Bischof Schick: Religion wichtig für Lösung von Problemen

In vielen Konflikten und Kriegen weltweit spielt Religion eine große Rolle. Dabei sei gerade der Glaube für die Suche nach Frieden von besonderer Bedeutung, erinnert Erzbischof Ludwig Schick.

(…)

Ihr (Religion) positiver Beitrag überwiege allerdings die negativen Fakten bei weitem, so der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz.

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[http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/schick-religion-wichtig-fur-losung-von-problemen

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  1. #1 von Gerry am 21. Juni 2017 - 18:52

    Schick räumte ein, dass es auch religiös verbrämte Terroranschläge, Kriege und Völkermorde gebe. Davon müssten sich alle Religionen distanzieren. Auch der Ausschluss von Frauen aus dem öffentlichen Leben und von Bildung, zu wenig Achtsamkeit für die Probleme der Bevölkerungsentwicklung oder die Bewahrung der Schöpfung würden den Religionen angelastet.

    Alles Probleme die von Religionen verursacht oder zumindest verstärkt werden. Und immer findet sich ein „heiliges Buch“ mit dem man alles rechtfertigen kann.

    Ohne Frieden gebe es keine Entwicklung, betonte Schick. Deshalb müssten Religionsgemeinschaften den Frieden untereinander suchen und sich überall für Frieden engagieren.

    Ach, jetzt müssen sie das?
    Und die letzten paar Tausend Jahre war das nicht nötig?
    Ich würde sagen es war nicht möglich, WEIL die Religionen zu viel Einfluss hatten.

    Im Mittelpunkt müsse immer der Mensch stehen. Das verlange von den Religionen auch, überall zu fordern, dass Abtreibung und Euthanasie nicht akzeptiert werden dürfe

    Aber Eltern ihre Kinder stehlen und in katholischen Einrichtungen ausbeuten oder an Günstlinge abgeben ist OK?

  2. #2 von Charlie am 21. Juni 2017 - 19:07

    Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.

  3. #3 von oheinfussel am 21. Juni 2017 - 19:28

    Nein. Einfach Nein.

  4. #4 von kereng am 21. Juni 2017 - 20:14

    Und jetzt lesen wir nochmal alle im Alten Testament nach, wie sich das jüdische Volk nach dem Auszug aus Ägypten in friedlicher Koexistenz mit den vorher dort lebenden Völkern und ihren Religionen im gelobten Land ansiedelte.
    (Disclaimer: ich weiß, dass Moses nicht historisch ist und der Exodus nie stattgefunden hat.)

  5. #5 von manglaubtesnicht am 21. Juni 2017 - 20:50

    Schraubenfabrikant: Schrauben sind wichtig für Zusammenhalt! Kein Zusammenhalt ohne Schrauben!

  6. #6 von user unknown am 21. Juni 2017 - 21:05

    zu wenig Achtsamkeit für die Bewahrung der Schöpfung würden den Religionen angelastet

    Von meiner Seite nicht.
    a) Weil es keine Schöpfung gibt. Die Idee, und was daran hängt, ist schon falsch.
    b) Ist die Bewahrung überhaupt kein rationales Ziel. Viren, Tse-Tse-Fliege. So lange der Klimawandel nicht abzusehen war sprach auch nichts gegen Braunkohleabbau. Dogmatisch kann man überhaupt keine Grenze zwischen menschlichem Leben und Ändern der Erde ziehen.
    Städtebau, Straßennetze, Kraftwerke, Fabriken, … – ich will nicht in einem Naturparadies der Dummheit leben.

    Außerdem bin ich Brillenträger.

    Und was sollten die Religionen für einen Anteil an der Industrialisierung haben? Das bißchen Feinstaub von ihren Kerzen und Weihrauchfässern? Dass die Kirche nicht konsumfeindlich gewesen wäre wird ja kaum jemand behaupten wollen.

  7. #7 von drawingwarrior am 21. Juni 2017 - 21:15

    @MGN

    Ähm…ich widerspreche hier nur zögerlich, aber Schrauben…nun ja, was soll ich sagen, die halten Dinge tatsächlich zusammen…ich meine ja bloss, so als Handwerker wäre ich ohne Schrauben ganz schön angeschissen.

