TV-Tipp: Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa

Heute um 22.15 im Ersten

Das Erste sendet am Mittwoch, 21. Juni 2017, um 22:15 Uhr die für Arte produzierte TV-Dokumentation „Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ und widmet dem Thema im Anschluss eine eigene Diskussionssendung. Dabei werden auch die vom WDR beanstandeten handwerklichen Mängel der Dokumentation berücksichtigt.

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  1. #1 von Charlie am 21. Juni 2017 - 19:08

    ARD zeigt, was Bild nicht mehr streamen will.

  2. #2 von user unknown am 21. Juni 2017 - 21:08

    In Gestalt des WDR hat die ARD wohl erst mal gebremst, und nach dem großen öffentlichen Interesse und Zuspruch erst reagiert.

    Was die rechtlichen Vorraussetzungen der Veröffentlichung waren, weiß ich nicht. Aber von Anfang an hieß es, dass es nur einen Tag lang bei Bild verfügbar ist. Abseits von Bild war es aber auch verfügbar – ob mittelbar über Bild weiß ich wiederum nicht. Auch nicht, ob es da auch begrenzt war – habe es gleich in den ersten 24h gesehen.

  3. #3 von paul0f am 22. Juni 2017 - 07:42

    „Auserwählt“?

    Da fängt die m.E. die Aus- und Abgrenzung an.

    Dieses schwachsinnige Konzept des auserwählten Volkes macht dieselbigen selbst zu Außenseitern. Mich wundert des Hass auf die Juden daher kaum.

  4. #4 von Elvenpath am 22. Juni 2017 - 10:51

    @paulOf: Ja, die Juden sagen von sich, sie wären das auserwählte Volk. Aber sie leiten daraus keinerlei Herrschaftsanspruch, oder so ab. Es ist sozusagen, eine ganz persönliche Meinung. Die Juden haben nie versucht, andere Völker zu unterwerfen, anderen ihre Weltsicht aufzuzwingen. Sie leben diesen Glauben nur für sich.

    Von daher ist jedweder Hass auf die Juden nicht zu rechtfertigen und auch nicht verständlich. Und du betreibst da eine ganz üble Relativierung von Antisemitismus. Eine Relativierung, die auch schon von den Nazis und anderen Hetzern benutzt wurde. „Der Hass ist ja normal. Die sollen sich nicht wundern“. Sorry, das sind Einstellungen, die mich zum Kotzen bringen!

  5. #5 von Deus Ex Machina am 22. Juni 2017 - 11:26

    @ Elvenpath:
    Sorry, aber ich kann hier paulOf nur zustimmen. Wenn Leute halt eben die Meinung vertreten, dass sie was Besonderes, vielleicht sogar was Besseres, seien, sollte das schon sehr solide untermauert werden, wenn sie nicht schräg angeschaut werden möchten. Und zwar nicht nur durch die eigene Einbildung. Ist doch der rote Faden so vieler der hier verlinkten Berichte über die Auswirkungen der Religion, dass Spinner sagen:“ Mein Gott hat mir gesagt, dass ich besser bin als du, und deshalb darf ich genau das, was ich dir ankreide!“
    Ist genau der Punkt, der die Friedensverhandlungen im Nahen Osten doch immer wieder so erschwert, siehe Siedlungen: „Das ist das Land, das Gott uns gegeben hat, Scheiß auf die Verträge, wir siedeln hier trotzdem!“

    Wir Menschen mögen es nun mal nicht, wenn sich einige von uns wegen obskurer Begründungen als was Besonderes betrachten. Auch die Nazis hielten sich für was Besseres.

  6. #6 von Elvenpath am 22. Juni 2017 - 14:16

    @Deus Es Machina:

    Die orthodoxen Juden, die wirklich davon sprechen, dass sie das auserwählte Volk sind, die sagen gleichzeitig, dass das heutige Israel NICHT das von Gott versprochene Land ist.
    Der Jahrhunderte alte, weltweite Hass auf Juden ist nicht durch die Siedlungspolitik im heutigen Israel begründbar.
    Die Juden halten sich nicht für besser. Sondern für auserwählt. Das ist etwas komplett anderes. Und Sie haben eines nicht verstanden, und deswegen wiederhole ich das noch mal: Die Juden haben aus dieser Weltsicht heraus nie Gräueltaten begangen, so wie die Nazis. Dein Vergleich ist also absoluter, antisemitischer Blödsinn, von der perversesten Sorte. Du versuchst die Opfer zu Tätern zu machen. Widerlich.
    Kein Staat der Welt gibt gerne Staatsgebiet ab. Ob es nun rechtmäßig oder unrechtmäßig erworben wurde. Kein Mensch der Welt, möchte, dass das Land, welches er Heimat nennt, verkleinert wird.

    Ich sage noch ein mal: Wer den Hass auf Juden damit rechtfertigt, dass die sich als das von „Gott“ auserwählte Volk sehen, hat massive antisemitische Tendenzen!

  7. #7 von Elvenpath am 22. Juni 2017 - 14:36

    @Deus Ex Machina

    Wenn es wirklich nur darum gehen würde, dass die Juden sich als auserwähltes Volk sehen, dann würde man sie wirklich nur schräg anschauen und denken: Was für Spinner.

    Aber den Jahrhundert alten, blanken Hass, die Verfolgung, die Ermordung von 6 Millionen Juden kannst du damit nicht erklären.
    Das alles liegt im Christentum begründet, weil Judas für die Christen der Gottesmörder ist. Und dieser Hass ist erst durch die Kolonialmächte zum Islam gelangt. Genau wie der Hass auf Homosexuelle auch. Das Christentum ist maßgeblich für diese Weltsichten verantwortlich.

  8. #8 von Deus Ex Machina am 22. Juni 2017 - 15:08

    @ Elvenpath:

    „Dein Vergleich ist also absoluter, antisemitischer Blödsinn, von der perversesten Sorte. Du versuchst die Opfer zu Tätern zu machen. Widerlich.“

    –> Mit dir gehen gerade die Pferde durch, schalt mal einen Gang zurück. Ich halte nichts vom Antisemitismus oder den Nazis. Und ich habe auch nicht Juden mit Nazis auf eine Stufe gestellt oder gar Opfer zu Tätern gemacht. Ich weise nur darauf hin, dass sich Menschen mit den obskuresten Begründungen von anderen abgrenzen, wieder und wieder in der Menschheitsgeschichte.

    „Die Juden halten sich nicht für besser. Sondern für auserwählt. Das ist etwas komplett anderes.“

    –> Erklär mir doch bitte den Unterschied. Auserwählt für was denn?

    “ Und dieser Hass ist erst durch die Kolonialmächte zum Islam gelangt. “

    –> Ja sicher, vor haben Juden und Moslems sich nur den ganzen Tag in den Armen gelegen?

  9. #9 von Noch ein Fragender am 22. Juni 2017 - 15:20

    Die Vorstellung göttlicher Auserwähltheit ist übrigens keine Besonderheit der jüdischen Religion.

    Jahrtausendelang haben die Christen sich selber als das (neue) auserwählte Gottesvolk betrachtet und die Kirche als „Neues Israel“ gefeiert:

    Wegen des angeblichen Gottes/Christusmordes seien die ganzen Verheißungen an Isarel auf die Kirche übergegangen, das sei der „Neue Bund“ (Neues Testament), der alte Bund mit Israel sei gekündigt und von Gott verdammt. Anteil an dem Segen ihres eigenen „Bundegottes“ könnten Juden nur bekommen, wenn sie sich zum neuen Gottesvolk bekehren und taufen lassen, d. h. ihre jüdische Religion aufgeben.

    Erst nach der Shoa setzte kirchlicherseits hinsichtlich der angeblichen Verdammnis der Juden ein Umdenken ein, Juden seien nicht verdammt, ihr alter Bund sei niemals gekündigt worden. Deshalb betreiben die Großkirchen auch keine Judenmission mehr und die erneute Zulassung der Karfreitagsbitte zur Judenbekehrung durch Benedikt XVI hat zu Recht Widerspruch ausgelöst.

    [http://www.focus.de/wissen/mensch/religion/christentum/tid-13327/juden-und-christen-die-heikle-karfreitagsfuerbitte_aid_368635.html

    https://de.wikipedia.org/wiki/Substitutionstheologie

    Es ist eine reine Heuchelei, der jüdischen Religion Auserwähltheitsvorstellungen vorzuwerfen und für sich selber solche zu beanspruchen. Man bedenke auch, dass Auserwähltheitsideen anscheinend allgemein-menschlich sind und nicht nur religiöse, sondern auch andere Ideologien beflügeln wie z B. den Nationalismus oder Rassismus.

  10. #10 von Elvenpath am 22. Juni 2017 - 16:19

    @Deus Ex Machina

    Ich schreibe es jetzt zum dritten mal: Die Juden leiten daraus, dass sie von „Gott auserwählt“ (auserwählt, in das Himmelreich zu kommen) sind keinerlei Legitimationen ab, um andere Menschen zu verfolgen, oder sie als weniger wert zu sehen. Gerade die Juden haben Jahrtausende lang friedlich unter anderen Völkern. gelebt, ohne deren Gesellschaft umkrempeln zu wollen, ohne den anderen ihre religiösen Regeln aufzuzwingen.

    Und ja, die Juden konnten lange Zeit friedlich im Islam leben. Kannst hier mal ein bisschen nachlesen:
    http://www.hagalil.com/kinder/juedische-geschichte/islam.htm

    Du merkst anscheinend gar nicht, dass du genau die Hetze nachquatschst, den die Nazis über Juden verbreitet haben: „Die Juden sind ja selber Schuld, dass man sie hasst.“ Und genau das ist dieser latente Antisemitismus, der immer noch unterschwellig in der Gesellschaft verankert ist. Und das ist auch der Grund, warum ich so aggressiv reagiere.
    Denn: Auch eine Abgrenzung einer Gruppe darf kein Grund für Hass, oder gar eine Legitimation dafür sein.

    Und du hast sehr wohl, die Juden mit den Nazis verglichen!

    Wie „Noch ein Fragender“ völlig richtig schreibt, ist Abgrenzung ein Merkmal vieler Religionen. Aber keine Glaubensgemeinschaft wurde in der Geschichte so systematisch verfolgt. Von einer anderen Glaubensgemeinschaft: Den Christen.

  11. #11 von user unknown am 22. Juni 2017 - 16:36

    @Elvenpath:

    Das alles liegt im Christentum begründet, weil Judas für die Christen der Gottesmörder ist.

    Also Judas müsste man eher als Christen bezeichnen, weil er Christus gefolgt ist, Christus selbst war aber wohl Jude. 🙂

    Belegbar traten die ersten Christen aber weit später auf, Jesus war schon tot, niemand konnte von dessen Tod überrascht sein. Der Tod soll ihm nichts angetan haben, im Gegenteil ist er dadurch auferstanden – ohne das wäre er ein Honk der Geschichte geworden wie so viele.
    Judas ist ein häßliches, aber notwendiges Rädchen im christlichen Getriebe. Die Spekulation, was gewesen wäre, hätte Judas Christus nicht verraten, führen in eine spirituell unbefriedigende Geschichte – dementsprechend selten wird das Thema angeschnitten.

    Der christliche Hass dürfte sich eher daraus gespeist haben, dass man dachte, das Christentum sei die Fortsetzung des Judentums mit anderen Mitteln, eine Art Reformation – altes Testament, neues Testament – aber so viele die neue Linie nicht einschlagen wollten.

    Was die Politik betrifft, so höre ich sehr selten, dass sich Israelis darauf beziehen, dass das ihr gelobtes Land ist, von Gott geschenkt usw.. Da stimme ich Dir zu.

  12. #12 von paul0f am 22. Juni 2017 - 16:55

    #4 Elvenpath

    Ja, die Juden sagen von sich, sie wären das auserwählte Volk. Aber sie leiten daraus keinerlei Herrschaftsanspruch, oder so ab. Es ist sozusagen, eine ganz persönliche Meinung. Die Juden haben nie versucht, andere Völker zu unterwerfen, anderen ihre Weltsicht aufzuzwingen. Sie leben diesen Glauben nur für sich.

