„Linke“-Fraktionschef Bartsch: „Eine Gesellschaft ohne Glauben wäre sehr problematisch“

Bartsch äußerte sich auch über sein Verhältnis zum christlichen Glauben. Er habe eine „klassische DDR-Erziehung genossen“: Er sei evangelisch getauft worden und habe als Kind mit Freude in einer Kinderbibel gelesen. Später habe er Religion wie Karl Marx gesehen, also als „Opium für das Volk“. In den letzten 20 Jahren habe sich sein Verhältnis zur Religion deutlich gewandelt. Als Linker könne man der Bibel viele Denkanregungen entnehmen. Allerdings könne er den Satz „Ich glaube an Gott“ nicht sagen. Bartsch: „Aber ich finde, dass eine Gesellschaft ohne Glauben sehr problematisch wäre.“ Christliche Werte hätten viel gemein mit einer solidarischen und gerechten Gesellschaft. Bartsch: „Was Christen Nächstenliebe nennen, nennen wir Solidarität.“

weiterlesen:

[http://www.idea.de/politik/detail/linke-fraktionschef-bartsch-kampf-gegen-die-kirchen-war-falsch-101914.html

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  1. #1 von Charlie am 26. Juli 2017 - 19:02

    Aber ich finde, dass eine Gesellschaft ohne Glauben sehr problematisch wäre

    Wie, wo, was, warum? Beispiele bitte? Warum wird das nicht näher erklärt, weil es Unsinn ist?? Aber es sind Wahl, die Linke will wohl auch von Christen gewählt werden.

  2. #2 von oheinfussel am 26. Juli 2017 - 19:13

    Nein. Einfach Nein.

  3. #3 von Militante Mitte am 26. Juli 2017 - 19:31

    Die Grenzen zwischen Ideologie, Religion und Esoterik und sonstiger Wahnzustände sind fliessend. Ohne blinden Glauben zerbricht der von ihm propagandierte Schwachsinn eben durch die eigenen Widersprüche augenblicklich an der Realität.
    (Bonusdoppelplusgutpunkt für die SJW-Floskel PROBLEMATISCH)

  4. #4 von Deus Ex Machina am 26. Juli 2017 - 19:49

    „. Er habe eine „klassische DDR-Erziehung genossen“: Er sei evangelisch getauft worden und habe als Kind mit Freude in einer Kinderbibel gelesen.“

    –> Und das in der pösen pösen DDR, wo Christen angeblich doch so verfolgt wurden.

  5. #5 von Elvenpath am 26. Juli 2017 - 20:24

    Er habe eine „klassische DDR-Erziehung genossen“: Er sei evangelisch getauft worden und habe als Kind mit Freude in einer Kinderbibel gelesen.“

    Also ist er religiös indoktriniert worden. Das soll die klassische DDR-Erziehung gewesen sein? Kann ich kaum glauben.

  6. #6 von Elvenpath am 26. Juli 2017 - 20:30

    Und mal ganz ehrlich: Was sind denn das bitte für „Linke“? Marx und Engels haben klar erkannt, dass die Religionen die Menschen unterdrücken. Und daran hat sich nichts geändert. Die Religionen gehen immer noch Hand in Hand mit den Mächtigen. Und genau deswegen haben Marx und Engels den Kommunismus atheistisch entworfen.
    Aber die Linken hofieren ja auch einen Imperialisten, wie Putin. Ich kriege echt da Kotzen, wenn ich angebliche Linke höre, die Religionen als positiv darstellen. Marx und Engels rotieren in ihren Gräbern.
    Fazit: Wir brauchen eine neue, echte, linke Partei.

  7. #7 von Jörn Dyck am 27. Juli 2017 - 00:17

    Er kann ja gläubig sein, wenn er das möchte. Mir gefällt nicht, dass nicht-religiöse Leute unterschwellig zu einem Problem erklärt werden, so als ob sie eine potenzielle Gefahr für die Gesellschaft darstellen würden.

