Frau bekommt Entschädigung: Ultraorthodoxer Jude wollte nicht neben Frau im

Weil ein strengreligiöser Mann im Flugzeug nicht neben einer Frau sitzen wollte, wechselte die Holocaust-Überlebende auf Bitte der Fluglinie den Platz. Wegen Diskriminierung muss die israelische Fluggesellschaft El Al dafür der Frau nun rund 1.600 Euro Entschädigung zahlen.

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[http://religion.orf.at/stories/2850499/

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  1. #1 von Yeti am 22. Juni 2017 - 18:05

    Wer nicht neben irgendjemand anderem, aus welchem Grund auch immer, sitzen will, soll doch bitteschön sich selbst einen neuen Platz suchen und nicht den unliebsamen Nachbarn dazu zwingen.

  2. #2 von Agrippina am 22. Juni 2017 - 18:08

    Wieso bittet die Airline nicht den strengreligiösem Herrn den Platz zu wechseln oder gleich einen anderen Flug zu nehmen.

  3. #3 von K.Brückner am 22. Juni 2017 - 18:33

    Warum transportiert eine Airline diesen religiösen Ultra überhaupt? Ich empfehle allen Luftfahrtgesellschaften die Mitnahme eines solchen Idioten und zwar unabhängig von seiner Religion in Zukunft grundsätzlich zu verweigern. Dafür fehlt wahrscheinlich der Mut. Leider !

    K.Brückner

  4. #4 von uwe hauptschueler am 22. Juni 2017 - 23:09

    Was haben Religiöse überhaupt in Flugzeugen verloren? Hätte ein Schöpfer gewollt, dass Menschen fliegen, hätte er ihnen Flügel gegeben.

  5. #5 von Muriel am 23. Juni 2017 - 09:08

    In meinen Augen ein Unding, dass sie dafür Geld bekommt. Durch nichts gerechtfertigter Quatsch.

  6. #6 von ptie am 23. Juni 2017 - 10:00

    @muriel
    Was für ein Schwachsinn – War auch meine erste Reaktion.
    Aber ich denke, es macht durchaus Sinn, dass die Airline für ihren fehlenden Mut abgestraft wird.
    Das richtige Verhalten wäre gewesen, den ultraorthodxen Juden aufzufordern, sich einen anderen Platz zu suchen oder im Extremfall auf die Inanspruchnahme des bezahlten Fluges zu verzichten. Die Airline hat den subjektiv leichteren Weg genommen, in dem sie die Frau gefragt/aufgefordert haben, sich umzusetzen. Diesem Wunsch, ausgesprochen durch das Kabinenpersonal, ist es schwer sich zu entziehen, so dass sie sich wohl „widerwillig“ umgesetzt habe. Dies wurde abgestraft – ist m.E. ok.

    PS: Hinweise ans Kabinenpersonal: Rchtsanwältinnen sind noch heikler als ultraorthodoxe Juden 🙂
    PPS: Muss ich mal ausprobrobieren: Den nächsten Flug mach ich verkleidet als ultraorthodoxer Jude mit meiner Frau und werde dann verlangen, dass man meine Frau umsetzt 🙂 Ich vermute nur, dass meine Frau den Vorschlag nicht so toll findet 🙂

  7. #7 von Muriel am 23. Juni 2017 - 10:17

    Ich hab da halt diese etwas andere Perspektive, dass es deren Flugzeug ist und sie da drin entscheiden, wen sie umsetzen, und wen nicht, und dass drüber hinaus auch kein Schaden entstanden und die Zahlung damit doppelt ärgerlich und falsch ist.
    Aber ich wollts auch nur gesagt haben, wir müssen nicht drüber streiten.

  8. #8 von ptie am 23. Juni 2017 - 10:33

    @muriel:
    „Streiten“ – insofern es zur Klärung von Standpunkten und zur Förderung sauberer Argumentation beiträgt find ich ok.
    In einem Privatjet würde ich dir natürlich rechtgeben. Aber es ist eine öffentlich nutzbare Dienstleistung angeboten worden, bei deren Erfüllung man wohl gewisse Mindeststandards erwarten darf. Dass man nicht umgesetzt wird, wenn ein Idiot es verlangt, gehört wohl dazu.

