Wagenknecht: Kirchen sollen soziales Gewissen sein

2013 warb die Linke mit Papst Franziskus auf ihren Wahlplakaten. In Interview verrät die linke Spitzenkandidatin, Sahra Wagenknecht, wo sie Parallelen zwischen Christentum und Sozialismus sieht.

(…)

Frage: Spielt eigentlich für Sie der Glaube eine Rolle?

Wagenknecht: Ich bin ohne Religion aufgewachsen. Ich freue mich aber, wenn ich Menschen begegne, die ihre Kraft für soziales Engagement aus ihrem Glauben schöpfen. Ich bin überzeugt: die Menschheit hat eine humanere Gesellschaft verdient als den Kapitalismus. Wenn ich auf die Kraft der Mitmenschlichkeit vertraue, ist das letztlich natürlich auch ein Glaube.

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[http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/wagenknecht-kirchen-sollen-soziales-gewissen-sein

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  1. #1 von Deus Ex Machina am 6. Juli 2017 - 10:39

    “ In Interview verrät die linke Spitzenkandidatin, Sahra Wagenknecht, wo sie Parallelen zwischen Christentum und Sozialismus sieht.“

    –> Beide sind hochgradig unglaubwürdig, verursachen nur katastrophale Fehlschläge und IMMERNOCH bilden sich Menschen ein, dass man es nur „endlich einmal richtig ernsthaft“ mit einem dieser Systeme versuchen müsse, damit beim x-ten Anlauf nicht schief läuft? Wie war das mit der Definition von Wahnsinn? Ach ja: immer wieder das Gleiche probieren, aber andere Ergebnisse erwarten.

    “ Ich bin ohne Religion aufgewachsen.“

    –> Beneidenswert! Und warum bleibst du nicht dabei?

    “ Ich freue mich aber, wenn ich Menschen begegne, die ihre Kraft für soziales Engagement aus ihrem Glauben schöpfen.“

    –> Wenn es der Glaube an die Menschheit wäre – ja, Wenn es der GLaube ist, dass ein großer Himmelsobermacker ihnen sagt, was sie zu tun haben – HELL, NO!

    „die Menschheit hat eine humanere Gesellschaft verdient als den Kapitalismus.“

    –> Ich stelle mir vor, wie sie das mit Heath Ledgers Joker-Stimme aus Dark Knight sagt, 😉
    Und als Antwort kommt: Kapitalismus – nicht das Wirtschaftssystem, das die Menschen verdienen, aber das welches sie brauchen.

    “ Wenn ich auf die Kraft der Mitmenschlichkeit vertraue, ist das letztlich natürlich auch ein Glaube.“

    –> Aber kein religiöser, theistischer Glaube, Mädchen.

    Die Linke = unwählbar, komplett religiös verseucht.

  2. #2 von uwe hauptschueler am 6. Juli 2017 - 10:48

    Zusammenfassung:
    Opium fürs Volk hat auch positive Seiten, behauptet Frau Wagenknecht.
    Für Opiumhändler und ihren Spießgesellen trifft dies zu behaupte ich.

  3. #3 von Skydaddy am 6. Juli 2017 - 10:58

    Wahrscheinlich die Aufenthalte im katholischen Saarland, anders kann ich mir dieses Geschleime nicht erklären.

    Um bei den Christlich-Konservativen Stimmen zu gewinnen, reicht es nicht, denen sympathischer zu werden, sondern man muss ihnen sympathischer werden als die Parteien, die die bisher gewählt haben. Viel Erfolg beim Konkurrieren mit der CDU!

    Der typische katholisch.de-Leser wird an eine Stimme für die Linke so viele Gedanken verschwenden wie an einen Übertritt zum Satanismus.

    Bisher war die klare kirchenkritische Position ein Alleinstellungsmerkmal der Linken, wenn ich Gysis regelmäßiges Geschleime mal als ärgerlichen Einzelfall abtue.

    Ihre positiven Aussagen zum Christentum werden Wagenknecht und Gysi persönlich nutzen, weil die Kirchen in deren Kreisen nach wie vor viel Einfluss und Gewicht haben.

