Die Suche nach Gott mit eingeschaltetem Verstand

Wer glauben will, hat viele Fragen. Der Lehrer Stephan Lange hat ein horizonterweiterndes Buch geschrieben, dass „Denkangebote für Skeptiker und Glaubende“ liefert. Der Autor, früher selber großer Skeptiker, kann für den Glauben gute Argumente liefern.

(…)

Langes Fazit aus den – gut erklärten und nachvollziehbaren – naturwissenschaftlichen Ausführungen: Gott ist die beste Erklärung dafür, warum es die Welt, das Leben und uns gibt.

weiterlesen:

[https://www.pro-medienmagazin.de/kultur/buecher/2017/07/03/die-suche-nach-gott-mit-eingeschaltetem-verstand/

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  1. #1 von ichglaubsnicht am 3. Juli 2017 - 17:39

    Wenn man dem Artikel glauben darf, so enthält das Buch nun wirklich nichts Neues: Feinabstimmungsargument, Namedropping und Autoritätsargumente, Wunschdenken.

    Gott ist die beste Erklärung dafür, warum es die Welt, das Leben und uns gibt.

    Das hat aber mit dem christlichen Gott noch lange nichts zu tun. Das wäre in Hinweis auf einen Gott im pantheistischen Sinne.

    Man kann dem Autor übrigens Fragen stellen, falls jemand Mal wieder mit einem Christen diskutieren möchte:
    mitdenkend.de/_ihre-argumente-gegen-gott-2/

  2. #2 von Gerry am 3. Juli 2017 - 17:40

    Die Suche nach Gott mit eingeschaltetem Verstand

    liefert ein Ergebnis das Informatiker als „NULL“ bezeichnen.
    Und das ist nicht „0“ sondern „gar nix“, „kein Eintrag“.

    Ich hoffe der Admiral muss mich da nicht korrigieren 🙂

    Der Autor, früher selber großer Skeptiker, kann für den Glauben gute Argumente liefern.

    Klar, solche hier

    Die so genannte „Multiversen-Theorie“ besagt letztendlich nichts darüber, dass es keinen Gott gibt.

    und solche

    Vielleicht hilft es Ihnen zu wissen, dass davon sogar Leute überzeugt sind, sie zu den Großmeistern naturwissenschaftlicher Forschung gehören.

    Es ist soooooo ermüdend, immer derselbe Blödsinn.

  3. #3 von Amentia am 3. Juli 2017 - 17:41

    Gott der Lücken, spielen mit vermuteten Wahrscheinlich​keiten und Argumente von Autorität und Unwissenheit… Denen fällt echt nix Neues mehr ein. 🙈
    Naja, solange er seinen Schülern nicht die Hütte damit wacht…

  4. #4 von Amentia am 3. Juli 2017 - 17:42

    *Die Hirne damit wäscht

  5. #5 von Deus Ex Machina am 3. Juli 2017 - 17:54

    „Wer glauben will“…

    –> ,…hat seinen Verstand eben nicht eingeschaltet. Er wird eben jenen Mist glauben, in den er Glauben setzen will. Wenn ich an Einhörner glauben will, werde ich das tun und mir irgendwelche Ausflüchte dafür aus der Nase ziehen, warum andere nicht glauben.
    Lächerlich!

    „hat ein horizonterweiterndes Buch geschrieben“

    –> Der Horizont eines Kindergartenkindes, das ein Satelitenbild der Erde sieht, ist weiter als der eines Halbbarbaren, der nicht mal Kenntnis von Amerika hatte.
    Lächerlich!

    „Lehrer an einem Bielefelder Gymnasium mit den Fächern Deutsch und Sozialwissenschaften, “

    –> HA! Bielefeld, das gibt es doch gar nicht! Aber jetzt im Ernst: Man kommt mit seinen Fächern nicht sehr weit, wenn man die Welt erklären möchte. Chemie-, Physik- und Biolehrer sollte man da schon sein.

    „Ein Großteil des Buches widmet sich naturwissenschaftlichen Fragen. “

    –> Und scheitert, wie sich im Artikel zeigt.

