Was hat der Fidget-Spinner mit Gott zu tun?

Ein Effekt der Beschäftigung mit dem Fidget-Spinner ist es, sich von dieser Dynamik in den Bann schlagen zu lassen und einen Moment Ruhe zu finden. Trifft das nicht auch für die Betrachtung (des dreifaltigen) Gottes zu? Zur Ruhe zu kommen und sich von der Dynamik des Geheimnisses Gottes faszinieren zu lassen?

(…)

Text und Bild: Dr. Simone Birkel, Lehrkraft für Jugend- und Schulpastoral an der Katholischen Universität Eichstätt.

weiterlesen:

[http://www.feinschwarz.net/was-hat-der-fidget-spinner-mit-gott-zu-tun/

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  1. #1 von Agrippina am 2. August 2017 - 09:43

    Ich dachte, in der Kirche sei es verpönt, sich an den Zeitgeist ranzuschmeißen.

  2. #2 von Rene am 2. August 2017 - 10:23

    Mich von der Dynamik des Geheimnisses Gottes faszinieren lassen? Hä? Mit einem fidget spinner? Seid ihr noch ganz richtig im Kopf?

  3. #3 von uwe hauptschueler am 2. August 2017 - 10:44

    Wer eine hohe Affinität zu Gott hat, der spinnt. Das wäre eine korrekte Aussage, wenn der Artikel so gemeint ist.

  4. #4 von Hypathia am 2. August 2017 - 10:51

    Gibt’s eigentlich noch irgendwas, wozu diese Religioten nicht ihren eingetrockneten Senf dazugeben?

  5. #5 von Deus Ex Machina am 2. August 2017 - 11:07

    Antwort auf die Artikelüberschrift: NICHTS, aber auch gar nichts. Zumindest bis irgendeine aus dem letzten Loch pfeifende Religion versucht, sich wieder ins Gespräch zu bringen, indem sie auf alles draufspringt, was gerade hip und voll krass in ist!

    Es würde ja sogar noch mehr Sinn ergeben, wenn die Attention whore sich zur bevorstehenden Veröffentlichung von Destiny 2 äußern würde. Da sind religiöse Motive nicht zu übersehen.

  6. #6 von Noch ein Fragender am 2. August 2017 - 11:56

    Betrachtung (des dreifaltigen) Gottes

    Dreieinigkeit ist ein unlösbarer Widerspruch.

    Wer dies lange genug „betrachtet“, lässt bewusst das intelligente Denken leerlaufen und hofft durch diese zeitweise Ausschaltung des kritischen Verstandes innere Ruhe (stimmt wohl) und „tiefere Erkenntnis“ (stimmt wohl nicht) zu erlangen.

    In anderen Kulturen heisst diese Art „Meditation“ Koan-Technik.

    Der Meister stellt dem Schüler ein Koan, eine Frage, die nicht durch Denken beantwortet werden kann. Jeder weiß, es gibt keine logische Antwort auf die Frage und doch lohnt es sich für den Schüler, ihr wirklich auf den Grund zu gehen. Denn, wenn sich das Denken erschöpft, kann es zu einer echten Erfahrung über den Sinn der Welt und des Lebens kommen – und das ist die eigentliche Antwort. (Letzteres ist m. E. illusionär)

    [https://www.findyournose.com/koan-beispiele-paradox

    Den gleichen Effekt (Ausschaltung normaler Verstandestätigkeit) erzielt man durch ständiges Wiederholen sinnloser Laute („Mantras“).

    Fazit: Der therapeutische Wert dieser Meditationstechniken ist wohl gegeben, möglicherweise verschaffen sie auch subtilere Erkenntnisse für die Bewusstseinspsychologie (Ich-Perspektive) (Harris, Metzinger).

    Dass diese Meditationen aber Erkenntnisse über die Außenwelt oder gar über eine jenseitige Welt bringen, dürfte vorwissenschaftlicher, religiöser Aberglaube sein.

    http://www.blogs.uni-mainz.de/fb05philosophie/arbeitsbereiche/theoretische/thmetzinger/downloads/spiritualitaet_intellektuelle_redlichkeit/

  7. #7 von Noch ein Fragender am 2. August 2017 - 12:11

    Nachtrag zu #6

    Der angegebene Metzinger-link funktioniert nicht mehr. Der Vortrag ist aber hier erhältlich:

    http://www.blogs.uni-mainz.de/fb05philosophie/files/2014/04/TheorPhil_Metzinger_SIR_2013.pdf

  8. #8 von oheinfussel am 2. August 2017 - 12:24

    Muss nicht irgendwann ein Schamgefühl einsetzen?
    Wie verzweifelt sind die denn schon? Oo

  9. #9 von Rene am 2. August 2017 - 13:29

    Leider nein, liebes Fussel. Wir leben seit Mitte der 80er im Zeitalter des Wassermanns. Damals hat mir mein Nachbar, ein Physiker (!) erklärt, dass tibetische Mönche dank ihrer Willenskraft fliegen können. Ich war so geschockt, dass ich nie wieder ein Wort mit ihm geredet habe. So wirklich habe ich das bis heute nicht auf die Reihe gekriegt.

