Christliche Gegenargumente zur ‚Ehe für alle‘

Die Diskussion über eine „Ehe für alle“ resultiert aus dem weitestgehend heimlich in unsere Gesellschaft eingedrungenen Genderismus. Gastkommentar des (evangelischen) Oberkirchenrats i.R. Klaus Baschang

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Die Idee einer „Ehe für alle“ verweigert den Orientierungsbedarf heranwachsender Menschen. Diese erfahren nicht, welche Lebensform sich mehrheitlich in der Menschheitsgeschichte bewährt hat. Ihnen wird die Freiheit genommen, die eigene Lebensperspektive begründet zu wählen.

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Die Diskussion über eine „Ehe für alle“ resultiert aus dem weitestgehend heimlich in unsere Gesellschaft eingedrungenen Genderismus. Bei diesem geht es aber nicht um die Gleichstellung der Geschlechter, wie oft behauptet und gerade auch in evangelischen Kreisen gerne geglaubt wird. Es geht dem Genderismus vielmehr von den Anfängen an um die Auflösung bewährter Lebensstrukturen durch absichtliche Verwirrung der gewohnten Begriffe und Sprache.

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[http://www.kath.net/news/60131

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  1. #1 von Gerry am 2. Juli 2017 - 16:33

    Ihnen wird die Freiheit genommen, die eigene Lebensperspektive begründet zu wählen.

    Klar, wenn man denen zeigt dass es viele Wahlmöglichkeiten gibt, dann wird ihnen die Freiheit zu wählen genommen!

    Wie verdummreligiotet muss man eigentlich sein um so einen Schwachsinn nicht nur blöd daher zu labern, sondern sogar noch schriftlich zu veröffentlichen?

    Klaus Baschang

    Ein 84 Jahre alter Mann sieht seine Deutungshoheit schwinden.
    Offensichtlich hat ihm noch niemand klar gemacht dass sich sowieso fast niemand mehr für sein Geschwurbel interessiert.

  2. #2 von Charlie am 2. Juli 2017 - 17:20

    Eine Minderheit bestimmt über die Mehrheit. Ende der Demokratie.

    Nicht die Schwulen haben das befohlen, sondern es wurde demokratisch abgestimmt.

    Wer die „Ehe für alle“ problematisiert wird als homophob, rassistisch, sogar antisemitisch verleumdet

    Wo wurde Letzteres gemacht? Beispiele?

  3. #3 von ichglaubsnicht am 2. Juli 2017 - 17:37

    Ein tatsächliches Gegenargument konnte ich in dem was er schreibt jetzt nicht finden.

    Ihnen wird die Freiheit genommen, die eigene Lebensperspektive begründet zu wählen.

    Offensichtlich ist das Gegenteil der Fall. Und es wird niemand nur weil die Ehe für alle nun möglich ist schwul und schon gar niemand wird gezwungen gleichgeschlechtlich zu heiraten.

  4. #4 von oheinfussel am 2. Juli 2017 - 18:00

    Was für ein seniles Geseier – Hilfe.

    Als ob sich irgendwer aussuchen könnte, zu welchen Menschen er sich hingezogen fühlt. Als würde man das auswürfeln, in wen man sich verliebt, wen man emotional und/oder sexuell ansprechend findet. Als suche es sich Jemand aus, welchen Geschlecht sich ein Mensch zugehörig fühlt.

    Und als würde es jetzt heterosexuellen Menschen verboten, heterosexuell zu leben, zu heiraten oder Sex zu haben. Als würde die Hochzeit eines homosexuellen Paares auch nur eine Ehe oder Kindesszeugung verhindern…

  5. #5 von drawingwarrior am 2. Juli 2017 - 18:05

    Tja, es sind tatsächlich christliche Argumente…also Nonsens-Argumente.
    Wer hat etwas anderes erwartet?

  6. #6 von user unknown am 2. Juli 2017 - 18:51

    Diese erfahren nicht, welche Lebensform sich mehrheitlich in der Menschheitsgeschichte bewährt hat.

    Menschheitsgeschichte – umfasst das jetzt 300.000 Jahre, über die der hohe Priester einen globalen Überblick hat?

    Als ob sich die Lebensformen unabhängig vom Stand der Gesellschaft, der Wirtschaft, der Sozialsysteme entwickelt hätten. Als ob die Leute mal dies, mal jenes ausprobiert hätten um schließlich bei der bürgerlichen Kleinfamilie (2 Eltern, 2 Kinder) als Modellfamilie zu landen.