    „Der Autor will dabei auf den Punkt hinaus, dass sich Gott zwar niemals wissenschaftlich beweisen lassen wird, aber ungeheuer viele Argumente für Gott sprechen.“

    –> Da waren aber Theologen doch ganz anderer Meinung? Ach nee, nur neuerdings soll sich Gott ja nicht beweisen lassen, da jeder Versuch kläglich gescheitert ist.

    „Lange erklärt beispielsweise, dass die Naturkonstanten, die wesentlich für das Bestehen unseres Universums sind, so fein eingestellt sind, dass nur kleine Abweichungen alles Leben unmöglich gemacht hätten.“

    –> Leben, wie wir es definieren und kennen. Der Typ erzählt uns, dass das Pferd perfekt an den Pferdesattel angepasst ist. Wow, surprise surprise!.

    „Die so genannte „Multiversen-Theorie“ besagt letztendlich nichts darüber, dass es keinen Gott gibt. “

    –> Welche wissenschaftliche Theorie sagt denn etwas darüher aus, DASS ES GOTT GIBT? Oder Einhörner?

    LÄCHERLICH! Was eine Witzfigur. Und der darf Kinder unterrichten? An einem Gymnasium? Oh Mann, was ein Niveauabfall! Naja, ist ja zum Glück nur in Bielefeld.

  6. #6 von Deus Ex Machina am 3. Juli 2017 - 18:04

    „Sein Ansatz lautet: Wenn schon der Glaube an die Existenz Gottes erntzunehmende Argumente für sich hat, dann ist es auch kein großer Schritt mehr anzunehmen, dass es Gott – so er denn existiert – nicht unmöglich sein dürfte, tote Menschen zum Leben zu erwecken.“

    –> Sicher, wer ein schlecht konstruiertes Märchen glaubt, mangels krit. Verstand, der wird praktisch jeden Mist glauben.

    “ in einem gut lesbaren Stil, der manchmal an den großen C.S. Lewis erinnert“

    –> Na kein Wunder, dass da nichts von Substanz draus hervorgeht.

    “ Es ist nicht nur für skeptische Ungläubige, sondern auch für Christen geeignet, denn es kann auch einem bereits Gläubigen Mut machen. “

    –> Das Buch taugt für skeptische Gläubige nur als Zielscheibe, als etwas, an dem man seine Krallen wetzen kann, als ein gutes Beispiel für den geistigen Verfall der anderen Seite und als Lachnummer.

    “ aus der Sicht von jemandem schreibt, der selbst früher ein Skeptiker war und wenig Lust hatte, von einem schwärmerischen Christen überrumpelt zu werden. “

    –> Der Begriff „Skeptiker“ hat auch nicht mehr den Inhalt, wie früher. Jeder ist ja heute auch gleich „Philosoph“!
    Also ich persönlich bin ja z.B. alles andere als leicht zu beeindrucken…..OHHHHHH, ein rotes Auto. WOW! Yeah.

  7. #7 von Charlie am 3. Juli 2017 - 18:07

    Wie will ein Christ jemals aus seiner Informationsblase kommen??? Wie?

  8. #8 von Skydaddy am 3. Juli 2017 - 18:39

    Beim Lesen des Artikels musste ich an den Spruch denken:

    „Es ist zwar schon alles gesagt – aber noch nicht von jedem.“

  9. #9 von Deus Ex Machina am 3. Juli 2017 - 19:26

    “ skeptische UNgläubige“

  10. #10 von Patrick am 3. Juli 2017 - 20:16

    Zitat aus dem Beitrag im Magazin „pro“:

    „Ein Großteil des Buches widmet sich naturwissenschaftlichen Fragen. Der Autor will dabei auf den Punkt hinaus, dass sich Gott zwar niemals wissenschaftlich beweisen lassen wird, aber ungeheuer viele Argumente für Gott sprechen. Lange erklärt beispielsweise, dass die Naturkonstanten, die wesentlich für das Bestehen unseres Universums sind, so fein eingestellt sind, dass nur kleine Abweichungen alles Leben unmöglich gemacht hätten. Die „Zufälle“, die sich so ansammeln, sind ohne einen göttlichen Willen nur schwer zu verstehen, sagt der Autor. Er geht dabei auch auf Gegenargumente ein, wie etwas die Annahme unzähliger Universen, von denen schließlich eines so war wie unseres. Die so genannte „Multiversen-Theorie“ besagt letztendlich nichts darüber, dass es keinen Gott gibt. Denn wer sagt denn, dass Gott nicht Multiversen erschaffen hat?“

    Im folgenden Video wird das Argument für die Existenz Gottes aus der Feinabstimmung der Naturkonstanten im Universum gut erklärt:

  11. #11 von oheinfussel am 3. Juli 2017 - 20:21

    Nein. Vom wiederholen wird es nicht wahrer

  12. #12 von Patrick am 3. Juli 2017 - 20:35

    ichglaubsnicht: „Das hat aber mit dem christlichen Gott noch lange nichts zu tun. Das wäre in Hinweis auf einen Gott im pantheistischen Sinne.“

    Gemäss dem Pantheismus sind Gott und das Universum identisch. Dies bedeutet aber, dass wenn es das Universum nicht gäbe, Gott ebenfalls nicht existieren würde. Nun aber weisen naturwissenschaftliche Belege und philosophische Erwägungen darauf hin, dass das Universum einen Anfang hat, was bedeutet, dass es irgendwann einmal nicht existierte. Wenn der Pantheismus wahr wäre, hätte dann aber auch Gott nicht existiert. Was die genannten naturwissenschaftlichen Belege betrifft, so ist das folgende Video in dieser Beziehung sehr aufschlussreich:

    Ein philosophisches Argument für die Annahme, dass das Universum einen Anfang gehabt hat lautet, dass es in der realen Welt keine Menge mit unendlich vielen Bestandteilen haben kann. Die folgenden Auszüge aus einem vom Philosophen William Lane Craig verfassten Buch bieten eine gute Veranschaulichung dieses Umstands und dessen Relevanz für die Frage, ob das Universum einen Anfang hat oder nicht:

    „Eine Menge von Dingen wird … als tatsächlich unendlich bezeichnet, wenn ein Teil von ihr gleich dem Ganzen ist. Zum Beispiel: Was ist größer: 1, 2, 3, … oder 0, 1, 2, 3, …? Dem vorherrschenden mathematischen Denken zufolge sind sie gleichwertig, da sie beide tatsächlich unendlich sind. Dies erscheint uns seltsam, weil es in der einen Reihe eine zusätzliche Zahl gibt, die in der anderen nicht zu finden ist. Das zeigt aber nur, daß in einer tatsächlich unendlichen Menge eine Teilmenge gleich der Gesamtmenge ist.

    […]

    Lassen Sie mich … die Absurditäten veranschaulichen, die daraus folgen würden, wenn ein tatsächlich Unendliches in der Welt existieren könnte. Nehmen wir an, wir hätten eine Bibliothek, die eine tatsächlich unendliche Zahl von Büchern enthält. Stellen wir uns vor, daß die Bücher nur zwei Farben haben können, schwarz und rot, und daß diese auf den Regalen abwechselnd vorkommen: schwarz, rot, schwarz, rot und so fort. Wenn jemand uns sagen würde, daß die Anzahl der schwarzen Bücher gleich der Anzahl der roten Bücher ist, wären wir wahrscheinlich nicht erstaunt. Aber würden wir jemandem glauben, der uns erzählt, daß die Anzahl der schwarzen Bücher gleich der Anzahl der schwarzen und roten Bücher zusammen ist? Denn in der letzteren Menge finden wir alle schwarzen Bücher und auch eine unendliche Anzahl von roten Büchern.

    Oder stellen wir uns vor, die Bücher könnten drei Farben haben, oder vier oder fünf oder hundert. Würden wir jemandem glauben, der behauptet, es gäbe gleich viele Bücher in einer Farbe wie in der ganzen Sammlung?

