Zwischen Wut und Segen: So reagieren die Kirchen auf die Ehe für alle

Während die katholische Bischofskonferenz und Evangelikale die Gleichbehandlung von lesbischen und schwulen Paaren verhindern wollen, kommt Unterstützung vom Rat der Evangelischen Kirche.

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In einem Gastbeitrag für die „Rheinische Post“ kritisierte der Kölner Weihbischof Dominik Schwaderlapp, der „überstürzten Debatte“ fehlte es an „Respekt gegenüber demokratischen Prozessen“. Eine Ehe für alle sei ein „Widerspruch in sich“, weil die christliche Ehe „einzigartig“ sei. Zuvor hatte bereits der Berliner Erzbischof Heiner Koch zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage betont, dass es keine Diskriminierung sei, wenn zwischen den Ehen heterosexueller Paare und den Lebensgemeinschaften gleichgeschlechtlicher Paare unterschieden werde.

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Evangelische Kirche begrüßt Ehe-Öffnung, Evangelikale beklagen sie

weiterlesen:

[http://www.queer.de/detail.php?article_id=29158

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  1. #1 von Charlie am 29. Juni 2017 - 15:02

    Und 50 Jahre späte wird von den Kirchen behauptet, ohne sie gäbe es keine Homo-Ehe und das Christentum wäre die Grundlage dafür. Wetten? Ähnlich wie heute mit Demokratie und Menschenrechte.

  2. #2 von Diamond Mcnamara am 29. Juni 2017 - 15:08

    Would you join me in wishing all True and Homophobic Believers in the Lord Jesus a joyful resurrection in the flesh without, what they might consider – undue delay.?

  3. #3 von oheinfussel am 29. Juni 2017 - 15:12

    Ein Diskriminierer erzählt Diskriminierten, was Diskriminierung ist

  4. #4 von Deus Ex Machina am 29. Juni 2017 - 15:51

    „In einem Gastbeitrag für die „Rheinische Post“ kritisierte der Kölner Weihbischof Dominik Schwaderlapp, der „überstürzten Debatte“ fehlte es an „Respekt gegenüber demokratischen Prozessen“. “

    —> Allein schon dieser Name…
    Und dieser Schwaderlapp will uns etwas von Demokratie erzählen?
    Wahrscheinlich hält man im Klerus auch die „kürzliche“ Einführung von Pressefreiheit und Menschenrechten und die „kürzliche“ Abschaffung der Monarchie für etwas überstürzt. Ein so träger Verein wie die Kirche tickt halt ein wenig anders.
    Ein schlechter Witz, diese Kirche.

  5. #5 von paul0f am 29. Juni 2017 - 15:53

    .. Reinhard Marx, betonte weiter, man bedauere, „wenn dieser Ehebegriff aufgelöst werden soll und damit die christliche Auffassung von Ehe und das staatliche Konzept weiter auseinandergehen.“<

    Nennt man das nicht „Trennung von Staat und Kirche“?

    Wenn „Ja“, dann ist das auseinandergehen der Konzepte gut.
    Besser ist noch, dass der Staat in diesem Lande das Sagen hat und nicht die Kirche.

    kritisierte .. Dominik Schwaderlapp, der „überstürzten Debatte“ fehlte es an „Respekt gegenüber demokratischen Prozessen“. <
    Sind sie Berufsblind, Hr. Schwaderlapp?

    Diesen Respekt sollte sich die Kirche zu eigen machen. Respekt gegenüber den Menschen, die nicht ihre Meinungen an Ansichten über die Welt teilen und dennoch Menschen mit denselben Rechten wie alle sind.

    Aber da kann man ja auch mit einer Wand reden .. was die Kirche in knapp 2000 Jahren nicht gerafft hat, wird sie auch heute nicht mehr kapieren, geschweige denn in die Tat umsetzten. Deutlich erkennbar an dem archaisch anmutenden Sermon, welchen die Kirchenfuzzies immer noch absondern.^^

  6. #6 von user unknown am 29. Juni 2017 - 20:33

    Ich weiß davon schon seit Montag.