    Was sich mehrheitlich bewährt hat kann für den Einzelnen das völlig falsche sein. Für Homosexuelle hat sich eine heterosexuelle Ehe eher nicht bewährt. Als Fassade kann sie sich in Zeiten überwiegender Homosexuellenfeindschaft allerdings insofern bewährt haben, als die Betroffenen in Ruhe gelassen wurden. Wenn die Partner, die als Fassade dienen mussten, in den Fassadencharakter nicht eingeweiht waren – was wohl oft der Fall war – wird es für diese aber eher auch keine bewährte Lebensstruktur gewesen sein.

    Kitschige Illusionen den Leuten als Modell zu verkaufen, das hilft im realen Leben nicht weiter.

  7. #7 von Noch ein Fragender am 2. Juli 2017 - 19:28

    Ja, ja – der Genderismus ist schuld. 😦

  8. #8 von drawingwarrior am 2. Juli 2017 - 19:48

    In der Menschheitsgeschichte hat sich eine Lebensform besonders bewährt.
    Es handelt sich um einen parasitär lebenden Organismus, der sich durch Mimikry Reputation und Auskommen verschafft.
    Zusätzlich bindet er seinen Wirt durch geschickt getarnte Lügen oder Halbwahrheiten an eine Weltsicht, in der ein Überwesen durch Gewaltandrohung oder Liebesentzug regiert.
    Dieser Parasit heißt in Fachkreisen Theologe, es sind auch Subspezies bekannt, wie der gemeine Dorfpfarrer oder der Dompropst.
    In den letzten 200 Jahre wurde in diesem Bereich viel geforscht und es ist gelungen, sowohl den Befallenen zu kurieren, als auch den Parasiten schadlos zu machen.
    Als besonders nützlich hat sich eine umfassende Allgemeinbildung und ein gerüttelt Mass an Ironiefähigkeit erwiesen.

  9. #9 von deradmiral am 2. Juli 2017 - 21:42

    Was ist Genderismus? Ist das die wahnhafte Unterteilung der Welt in „der“, „die“, „das“?

  10. #10 von manglaubtesnicht am 2. Juli 2017 - 22:23

    Mimimi. Mimimimimimimimimimimimimi.

  11. #11 von Willie am 3. Juli 2017 - 04:05

    Worum geht es? Christliche Werte,
    Halten wir fest, diese christlichen Werte befürworten als den Ausschluss und Verbote für vollkommen private Angelegenheiten, Eine Moral für den Arsch. Ups, war das jetzt schwul?

  12. #12 von Skydaddy am 3. Juli 2017 - 04:56

    Mir ist übrigens gestern, bei der Lektüre eines Artikels von Georg Maria Hoff, aufgefallen, dass die Katholiken DIE ERSTEN waren, die mit der Gender-Verwirrung angefangen haben – in dem sie angefangen haben, ihre Söhne „Maria“ zu nennen:

    Warum Jungs Maria, Mädchen nicht Joseph heißen dürfen

    „Maria ist oft in Landstrichen mit überwiegend katholischer Bevölkerung als Mittelname anzutreffen.“ Und weil in der katholischen Kirche die Verehrung der Jungfrau Maria als Mutter Gottes eine zentrale Rolle spielt, ist es Eltern als Ausdruck tiefer Religiosität gestattet, ihrem Sohn den Beinamen Maria zu geben.

  13. #13 von stephancologne am 3. Juli 2017 - 10:37

    Christ: Die Homoehe ist nicht dem christlichen Glauben vereinbar.

    Ich: Warum tut Gott dann nichts dagegen?

    Christ: Das würde Gott nie tun. Er will, dass wir selbst entscheiden.

    Ich: Na, dann ist doch alles gut.

    ( Mit „Ich“ bin nicht ich gemeint. Hab’s im Netz entdeckt und kopiert )

  14. #14 von ptie am 3. Juli 2017 - 10:41

    @oheinfussel

    Als ob sich irgendwer aussuchen könnte, zu welchen Menschen er sich hingezogen fühlt. Als würde man das auswürfeln, in wen man sich verliebt, wen man emotional und/oder sexuell ansprechend findet. Als suche es sich Jemand aus, welchen Geschlecht sich ein Mensch zugehörig fühlt.