  8. #8 von manglaubtesnicht am 21. Juni 2017 - 22:39

    @wingie: Ja, guter Punkt. Also: Kaugummihersteller?

  9. #9 von Willie am 22. Juni 2017 - 06:18

    In vielen Konflikten und Kriegen weltweit spielt Religion eine große Rolle. Dabei sei gerade der Glaube für die Suche nach Frieden von besonderer Bedeutung, erinnert Erzbischof Ludwig Schick.

    Wieso erinnert mich das an; Religionen erfanden die Sünde (hier rel. Kriege), also kann die Religion die Sünde „erfolgreich“ bekämpfen?

  10. #10 von drawingwarrior am 22. Juni 2017 - 08:42

    Soll mir recht sein…Kaugummi it is!

  11. #11 von Elvenpath am 22. Juni 2017 - 10:44

    Was soll der Mann denn anderes sagen?
    „Ich habe mein Leben einer schädlichen Ideologie geweiht“ vielleicht? 😀

  12. #12 von Feld am 22. Juni 2017 - 13:26

  13. #13 von paul0f am 22. Juni 2017 - 15:39

    Schick räumte ein, dass es auch religiös verbrämte Terroranschläge, Kriege und Völkermorde gebe.<

    “ .. dass es (seit Menschengedenken) zu viel der religiös motivierten Terroranschläge, Kriege und Völkermorde gegeben hat und noch gibt, um daraus nicht endlich etwas ganz simples zu lernen – organisierte Religion, wie wir sie bisher erleben durften, war/ist und wird voraussichtlich nie gut sein. Also sollten wir doch endlich mal mit diesem organisierten Wahnsinn aufhören.“ .. So wäre es m.E. richtig gewesen, Hr. Schick. 😉

  14. #14 von ichglaubsnicht am 22. Juni 2017 - 17:00

    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_ungel%C3%B6ster_Probleme_der_Wissenschaften

    Welches der dort verlinkten Probleme kann die Religion denn lösen?

  15. #15 von ptie am 23. Juni 2017 - 10:57

    @ichglaubsnicht:
    Schick bezog sich nicht auf Probleme der Wissenschaften – aber danke für die Liste, finde ich sehr interessant.

    Schick sagt also,
    „dass es auch religiös verbrämte Terroranschläge, Kriege und Völkermorde gebe“
    „Auch der Ausschluss von Frauen aus dem öffentlichen Leben und von Bildung, zu wenig Achtsamkeit für die Probleme der Bevölkerungsentwicklung oder die Bewahrung der Schöpfung würden den Religionen angelastet.“ Zu recht was Frauen und Bevölkerungsentwicklung angeht. Zu wenig Achtsamkeit der Bewahrung der Schöpfung gegenüber werfe ich der Kirche nicht vor.
    „Ihr positiver Beitrag überwiege allerdings die negativen Fakten bei weitem“, so Schick.
    Und der besteht in der Forderung
    „dass Abtreibung und Euthanasie nicht akzeptiert werden dürfe und dass das Leben von Menschen mit Behinderung ohne Wenn und Aber geschützt werden müsse.“

    Bei der Abtreibung geht es, neben dem Recht auf Leben auch um das Selbstbestimmungsrecht der betroffenen Frau. Eine Abwägung ist dort notwendig. Aber Abwägungen sind die Stärke von Ideologien, die sich auf göttliche Botschaften berufen.
    Euthanasie ist in Deutschland ein sehr negativ konnotierte Begriff. Es geht vermutlich um, wie es in Deutschland heißt, Sterbehilfe. Auch hier geht es um die Selbstbestimmung des Menschen über das Ende seines Lebens.
    Das Leben von Menschen mit Behinderung müsse geschützt werden – ein Punkt, in dem unsere zunehmend säkularere Gesellschaft vorangekommen ist.

  16. #16 von Armadon am 23. Juni 2017 - 12:02

    @ Feld daran musste ich auch zuerst denken

  17. #17 von user unknown am 23. Juni 2017 - 21:09

    Konstruktives Verlesen:
    „… die Bewahnung der Schöpfung …“