Fester Glaube an die Zukunft der Religion

Es sei doch Unsinn, von einem Sterben der Religion zu sprechen, wenn 46 Millionen Deutsche Mitglied in einer christlichen Kirche sind. Freiwillig, ohne gesellschaftliche Sanktionen. „Die Kirche kann die normative Kraft in unserem Land werden, wenn wir wieder anfangen, von unserer Hoffnung zu erzählen“, rief Heinrich Bedford-Strohm schon umtost vom Applaus. „Unsere Botschaft ist so stark, dass wir überhaupt keine Angst vor der Zukunft haben müssen.“

weiterlesen:

[https://www.rnz.de/nachrichten/metropolregion_artikel,-Metropolregion-Oekumenischer-Kirchentag-in-Mannheim-Fester-Glaube-an-die-Zukunft-der-Religion-plus-F-_arid,288005.html

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  1. #1 von dezer.de am 11. Juli 2017 - 09:22

    Laut Statista glauben 58% der Deutschen an einen Gott aber nur 34% an die Auferstehung Christi. Laut dem Artikel sind 57% Mitglied in einer christlichen Kirche.
    Kann man Christ sein und nicht an die Auferstehung Christi glauben? Eher nicht, oder?

  2. #2 von Charlie am 11. Juli 2017 - 09:27

    Früher waren es 95%, heute sind es 46 Millionen. Scherz bei Seite.

    Freiwillig, ohne gesellschaftliche Sanktionen.

    Viele doch nur zu faul auszutreten.

  3. #3 von Gerry am 11. Juli 2017 - 09:37

    Die Kirche kann die normative Kraft in unserem Land werden

    Es war glücklicherweise lange vor meiner Zeit dass eine Kirche hierzulande „normative Kraft im Land“ war. Und ALLES was ich über diese Zeit weiß lässt mich Widerstand dagegen leisten, solche Zustände wieder zu bekommen.

    ohne gesellschaftliche Sanktionen

    Gut dass es auf dem Land keinen sozialen Druck mehr gibt, Kirchenmitglied zu sein oder wenigstens zum Schein mitzumachen !!1!einself!

    Wenigstens hat er nicht von den Sanktionen durch gewisse Arbeitgeber geredet….

  4. #4 von drawingwarrior am 11. Juli 2017 - 09:53

    FREIWILLIG?
    Hast du verlogenes Stück klerikal verstrahlten Abschaums schonmal von der Kindstaufe gehört?
    Wieviel Bedienstete in Kindergärten, Krankenhäuser und der Caritas sind tatsächlich freiwillig in deinem vollgefressenen, verlogenen Drecksverein?

  5. #5 von Christian am 11. Juli 2017 - 10:12

    Ohne frühkindliche Indoktrinierung wäre der Anteil der „freiwilligen“ Kirchenmitglieder schon viel geringer.

    ad Gerry #3: Man wird in einer kleinen (österreichischen) Landgemeinde auch heute noch schief angeschaut, wenn man kein Kirchenmitglied ist oder noch schlimmer sogar öffentlich seine Freiheit von Religion demonstriert.

  6. #6 von Gerry am 11. Juli 2017 - 12:00

    @ Christian

    So war das gemeint. Muss mir echt das /ironie angewöhnen

    Das „einself“ scheint nicht weit genug verbreitet zu sein 🙂
    [http://heise.forenwiki.de/index.php?title=Einself

  7. #7 von Rene am 11. Juli 2017 - 12:18

    Jetzt weiss auch der kleine Rene, der sich nicht zu fragen traute, bescheid. Danke an Gerry.

  8. #8 von Gerry am 11. Juli 2017 - 12:35

    @ Rene

    Ich kenn das – gefühlt – seit Ende der 90er. Jetzt fühle ich mich alt 🙂

  9. #9 von oheinfussel am 11. Juli 2017 - 13:49

    Und wie viele sind davon tatsächlich gläubig?

    Ich kenne selber verdammt viele, die null glauben, aber für die Familie/ den Arbeitgeber in der Kirche bleiben oder einfach zu faul sind, auszutreten

  10. #10 von manglaubtesnicht am 11. Juli 2017 - 15:04

    „Freiwillig, ohne gesellschaftliche Sanktionen.“

    Hahahahahahaha! Total freiwillig, wenn man z.B. im Sozialsektor arbeitet.

  11. #11 von manglaubtesnicht am 11. Juli 2017 - 15:08

    @dezer: Bei der Frage nach Gottesglauben muss man sehr genau auf die konkrete Fragestellung achten. Etwa ein Drittel der Leute glaubt wohl an „eine Lebenskraft,“ aber nicht an einen persönlichen Gott. Auf so einer „Lebenskraft“ — was immer das sein soll — kann man keine Religion errichten. Dazu braucht es eine Gottheit mit einer Persönlichkeit, einem Willen, und einer Offenbarung ihres Willens, z.B. ein heiliges Buch. Wenn man dieses Drittel abzieht, da sie nicht auf dem Boden der christlichen oder muslimischen Religion stehen, bleiben etwa ein Viertel bis ein Drittel der Deutschen übrig, die die Frage „Glauben Sie an die Existenz eines persönlichen Gottes“ mit Ja beantworten. Angesichts der überragenden gesellschaftlichen und politischen Rolle der Kirchen sind das recht wenige.

  12. #12 von Skydaddy am 11. Juli 2017 - 15:15

    B.S.: Es wäre Unsinn, von einer Niederlage des Schwarzen Ritters zu sprechen.

  13. #13 von schiffmo am 12. Juli 2017 - 10:03

    Ich war gestern in der Höhle des Löwen und habe mit einer Reihe weiterer Atheisten an einer katholischen Vesper „mitgewirkt“ (gesungen). „Aber irgendwas muaßt Du doch glauben. An was glaubst Du denn?“ oder „Dann glaubst Du an die Vernunft“ waren so die Aussagen. Diese Menschen denken tatsächlich, dass man sich an irgendwas Unumstößlichem festhalten muss. Viel schlimmer finde ich, dass maßgebliche Musiker, die sowas organisieren, entweder das Selbstverständnis dieser Kathos, dass liturgische Musik „Mitwirken“ ist, nicht auf dem Radar haben oder nicht durchdenken. „Bist jetz daran gstorbn, dasst in der Kirch warst? Schaust noch recht guad aus.“
    Mitwirken ist für mich schlicht und ergreifend in einer Kategorie mit Mittäterschaft (sic!). Das wurde von anderen Atheisten nicht so gesehen, die meinten, dass die Mitwirkung durchaus im Auge des Betrachters läge, d.h. die Auffassung der kath. Kirche zur Mitwirkung nicht (alleine) maßgeblich ist.
    Sie wird aber öffentlich im Geseier des Kirchenfunktionärs, der unten hockt wie ein König und genauso verziert, umgeben von seinem Ministrantengefolge, so dargestellt. „Wir singen miteinander…“, „die mit diesen schönen Melodien von Mozart …“, und außerdem hätte das dem heiligen Benedikt [von Nursia] ganz sicher auch sehr gut gefallen, dem Patron Europas, der Europa eine Seele gegeben hätte, die wir heute so bräuchten.
    Menschen sind zu diesem Thema gänzlich unbeleckt, und Kirchenfunktionäre und gläubige (oder das vorgebende) Kostgänger aller Ebenen nutzen das weidlich aus, bis die Schäfchen alles undurchdacht nachplappern, was sie in ihren Tempeln und Gemeinden so dazu hören.