    […]

    Wenn das Universum schon immer existiert hat, dann bildet die Reihe aller vergangenen Ereignisse zusammen ein tatsächlich Unendliches, weil jedem Ereignis in der Vergangenheit ein anderes Ereignis vorangegangen ist. So wäre die Reihe vergangener Ereignisse unendlich. …

    … Wir wissen, daß ein tatsächlich Unendliches in der Wirklichkeit nicht existieren kann. Da eine unendliche Reihe ohne Anfang von Ereignissen in der Zeit ein tatsächlich Unendliches ist, kann eine solche Reihe nicht existieren. So muß die Reihe aller vergangenen Ereignisse endlich sein und einen Anfang haben. Aber das Universum ist die Reihe aller Ereignisse, so daß das Universum einen Anfang gehabt haben muß.“

    William L. Craig, Die Existenz Gottes und der Ursprung des Universums, Wuppertal und Zürich 1989, S. 36, 39 f., 43.

  13. #13 von Yeti am 3. Juli 2017 - 20:45

    @Patrick:

    Im folgenden …

    PATSCH!

  14. #14 von Yeti am 3. Juli 2017 - 20:47

    @Patrick:

    so ist das folgende …

    PATSCH!

    Laß‘ es doch einfach.

  15. #15 von Yeti am 3. Juli 2017 - 20:50

    Tschuldigung, das ist mein PATSCH!-Bot. Der kann das einfach nicht mehr ertragen.
    Patrick -> „folgend…“ -> PATSCH

  16. #16 von parksuender am 3. Juli 2017 - 21:31

    Schön , Patrick ist wieder da:
    Ich hol schon mal das Popcorn 🙂

  17. #17 von Elvenpath am 3. Juli 2017 - 21:34

    @Patrick: Das sind alles nur Spekulationen. Wir können mit Sicherheit davon ausgehen, dass wir Menschen so einige grundlegende Prinzipien der Physik noch nicht kennen. Daher gelingt uns auch eine korrekte Betrachtung des Universums einfach nicht. Und in diese Wissenslücke einen Gott zu füllen, ist nur die (vermeintlich) leichte Erklärung. In Wirklichkeit macht es alles nur unendlich komplizierter: Welchen physikalischen Gesetzen folgt die Welt, in der „Gott“ existiert? Woher kommt „Gott“? Was war vor „Gott“? etc.

    P.S. Die beiden fähigsten Physiker aller Zeiten, Einstein und Hawking halten einen Gott für albern und überflüssig.

  18. #18 von Deus Ex Machina am 3. Juli 2017 - 21:50

    Da die RKK ja für jeden Unsinn einen Schutzheiligen hat, schlage ich Patrick als Schutzpatron von Copy & Paste und Ridley Scott als den des Director´s Cuts vor.

  19. #19 von reclaimer8015 am 3. Juli 2017 - 22:15

    Die Argumentation kommt mir so vertraut vor…..
    Kann es sein? Haben wir hier etwa Patrick Altendorfer vor uns? Eine Legende……

  20. #20 von Patrick am 3. Juli 2017 - 22:23

    Elevenpath: „P.S. Die beiden fähigsten Physiker aller Zeiten, Einstein und Hawking halten einen Gott für albern und überflüssig.“

    Wenn dies tatsächlich stimmt, was macht Einstein und Hawking zu Experten betreffend Gott?

  21. #21 von Patrick am 3. Juli 2017 - 22:29

    Elevenpath: „Woher kommt „Gott“? Was war vor „Gott“? etc.“

    Gott ist ein notwendig existierendes Wesen, weshalb diese Fragen keinen Sinn ergeben.

  22. #22 von Deus Ex Machina am 3. Juli 2017 - 22:47

    „was macht Einstein und Hawking zu Experten betreffend Gott?“

    –> Zu Experten für die Realität, die großen Fragen, die Struktur von Raum und Zeit, Materie und Energie. Und da ist deine Märchenfigur nicht nötig, liebster Patrick. Aber dass diese Frage von gerade der Witzfigur kommt, die sich immer nur hinter Verweisen auf Deppen mit selbstverliehenem Expertenstatus auf erfundenen „Wissensgebieten“ versteckt, von denen ich überhaupt erst durch eben diese Verweise erfahren habe, DAS ist bezeichnend.
    https://www.youtube.com/watch?v=9E9DmIy1voU ab 0:53

  23. #23 von Willie am 4. Juli 2017 - 02:29

    @Patrick

    Gott ist ein notwendig existierendes Wesen, weshalb diese Fragen keinen Sinn ergeben.

