Ex-Atheistin: Fünf (nichtreligiöse) Gründe für das ‚Warten bis zur Ehe’

Der katholische Glaube verlangt von Ehepaaren, erst nach der Hochzeit zusammen zu leben. Die Autorin Jennifer Fulwiler hat neben den religiösen Gründen auch fünf praktische Argumente gegen ein Zusammenleben vor der Ehe entdeckt.

1. In eine Ehe „hineinschlittern“

(…)

2. Der Heiratsantrag wird entzaubert

(…)

3. Die meisten Traditionen werden bedeutungslos

(…)

4. Die Ehe ist doch nicht so wichtig

(…)

5. Einschränkung der Möglichkeiten

(…)

weiterlesen:

[http://www.kath.net/news/60262

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  1. #1 von Charlie am 13. Juli 2017 - 18:49

    Natürlich sind das religiöse Gründe, die nebenbei überhaupt keinen Sinn ergeben!!!!

  2. #2 von t.nor am 13. Juli 2017 - 19:28

    Ex Atheistin, ja ja ganz bestimmt

  3. #3 von drawingwarrior am 13. Juli 2017 - 20:17

    In eine Ehe hinein schlittern tun Menschen, die von anderen Menschen gezwungen werden, beim ersten Versuch einen perfekten Auerbach von 10 Meter-Brett hinzulegen.
    Und wenn dieser Versuch in die Hose geht, dürfen die beiden Kinder Gottes sich für den Rest ihrer irdischen Existent gegenseitig auf das ewige Leben in der Hölle vorbereiten.

    Der Hochzeitsantrag wird entzaubert…!?
    Liebling, willst du mich heiraten…ich will endlich ficken!
    So etwa?

    Traditionen, die durch vorehelichen Sex wertlos werden sind:
    ………..das blutbefleckte Laken am Fenster?

    Wenn sich zwei Menschen, nach möglicherweise mehreren Beziehungen, dazu entschließen, den Partner zu heiraten, mit dem es bislang so prima geklappt hat, das macht die Ehe für die Ehepartner wohl eher bedeutungsvoll, es hebt die Beziehung sozusagen in den Upgrade Status 1.1

    Durch das Ausleben von Beziehungen, die auch nach kürzerer Zeit wieder auseinandergehen und in denen man lernt,wie man in einer Beziehung miteinander umgeht, das schränkt die Möglichkeiten ein?
    Katholische Logik, nichts für Vulkanier!

  4. #4 von Rene am 13. Juli 2017 - 20:36

    Glaub mir, Du Ex-Atheistin, die Natur bestimmt wo’s lang geht. Geilheit bezwingt jedes Dogma. Der Sinn des Lebens ist Fortpflanzung, da passt kein Gott, kein Teufel und kein Gelübde dazwischen.

  5. #5 von F. M. am 14. Juli 2017 - 01:48

    Diese ganzen Kriterien und Bedingungen, Sündenzuweisungen, Schuldzuweisungen und letztendlich Drohungen mit ultimaten Übel, sind alle auf dem Mist der römisch katholischen Kirche gewachsen.

    Der römisch katholische Klerus kann aber in Fragen von Sexualität und Liebe nicht unbedingt eine erste Adresse sein. Da existiert ein sogenannter prima facies Beweis. Ein Beweis des ersten Augenscheins, etwas, das auf den ersten Blick zu erkennen ist.

  6. #6 von awmrkl am 14. Juli 2017 - 03:21

    @Rene

    „Geilheit bezwingt jedes Dogma. Der Sinn des Lebens ist Fortpflanzung“

    Stimmt mE nicht ganz.
    Der Sinn des Lebens ist mE das Leben selbst (so verrückt das auch für Religioten klingen mag). Klingt selbstreferentiell. Ist es auch. Warum denn nicht?
    Klingt nach „wer Rekursion verstehen will, muß Rekursion verstanden haben“.
    Und Fortpflanzung ist wiederum ein möglicher Teil des Lebens.

  7. #7 von Skydaddy am 14. Juli 2017 - 04:25

    Ich bin immer skeptisch, wenn angeblich areligiöse Gründe ausgerechnet von religiöser Seite propagiert werden.

    Bei der Debatte über das Kreuz auf der Kuppel des Berliner Stadtschlosses schienen es mir auch ausschließlich (oder vor allem) Kirchenvertreter oder -lobbyisten zu sein, die meinten, das sei für Nichtchristen kein Problem.

    Oder wenn von Christen behauptet wird, das Kreuz in öffentlichen Gebäuden sei nicht als religiöses Symbol zu verstehen.

    Oder natürlich Ex- Bundesverfassungsrichter und Kirchenlobbyist Udo di Fabio, der meint, der Gott aus der Präambel des Grundgesetzes sei auch der Gott der Atheisten.