    Sorry, aber das sehe ich nicht so. Schau nach Israel/Palästina oder schau in die Geschichte. Mir fällt da spontan das Volk der Kanaaniter ein.
    Ein Zitat aus Wikipedia:
    „Durch die „Landnahme“ der Hebräer und die wenigstens teilweise durch militärische Macht eroberten Städte ging der territoriale Besitz der Kanaanäer mit der Zeit an die Hebräer über, so auch Jerusalem, doch existierten die Abgrenzungen der Völker noch lange durch die Unterscheidung im Glauben.“
    (Wikipedia)

    Erst kürzlich habe ich eine interessante Doku über die Israelis gehört, welche von den Städten aufs Land ziehen und dabei eben palästinensische Gebiete vereinnahmen. Eine der Frauen sagte wörtlich, das ihr zwar die Familien (Palästinenser) irgendwie leidtun, aber es sei schließlich ihr Land, welches Gott ihnen geben hat. Ich sehe hier sehr wohl einen Herrschaftsanspruch (auf das Land). Und dieser Anspruch wird dann auch noch mit einem irrationalen Wesen begründet. Kann natürlich sein, das ich die Situationen völlig falsch einschätze.

    Von daher ist jedweder Hass auf die Juden nicht zu rechtfertigen und auch nicht verständlich. <

    Die erste die das Wort „rechtfertigen“ in den Mund nimmt, bist du. Davon habe ich nicht gesprochen.

    Und wenn du die Sache mal ganz Objektiv betrachtest, dann müsstest du (unabhängig von der Religion der Juden) selbst drauf kommen, das eine frei erfundene Besserstellung (Ich bin auserwählt/wir sind auserwählt) eine klare und deutliche (freiwillige) Abgrenzung zu anderen ist. Das was daraus resultiert ist m.E. in letzter Konsequenz eine negative Emotion auf diejenigen, die sich Ausgrenzen.Ich denke, das ist (leider) eine typische menschliche Reaktion.

    Und noch mal: Dies war/ist kein Versuch, den „Hass“ (auf wem auch immer) zu rechtfertigen. Es geht mir ums Verständnis der Prozedur, die zu diesem Ergebnis führt. Auch hier mag ich falsch liegen, aber um mich dessen zu vergewissern, muss ich mich ja erst mal mitteilen.

    Und du betreibst da eine ganz üble Relativierung von Antisemitismus. Eine Relativierung, die auch schon von den Nazis und anderen Hetzern benutzt wurde. „Der Hass ist ja normal. Die sollen sich nicht wundern“. <

    Ja .. wenn man sowas (selbsgewählte Abgrenzung durch einen frei erfundenen Auserwählten-Status führt m.E. zu negativen Emotionen der nicht-auserwählten) im Kontext zur jüddischen Religion äussert, dann kommt reflexartig die NS-Keule. Aber dazu habe ich ja bereits geschrieben, das es mir nicht um die Juden sondern um das Prozedere geht, von daher …

    Sorry, das sind Einstellungen, die mich zum Kotzen bringen!<

    Tu was du nicht lassen kannst – solange du es nicht in meinem Grundstück machst, musst du dich nicht dafür entschuldigen.
    Aber denk dran: Vorbeugen, nicht auf die Schuhe kotzen.^^

    Meine Gegenfrage: Wenn du der Meinung bist, das eine Abgrenzung durch einen selbstgewählten und letztlich frei erfundenen Status nicht zu negativen Emotionen (bis hin zum Extrem) derjenigen führt, die den Status nicht inne haben, woher kommt das dann?

    Finden wir nicht eine fast ähnliche Situationen bei den Muslimen vor?

    Die einen behaupten, sie seien die (rechtmäßigen) Nachfahren des Menschen Mohammad (inkl. der dazugehörigen Rechte/Vorteile etc.) und die anderen haben das Nachsehen (inkl. der Nachteile/Pflichten etc.). Das dieser Umstand der 2ten Gruppe nicht so recht in den Kram passt, ist doch nachvollziehbar, oder sehe ich das falsch?

    Sofern ich das aber ich das richtig sehe, was wäre dann deiner Meinung nach die sinnvolle Konsequenz?

  13. #13 von H.Heinreich am 22. Juni 2017 - 17:00

    @Elvenpath

    Schau dir doch mal das alte Testament an. Die Juden verehren einen Gott, der den Verstand eines Pharaohs übernimmt und dann die Ägypter quält und ermordet, weil der der besessene Pharaoh macht, was der Gott der Juden ihm aufzwingt. Und dann sie die Juden so abartig aus dem Morden ihres Gottes in Ägypten auch noch ein alljährliches Fest zu machen. Das ist, wie wenn wir die Reichsprogrommnacht oder die Eröffnuntg von Auschwitz feiern würden.

