Warum es der katholischen Kirche so schwerfällt, Missbrauch einzugestehen

Seit 15 Jahren erschüttern immer wieder neue Missbrauchsskandale die katholische Kirche, die mal Aufklärung verspricht und dann doch wieder bremst.

(…)

Es gibt nun einige Untersuchungen, die sich der Frage nähern, warum es gerade in der katholischen Kirche so viele Fälle sexueller Gewalt durch Priester und Kirchenmitarbeiter gab. Da war das Bild der heiligen Kirche, das nicht beschmutzt werden durfte, weshalb Täter geräuschlos versetzt und Opfer mundtot gemacht wurden. Da war der Männerbund, in dem man komplizenhaft über Zölibatsverstöße schwieg, war die Überforderung der Patres in den Internaten. Da waren aber auch Eltern, die alle Hilferufe ihrer Kinder überhörten und Klassenkameraden, die Teil des gewalttätigen Systems waren. Die katholische Kirche hat Opfer entschädigt. Sie hat Täter ihrer Ämter enthoben, Präventionsprogramme aufgelegt – an der päpstlichen Universität Gregoriana gibt es nun ein eigenes Zentrum für Kinderschutz. Manchmal hört man Kirchenvertreter grummeln: Jetzt könnte man mal die alten Geschichten zu den Akten legen.

weiterlesen:

[http://www.sueddeutsche.de/panorama/missbrauch-in-der-katholischen-kirche-warum-es-der-katholischen-kirche-so-schwerfaellt-missbrauch-einzugestehen-1.3593107

 

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  1. #1 von uwe hauptschueler am 26. Juli 2017 - 09:59

    „Manchmal hört man Kirchenvertreter grummeln: Jetzt könnte man mal die alten Geschichten zu den Akten legen“
    Alte Geschichten, besser Märchen, sind die Geschäftsgrundlage aller Betbudenbetreiber.

  2. #2 von stephancologne am 26. Juli 2017 - 10:14

    Kinderficker- und Kinderschlägersekte.

  3. #3 von Gerry am 26. Juli 2017 - 10:24

    Kinderficker- und Kinderschlägersekte.

    Mal schauen ob man auch die zweite Hälfte noch gerichtlich als Tatsachenbehauptung feststellen lassen muss….

  4. #4 von drawingwarrior am 26. Juli 2017 - 10:47

    Manchmal hört man ältere Deutsche grummeln, man sole doch mal langsam Gras über Nazizeit wachsen lassen!

    Genau das führt immer wieder zu den gleichen Vorkommnisse.
    Der Kreislauf von der Tat über das Bedauern hin zur Verdrängung und dem anschließenden Vergessen führt geradewegs hin zu neuen Taten mit dem gleichen Ergebnis.

  5. #5 von Deus Ex Machina am 26. Juli 2017 - 10:48

    „Warum es…..“

    –> Selbstherrlichkeit,
    – ein aufgeblähtes Ego,
    – die Wahnvorstellung, etwas Besonderes zu sein und die Moral mit Löffeln gefressen zu haben
    – die Angst, sonst nicht mehr an „Frischfleisch“ ranzukommen
    – genereller Wahnsinn
    ?

  6. #6 von Rene am 26. Juli 2017 - 11:45

    Sie haben sich ihren fiktiven Herren geschaffen, sitzen eitel und selbstgefällig zu dessen Füßen und fühlen sich in ihrer Selbsterhöhung unangreifbar. Schließlich sind sie ja „berufen“ und daher den Dahergelaufenen keine Auskunft schuldig.