  10. #10 von klauswerner am 2. August 2017 - 13:38

    Ich bin immer wieder fasziniert. Die lernen das glaube ich wirklich.
    Schmeiß Ihnen irgend ein Wort zu, irgend einen profanen Begriff – und die Aufgabe ist dann in einer Rede spätestens nach 5 Sätzen bei Bibel, Gott oder Christus zu landen und den Übergang zur christlichen Predigt geschafft zu haben.

    Ich glaube die haben da so Seminare mit Wettbewerben, Preisen und Urkunden, wer es am besten und elegantesten schafft.

    Da rufen die sich dann laut zu: „Fidget-Spinner“, „Thermoskanne“, „Smartphone“, „Dieselskandal“, „Desoxyribonukleinsäure“, … – und schon geht es los.

    Es soll bei diesen Seminaren sehr lustig und humorvoll zugehen.

  11. #11 von klauswerner am 2. August 2017 - 13:42

  12. #12 von awmrkl am 2. August 2017 - 13:47

    „lustig und humorvoll“

    Das wage ich mal grundlegend zu bezweifeln!
    Vor allem dann, wenn aus den „Ergebnissen“ öffentliche Statements wie Pressemitteilungen, div. Artikel usw werden sollen.
    Da ist Verbissenheit doch vorprogrammiert.

  13. #13 von Gerry am 2. August 2017 - 14:12

    @ klauswerner

    Ich hatte sowas ähnliches mal in nem Rhetorikkurs gelernt. Als „Abschlußprüfung“ dieses Teils wurde man vom Referenten aus dem Publikum ans Rednerpult zitiert, hat gleichzeitig ein völlig absurdes Thema bekommen und musste am Pult angekommen sofort mit nem Vortrag dazu loslegen.
    Es war beeindruckend, im Publikum zu sitzen, sich über einen mitreißenden Vortrag zu freuen OBWOHL man wußte dass der Typ da vorne nur Blödsinn redet.

    In den falschen Händen ist Rhetorik sehr gefährlich!

    Und ein anderer christlicher Religiot behauptet, das wäre Teufelszeug. Könnten die Christen sich vielleicht erstmal einig werden, bevor sie den Rest der Welt mit ihrem Geschwurbel behelligen?

    [http://www.dailymail.co.uk/news/article-4642572/Fidget-spinners-SATANIC-claims-Paraguayan-pastor.html

  14. #14 von oheinfussel am 2. August 2017 - 14:33

    @Rene

    Ja das muss hart sein, sowas zu verkraften. Ich meine, ich kenne Menschen, die studiert haben und mir meine 15 Jahre an Gewalt mit schlechtem Karma aus meinen vorherigen Leben erklären -.-

  15. #15 von Yeti am 2. August 2017 - 14:57

    @fussel: Ich verabscheue zwar Gewalt, aber in so einem Fall:
    Direkt einen auf die Backen. „Karma is a bitch, you know!“

  16. #16 von Deus Ex Machina am 2. August 2017 - 15:43

    @ Rene und oheinfussel:

    Eine Kommilitonin heulte mir die Ohren voll, sie könne Schwarzenegger nicht ausstehen, weil der als Gouverneur Gnadengesuche von Todeszelleninsassen prinzipiell ablehen würde. Ich mache einen Witz, dass ein Österreicher in der Politik vom Ausland schon weit mehr Schaden angerichtet hätte als Arnie, und die Dusselkuh hält eine Lobrede aufs dritte Reich.
    Ein Studium sagt heute gar nichts mehr über Bildung oder Geisteszustand von Menschen aus.

  17. #17 von Deus Ex Machina am 2. August 2017 - 15:44

    P.S.: Die Tussi war mir vorher auch schon mal mit weißen Hexen und Wiedergeburt gekommen. Da hätte ich gewarnt sein müssen.

  18. #18 von Noch ein Fragender am 2. August 2017 - 16:20

    @ #13 Gerry

    Es war beeindruckend, im Publikum zu sitzen, sich über einen mitreißenden Vortrag zu freuen OBWOHL man wußte dass der Typ da vorne nur Blödsinn redet.

    Solche mitreißende Freude habe ich bei Predigten noch nicht erlebt. 🙂

  19. #19 von oheinfussel am 2. August 2017 - 17:11

    @Yeti

    Ja in solchen Fällen ist es nicht einfach, an seinen eigenen Vorsätzen festhalten 😉 aber sorge dich nicht, ich hab die entsprechenden Personen verbal so klein gemacht, dass sie aufrecht unter dem Teppich laufen konnten und ihnen eine verbale Schelle verpasst, von denen selbst ihren Ahnen noch der Schädel brummt 🙂

    @DEM

    Da sagst du was… Abschlüsse sind manchmal das Papier nicht wert auf dem sie gedruckt wurden

  20. #20 von Charlie am 2. August 2017 - 17:51

    Eigentlich nichts, aber man will irgendwie einen Trend mit der Ideologie verbinden.

  21. #21 von Unechter Pole am 3. August 2017 - 00:39

    Fidget- weiß ich nicht, aber Gott und die gemeinen Spinner, die an ihn glauben, haben natürlich miteinander zu tun.