    Nach der mythischden Sache in Ägypten töten die Juden die Urbevölkerung Israels im Namen ihres Gottes und schreiben es als Heldentat des auserwählten Volks nieder. Dabei spielt es keine Rollen, ob es historisch wahr ist oder nicht. Die Juden bilden ihre Identität auf solchen Dingen. Für den gläubigen Juden ist das wahr. Jede benachbarte Hochkultur, die den Juden überlegen war, haben die Juden diffamiert und diese Haßtiraden auch noch zum Teil ihrer Religion und Identität gemacht. Der verlogene Haß der Juden auf Ägypter, Babylonier und co ist nichts anderes als Rassismus und Zeugnis schwerer Unterlegenheitskomplexe.

    Juden glauben über anderen zu stehen. Sie glauben so besonders zu sein, daß sie sich von anderen komplett abgrenzen müssen, weil sie so ein Geschenk an die Welt. Die Untermenschen mögen herrschen, der Jude aber, der Herrenmensch, schwelgt in seinem Elfenbeinturm und schaut auf die Herren der Welt herab, weil er besser ist. Es gab ab und an auch einmal Juden, die eine Annäherung an die hellenistische Welt wollten, aber die wurden von der xenophoben Mehrheit niedergschrien. Die Probleme mit den Römern waren häufig gerade eben auch dem jüdischen Fremdenhass geschuldet. Selbst Jesulein hat die minderwertigen Nichtjuden verabscheut, was man auch nachlesen kann.

    Die Nazis waren Christen (also wie Muslime im Grunde ebenfalls Juden), die wie die Juden einst im Namen des Monsters, das die Juden erfanden und Gott nannten, Lebensraum erobern wollten und ihre Überlegenheit ausleben wollten. Und dann daran daß sie das auserwählte Volk sind, haben sie auch geglaubt und dem auserwählten Volk ist, wie die Bibel und Tora belegen jedes Verbrechen erlaubt. Also war es nur logisch die Konkurrenz um die göttliche Gunst auszuschalten. Es war also ein innerjüdischer Konkurrenzkampf.

    Wer ein solches Monster als Gott schafft und verehrt und seine Identität auch heute noch auf mythischen Völkermord and rassistischen Haßtiraden gegen die alten Hochkulturen aufbaut
    , hat nichts anderes als Abscheu und Verachtung verdient. Auch darf man den Juden die Verbrechen von Christen und Muslimen anrechnen, denn das sind kaum mehr als jüdische Sekten, die sich bis zu einem gewissen Grad emanzipiert haben. Und ohne das von den Juden geschaffene Monster namens Gott hätte es weder Muslime, noch Christen gegeben, also keine Massaker an den Persern, Indern, Sachsen, Polytheisten und so weiter. Die Welt wäre ohne Christen, Juden und Muslime ein bessere.

  14. #14 von Deus Ex Machina am 22. Juni 2017 - 17:11

    „dass sie von „Gott auserwählt“ (auserwählt, in das Himmelreich zu kommen)“

    –> Und das ist jetzt deine Verständnis davon, sich „nicht als was besseres“ zu sehen? Dass der Schöpfer aller Dinge diesen besonders supertollen Ort für dich, aber nicht andere auserkoren hat?

    “ sind keinerlei Legitimationen ab, um andere Menschen zu verfolgen, “

    –> Was war denn nach dem Auszug aus Ägypten?

    „Genau wie der Hass auf Homosexuelle auch. Das Christentum ist maßgeblich für diese Weltsichten verantwortlich.“

    –> Ähem., wo stand noch mal, dass man Schwule töten soll? Wer kam damit zuerst an?

    Junge, versuch dich nicht als Amateurpsychologe an mir, du scheiterst….

    “ „Die Juden sind ja selber Schuld, dass man sie hasst.“ “ –> Ja geht´s noch? Mir sowas in den Mund zu legen! Etwas als Kern des Hasses nachvollziehen zu können, heißt nicht, diese Position zu teilen.

    Junge, Junge, junge….