    Ich bin kein Jurist, von daher sieh mir meine vermutlich nicht ganz korrekte Formulierungen nach.

    …. und Danke für deinen Einwurf, er hat mich dazu gebracht, mich etwas genauer mit der Argumentation des Gerichts zu beschäftigen. Fand ich für mich interessant.

  9. #9 von Gerry am 23. Juni 2017 - 10:33

    @ Muriel #7

    Diese Argumentation erinnert frappierend an das: Auf meinem Grund und Boden darf ich machen was ich will.

    Tja, eben nicht. Sonst wäre dieses Urteil wohl kaum möglich, bzw. die Berufung so gut wie gewonnen

    Und offensichtlich hat das Kabinenpersonal ja auch noch gegen Regeln der eigenen Airline verstoßen:

    Eine Sprecherin von El Al sagte, die Fluggesellschaft habe grundsätzlich die Vorgabe, für denjenigen Passagier einen anderen Sitz zu finden, der unzufrieden sei – nicht für den Sitznachbarn.

    So lange El Al also nicht die schwerwiegendere Regel hat, Religioten jeden Wunsch zu erfüllen, wäre – nach deutschem Arbeitsrecht – ja auch noch eine Abmahnung an die betreffenden Leute der Crew angebracht. Aber IANAL.

  10. #10 von Muriel am 23. Juni 2017 - 12:39

    @ptie, Gerry: Ich glaube, wir haben uns da missverstanden. Ich erkenne natürlich an, dass die Rechtslage ist (Bin übrigens Jurist; ist egal, aber weil ihr es beide so betont habt, keine zu sein.), wie sie ist. Ich find sie nur doof.
    Auch doof finde ich es übrigens, Leute als Religioten zu bezeichnen. Aber mjswiE.

  11. #11 von Gerry am 23. Juni 2017 - 13:15

    @ Muriel

    Ich wäre mehr als angepisst wenn man mich bitten würde, mich woanders hinzusetzen nur weil jemandem meine blanke Existenz nicht gefällt. Und schon gar nicht wenn dies aufgrund einer Ideologie geschieht.

    Ich kann hier auch keinen Änderungsbedarf an der Rechtslage erkennen. Dem Betreiber eines quasi öffentlichen Raumes dieselbe Handlungsfreiheit wie einem Eigenheimbesitzer zuzugestehen halte ich insbesondere vor dem Hintergrund latenter Privatisierungstendenzen für gefährlich.

    Auf dem Marktplatz (Eigentümer Kommune) darf ich mein Recht auf Meinungsfreiheit ausüben.
    Wenn aber der Marktplatz in einen Parkplatz für eine (in Privatbesitz befindliche) Shoppingmall umgewandelt wird und ich meine Meinungsfreiheit in der Shoppingmall nicht ausüben darf, dann hat sich etwas fundamental verändert.

  12. #12 von Muriel am 23. Juni 2017 - 13:19

    @: Jo.
    Ich ess übrigens sehr gerne Apfelpfannkuchen, so mit bisschen Zimt, oder manchmal auch Konfitüre. Ahornsirup find ich auch total lecker. Hab aber gerade keinen im Haus. Sollte ich wohl mal wieder kaufen.

  13. #13 von Siegrun am 23. Juni 2017 - 14:51

    Ich denke, die Crew ist einfach den Weg des geringeren Widerstandes in der Situation gegangen. Die Dame hat keingroßes Aufhebens gemacht, nehme ich an und von dem Macker wäre mehr Ärger zu erwarten gewesen.
    Meines Erachtens hätte er auch die Wahl gehabt, einfach nicht mitzufliegen, wenn ihm die Passagiere nicht gefallen.
    Dann soll er doch selbst für eine ihm angenehme Beförderung sorgen und nicht andere Leute mit seinen kruden Vorstellungen belästigen.

  14. #14 von Hypathia am 23. Juni 2017 - 15:43

    Die Geschichte erinnert mich an folgendes Video: