussagen hineininterpretieren wollen was gar nicht vorhanden ist. Das passt zu den vorherigerem Sachverhalt, dass von den „Aussteigern“ auf die Gruppe der „Mitglieder“ geschlossen wurde.

    Zitat Artikel
    „Belege dafür sehen die Forscher auch darin, dass lediglich sieben der Befragten angaben, in Syrien ein Kalifat errichten zu wollen.“

    Wie aus der Propagandaabteilung des selbsternannten Kalifats verlautet, ist es ja schon das Kalifat da brauch man es dann auch nicht zu errichten, sondern „nur“ ggf mit Bomben in Paris und LKWS in Berlin und Nizza zu verteidigen.

    Zitat Studie
    „Die Idee eines Gottesstaates erscheint einem Großteil fremd.“
    Ist in der Studie eben keinesfalls als Zitat eines Befragten angegeben sondern bei objektiver Betrachtung eine nicht nachvollziehbare Schlussfolgerung der Studienersteller.
    Wer es noch nicht weiß online Duden „arabisch islām, eigentlich = völlige Hingabe (an Allah)“
    Und bei Betrachtung der Kairoer Menschenrechte ist die Verknüpfung von Staat und Islam eine Selbstverständlichkeit für die meisten Muslime (vertreten durch die Länderregierungen).

    Zitat
    „Die meisten Befragten verbindet ein geringer sozialer Status und ein geriger [sic] Bildungsgrad.“

    Was für eine Erkenntnis, die letzte „Studie“ sagte noch, dass die Terroristen in Allahs Auftrag fast alles Naturwissenschaftler seien.

  5. #5 von drawingwarrior am 8. August 2017 - 13:24

    Die Geschichte wiederholt sich.
    In die Kreuzzüge reihten sich auch nicht gerade die hellsten Leuchten am Baum ein, Armut war sogar eine Haupttriebfeder für die Teilnahme am katholischen Dschihad.
    Der Unterschied zu heute ist, das es damals quasi der Normalzustand war, arm und ungebildet durchs Leben getreten zu werden…und zwar durch den Adel und den Klerus.
    Dieses Geschäftsmodell hat uns Europäer fast ausgerottet, Stichwort 30 jähriger Krieg und wurde erst durch die Aufklärung in das heutige Bremsklotz-Modell umgewandelt.
    Ein Blick in unsere Historie sollte genügen, um zu erkennen, wer hier was zu gewinnen oder zu verlieren hat.