Selbst Atheisten halten Gläubige für bessere Menschen

Eine Umfrage (John Templeton Foundation)  unter Gläubigen und Ungläubigen bringt Erstaunliches zutage. Menschen trauen einem Atheisten eher einen Mord und andere Straftaten zu als einem Gläubigen – wegen der Strafe Gottes.

Ein Lehrer hat in seiner Kindheit Tiere gequält. Als Erwachsener verstümmelt und tötet er fünf Obdachlose. Ist dieser Täter eher religiös oder eher Atheist? Diese Frage mussten mehr als 3000 Teilnehmer einer Studie beantworten.

(…)

Einzig die finnischen Teilnehmer zeigten keine deutlichen Vorurteile gegenüber Ungläubigen. Auch Briten und Neuseeländer zeigten wenig Vorurteile. In allen anderen Ländern unterstellten die Teilnehmer dem Atheisten eine höhere kriminelle Energie als dem Gläubigen. Indische Teilnehmer erwarteten am meisten, dass der Mörder Atheist sei. Deutsche wurden für die Studie nicht befragt.

(…)

Der an der Studie beteiligte Wissenschaftler Will M. Gervais vermutet da eher ein Vorurteil: Atheisten würden demnach zu Lebzeiten unmoralischer handeln, weil sie nicht befürchten müssen, bis über den Tod hinaus bestraft zu werden.

weiterlesen:

[https://www.welt.de/vermischtes/article167348518/Selbst-Atheisten-halten-Glaeubige-fuer-bessere-Menschen.html

 

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  1. #1 von Charlie am 3. August 2017 - 18:39

    Man sollte jetzt nicht den Fehler machen und Atheisten für unmoralisch halten, nur weil man es ihnen zutraut. Die Realität sieht anders aus. Nur, warum halten Atheisten ebenso Atheisten für unmoralisch?? Das liegt daran, dass man dem Nachbar eher ein Verbreche zutraut, als man selbst. In einer Umfrage zum bedingungslosen Grundeinkommen gaben 80% der Befragten an, dennoch weiterarbeiten zu wollen. Gleichzeitig seien sie davon überzeugt, dass ihr Nachbar nicht mehr arbeiten gehen würde. Selbst ist man korrekt, aber der Nachbar ist eine faule Sau. Und so ähnlich kann auch diese Studie lesen. Eine geschickte Irreführung der religiösen Templeton Foundation.

  2. #2 von Deus Ex Machina am 3. August 2017 - 19:00

    Bestätigt nur die Wirksamkeit der christlichen Propaganda. Aber mit Atheisten kann man es ja machen….
    Hey, hier ein paar Vorschläge für die nächste Fragerunde: „Wem trauen Sie eher einen Mord zu – Christ oder Jude?“, „Wem trauen Sie eher Kinderfickerei zu – Gläubiger oder Atheist? „, „Wem trauen Sie eher einen maßlosen Lebenswandel zu – Katholischer oder evangelischer Priester?“.

  3. #3 von Elvenpath am 3. August 2017 - 20:46

    Die Christen machen halt seit Jahrhunderten Propaganda für sich. Und bis vor kurzem konnten sie diffamieren, wen sie wollten. Die Christen haben sich ihr eigenes Image zugewiesen, dass da heißt: „Wir sind die Guten. Ohne unseren Glauben ist alles schlecht.“
    Ist zwar falsch, wurde aber erfolgreich in den Köpfe der Menschen verankert.

  4. #4 von Hinterfragerin am 3. August 2017 - 22:18

    Das ist wohl der „Glaube an den Glauben“ – und sei es nur bzgl. „Krethi und Plethi“. Ich kenne sehr viele Indifferente die praktisch Atheisten sind, aber „christliche Werte“ ganz toll finden..

    Andererseits ist die Frage schon „loaded“: Warum sollten sich religiöse und nicht-religiöse Menschen diesbezüglich überhaupt unterscheiden? Hat man denn auch gefragt, ob die Betreffenden konservativ oder liberal sind? Und: „gottlos“ ist ja vielerorts fast schon ein Synonym für „unmoralisch“, wer weiß, ob das die Befragung nicht beeinflusst hat.

