Adam und Eva waren „Veggies“

Fleisch essen oder darauf verzichten? Dieser Frage geht die Studentenmission in Deutschland (SMD/Marburg) in ihrem Informationsblatt „smd-transparent“ nach.

(…)

Der Professor für Evangelisation und Apologetik an der Evangelischen Hochschule Tabor in Marburg, der Hochschulevangelist Matthias Clausen, erläutert, warum er kein Fleisch isst: „Adam und Eva waren noch Veggies (Vegetarier).“ Zwar sei Fleisch zu essen in der Bibel erlaubt. Er frage sich jedoch: „Warum soll ein Tier sterben, damit ich satt werde?“ Zudem ist er überzeugt: „Wer fleischfrei lebt, lebt oft gesünder.“ Selbst für die Mission unter Studenten sei seine Einstellung von Vorteil: „Nichtchristen sind ökologisch oft wacher als wir Christen.“

weiterlesen:

[http://www.idea.de/gesellschaft/detail/sollen-christen-auf-fleisch-verzichten-101517.html

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  1. #1 von m0ebius am 24. Juni 2017 - 15:50

    Das finde ich kein überzeugendes Argument. Hätten Adem und Eva die Schlange statt den Apfel gegessen, wären wir immer noch im Paradies, und der Jesusquatsch wäre uns auch erspart geblieben.

  2. #2 von oheinfussel am 24. Juni 2017 - 16:51

    Komisch – sämtliche Vegetarier und Veganer, die ich kenne, sind Atheisten…

  3. #3 von drawingwarrior am 24. Juni 2017 - 17:47

    @m0ebius

    Dann hätten Adam und Eva Chinesen sein müssen.

    Im übrigen waren Adam und Eva ebensowenig Vegetarier oder Demokraten wie Bilbo Beutlin, sie sind fictionale Charaktäre in einer Fabel.

    Die Spezies Homo hätte sich als Pflanzenfresser nicht in dem Masse entwickelt, die Ernährung mit überwiegend tierischen Proteinen und Eiweiß ermöglichte erst das Wachstum des Hirns, zum einen durch die Verkleinerung der Kieferpartie und zum anderen durch den hohen Nährwert.
    Die älteste Kulturtechnik ist nicht der Tofu-Wrap, sondern das Grillrippchen.
    Die Zubereitung von Fleisch im Feuer schlüsselt Fett und Eiweiß für den Körper besser auf und ermöglicht so eine längere Phase ohne Hungergefühl.
    Es wird davon ausgegangen, das diese „Freizeit“ von der Nahrungsbeschaffung zu den ersten Werkzeugen und zur Arbeitsteilung in der Gruppe geführt haben.

    Jetzt ist es ja nicht so, als ob die meisten Menschen heutzutage noch in Höhlen leben würden, daher ist eine gesunde Ernährung eine Mischkost aus pflanzlichen und tierischen Produkten.
    Und solange Löwen und Haie sich nicht von Salat aus Bioanbau ernähren, kommt für mich das Steak mit Salat auf den Tisch und zwar mit der Priorität der Reihenfolge.
    Die Frage, warum ein Tier sterben muss, damit ich satt werde, stellt sich mir nicht, weil ich ein Tier bin, das, wenn es nicht satt wird, von anderen Tieren gefressen werden kann.

  4. #4 von Deus Ex Machina am 24. Juni 2017 - 18:46

    „Adam und Eva waren „Veggies““

    –> Nur ein Grund mehr, keiner zu sein!

  5. #5 von drawingwarrior am 24. Juni 2017 - 18:58

    Veggies sind Gemüse, Nahrung…Veganer oder Vegetarier sind die, die das Grünzeug vertilgen.

  6. #6 von Willie am 24. Juni 2017 - 20:57

    Soll das eine Erklärung dafür sein, warum diese mythischen Gestalten so doof reagiert haben? Deren Gott ernährt sich aber fleißig von Menschen um sie dann wieder in Himmel oder Hölle auszuschei_en.