    Wenn Gott einfach nur so existiert, warum sollen wir dann nicht einfach so ohne Gott existieren können? Nur weil Du es als „notwendig“ deklarierst?

  24. #24 von Noch ein Fragender am 4. Juli 2017 - 10:21

    In einem mythologischen Weltbild ist Gott die beste Erklärung für die Existenz der Welt.

    In einem wissenschaftlichen Weltbild hat „Gott“ gar keinen Erklärungswert.

  25. #25 von drawingwarrior am 4. Juli 2017 - 10:28

    Gott ist ein notwendig existierendes Wesen, weshalb diese Fragen keinen Sinn ergeben.

    Diese These solltest du untermauern!
    Bitte in eigenen Worten.

  26. #26 von ptie am 4. Juli 2017 - 11:07

    ALso einleuchtender finde ich die Aussage
    Das Univerusm ist ein notwendig existierendes Etwas, weshalb es für die Erschaffung desselben keines Schöpfers bedarf

  27. #27 von Patrick am 4. Juli 2017 - 11:23

    Bei Dingen oder Wesen, die nicht notwendig existieren sind ist es so, dass sie durch etwas oder jemand anderen verursacht sind, und es könnte zudem so sein, dass sie nicht existieren. So sind beispielsweise alle Menschen nicht notwendig existierende Wesen, da sie ihre Existenz unmittelbar ihren Eltern verdanken und wenn ihre Eltern sie nicht gezeugt hätten, würden sie nicht existieren. Nun sind in diesem Beispiel die Eltern ebenfalls nicht notwendig existierende Wesen, da sie ihre Existenz ebenfalls wieder deren Eltern verdanken und so weiter und so fort. Nun kann aber eine solche Kette von in einem Ursache-Wirkungs-Zusammenhang stehenden Wesen oder Dingen nicht unendlich lang sein. Als Argument für diese Sicht kann etwa auf die in Kommentar 12 wiedergegebenen Ausführungen Craigs verwiesen werden. Dies bedeutet aber, dass am Anfang der Ursache-Wirkungs-Kette ein notwendig existierendes Wesen stehen muss. Und dieses Wesen ist Gott.

    Dieses Argument für die Existenz Gottes geht auf den Philosophen Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716) zurück. Eine gute Veranschaulichung dieses Arguments bietet das folgende Video:

  28. #28 von Patrick am 4. Juli 2017 - 11:38

    ptie: „ALso einleuchtender finde ich die Aussage
    Das Univerusm ist ein notwendig existierendes Etwas, weshalb es für die Erschaffung desselben keines Schöpfers bedarf“

    Da das Universum einmal angefangen hat zu existieren und somit einmal nicht existierte (siehe Kommentar 12) und es zudem möglich ist, dass es nicht existiert (siehe Video in Kommentar 27) und zudem die physikalischen Gegebenheiten im Universum nicht notwendig so sein müssen wie sie sind (siehe Video in Kommentar 10), kann es nicht ein notwendig existierendes Etwas sein.

  29. #29 von holey spirit am 4. Juli 2017 - 11:57

    Bei Dingen oder Wesen, die nicht notwendig existieren sind ist es so, dass sie durch etwas oder jemand anderen verursacht sind, und es könnte zudem so sein, dass sie nicht existieren.

    Ist denn das Nichts notwendig existent oder nicht notwendig existent? Mit anderen Worten: War das Nichts schon immer da, oder musste es erst von Gott geschaffen werden, damit er hernach aus diesem Nichts die Welt erschaffen konnte?

  30. #30 von drawingwarrior am 4. Juli 2017 - 12:15

    Nun kann eine solche Ursache-Wirkung-Kette nicht unendlich fortgesetzt werden…

    Was auch gar nicht erforderlich ist, da es neben den linearen Ketten auch nichtlineare Ketten und Umkehrungsketten gibt.
    Man kann solche Diskurse schlecht führen, wenn man sich auf den wissenschaftlichen Stand von vor 150-200 Jahren bezieht und alle neueren Erkenntnisse und Denkmodelle einfach nicht beachtet.
    Deine Hypothese ist nicht stichhaltig, weil du nicht von den Daten auf ein Phänomen schließt, sondern umgekehrt.
    Ich brauche nur die Kette um ein Glied zu erweitern und behaupten, TTOG hat Gott erschaffen und schon hast du als Theist und Christ den gleichen Erklärungsnotstand wie alle Nicht-TTOG-Gläubigen.

