Kardinal Müller: Säkularismus schränkt den Horizont des Menschen ein

Das Christentum bietet die „beste Alternative“ zur „Kultur des Todes“, weil es „die Kultur des Lebens und der Hoffnung“ verbreitet.  (…)

Der Säkularismus sei eine große Herausforderung für die Moderne Welt, weil er den Horizont des Menschen und seine intellektuelle Orientierung eingrenze. Christen seien keine „Relikte der Vergangenheit“, sondern hätten ihren Blick auf die Zukunft gerichtet.

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[http://www.kath.net/news/60022

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  1. #1 von Gerry am 23. Juni 2017 - 09:54

    Das ist so schwachsinnig, da will ich gar keine Hirnaktivität für verschwenden, das passend zu kommentieren.

  2. #2 von ptie am 23. Juni 2017 - 10:11

    @Gerry: Dann versuche ich es mal kurz:

    Der Säkularismus sei eine große Herausforderung für die Moderne Welt, weil er den Horizont des Menschen und seine intellektuelle Orientierung eingrenze.

    Belege für den zweiten Teil der Behauptung?

    Christen seien keine „Relikte der Vergangenheit“, sondern hätten ihren Blick auf die Zukunft gerichtet. Sie leben nicht in „apokalyptischer Dunkelheit“, sondern im Licht Christi.

    Unklare Aussage. Das Licht Christi kann man woran messen?

    Durch seine Auferstehung habe Christus den Menschen das Leben gegeben und die Tür zur Überwindung von Sünde und Tod geöffnet.

    Das kann man woran erkennen?

    Auf diesem Weg könne der Mensch seine durch die Erbsünde innewohnende Tendenz zur Selbstzerstörung überwinden, sagte Müller.

    Das wird wodurch belegt?

    Im 20. Jahrhundert hätten politische Ideologien, die der Menschheit Erlösung versprochen hätten, zu den größten Katastrophen in der Geschichte geführt. Christen seien sich bewusst, dass eine Selbsterlösung nicht möglich sei, sondern alles von der Gnade Gottes abhänge.

    Die Aussage finde ich etwas unklar. Hat der Faschismus Erlösung versprochen? Ich finde die fehlende Demut der Faschisten charakterisierender. Aber egal: In Deutschland waren zumindest 90 % der Deutschen Christen, die sich dessen (Selbsterlösung nicht möglich ..) wohl nicht bewusst waren.

    Die Gnade negiere die natürlichen Fähigkeiten des Menschen nicht, sondern mache uns fähig, mit gemeinsam in unserem Leben mit Gott gemeinsam zu wirken.
    Aufgrund der fehlerhaften Formulierung verstehe ich nicht, was der Satz sagen möchte.

  3. #3 von Rene am 23. Juni 2017 - 11:21

    Religion ist wichtig für die Lösung von Problemen / Religiöse Bildung gegen Religionskonflikte / Säkularismus schränkt den Horizont ein … Ich verstehe die Schiene nicht, die die Bullshitbrüder gerade fahren. Sie verdrehen den gesunden Menschenverstand um 180 Grad und tröten den Schwachsinn in die Landschaft. Was soll das bringen? Ist das die aufsteigende Verzweiflung?

  4. #4 von Veria am 23. Juni 2017 - 11:28

    Der religiöse Horizont ist auf das Brett vorm Kopf aufgemalt.

  5. #5 von Skydaddy am 23. Juni 2017 - 11:32

    Säkularismus kann die Folge davon sein, wenn man seinen Horizont über die Grenzen der eigenen Religion hinaus erweitert: Man erkennt dann, dass die anderen Religionen auch keine schlechteren Argumente haben. Die logische Schlussfolgerung ist, dass wahrscheinlich alle falsch sind. Und selbst, falls nicht: dass es extrem unwahrscheinlich ist, gerade die richtige Religion zu finden.

  6. #6 von oheinfussel am 23. Juni 2017 - 13:28

    Das sagt mir einer, für den alles ausnahmslos Gott verantwortlich ist und jede Frage mit Gott beantwortet wird.

  7. #7 von drawingwarrior am 23. Juni 2017 - 16:29

    Ja, Säkularismus schränkt den Horizont des Menschen ein und verbaut so die freie Sicht auf das Land der Feen, Kobolde und Dämonen. Gleichzeitig entzieht der Säkularismus damit dem staatlich gepamperten Herrn Kardinal Müller die Lebensgrundlage als hauptamtlicher Fremdenführer für die imaginären Lebensräume.

  8. #8 von Unechter Pole am 23. Juni 2017 - 17:16

    Nein, die Krümmung der Erdoberfläche schränkt den Horizont des Menschen ein.

    Dass die Erde nicht flach ist, wollen Religioten genauso wie alle anderen alten und neuen Errugenschaften der Vernunft nicht wahrhaben.

  9. #9 von Elvenpath am 23. Juni 2017 - 19:56

    Übliche Taktik: Wirf deinem Gegner genau das vor, was du selber tust!
    Wird dir vorgehalten, dass du ein eingeengtes Sichtfeld hast, als tief religiöser Mensch, sag einfach, säkulare, oder unreligiöse Sichtweisen seien eingeengt!
    Damit schlägt man gleich drei Fliegen mit einer Klappe:

    Man braucht keine echte Antwort zu suchen.
    Man geht gleich in den Angriff über.
    Der Gegner ist so sprachlos ob dieses völlig bescheuerten Arguments, dass er gar nicht weiß, was er sagen soll.