  7. #7 von user unknown am 24. Juni 2017 - 23:59

    Morgen waren Adam und Eva Lesben und hatten ein Windrad und Sonnenkollektoren.

    Und ich kenne mindestens eine Vegetarierierin, auf dem Weg zur Veganerin, die Christ ist. Gut – das durchkreuzt die Absicht im wahrsten Sinne des Wortes, da sie als Katholikin ja das Blut Christi trinkt und sein Fleisch isst.

  8. #8 von manglaubtesnicht am 25. Juni 2017 - 04:53

    @darkwingwarrior: „Die Frage, warum ein Tier sterben muss, damit ich satt werde, stellt sich mir nicht, weil ich ein Tier bin, das, wenn es nicht satt wird, von anderen Tieren gefressen werden kann.“

  9. #9 von drawingwarrior am 25. Juni 2017 - 07:51

    @MGN

    Was soll das?
    Denkst Du ernsthaft, mir ist die Konsequenz von Fleischkonsum nicht bewusst?

    Wenn ich mit meiner Tochter über die afrikanische Savanne wandere und dabei von einem Löwen angefallen werde, wird meine Tochter vermutlich auch versuchen, mich zu retten und wenn ich sterbe und gefressen werde, zutiefst geschockt und trauernd zurück bleiben.
    Das macht die Handlung des Löwen moralisch nicht verwerflich oder gar böse.

    Nur weil ich als Mensch die Möglichkeit habe, über meine Handlungen zu reflektieren, heißt das nicht, dass ich mich deshalb aus dem Kreislauf des Lebens ausklammern kann.
    Mich machen solche Versuche, mich wegen meines Fleischkonsums in die Ecke zu stellen, wütend.

    Der Appell an mein Mitgefühl ist in diesem Falle unnötig und unfair, weil er voraussetzt, das mir bis zu dem Moment, in dem ich mir das Video angesehen habe, noch nie der Gedanke gekommen ist, das dass Stück Fleisch auf meinem Teller, die Wurst auf meinem Brot und das Leder meiner Arbeitsschuhe irgendwann mal ein lebendes und atmendes Wesen war.

    So wie der Sprit in Deinem Auto, die Isolierung Deines Hauses und so weiter und sofort.

    Wir sind ein Bestandteil eines Ökosystems in dem wir konsumieren und konsumiert werden.
    Wir sind möglicherweise das einzige Tier, das das auch kognitiv erfassen kann, wobei mir das Verhalten der Ziege in dem Video etwas anderes suggeriert.

    Ich habe mich sehr wohl mit Alternativen zur Mischkost beschäftigt.
    Wenn ich ohne Mangelerscheinungen meine Ernährung auf eine vegetarische Basis stellen möchte, dann funktioniert das nur, wenn ich Obst und Gemüse an 365 Tagen im Jahr aus allen Erdteilen zur Verfügung habe und keinerlei Allergien oder Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems aufweise.
    Ähm…und Nein, Allergien sind nicht durch den Fleischkonsum oder isolierte Lebensweise verursacht…ich habe als Kind Obst und Gemüse aus dem Nachbarsgarten geklaut und roh und dreckig gegessen, weiß wie Sauerampfer aussieht, habe ganze Wiesen voller Klee und Honig-Nesseln vertilgt, bin mit Hund und Katze aufgewachsen und habe trotzdem eine Allergie gegen Tierhaare von Katzen (korrekterweise muss man sagen gegen Eiweißverbindungen, die im Schweiß, Speichel und Tränenflüssigkeit enthalten sind), weshalb Katzen als Nahrungsmittel für mich ausscheiden.

    Weil selbst weltweit nicht immer Erntezeit ist, müssen gewisse Lebensmittel konserviert werden, Trockenobst, wenn man es nicht gerade selbst portionsweise herstellt erfordert Zusatzstoffe, wie Schwefel, der auch nicht überall verfügbar ist.
    Mineralstoffe und B-Vitamine werden in der vegetarischen Kost vielfach über Hülsenfrüchte (schlecht für Herzerkrankungen) und Nüsse, Getreide wie Sesam und Hirse (sehr spaßig für Allergiker) gedeckt.