    Ihrer Partei tun sie damit m.E. keinen Gefallen.

    Bis zum Lesen dieses Artikels hatte ich nur die SPD-Mitglieder für ihre Spitzenpolitiker bedauert.

  4. #4 von oheinfussel am 6. Juli 2017 - 12:52

    Ist sie aber nicht. Und nu?

    Und wenn nur jemand nett zu mir ist, weil er Bonuspunkte beim großen Huhu sammelt und er nur deswegen nicht Amok läuft aus Angst vor der Hölle, dann ist das sehr sehr armselig. Nichts worauf man stolz sein und was als erstrebenswert gelten sollte

  5. #5 von Elvenpath am 6. Juli 2017 - 13:06

    „Wenn ich auf die Kraft der Mitmenschlichkeit vertraue, ist das letztlich natürlich auch ein Glaube.“

    Sind die alle so dämlich, oder ist es wirklich so schwer zu kapieren? Wenn in Zusammenhand mit Religionen über „Glauben“ diskutiert wird, geht es um den Glauben an etwas ÜBERNATÜRLICHES. Der Glaube an Übernatürliches, speziell Götter, ist von anderen Glaubensarten strikt zu unterscheiden, weil er auf keinerlei Fakten beruht.

  6. #6 von Noch ein Fragender am 6. Juli 2017 - 14:39

    Ich bin ohne Religion aufgewachsen.

    Wahrscheinlich fällt sie deshalb auf die Selbstbeweihräucherung der Kirchen herein, einen göttlichen Auftrag als „soziales Gewissen“ zu haben..

    Edmüller, Die Legende von der christlichen Moral: Warum das Christentum moralisch orientierungslos ist.

    die Menschheit hat eine humanere Gesellschaft verdient als den Kapitalismus.

    Aber den real existierenden Sozialismus oder den katholischen Ständestaat hat sie auch nicht verdient.

  7. #7 von Gerry am 6. Juli 2017 - 22:11

    Wenn man zu weit ins atheistische Links rutscht, kommt man offensichtlich im katholischen Rechts wieder raus.
    Wie so ein Überlauf funktioniert erklärt dann der Admiral im nächsten Ketzerpodcast, der hat das studiert 🙂

    Und die Kinderficker als soziales Gewissen!
    Na klar doch!!11!einself!

    Muss ich im September jetzt wirklich die APPD wählen um zu zeigen dass es wirklich KEINE wählbaren Parteien mehr gibt?

  8. #8 von awmrkl am 6. Juli 2017 - 23:03

    Jetzt iss die auch noch voll abgedreht. Von der hielt ich bisher einigermaßen große Stücke. Jetzt nicht mehr.

  9. #9 von LV am 6. Juli 2017 - 23:35

    Ist halt ’n Interview im Wahlkampf in ’nem katholischen Medium. Ich nehme ihr eher das Geschleime nicht ab, als anzunehmen, dass sie das ernst nimmt. Wenn man genau hinschaut, sieht man, dass sie nicht vom christlichen Glauben spricht sondern, nur vom ‚Glauben‘, der Menschen ggf. zu sozialem Engagement motiviert. Und weiter oben macht sie auch klar, dass Christen und Sozialisten nicht dasselbe sind ;-).

    Aber ich stimme natürlich zu, dass ein klarere Worte mir da auch besser gefallen würden.

  10. #10 von uwe hauptschueler am 7. Juli 2017 - 08:01

    @LV
    Sie sind also der Meinung, dass das Interview nur eine im Wahlkampf zulässige Form der Wählerverarschung ist. Und dies gefällt Ihnen.
    So kann man das auch sehen.
    Schleimspurenleger sind für mich nicht wählbar, weder als Person noch als Partei.

  11. #11 von LV am 7. Juli 2017 - 12:50

    @uwe hauptschueler:

    Ich bin mir des Umstands bewusst, dass Politiker von Parteien, deren Positionen in der Presse im Allgemeinen nicht überrepräsentiert sind, sich im Wahlkampf ggf. diplomatisch ausdrücken müssen, wenn sie von bestimmten Milieus gewählt werden wollen.