    Eine Ehe für alle sei ein „Widerspruch in sich“, weil die christliche Ehe „einzigartig“ sei.

    Schapperlerpapp. Räucheraal ist genauso einzigartig. Also ist die christliche Ehe nicht einzigartig.

    Außerdem geht es gar nicht um die christliche, sondern die staatliche Ehe. Aber bei soviel Panik denkt man, man sollte auch Staatspriester einführen.

  7. #7 von m0ebius am 29. Juni 2017 - 21:57

    Eine Ehe für alle sei ein „Widerspruch in sich“, weil die christliche Ehe „einzigartig“ sei.

    Um die „einzigartige“ christliche Ehe geht es ja auch nicht, sondern um die Zivilehe, die zum Glück unabhängig von ihr ist. Bei ihren komischen archaischen Ritualen dürfen die Katholiken meinetwegen so voraufgeklärt sein, wie sie möchten.

    kritisierte der Kölner Weihbischof Dominik Schwaderlapp, der „überstürzten Debatte“ fehlte es an „Respekt gegenüber demokratischen Prozessen“.

    Ach, die „eizigartige christliche Ehe“ ist einem demokratischen Prozess unterworfen?

  8. #8 von m0ebius am 29. Juni 2017 - 22:00

    @user unknown: Sorry, wollte DIch nicht nachplappern. Das passiert, wenn man einen halb geschriebenen Kommentar liegenlässt, weil was dazwischenkommt, und dann zuende schreibt, ohne die in der Zwischenzeit verfassten anderen Kommentare zu lesen…

  9. #9 von Noch ein Fragender am 29. Juni 2017 - 23:59

    Evangelische Kirche begrüßt Ehe-Öffnung, Evangelikale beklagen sie

    Edmüller, Die Legende von der christlichen Moral: Warum das Christentum moralisch orientierungslos ist

    lässt grüßen.

  10. #10 von user unknown am 30. Juni 2017 - 00:23

    @moebius:
    Das ist mir so ähnlich in den letzten 6 Stunden auch passiert. Antwort begonnen, neuer Tab hier, neuer Tab da, Tage vergehen – ah! Jetzt aber schnell senden! 🙂 Wär ja schade ums Hirnschmalz.

  11. #11 von drawingwarrior am 30. Juni 2017 - 09:33

    Yes… das Ding ist im Kasten.
    Herzlichen Glückwunsch an alle, die für diesen Gesetzentwurf mit Ja gestimmt haben… und dem Rest wünsche ich mehr Hirninhalt.
    Darauf gibts heute Abend einen schönen Whisky.

  12. #12 von oheinfussel am 30. Juni 2017 - 14:26

    @dw

    Der Whisky für heute abend ist auch im Hause Flausche-Fussel ist bereits kalt gestellt 😀

  13. #13 von Veria am 30. Juni 2017 - 16:23

    @fussel: Plant ihr eigentlich ein „Upgrade“?

  14. #14 von oheinfussel am 30. Juni 2017 - 17:17

    @Veria

    Meinst du, Fussel 2.0 oder die Änderung in der standesamtlichen Urkunde von eingetragene Lebenspartnerschaft auf Ehe?

  15. #15 von Gerry am 30. Juni 2017 - 17:23

    @ #14

    Ich glaub sie meint die Ehe. Würd ich zumindest bei dem Kontext annehmen 🙂

  16. #16 von deradmiral am 30. Juni 2017 - 17:56

    Jesus hat nie jemanden verhochzeitet. Der hat sich nur auf einer Hochzeitsfeier durchgefressen… Aber später wurde die Hochzeit zur rein christlichen Institution erklärt.

  17. #17 von parksuender am 30. Juni 2017 - 18:07

    Glückwunsch für die Demokratie! Prösterchen

    Weiß jemand warum man „upgraden“ muss? Hätte man nicht automatisch für alle upgraden können? Jetzt noch ein zusätzlicher bürokratischer Akt.
    Ging das juristisch nicht anders?