    Und selbst wenn ich mir die sexueller Orientierung ausgesucht hätte, was wäre daran verkehrt? Warum bedarf es einer sexuellen Orientierung, die ich mir nicht aussuche, um ein gleichberechtigtes Dasein als Homosexueller einzufordern?
    Geistliche fordern für sich den Zölibat – etwas vollkommen unnatürliches. Sie argumentieren nicht damit, dass sie es sich ja nicht ausgesucht hätten. Sie suchen es sich aus – und es sei ihnen gestattet. Und genauso sollten Menschen ihre sexuelle Orientierung aussuchen dürfen, wennsie es können und möchten.

    Bei der Formulierung von dir klingt an, dass der/die Homosexuelle ja nichts für ihre sexuelle Ausrichtung könne. Ich finde dieses Argument aber für sehr defensiv und entbehrlich.

  15. #15 von ptie am 3. Juli 2017 - 10:50

    eklig:

    Eine entscheidende Differenz besteht im Adoptionsrecht. Zwar kann man Verständnis dafür haben, dass das Wohlgefühl von Lebenspartnerschaften durch adoptierte Kinder angehoben wird. Der Staat ist aber überhaupt nicht für das Wohlgefühl in menschlichen Lebensgemeinschaften zuständig. Er darf keineswegs unmündige Menschen in ihrer persönlichen Entwicklung einer Minderheitensituation aussetzen. Er hat sie vielmehr davor zu schützen.

    Bezüglich bestimmter Merkmale wird man eigentlich immer in einer Minderheitensituation leben – was ist daran so schlimm? Dürfen rothaarige dann auch nicht mehr Kinder adoptieren? Menschen mit der Blutgruppe AB sind auch in der Minderheit etc. Was ist so schlimm an der Minderheitensituation?
    Eventuell die gewollte Diskriminierung durch die katholische Kirche. die es z.B. Religionslehrerinnen nicht erlaubt lesbisch zu leben.

  16. #16 von Skydaddy am 3. Juli 2017 - 11:20

    Ich verstehe das Argument mit der Adoption überhaupt nicht.

    Es wird doch nicht so sein, dass Kinder ihren leiblichen, oder zumindest heterosexuellen Eltern entrissen werden und homosexuellen Paaren zugewiesen werden.

    Ich vermute auch, dass es mehr elternlose Kinder gibt als adoptionswillige heterosexuelle Paare.

    Das hieße dann: Für viele elternlose Kinder gibt es nur die beiden Optionen, entweder von Homosexuellen adoptiert zu werden, oder aber OHNE Eltern aufzuwachsen. Da ist die Adoption durch Homosexuelle, die sich ein Kind wünschen, doch offensichtlich vorzuziehen.

    Oder verstehe ich da etwas nicht?

  17. #17 von ptie am 3. Juli 2017 - 19:33

    @skydaddy:

    Ich vermute auch, dass es mehr elternlose Kinder gibt als adoptionswillige heterosexuelle Paare.

    Das ist nicht so:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Adoption_(Deutschland)#Statistik

    Wie man sehen kann, geht die Anzahl an Adoptionen seit Jahrzehnten zurück – ich vermute, dies ist u.a. eine Folge der besseren Aufklärung, und damit weniger ungewollten Kindern.

    Ein Vorteil der Adoption durch ein gleichgeschechtliches Paar möchte ich noch nennen:
    Es ist den Adoptiveltern unmöglich, den Sachverhalt der Adoption gegenüber dem Kind zu verheimlichen. In meinem Umfeld kenne ich zwei Fälle von adoptierten Personen, die darunter gelitten haben, von ihrer Adoption erst im Jugend – bzw. Erwachsenenalter erfahren zu haben.
    Aber ich würde nicht so weit gehen, nur gleichgeschlechtlichen Paaren die Adoption erlauben zu wollen 🙂

  18. #18 von oheinfussel am 3. Juli 2017 - 20:33

    @ptie

    So war es nicht gemeint – das hätte ich sicher besser formulieren können 😉

  19. #19 von ptie am 4. Juli 2017 - 18:58

    @oheinfussel

    So war es nicht gemeint – das hätte ich sicher besser formulieren können

    Dann danke ich dir, dass du mir den Anlass gegeben hast, darüber nachzudenken und mir darüber klar zu werden 🙂