    Diese Behauptungen wären irgendwie glaubwürdiger, wenn sie von Atheisten vorgebracht würden.

  8. #8 von Rene am 14. Juli 2017 - 10:46

    @Awmrkl. Das hieße, der Sinn des Lebens besteht darin, dass wir über den Sinn des Lebens nachdenken können. Einverstanden. Dann sage ich mal so, der Sinn der Geilheit ist die Fortpflanzung. Macht aber trotzdem Spass.

  9. #9 von Veria am 14. Juli 2017 - 13:44

    Ad 1: Reinschlittern heisst, dass es einem einfach passiert und man keine Entscheidung trifft. Ja zu sagen ist eine Entscheidung. Der nächste logische Schritt mag eine Ehe ja sein, aber wer jahrelang so zusammenlebt, nimmt sich durchaus noch die Zeit zum Überlegen, ob es auch das Beste ist.
    Ad 2: Stimmt. Warum ist das ein Argument? Warum muss der Heiratsantrag verzaubert sein? (Mein Heiratsantrag war sinngemäss in etwa einmal mit dem Stuhl rüberzurollen und zu fragen: Machen wir es jetzt dann mal offiziell? Er: monstermetzel Okay. heilzaubersprech)
    Ad 3: Traditionen sind kein Argument. Immerhin heisst es ja auch: Traditionen sind krank, sie müssen gepflegt werden.
    Ad 4: Die Ehe ist das Extrasternchen auf einer funktionierenden Beziehung. Das ist sehr wohl wichtig.
    Ad 5: Das ist aber ein überaus religiöses Argument, da es auf dem Verbot von Sex vor der Ehe basiert, und somit übrigens auch ein Zirkelschluss. Irrelevant.

  10. #10 von Skydaddy am 14. Juli 2017 - 14:27

    Da der Originalartikel schon viereinhalb Jahre alt ist nehme ich an, es hat keinen Zweck mehr, zu fragen, ob zumindest Analsex vor der Ehe erlaubt ist?

    Bester O-Ton: Sex vor der Ehe mach den Heiratsantrag … „anti-climactic“.

    Weitere alte Artikel von Frau Fulwiler, die sich, wie so viele apologetische Schreiber, als Ex-Atheistin bezeichnet:

    http://www.ncregister.com/blog/jennifer-fulwiler

  11. #11 von awmrkl am 14. Juli 2017 - 22:05

    Veria
    „Traditionen sind krank, sie müssen gepflegt werden.“
    Sehr schön, danke, den Spruch kenne ich noch gar nicht!
    Aber wie wahr!

  12. #12 von awmrkl am 14. Juli 2017 - 22:25

    Rene

    Meinetwegen.
    Ich denke aber v.a., daß Menschen in Allem i-welchen Sinn sehen wollen (Gehirn = Mustersuchmaschine), den es bei Licht und aus Distanz betrachtet, nicht gibt. Was mE sehr wohl möglich ist und auch ja ständig passiert: Sich selbst und seinem Leben selbstgewählten (und veränderbaren) Sinn zu geben.

  13. #13 von Skydaddy am 15. Juli 2017 - 07:23

    BREAKING NEWS:

    Auch idea berichtet jetzt über diesen viereinhalb Jahre alten Blogpost – mit einem eigenen Artikel.

    http://www.idea.de/gesellschaft/detail/fuenf-nichtreligioese-gruende-mit-dem-sex-bis-zur-ehe-zu-warten-101790.html

    Fun Fact: Im Originalartikel gehrt es gar nicht um Sex, sondern um das Zusammenleben.

    Während kath.net noch zutreffend titelte und textete:

    Fünf (nichtreligiöse) Gründe für das ‚Warten bis zur Ehe’
    Wer die Gebote des Glaubens einhält und erst nach der Hochzeit zusammenlebt, kommt auch in den Genuss einer ganzen Reihe praktischer Vorteile. Das schreibt die Autorin Jennifer Fulwiler.

    … denkt man bei idea offenbar gleich an Sex und schreibt:

    Fünf nichtreligiöse Gründe, mit dem Sex bis zur Ehe zu warten
    Austin (idea) – Viele junge Christen weltweit verzichten aus Glaubensgründen auf Sex vor der Ehe. Doch es gibt auch fünf nichtreligiöse Gründe, warum sich das „Warten bis zur Ehe“ lohnt. Dieser Ansicht ist die US-Amerikanerin Jennifer Fulwiler (Austin/Bundesstaat Texas).

  14. #14 von Vampyrella am 16. Juli 2017 - 16:36

    Ich lebe seit 32 Jahren (!!!) mit meinem Lebenspartner ohne Trauschein zusammen. Ich habe es nie bereut. Aber wer heiraten will, der soll es tun. Ich bin für die EHE für ALLE.