  15. #15 von paul0f am 22. Juni 2017 - 17:22

    Da ich die Doku vorhin erwähnt habe: Folge „50 Jahre Besatzung: Israel, Palästina und der Sechs-Tage-Krieg“ von 19 Juni an. http://www1.swr.de/podcast/xml/swr2/wissen.xml

  16. #16 von paul0f am 22. Juni 2017 - 17:28

    #9 Noch ein Fragender

    Man bedenke auch, dass Auserwähltheitsideen anscheinend allgemein-menschlich sind und nicht nur religiöse, sondern auch andere Ideologien beflügeln wie z B. den Nationalismus oder Rassismus.<

    Genau das meine ich. Danke 🙂

  17. #17 von Elvenpath am 23. Juni 2017 - 00:59

    @Deus Ex Machina:

    Man kann etwas auch aus anderen Gründen auswählen, als dass man der Meinung ist, dass es besser ist. Ist das so schwer zu verstehen? „Gott“ hat sie aus irgendwelchen Gründen eben ausgewählt.

    Was die Juden, laut Bibel, getan haben war einzig und allein darin begründet, einen eigenen Staat zu haben, einen Platz zum Leben.

    Was die Juden, laut dem Märchenbuch, genannt „Altes Testament“ getan haben ist vollkommen irrelevant. Es zählt, wie sich die Juden durch die Jahrhunderte bist heute, geschichtlich nachweisbar verhalten haben. Und die Juden sind eben nicht durch die Weltgeschichte spaziert und haben Menschen umgebracht, weil sie der Meinung waren, dass diese umgebracht werden müssen, weil sie weniger wert wären.

    Bei dem Begriff „Herrschaftsanspruch“, muss ich klar stellen: Es geht um Herrschaft über andere Menschen. Das ist den Juden völlig fremd. Die Juden wollten immer nur ihr eigenes Leben leben, ihre Traditionen fortführen:
    Genau so sind die Juden in der Geschichte nicht durch die Verfolgung von Homosexuellen aufgefallen, obwohl es laut ihrer Religion verboten ist.

    paulOf schrieb: „Dieses schwachsinnige Konzept des auserwählten Volkes macht dieselbigen selbst zu Außenseitern. Mich wundert des Hass auf die Juden daher kaum.“
    Und du schriebst dazu: „Sorry, aber ich kann hier paulOf nur zustimmen.“
    Vielleicht solltest du mit solchen Zustimmungen vorsichtiger sein.
    Nachher kamen auch noch etwas vorsichtigere, verharmlosende Formulierungen wie „negative Emotionen“ und „Die Menschen mögen es nun mal nicht, wenn andere sich für etwas besseres halten“, oder „schräg anschauen“.
    Im Endeffekt sagst du aber nichts anderes als: „Selber Schuld.“ Und genau das haben die Nazis auch gesagt und so ihre Untaten gegen die Juden gerechtfertigt.

    Außerdem sind es sind keine „negativen Emotionen“, kein „nicht mögen“ und auch kein „schräg anschauen“, was den Juden seit Jahrhunderten entgegen schlägt. Sondern tiefer Hass. Ein Hass, der es ermöglicht hat, von Massenvergasungen keine Notiz zunehmen, diese zu verdrängen.

  18. #18 von Elvenpath am 23. Juni 2017 - 01:03

    @Deus Ex Machina:

    P.S. Worauf du den „Hobbypsychologen“ beziehst, ist mir unklar.

  19. #19 von Elvenpath am 23. Juni 2017 - 01:33

    @Deus Ex Machina:

    Ok, ich bin jetzt etwas ruhiger. Tütchen hilft. Also: Ich habe dir eine gewissen Nähe zu nationalsozialistischen Gedankengut unterstellt. Das war falsch und es tut mir leid. Entschuldigung! Das gilt auch für paulOf.

    Worum es mir eigentlich geht: Dass antisemitisches Gedankengut so tief in unserer Gesellschaft verwurzelt ist, dass wir gar nicht merken, wenn wir Dinge, Juden betreffend, anders beurteilen, als bei anderen Menschen oder Volksgruppen.
    Dass die Juden von sich meinen, sie wären das auserwählte Volk, erklärt nicht den enormen Hass auf sie. Dieser Hass hat sich über lange Zeit hauptsächlich im Christentum aufgebaut, weil Judas dort eben als der „Böse“, der Gottesmörder gesehen wird. Eine Gruppe, die sich als auserwählt bezeichnet und sich deswegen etwas absondert, aber sonst eben nichts getan hat, wird doch allenfalls als spinnerte Sekte belächelt. Es sei denn, eine andere Gruppe erhebt genau den gleichen Anspruch und ist aggressiv. Wie eben das Christentum.

