Atheisten weniger tolerant als Gläubige?

Sind Atheisten weniger tolerant als gläubige Menschen? Eine Studie aus Belgien liefert dafür Indizien.

(…)

Das Zentrum für Religionspsychologie der katholischen Universität Leuven in Belgien hat für eine Untersuchung zum Thema 788 Erwachsene aus mehreren europäischen Staaten zu ihren Einstellungen befragt.

weiterlesen:

[https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/weltweit/2017/07/03/atheisten-weniger-tolerant-als-glaeubige/

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  1. #1 von Gerry am 4. Juli 2017 - 16:00

    Danach wurden den Testpersonen zwei einander widersprechende Aussagen zu einem Thema vorgelegt. Gläubige konnten eher beiden Aussagen etwas abgewinnen, während Konfessionslose eher eine Antwort ablehnten und die andere als wahr einstuften. Letzteres interpretieren die Forscher als Tendenz zu mangelnder Toleranz und einer dogmatischen Weltsicht.

    Ja, SOOOOOO ermittelt man Toleranz!

    Dass Gläubige kein Problem haben, kurz hintereinander zwei sich gegenseitig ausschließende Aussagen zu treffen erlebt man ja nicht nur hier in den Kommentaren.

  2. #2 von Yeti am 4. Juli 2017 - 16:05

    Das Zentrum für Religionspsychologie der katholischen Universität Leuven in Belgien hat für eine Untersuchung zum Thema 788 Erwachsene aus mehreren europäischen Staaten zu ihren Einstellungen befragt.

    Das Phillipp-Morris-Institut …

    Ich habe mir den Artikel durchgelesen. Für mich ist das Fazit der Studie folgendes:

    Atheisten haben Schweirigkeiten, zwei sich widersprechende Konzepte gleich zu bewerten.
    Religioten nicht.

    Das hat mit Toleranz der Religioten wenig zu tun, eher mit Dachschaden.

    Danach wurden den Testpersonen zwei einander widersprechende Aussagen zu einem Thema vorgelegt. Gläubige konnten eher beiden Aussagen etwas abgewinnen, während Konfessionslose eher eine Antwort ablehnten und die andere als wahr einstuften. Letzteres interpretieren die Forscher als Tendenz zu mangelnder Toleranz und einer dogmatischen Weltsicht.

  3. #3 von Yeti am 4. Juli 2017 - 16:06

    Dang! Da war Gerry schneller. Aber ist es nicht bezeichnend, dass wir beide den gleichen Absatz aus einem 10-Zilliarden-Worte-Artikel zitieren?

  4. #4 von Deus Ex Machina am 4. Juli 2017 - 16:07

    Damit wird keine Intoleranz-Neigung bei Atheisten, sondern nur eine Doppeldenk-Neigung von Gläubigen belegt.
    Man sollte erst einmal überlegen, ob der eigene Versuchsaufbau auch für die Fragestellung geeignet ist.

  5. #5 von Gerry am 4. Juli 2017 - 16:47

    @ Yeti

    Ja, das ist sicher nur ein Fehler in unserem Denken, nicht im Studiendesign 😉

  6. #6 von oheinfussel am 4. Juli 2017 - 17:25

    Drei Dinge kann ich nicht tolerieren;
    Intoleranz
    Absichtliche Blödheit
    Leere Kekspackungen

  7. #7 von Charlie am 4. Juli 2017 - 17:26

    Katholische Studie fürn Arsch.

  8. #8 von drawingwarrior am 4. Juli 2017 - 17:37

    Die Studie hat recht, Atheisten sind weniger tolerant… unbelegtem Unfug gegenüber.
    Wir neigen wohl auch zu Aggressionen…wenn wir diesen Schwachsinn auch als solchen bezeichnen.
    Man hätte uns auch Rechthaberei unterstellen können, dazu reichte die Phantasie der Studien-Macher wohl nicht aus.

  9. #9 von Elvenpath am 4. Juli 2017 - 21:26

    Toleranz bedeutet NICHT, sich zwischen zwei Positionen nicht entscheiden zu können, sondern zu akzeptieren, dass jemand eine andere Position hat, als man selbst. Schon die falsche Definition von Toleranz macht der Schlussfolgerung der Wissenschaftler wertlos.

    Des Weiteren kann man die Feststellung, dass Atheisten eher eine Position annehmen auch auf die Fähigkeit zurück führen, die Sachlage besser und logischer Einschätzen zu können, während religiöse Menschen da tendenziell eher überfordert sind.
    Das stützt auch eine Studie, die an Kindern durchgeführt wurde: Religiös erzogene Kinder haben größere Probleme, Fiktion von Wirklichkeit unterscheiden zu können, als unreligiös erzogene.

    Sich bei einer Frage eher auf eine Antwort festlegen zu können, kann vieles bedeuten. Aber mit Sicherheit eines nicht: Weniger Tolerant zu sein.

  10. #10 von Hal am 5. Juli 2017 - 01:11

    @Elvenpath

    Naja, Toleranz scheint etwas zu positiv konnotiert zu sein, im deutschen ist es eher dulden. Im allgemeinen Sprachgebrauch sehr verschieden aufgefasst, bzw. verwendet.

    Theisten tolerieren kognitive Dissonanz ~ Gläubige dulden gedankliche Widersprüche. Müssen sie ja auch, sonnst wären sie es nicht.

    Toleranz bedeutet NICHT, sich zwischen zwei Positionen nicht entscheiden zu können, sondern zu akzeptieren …

    Im Sinne von der Meinung des Gegenübers, im weitesten Sinne dessen Existenzberechtigung, anerkennen, ohne deren Meinung zu teilen?