  31. #31 von Patrick am 4. Juli 2017 - 22:32

    Am 29. Oktober 2015 fand in München eine Debatte über die Existenz Gottes zwischen dem Christen und Philosophen William Lane Craig und dem Atheisten und Philosophen Ansgar Beckermann statt. Dabei diskutierten sie unter anderem auch die in Kommentar 10, 12 und 27 erwähnten Argumente. Diese Debatte kann in folgendem Video mitverfolgt werden:

  32. #32 von Patrick am 4. Juli 2017 - 22:35

    Ein weiteres in der genannten Debatte diskutiertes Argument für die Existenz Gottes ist der „moralische Gottesbeweis“. Dieses Argument wird im folgenden Video gut und anschaulich erklärt:

  33. #33 von user unknown am 5. Juli 2017 - 01:04

    Der Begriff „Feinabstimmung“ setzt bereits mehreres vorraus: Dass die Naturkonstanten nicht konstant sind, sondern abstimmbar und dass es jemanden gibt, der die Abstimmung vornimmt.

    Außerdem enthält die Argumentation die Annahme, dass es uns notwendigerweise gibt. Wenn die Werte so wären, dass es uns nicht geben kann, dann gäbe es uns nicht – so what?

    Drittens kann man in der Wahrscheinlichkeitstheorie nicht nach dem Eintreffen eines Ereignisses dessen Wahrscheinlichkeit beziffern. Beispiel: Ich nehme die letzten 100 Ziehungen der Lottozahlen und frage, wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Ziehungen in dieser Reihenfolge vorkommen. Da kommt man natürlich zu einer verschwindend kleinen Zahl. Es ist aber vorgekommen – wie kann das sein?
    Das ist eine Nichtfrage. Die Voraussetzung, dass die Frage gestellt wird, ist ja gerade das Eintreten dieses Ereignisses. Bei einer anderen Ziehungsfolge hätte man nach der Wahrscheinlichkeit des Eintretens dieser anderen Folge gefragt.

    Und über ein Universum, in dem Du qua Definitionem nicht bist, kannst Du keine Aussage treffen. Angenommen darin gäbe es so etwas wie Leben, dann könnte dieses ähnliche Fragen stellen.

    Was man nicht versteht, das versucht man sich mithilfe von Dingen, die man zu verstehen glaubt, anschaulich zu machen. Ursache-Wirkungsbeziehungen sind ein fundamentales Muster in der Welt, welches zu erkennen ein evolutionärer Vorteil ist.
    Pflanzen, die sich bei Lichteinfall mechanisch, ohne es zu verstehen und ohne eine Entscheidung treffen zu können, zum Licht drehen, überleben besser als solche, die das nicht tun. Das funktioniert aber nur, wenn es nicht ein zuviel an Licht gibt, so dass es besser wäre sich wieder wegzudrehen, außer dafür gibt es eine gegenwirkende Mechanik.

    Sinneseindrücke teilen uns mit wo Futter ist, Wärme, oben und unten, Gefahr und Sicherheit, Wasser, ob Früchte reif sind, genießbar usw. – die Fähigkeit der Erkenntnis von Ursachen und Wirkungen hatte Zeit sich evolutionär zu behaupten.

    Für subatomare Physik, für intergalaktische Räume, für Phänomene vor Millionen von Jahren fehlt jeder evolutionäre Druck, der unsere Fähigkeiten diese zu verstehen hätte belohnen können. Was wir zufällig mit unserem Hirninstrumentarium davon verstehen können, das können wir verstehen, und für das, was wir daran nicht verstehen fehlt uns vielleicht das Instrumentarium – vielleicht fehlen auch nur weitere Daten, die folgende Generationen noch finden oder auch nicht.

    Jedenfalls ist es vermessen anzunehmen, wir müssten es verstehen.