    Interessant fände ich, ob die Leute dann innerhalb der Kategorien auch differenzieren: Also manche Gläubigen (ihre Glaubensgenossen?) für moralischer halten als andere…

  5. #5 von Christian am 4. August 2017 - 08:55

    Beim Verhältnis der Religionszugehörigkeit bei Gefängnisinsassen im Vergleich zur Gesamtbevölkerung sieht man jedoch genau das Gegenteil.

  6. #6 von klauswerner am 4. August 2017 - 10:30

    @CHRISTian:
    Wenn von heute auf morgen alle Atheisten in den USA verschwinden würden, würde die dortige Akademie der Wissenschaft mehr als 95% ihrer Mitglieder verlieren, die Gefängnisse jedoch nur 2 % der Bevölkerung.

  7. #7 von Wacke am 4. August 2017 - 11:01

    Die John Templeton Stiftung mal wieder. Und DIE WELT entblödet sich nicht, das abzudrucken.

  8. #8 von oheinfussel am 4. August 2017 - 13:08

    Nein

  9. #9 von ptie am 4. August 2017 - 15:51

    @klauswerner, christian
    habt jemand von euch dazu irgendwelche vertrauenswürdigen Zahlen?

  10. #10 von Jörn Dyck am 4. August 2017 - 16:21

    Im ZDF-Morgenmagazin stellte man mal in einer deutschen Innenstadt folgende Frage an die Passanten:

    „Wer ist im Prinzip fauler: ein Arbeitsloser oder ein Ausländer?“

    Das Ergebnis kann man sich vorstellen.

  11. #11 von Noncredist am 4. August 2017 - 17:21

    FAKE NEWS – FAKE NEWS – FAKE NEWS – FAKE NEWS – FAKE NEWS – FAKE NEWS – FAKE NEWS

    Manfred Lütz: „Ob Umfragen der Tempelton Stiftung einen Wahrheitsgehalt besitzen, ist egal“

    FAKE NEWS – FAKE NEWS – FAKE NEWS – FAKE NEWS – FAKE NEWS – FAKE NEWS – FAKE NEWS

    (Dieser Kommentar entspricht nicht einem Zitat eines Herren mit einem gleichen oder ähnlichen Namen. Ähnlichkeiten sind nur rein zufällig oder/und satirisch gemeint. Alles andere wird ihnen ihr jeweils zuständiger Gott schon genauer erklären)

    Atheisten würden demnach zu Lebzeiten unmoralischer handeln, weil sie nicht befürchten müssen, bis über den Tod hinaus bestraft zu werden.

    Das altbekannte Bild des „stets mit Genuß sündigen“ Atheisten.

    Wie wär es mal mit der Vorstellung, dass Atheisten sich bewusst sind, nur EIN EINZIGES Leben zu besitzen?
    Und im Angesichtes dieser Einmaligkeit sind Atheisten in der Lage, dieses EINE und EINZIGE Leben als EINZIGARTIG und demnach UNBESCHREIBBAR WERTVOLL anzusehen?
    Ist es dann vorstellbar, dass Atheisten sich BEWUSST sind, aufgrund dieser Einzigartigkeit auch eine besondere Wertschätzung anzuwenden?

    Dann ist es kein weiter Schritt zur Annahme, Atheisten verhalten sich – im Vergleich zu Gläubigen – bewusst wertschätzender als Gläubige.

    Undenkbar? Ich glaube nicht.

    Aber was soll’s. Die Studie geht ja mit klaren Fakten an’s Werk. Vorurteile gehören gestärkt. Das ist anscheinend der Wunsch solcher religiös-motivierten Studien. Schließlich werden nicht gerade viele Wege gesucht, diesem Vorurteil des „gewalttätigen Atheisten“ Einhalt zu leisten, oder? 😉

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