    Viele Nahrungsmittel, wie Bananen, Aprikosen oder Ananas, müssen unter großem Aufwand transportiert werden, was den CO²-Abdruck von Vegetariern auch nicht gerade verkleinert.
    Ich hatte in meinem Kommentar durchaus darauf hingewiesen, das ich mich für eine gesunde Mischkost entschieden habe, was ich natürlich von dem abhängig mache, was ich regional einkaufen kann und was mir bekommt, sprich was ich gesundheitlich vertragen kann.

    Evolutionär gesehen, bin ich als Mensch ein Mischköstler, mein Verdauungssystem ist in der Lage Nährstoffe sowohl aus pflanzlichen als auch aus tierischen Lebensmitteln sowie deren Produkten wie Milch und Eiern zu gewinnen.
    Mein Zahnschema weist sowohl Mahlzähne für die Zerkleinerung von ballastreicher Pflanzenkost, als auch Schneid-und Reißzähne für die Aufnahme von tierischer Kost auf.
    Diese Eigenschaft hatte den hohen Grad an Anpassungsfähigkeit und die weltweite Verbreitung des Menschen zur Folge.
    Die Art meiner Ernährung hängt also stark von meiner Umgebung und den dort vorkommenden Ressourcen ab, weniger von meiner Empathie gegenüber den Pflanzen und Tieren, die mir als Nahrung dienen.

    Meiner Meinung nach ist an einem ausgewogenen Konsum von Fleisch nichts auszusetzen und wer sich vegan oder vegetarisch ernähren möchte kann und sollte das tun.
    Was man meiner Meinung nach unterlassen sollte ist, zu versuchen den Fleischkonsumenten als unmoralisch und herzlos darzustellen, wie in Deinem Video.
    Das ist gedankenlos und einfältig, weil man damit jemand für etwas in die Ecke stellt, das Bestandteil seiner Natur ist, wie eine Hautfarbe oder ein Geschlecht, beides unter hohem Aufwand veränderbar, aber selten zum Vorteil des betroffenen Individuums.
    Ich gebe zu, das dieses Thema nicht zu den Einfacheren gehört und das es Kontroversen gibt, die sich hier möglicherweise nicht überbrücken lassen.
    Mein Ansatz ist hier, wie auch bei anderen Themen, ein eher pragmatisch-rationaler, weshalb ich auch auf den emotionalen Ansatz eher ungehalten reagiere.
    Zu dem Video möchte ich noch anmerken, das ich nicht weiß, warum das tote Tier unbedingt hinter dem Fahrzeug her geschleift werden musste.
    Ich würde das wohl eher nicht machen, weil ich einen so behandelten Körper, der je nach Wegstrecke anschließend Knochenbrüche, mindestens aber Einblutungen ins Muskelgewebe aufweisen dürfte, für nicht mehr genießbar halte.

  10. #10 von Diamond Mcnamara am 25. Juni 2017 - 12:57

    Professor für Apologetik.Eine Wahnsinnswissenschaft.

  11. #11 von Veria am 25. Juni 2017 - 20:52

    Habt ihr mich bei dem Thema schon vermisst? 😉

    @dw: Ich hoffe sehr, du isst Fleisch aus der bestmöglichen Haltung (Freiland) mit der humanstmöglichen Schlachtung (z.B. Hofschlachtung) ohne zusammengepferchte Lebendtransporte. Ansonsten halte ich von deiner Ansicht nämlich nichts und dich für einen Heuchler.
    Recht unzweifelhaft ist übrigens, dass sich ein Vegetarier auch regional gesund ernähren kann – für Veganer wird es allerdings tatsächlich schwierig.

  12. #12 von Veria am 25. Juni 2017 - 20:54

    Ergänzung an @MGEN: Ernsthaft? Ein Peta-Link als Argument? Peta ist nicht gerade überaus sauber und es wurde ihnen schon etliche Male nachgewiesen, dass sie ein Bild/Video inszeniert haben.