  8. #8 von Friedensgrenze am 27. Juli 2017 - 01:06

    Bartsch verrät gerade die denkende Klasse.

  9. #9 von Torchy am 27. Juli 2017 - 05:23

    Schön, wie offen Herr Bartsch zugibt, dass ihn keinerlei rationale Argumente interessieren, sondern seine Weltsicht komplett durch seine Erziehung festgelegt wurde. Weiterentwicklung? Fehlanzeige. Sein Unglaube? Pech. Moral ohne Glaube? Geht nicht, das zeigt… äh, sein Gefühl.
    Was für ein geistig unflexibler Morallegastheniker!

  10. #10 von Skydaddy am 27. Juli 2017 - 07:05

    Die Kirchen betrieben und betreiben doch heute noch die Indoktrination von klein auf, die den kommunistischen Staaten vorgeworfen wurde: Im Kindergarten, in der Schule, in Medien und Politik.

    Schade, dass auch Herr Bartsch dabei mitmacht.

  11. #11 von Unechter Pole am 27. Juli 2017 - 09:21

    @Skydaddy
    Mit dem Unterschied, dass die „kommunistischen“ Länder nur einen sehr umfangreichen Teilbereich der Lebensgestaltung beanspruchten, während die Kirchen nach einer totalen Kontrolle der Gedanken streben.

  12. #12 von paul0f am 27. Juli 2017 - 10:07

    Wasn Dummschwätzer. Bei einer klassische DDR-Erziehung hätte er wohl eher die Geschichten um den Panzerkreuzer Aurora gelesen, als so ein Kinderverdummungsbuch.

  13. #13 von Deus Ex Machina am 27. Juli 2017 - 10:54

    “ „Wäre die Bergpredigt bereits realisiert, bräuchte es keinen Sozialismus geben.“ “

    –> Der Mann springt lustig von einer gescheiterten, illusorischen Utopie zur nächsten.

  14. #14 von Friedensgrenze am 27. Juli 2017 - 11:16

    Bartsch sollte mal sehen daß die Religionsgemeinschaften den Sozialismus bekämpft haben, nicht wegen der Einschränkung der persönlichen Entscheidung ( Reisefreiheit ) sondern weil der Sozialismus der Religion einen Platz in der Gesellschaft zugewiesen hat ausserhalb des Staates möglichst ausschließlich im Privaten des Einzelnen.Mit sowas gibt sich Religion nicht zufrieden. Bei der Einschränkung des Einzelnen dagegen, ist Religion gleich an der Seite der Mächtigen.

    So wie die Nazis die Arbeiterbewegung unterwandert und umgedreht haben scheint mir Bartsch. Eine Gesellschaft deren Religionen staatstragend sind ist nicht nur problematisch sondern auch für viele tödlich. Eine Gesellschaft ohne Religion könnte die besseren Entscheidungen treffen weil als falsch eingestufte Dogmen nicht die Bandbreite der zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ungerechtfertigt einschränken.

  15. #15 von Gerry am 27. Juli 2017 - 11:33

    Bei Holger Kleins Podcast-Reihe „WRINT“ gibt es – wegen der G20-Randale – eine aktuelle Ausgabe zum Thema „Links“ insbesondere vor dem historischen und politischen Kontext.
    Dabei wird klar dass Linke traditionell eher für progressive Politik- und Gesellschaftspositionen eintreten.

    [http://www.wrint.de/2017/07/23/wr714-exkurs-nach-links/

    Vielleicht mag mal jemand bei abgeordnetenwatch.de schauen ob der Herr Bartsch dort vertreten ist und ihn fragen, warum man die Linke wählen sollte wenn dort ganz offensichtlich stark konservative Positionen vertreten werden.
    Ich mag nicht selbst anfragen, meine Anfrage würde vermutlich wegen Beleidigung gelöscht…