  20. #20 von paul0f am 23. Juni 2017 - 08:44

    Elvenpath

    Ok, ich bin jetzt etwas ruhiger. Tütchen hilft. Also: Ich habe dir eine gewissen Nähe zu nationalsozialistischen Gedankengut unterstellt. Das war falsch und es tut mir leid. Entschuldigung! Das gilt auch für paulOf.<

    Kein Problem .

    Worum es mir eigentlich geht: Dass antisemitisches Gedankengut so tief in unserer Gesellschaft verwurzelt ist, dass wir gar nicht merken, wenn wir Dinge, Juden betreffend, anders beurteilen, als bei anderen Menschen oder Volksgruppen.<

    Aber dann reden wir aneinander vorbei. Ich betone noch mal, das es mir nicht um die jüddische Religion insbesondere geht. Es geht um die selbserwählte Sonderstellung und die damit verbundenen Konsequenzen (wie auch immer die aussehen).

  21. #21 von Elvenpath am 23. Juni 2017 - 11:33

    @ paul0f

    Und ich sage, dass die „Konsequenzen“ eben besonders heftig ausfallen, weil es um Juden sind handelt.
    So heftig, dass sie nicht allein durch den Anspruch der Juden, das auserwählte Volk zu sein, erklärbar sind.
    Der Vorwurf die „Jesusmörder“ zu sein, ist nach meiner Meinung der entscheidende Aspekt, auf dem der uralte Hass auf Juden beruht.

  22. #23 von user unknown am 23. Juni 2017 - 20:45

    Ich möchte mich doch noch mal abweichend zu Wort melden.

    Einerseits ist es doch so, dass das Muster, die eigene Gruppe zu überhöhen, auch Nationen, Rassen, Religionsgemeinschaften eine anthropologische Konstante ist, nichts spezifisch jüdisches.

    Zweitens, ja, so ein Dünkel führt auf der anderen Seite zu Mißtrauen und Gegenabgrenzung. Diese Reflexion würde ich aber als zur Psychologie gehörig klassifizieren und damit gehört sie in die Moderne.

    Für die Juden in Europa vor der Shoa kann man aber keine Nation ausmachen, von der irgendeine Bedrohung für das eigene Land ausgehen könnte. Germania war sicher nicht das gelobte Land, das Jahwe den Juden versprochen hat. Insofern taugt die Beobachtung nicht zur Erklärung des Judenhasses der Nazis.

    Es mag sein, dass heute viele Juden in Israel ihren Vorherrschaftsanspruch tatsächlich auf ihre hl. Schrift gründen.

    Und die Juden sind eben nicht durch die Weltgeschichte spaziert und haben Menschen umgebracht, weil sie der Meinung waren, dass diese umgebracht werden müssen, weil sie weniger wert wären.

    Da gebe ich Elvenpath recht.

    Bezüglich der Zuschreibung des Judasverrats an die Juden bleibe ich aber bei meiner Skepsis. Dass das die Christen nachdrücklich überzeugt hat kann ich mir schlecht vorstellen, wie oben bereits begründet. Als Vorwand, um eigene Untaten zu rechtfertigen, von Antisemiten gegenüber anderen Antisemiten vorgebracht, geht es durch.

    @H. Heinrich:

    Die Welt wäre ohne Christen, Juden und Muslime ein bessere.

    Ich halte das für eine unbegründete Spekulation.

    Wir haben zwar statistische Evidenz, dass Staaten mit hohem Atheistenanteil besser dastehen, als die gegenteiligen. Aber der Atheismus korreliert nur mit Merkmalen (Bildung, Intelligenz, Wohlstand, …) die auch bei Religiösen vorkommen und dort ebenfalls mit Friedfertigkeit, Toleranz usw. einhergehen. Und nicht jeder Atheist ist ein Herzchen.

    Ohne die Bedingungen zu benennen, die aus den Christen, Juden und Muslimen Nichtchristen, Nichttjuden und Nichtmuslime machen – wir reden sicher nicht von Vernichtung – ist das ein Gedankenexperiment, das man sich ausdenken kann wie man will, also der Willkür überlassen.

    Die Aussage ist auch ein Sprungbrett zu der Aussage, dass der Atheist das auserwählte Volk einer glücklichen Zukunft ist und damit paradox.