    Die biblischen Schriften sagen auch nichts zur Feinabstimmung. Wenn das von irgendeinem Belang wäre, sie hätten etwas dazu sagen müssen. Oder alles, was darin steht, ist von zweifelhaftem Belang sowie alles, was nicht darin steht.

  34. #34 von Hal am 5. Juli 2017 - 02:17

    Ach den Patrick habe ich gar nicht vermisst, beim vorbeiscrollen bemerkte ich jedoch andere Beiträge als sehr übel üblich. Merkwürdig – später werde ich es mir vielleicht ansehen, jetzt bin ich zu müde. Es ist so zermürbend kreationistisches zu lesen, es raubt einen jede Zuversicht und Hoffnung.

  35. #35 von Patrick am 5. Juli 2017 - 09:40

    drawingwarrior: „Ich brauche nur die Kette um ein Glied zu erweitern und behaupten, TTOG hat Gott erschaffen und schon hast du als Theist und Christ den gleichen Erklärungsnotstand wie alle Nicht-TTOG-Gläubigen.“

    Natürlich kann man das notwendig existierende Wesen statt „Gott“ „TTOG“ nennen. Es geht nicht darum, wie man eine Sache nennt, sondern was man damit meint. Als Mensch mit deutscher Muttersprache bevorzuge ich das erstgenannte Wort. Wenn man aber mit „Gott“ nicht das meint, was in der christlichen Theologie darunter verstanden wird, sondern beispielsweise den Sänger Karel Gott dann bringt mich dieser Umstand in keinerlei Erklärungsnotstand.

  36. #36 von Patrick am 5. Juli 2017 - 09:59

    user unknown: „Der Begriff „Feinabstimmung“ setzt bereits mehreres vorraus: Dass die Naturkonstanten nicht konstant sind, sondern abstimmbar und dass es jemanden gibt, der die Abstimmung vornimmt.“

    Auch hier wieder ist es nicht so wichtig, wie man eine Sache nennt, sondern was damit gemeint ist. Wenn einem das Wort „Feinabstimmung“ nicht gefällt, dann kann man das entsprechende Phänomen beispielsweise mit „Umstand, dass die Naturkonstanten im Universum so sind, dass die Entstehung von chemischen Elementen, von Sternen, von Planeten und von biologischem Leben möglich ist“ umschreiben.

  37. #37 von Patrick am 5. Juli 2017 - 10:01

    Im folgenden kurzen Video erklärt der Astrophysiker Luke A. Barnes unter anderem, wie ein nicht fein abgestimmtes Universum aussehen würde:

    Barnes ist Mitautor des folgenden Buches über die Feinabstimmung des Universums:

    Geraint F. Lewis und Luke A. Barnes, A Fortunate Universe: Life in a Finely Tuned Cosmos, Cambridge 2016.

  38. #38 von drawingwarrior am 5. Juli 2017 - 10:09

    @patrick

    FALSCH!
    TTOG ist größerer als Gott, weil TTOG alle Götter und alle Universen geschaffen hat!
    Ich hatte die letzten vierzig Nächte Besuch von einem Geistwesen namens Gabi und wurde von ihm in der Lehre von TTOG unterwiesen.
    TTOG ist in alle Dingen und ernährt sich von menschlicher Liebe.
    Darum liebet einander vorbehaltlos, wie TTOG auch seine Kinder liebt.
    TTOG will nicht, das wir leiden, deshalb hat er mir aufgetragen in seinem Namen alle Menschen und alles was lebt zu lieben.
    Und mir dir lieber Patrick fange ich an…du darfst die Hose schon mal runterziehen.

    Frag dich mal, warum du an TTOG nicht glaubst.
    Beweisen, das er nicht existiert, kannst du nicht.
    Was also, wenn du falsch liegst?
    Du weißt doch in der Tiefe deines Herzens, das TTOG der wahre Beleuchter ist und die Strafe für deinen Unglauben wird eine WG mit W.L.Craig und Ken Ham sein, von Ewigkeit zu Ewigkeit, basta!

  39. #39 von drawingwarrior am 5. Juli 2017 - 10:14

    Och Mensch Patrick, das mit der Wasserpfütze und dem Loch im Boden haben wir doch schon im Grundkurs besprochen.
    Und bitte denk dran, ohne TTOG kein Universum, gelle?