  13. #13 von user unknown am 25. Juni 2017 - 23:01

    Im ganzen Bereich Nahrungswesen sind mehr Halbmythen verbreitet, als bei allen Naturvölkern zusammen.

    Viele Nahrungsmittel, wie Bananen, Aprikosen oder Ananas, müssen unter großem Aufwand transportiert werden, was den CO²-Abdruck von Vegetariern auch nicht gerade verkleinert.

    Exotische Früchte haben zwar riesige Entfernungen hinter sich, aber den Großteil davon auf riesigen Frachtschiffen, so dass auf das Kilo Obst am Ende fast gar nichts entfällt. Ein Kleintransporter, der 50 km zurücklegt mit ein paar Obstkisten aus der Region kann das locker in den Schatten stellen, schon ablesbar am Preis, den das Kilo Bananen (1 €) beim Endverbraucher kostet. Allerdings ist der Preis nur ein schwacher Indikator, da Schiffe mit billigem und besonders schmutzigem Schiffsdiesel fahren.

  14. #14 von drawingwarrior am 26. Juni 2017 - 07:21

    @user unknown

    Ähm, ich glaube, ich hab einen Knoten im Auge.
    Du willst mir jetzt nicht erzählen, das die Ananas als Beifracht auf Schiffen fährt, die sowieso von Südamerika nach Bremerhaven fahren, oder?
    Und die Plantagen auf denen das Zeug wächst war vorher Brachland?
    Man kann sich das schon schönreden.

  15. #15 von user unknown am 26. Juni 2017 - 12:12

    Du willst mir jetzt nicht erzählen, das die Ananas als Beifracht auf Schiffen fährt, die sowieso von Südamerika nach Bremerhaven fahren, oder?

    Nein, so wie Du mir nicht erzählen willst, dass die Äpfel und Birnen aus Büttenwerder als Beifracht im Kleintransporter zum Großmarkt Berlin kommen.

    Und die Plantagen auf denen das Zeug wächst war vorher Brachland?

    Es geht jetzt plötzlich um die Anbaufläche? Ursprünglich war von Transport die Rede:

    Viele Nahrungsmittel, wie Bananen, Aprikosen oder Ananas, müssen unter großem Aufwand transportiert werden

    Verschiebst Du die Torpfosten, weil der Ball hinter der Linie war?

    Das ist zwar nicht die feine Art, aber auch darauf habe ich 2 Gegenfragen. Werden in Deutschland Früchte nicht auf landwirtschaftlicher Nutzfläche angebaut?

    Oder willst Du mir nur unauffällig den Ball zuspielen, damit ich elegant auf den Podcast Forschergeist 28, Moore hinweisen kann?

    Dann bitte ich um Pardon.

  16. #16 von awmrkl am 26. Juni 2017 - 13:29

    @mgen

    PETA? Als Referenz? Du ent-täuschst mich!

  17. #17 von awmrkl am 26. Juni 2017 - 13:32

    @dw #9

    Ich sehe diese Zusammenhänge ziemlich ähnlich wie Du.
    Und auch ähnlich pragmatisch.

  18. #18 von hypershrike am 26. Juni 2017 - 15:34

    Wusste gar nicht, dass Atheisten auch solchen missionarischen Eifer an den Tag legen können. So kenne ich Euch gar nicht.

  19. #19 von drawingwarrior am 26. Juni 2017 - 17:12

    @user unknown

    Nein, Äpfel und Birnen sitzen neben Eiern und Kohlrabie im ICE und habe Monatskarten.

    Und selbstverständlich bittest Du mich um Pardon…ich hatte zwar noch nie von diesem Podcast gehört, aber Pardon klingt trotzdem gut.

    Ich hätte übrigens eine erweiterte Argumentation und das Anbringen eines neuen Gedankens im Rahmen einer Thematik nicht unbedingt als Torpfostenverschiebung gewertet, aber gut, man lernt schliesslich nicht aus.