  10. #10 von Willie am 23. Juni 2017 - 22:56

    Christen seien keine „Relikte der Vergangenheit“, sondern hätten ihren Blick auf die Zukunft gerichtet.

    Das heißt also, dass die (Ober-)Christen nicht mehr an die Prophetien ihres Messias aus dem NT glauben, Das Gottesreich kam vor rund 2000 Jahren nicht, alle, sogar die die es noch erleben sollten, sind tot und vermodert – sofern man nicht irgendwo einen Knochen gefunden und ausstellt (von wegen Totenruhe) und wird auch heute nicht kommen.

  11. #11 von Deus Ex Machina am 24. Juni 2017 - 01:50

    Ich habe im Kindergarten einen weiteren geistigen Horizont gehabt, als diese Klerus-Spinner.

    „Christen seien keine „Relikte der Vergangenheit“, sondern hätten ihren Blick auf die Zukunft gerichtet.“

    –> Natürlich müssen sie das, haben sie doch in den letzten 2000 Jahren so wenig erreicht. Vielleicht kommt Jesus ja nächste Woche zurück? Irgendwann muss es ja mal klappen!

  12. #12 von Hal am 24. Juni 2017 - 02:36

    Merkwürdig – Kultur des Todes, nur weil man nicht an Geister glaubt.

    Meine Frage dazu, bedürfen ach zu viele Menschen etwas mehr als ein naturalistischer Nihilist wie ich und warum?

  13. #13 von Predator am 24. Juni 2017 - 09:01

    Korrekt, der Säkularismus ist böse!

    Gott ist die Antwort.

    Dann brauchen die ganzen professionellen deutschen Religioten-Hanseln ja auch kein Geld vom Staat.

    Die stetig steigende Summe, die mittlerweile bei über 500 Millionen Euro pro Jahr liegt, kann man für bessere Dinge ausgeben oder einfach mir überweisen, denn ich bin arm und habe keinen Gott, der mir hilft in meiner Not.

    Aber das ist natürlich ein anderes Thema.

    Sobald jedenfalls gratis Geld vom Staat im Spiel ist, ist Gott dann wohl doch nicht so ein fester Fels, auf den man als Priester/Bischof/Erzbischof und Kardinal bauen will.

    Natürlich, ein erlauchter Kardinal wird größenteils aus Rom mit exorbitanten Summen bezahlt, ist damit aber eben die Ausnahme.

    Alle anderen bekommen das Geld vor allem von Merkels Deutschland, ohne dass auch nur jemals abzusehen wäre, dass irgend eine Regierung dies ändern wird in Zukunft.

    Ja, die professionellen Religioten können auf den Staat, den sie andauernd kritisieren, bauen. Und auf Gott? Kann man, braucht man aber wohl nicht mit 3000 bis 12.000 EUR Gehalt im Monat und anderen Vergünstigungen, denke ich.

    HEUCHLER!!!

  14. #14 von Noch ein Fragender am 24. Juni 2017 - 10:08

    …intellektuelle Orientierung eingrenze.

    Zum Thema „Eingrenzen der intellektuellen Orientierung“ fällt mir eher das jahrhundertelange, noch bis in die 60er Jahre des letzten Jahrhunderts geltende Bücherverbot der Katholischen Kirche ein mit Werken auf dem Index u. a. von Balzac, Descartes, Diderot, Dumas (Ältere und Jüngere), Heine. Voltaire, Beauvoir, Sartre und nicht zu vergessen Kant, Kritik der reinen Vernunft.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Index_Librorum_Prohibitorum

    Der Säkularismus mit seinem Eintreten für Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit will die intellektuelle Orientierung gerade nicht eingrenzen.

    Und das für den weltanschaulich neutralen säkularen Staat konstitutive Recht auf Religionsfreiheit erlaubt Kardinal Müller sogar, Andersdenkende als Leute mit Brett vor dem Kopf (Kirchsprech: „mit eingegrenzten Horizont“) zu bezeichnen. 🙂

    P.S. Witzig finde ich, dass von katholischer Seite Atheisten ein beschränkter Horizont vorgeworfen wird, während Vertreter der evangelischen Kirche vor dem „Wahn einer entgrenzten Vernunft“ warnen.

    [https://skydaddy.wordpress.com/2012/06/23/ekdemagogin-peta-bahr/

  15. #15 von dezer.de am 24. Juni 2017 - 10:44

    @NeF: „P.S. Witzig finde ich, dass von katholischer Seite Atheisten ein beschränkter Horizont vorgeworfen wird, während Vertreter der evangelischen Kirche vor dem „Wahn einer entgrenzten Vernunft“ warnen.“

    Ist doch typisch für deren Logik. 😉 Ausserdem: Hauptsache Atheismus ist böse, da kommt es nicht auf logisch durchdachte Argumente an. Ein wenig intellektuell wirkende Rhetorik, ein wenig wirr philosophisch anmutendes Geschwafel, ein wenig Nebel hier, ein wenig Angst machen da, ein wenig Hoffnung für geistig Unterbelichtete dazu, gut umrühren… Tadaaa. Fertig ist die religiotische Schwurbelei.

  16. #16 von paul0f am 24. Juni 2017 - 20:34

    „Fantasietitel“ Müller: Säkularismus schränkt den Horizont des Menschen ein<

    Religion ist Stagnation. Wer alles mit „Gott hats gemacht“ erklärt, der hat einen beschränkten Horizont.
    Oder mit anderern Worten: Hr. Müller – bei ihrem Grad an Beschränktheit, sollten Sie sich dringend in psyschologische Behandlung begeben.