Kirchen verlieren wieder gut halbe Million Mitglieder

Etwa 55 Prozent der Menschen in Deutschland gehören noch einer der beiden großen christlichen Kirchen an. Die Zahl der Katholiken und Protestanten sinkt kontinuierlich. Immerhin gab es 2016 weniger Austritte, betonen die Verantwortlichen.

(…)

Die Zahl der zur EKD gehörenden Protestanten sank auf 21,92 Millionen (minus 350 000), die Zahl der Katholiken ging auf 23,58 Millionen (minus 180 000) zurück. Damit gehörten der Statistik zufolge 55 Prozent der Bevölkerung in Deutschland einer der beiden großen Kirchen an. Im Jahr 2005 waren es noch mehr als 62 Prozent gewesen.

weiterlesen:

[http://www.focus.de/politik/deutschland/kirche-abkehr-von-kirchen-hat-tiefwurzelnde-gruende_id_7381560.html

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  1. #1 von Charlie am 21. Juli 2017 - 16:09

    Politiker und Theologen werden dennoch weiter von den „zwei Drittel“-Christentum sprechen. Und die ganz dreisten verwenden einfach die 17 Jahre alte Statistik auf wikipedia, wo noch von knapp 70% die Rede ist. Leugnet ruhig weiter die Realität, der Untergang ist nicht aufzuhalten. Mit Untergang meine ich max. 10%, wie zu den Zeiten, bevor Konstantin euch zur Macht verholfen hat.

  2. #2 von klauswerner am 21. Juli 2017 - 17:18

    War das nicht Theodosius? Konstantin gab ihnen nur die gleichen Rechte wie allen anderen Kulten, Theodosius machte das Christentum zur alleinigen Staatskirche unser verbot alle anderen Kulte mit Strafen.
    Es stimmt zwar, das Komstantin christliche Kirchen baute, wie die Christen gerne als „Nachweis“ seiner Gläubigkeit betonen. Das ist aber Lügen durch weglassen.
    Konstantin baute auchTempel für die andren Kulte. Da war noch keine Bevorzugung zu erkennen.
    Die Kirche führt ihre Gründung eben lieber auf Konstantin zurück, weil das „braver“ klingt als Theodosius.
    Die Art wie Theodosius die Staatskirche durchgesetzt hat wäre eine Schande als Gründungsmythos, deswegen lässt man den immer ganz gerne weg.

  3. #3 von ichglaubsnicht am 21. Juli 2017 - 17:37

    Sehr schön, die magischen 50% kommen in greifbare Nähe.

    Die Zahl der Katholiken und Protestanten sinkt kontinuierlich. Immerhin gab es 2016 weniger Austritte, betonen die Verantwortlichen.

    Selbst wenn Anteilsmäßig gleich viele austreten sinkt die absolute Zahl natürlich, sind ja immer weniger da die noch austreten könnten. Außerdem gab es 2016 ausnahmsweise mal keine größeren Skandale. Der nächste Aufreger kommt aber bestimmt. Vielleicht hat die Papstbruder-Domspatzen-Schläger-Geschichte ja das Potential dafür dieses Jahr.

  4. #4 von Rene am 21. Juli 2017 - 20:22

    Leute, wir sind bei 45%! Seit Jahren fasele ich was von 36%. Warum höre ich keine Sektkorken, Posaunen und schmutzige Lieder?

  5. #5 von Deus Ex Machina am 21. Juli 2017 - 20:32

    @ Rene: Weil der AMB leider kein Teamspeak unterstützt, sonst könntest du mich gröhlen hören.

  6. #6 von Charlie am 21. Juli 2017 - 21:13

    @Rene

    Weil deine Rechnung ist falsch! Zu den 55% musst du noch die Freikirchen, Juden, Buddhisten, Zeugen Jehovas, Mormonen, Muslime, Hindus, Orthodoxe Christen (russisch, griechisch, bulgarisch etc.) usw. dazuzählen.

  7. #7 von Unechter Pole am 21. Juli 2017 - 23:34

    @Charlie
    Juden, manche Freikirchlichen und so manche Ortodoxen sowie HVDler sind konfessioniert. Atheisten, Agnostiker, Pastafaris, Muslime, Buddhisten, Hindus, überwiegend auch Zeugen Jehowas sind Konfessionsfreie. Bei den, die konfessionsfrei sind, kann man gar nicht verlässlich definieren, welcher Religion diese (nicht) angehören. Und die Zugehörigekeit hängt von keiner verbindlichen amtlichen Definition, sondern alleine von der Lust und Laune, die sich mehrmals täglich ändern können. So bin ich grade in dieser Weile ein arg militanter Atheist, morgen früh habe ich vielleicht keine Lust aufzustehen und zu streiten und Mittags esse ich Nudeln.

  8. #8 von Unechter Pole am 21. Juli 2017 - 23:37

    @Rene
    Den Umfragen zur Gesinnung betreffend Glaubens-„Inhalte“ sind „wir“ bei gut 2/3.

  9. #9 von awmrkl am 22. Juli 2017 - 05:56

    @UP

    Wenn man div. Umfragen und Erhebungen zu Kirchenbesuchen einigermaßen glauben kann, dann sind „wir“ bei ca. 90%!
    Und mehr wird mE nicht gehen. Denn es wird immer einen Bodensatz an Menschen geben, die „Hirten“ benötigen (lest bitte immer wieder mal bei kotz-net in den Kommentaren mit!) – da wird es mir regelmäßig furchterbar schlecht!
    Wenn Menschen sich freiwillig öffentlich zu Schafen erklären!?
    I packs net!

  10. #10 von Hypathia am 22. Juli 2017 - 10:41

    Die deutsche Entwicklung gibt Hoffnung auch für Österreich.
    2016 hatten wir erstmals unter 60% (59,15%) Katholiken. Vor 10 Jahren waren es noch 68%.
    Leider gibt es für 2016 noch keine Zahlen zu den Kirchenbesuchern, aber 2015 waren es 11,26% der Katholiken, was einen Wert von 6,8% aller Österreicher ergibt.

    Die Entwicklung der Kirchenaustritte scheint in Ö langsamer fortzuschreiten als in D. Was wahrscheinlich an der Bequemlichkeit der Österreicher liegt und dass die Kirchensteuer nicht so hoch ist wie in D. Andererseits ist es hier wesentlich einfacher aus zu treten (man kann das ganz einfach online machen) und kostet auch nichts.

    Wir bräuchten hier wieder mal so einen richtig schönen Skandal ala Krenn und Goer. 😈

  11. #11 von Charlie am 22. Juli 2017 - 17:09

    @UU

    Schon wieder falsch. Mit den 55% sind nur die beiden großen Kirchen gemeint. Mit Juden, Freikirchlern etc. hat das nichts zu tun. Wikipedia zählt allein in Deutschland Dutzende Konfessionen auf (Quäker, Mormonen, 12 Stämme, Anskar Kirche, Mennoniten, Zeugen Jehovas, Scientology, Salafisten, Altkatholiken, Heilsarmee etc.) Auf der Welt gibt es mind. 34.000 christliche Konfessionen. Die rkk und ekd sind nur zwei davon und haben in Deutschland 55%.