„Wichtigeres als Religion“: Abkehr von Kirchen hat tiefwurzelnde Gründe

Münster – Der stetige Mitgliederschwund der Kirchen in Deutschland hat aus Sicht des Religionssoziologen Detlef Pollack tiefer gehende Gründe als akuter Ärger über die Kirchensteuer oder Skandale.

(…)

«Der entscheidende Punkt ist, dass Eltern ihre Kinder heute viel weniger religiös erziehen und taufen lassen. Der wesentliche Abbruch erfolgt zwischen den Generationen», sagte Pollack. Es gebe für viele Menschen heute schlicht Wichtigeres als Religion. Für die Kirchen sei es wichtig,…

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[http://www.stern.de/politik/deutschland/-wichtigeres-als-religion–abkehr-von-kirchen-hat-tiefwurzelnde-gruende-7547390.html

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  1. #1 von Charlie am 21. Juli 2017 - 16:12

    So viel zum Thema, die Leute treten nur wegen der Steuer aus. Die Jesus-Vorstellung zieht beim Publikum nicht mehr, weil es bessere Alternativen gibt!!

  2. #2 von Hypathia am 21. Juli 2017 - 16:24

    „Der entscheidende Punkt ist, dass Eltern ihre Kinder heute viel weniger religiös erziehen und taufen lassen.

    Schön, dass Eltern den Begriff „Glaubensfreiheit“ mittlerweile auch auf ihre Kinder anwenden und ihnen damit die Möglichkeit geben, selbst zu entscheiden, ob und welcher Religion sie angehören wollen. Wobei das wohl nur für Eltern zutrifft, die selbst keine oder keine ausgeprägte religiöse Bindung aufweisen.

  3. #3 von Skydaddy am 21. Juli 2017 - 18:55

    Die Kirchensteuer ist nicht „der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt“ (Pollack), sondern der einzige Grund, überhaupt aus der Kirche auszutreten.

    Denn ohne die Kirchensteuer könnte man der Kirche ja einfach fernbleiben – so ist es wohl sich Lin Ländern ohne Kirchensteuer und Pflichtabgaben.

    Da aber zwei Drittel der Kirchenmitglieder keine Kirchensteuer zahlen und somit keinen Grund haben, auszutreten (es sei denn, sie haben sich zu hartgesottenen Atheisten oder Kirchenkritikern entwickelt), darf man wohl annehmen, dass die Kirchenmitglieder zu einem Gutteil aus Karteileichen bestehen.

  4. #4 von Skydaddy am 21. Juli 2017 - 19:00

    @Hypathia:

    Um den Glauben an die Kinder weiterzugeben, müssten die Eltern ja selbst Ahnung davon haben, in due Kirche gehen, in der Bibel lesen und regelmäßig beten, z.B. vor dem Essen oder vor dem Zubettgehen.

    Ich glaube diese Zeiten sind weitgehend vorbei. Soweit ich es sehe, ist das Problem (aus Sicht der Kirche) nicht, dass der Glauben nicht an die Kinder weitergegeben wird, sondern dass er schon nicht an die Eltern weitergegeben wurde.

    Tja, zu spät!

  5. #5 von uwe hauptschueler am 21. Juli 2017 - 19:25

    Für sieben Euro gibt es eine Packung Glaubuli. Das dürfte für die meisten billiger als Kirchensteuer sein und wirkt nicht schlechter.

  6. #6 von t.nor am 22. Juli 2017 - 08:11

    Und dann gibt es noch die, die nicht austreten können, weil sie einen kirchlichen Arbeitgeber haben.

  7. #7 von Rene am 22. Juli 2017 - 10:44

    Tiefwurzelnde Gründe? Hättste gerne. Ich brauche keinen Klapperstorchgott und ob der ranzige Wanderprediger je existierte, ist mir vollkommen piepe. Was ist daran tiefwurzelnd?