Bewerberin diskriminiert? EuGH prüft Kirche

Der Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg verhandelt am Dienstag darüber, ob es nach europäischem Recht eine Diskriminierung darstellt, wenn Bewerber bei kirchlichen Arbeitgebern wegen Konfessionslosigkeit ausgeschlossen werden.

(…)

Die Klägerin, Vera Egenberger, hatte sich beim Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung e.V. auf eine Referentenstelle zur UN-Antirassismuskonvention beworben. Die Ausschreibung enthielt unter anderem die Angabe, dass die „Mitgliedschaft in einer evangelischen oder der ACK angehörenden Kirche und die Identifikation mit dem diakonischen Auftrag“ vorausgesetzt werde.

Die Konfession musste im Lebenslauf angegeben werden. Die Bewerbung von Egenberger war nach einer ersten Sichtung zwar noch im Auswahlverfahren verblieben. Zu einem Vorstellungsgespräch wurde sie aber nicht eingeladen.

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[http://religion.orf.at/stories/2855416/

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  1. #1 von Gerry am 17. Juli 2017 - 19:29

    In Zukunft lautet die Antwort dann wohl

    Ach, Sie hatten uns eine Bewerbung geschickt? Die kam wohl nicht an.

  2. #2 von user unknown am 17. Juli 2017 - 20:44

    Selbstbestimmungsrecht und Selbstverwaltungsrecht – sind das überhaupt klar definierte Begriffe? Ich kann mir darunter viel vorstellen, wenn der Tag lang ist.

  3. #3 von m0ebius am 18. Juli 2017 - 10:45

    Ich hoffe, sie sind mutig genug, das Offensichtliche auszusprechen. Von der kirchenhörigen deutschen Legislative und Judikative ist ja leider für nie nächsten Jahrzehnte nicht viel zu erwarten.