Die Menschenrechte sind Frucht des säkularisierten Christentums

Die Debatte um die Urheberschaft der Menschenrechte, wie sie in der westlichen Moderne festgeschrieben wurde, tobt weiter: Sind sie gegen die Religion entstanden oder mit ihrer Hilfe? Der Versuch einer Antwort von Gastautor Diplom-Theologe Alexander Görlach.

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Das Christentum der uns vorangegangenen Jahrhunderte hat die Säkularisierung erst ermöglicht, sie ist auf seinem geistigen Fundament gewachsen.

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Christus wird in dieser Lesart zu einem Paten von Humanismus und Aufklärung, in einer gewissen Überhöhung, sogar zu deren Urheber. Denn die Erkenntnis der Menschenrechte, die Ablehnung von Krieg, der soziale Gedanke, sind für Vattimo allesamt Früchte der innerweltlichen, auf den Menschen bezogenen Verankerung der christlichen Weltanschauung.

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Eine Aufklärung, die sicher insgesamt von den Ansprüchen und Widersprüchen des Christentums inspiriert war.

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Humanismus, Reformation und Aufklärung haben das Christentum mit der Vielfalt menschlicher Existenz und der Varianz von Gotteserfahrung zuerst bekannt und dann vertraut gemacht. Das Christentum hat somit Vielfalt und Varianz erzwungen gegen das Christentum selber.

weiterlesen:

[https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/kirche/2017/05/26/die-menschenrechte-sind-frucht-des-saekularisierten-christentums/

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  1. #1 von Smiling_Joe am 19. Juni 2017 - 16:40

    … und deshalb wurde die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte bis heute nicht vom Vatikan unterschrieben. Wäre ja Eigenlob, und das stinkt ja bekanntlich – ganz im Gegensatz zu Geld.

  2. #2 von Gerry am 19. Juni 2017 - 16:40

    Ich wollte hier was Gepfeffertes schreiben, aber dann hat bei mir vor lauter Ärger das Denken ausgesetzt.

    Was für ein Dummschwätzer, der sich seinen Kinderglauben als Erklärung für alles und jeden Scheiß zurecht rationalisiert und labert.

  3. #3 von user unknown am 19. Juni 2017 - 16:48

    Wieso hat es dann 1400 Jahre gedauert, bis einzelne die Werte entdeckt und formuliert haben und wieso waren und sind die Religionsgemeinschaften die letzten, die sich mit Menschenrechten anfreunden können?

  4. #4 von Charlie am 19. Juni 2017 - 17:22

    Auch das stimmt nicht!!

  5. #5 von Rene am 19. Juni 2017 - 18:06

    Wie zynisch kann man sein.

  6. #6 von oheinfussel am 19. Juni 2017 - 18:08

    Aha. Und deswegen war das Schlagen von Kindern und Ehefrau noch bis Ende des letzten Jahrhunderts legal und diese „Rechte“ wurden mit Zähnen und Klauen verteidigt…

  7. #7 von Deus Ex Machina am 19. Juni 2017 - 18:16

    „Das Christentum der uns vorangegangenen Jahrhunderte hat die Säkularisierung erst ermöglicht, sie ist auf seinem geistigen Fundament gewachsen.“

    –> Einfach nur noch unterstes Niveau!
    Darauf basierend könnte man unsere Demokratie auf dem Fundament des NS-Regimes gewachsen bezeichen – danke also, liebe Nazis! Blem-blem, der Typ.
    Wieso zum Geier ist Jesus der Urheber der Menschenrechte, wenn sich die UN auf die schon 500 Jahre älteren Kyros-Schriften bezieht? Achja, Christen müssen ja alles auf ihren Erlöser beziehen und können ohne Jeusbezug nicht mal auf Scheißhaus gehen.

  8. #8 von Yeti am 19. Juni 2017 - 18:19

    Eins stimmt:
    Es kann schon sein, dass es die Säkularisierung ohne diese verdammten Religionen womöglich nicht gegeben hätte, weil es sie gar nicht gebraucht hätte.

  9. #9 von Jörn Dyck am 19. Juni 2017 - 18:30

    Es ist natürlich eine gut erprobte Taktik, einen derart dreisten Unfug zu behaupten. Denn die Gegenseite muss zur Widerlegung sehr weit ausholen; aber das Interesse der Wellness-Christen erlahmt schnell.

    „Mein Übergewicht hat meine Diät überhaupt erst ermöglicht.“

  10. #10 von paul0f am 19. Juni 2017 - 18:46

    Das Christentum der uns vorangegangenen Jahrhunderte hat die Säkularisierung erst ermöglicht, sie ist auf seinem geistigen Fundament gewachsen.<

    Lügner, Täuscher und Geschichtsfälscher.
    Wenn es denselbigen gäbe, sollte man euch allesamt zum Teufel jagen.

  11. #11 von Veria am 19. Juni 2017 - 19:37

    Wenn ich Mist unter einen Apfelbaum kippe, ist der Apfel noch lange nicht die Frucht vom Mist.

  12. #12 von Elvenpath am 19. Juni 2017 - 20:28

    Was soll man von einem Theologen schon anderes erwarten? Objektivität etwa?
    Theologie und Objektivität sind diametral entgegengesetzt.

  13. #13 von Torchy am 19. Juni 2017 - 21:03

    Ohne Gefängnis keine Freilassung, das stimmt schon.
    Ohne Religionen gäbe es keine Säkularisierung. Säkularismus wäre einfach immer dagewesen. Und das wäre viel besser.

  14. #14 von Elvenpath am 19. Juni 2017 - 21:22

    „Eine Aufklärung, die sicher insgesamt von den Ansprüchen und Widersprüchen des Christentums inspiriert war.“

    Übersetzt: Die Menschen haben festgestellt, dass das Christentum eben nicht gut, sondern Scheiße ist und dass sich was ändern muss.

  15. #15 von manglaubtesnicht am 19. Juni 2017 - 21:30

    Ist das Satire?

  16. #16 von Willie am 19. Juni 2017 - 21:43

    Das Christentum der uns vorangegangenen Jahrhunderte hat die Säkularisierung erst ermöglicht, sie ist auf seinem geistigen Fundament gewachsen.

    Die Naziherrschaft, der Kommunismus, Stalinismus, Dutsche, Franco, Salazar, Pinochet, Stroessner … und selbst der ungebremste Kapitalismus sind auch Errungenschaften des Christentums. Der fakt dabei ist nicht, dass dies aus einem geistigen Fundament heraus entstanden ist, sondern wegen diesem jahrhundertelangen, geistigen Fundaments der christlichen Machtvorstellungen.

    Christus wird in dieser Lesart zu einem Paten von Humanismus und Aufklärung, in einer gewissen Überhöhung,

    Dieser Christus bleibt dabei diese biblisch, mythische Person mit Aussagen wie „Das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen.“, also braucht es der weltlichen Regelungen nicht. Und, „Wer da glaubt und getauft wird, der soll selig werden, wer aber nicht glaubt, der soll verdammt werden.“ (Mk 16.16), lt. anderer Stelle im Evangelium wird es klarer: Er soll in ewigem Feuer brennen.

  17. #17 von Seemann am 19. Juni 2017 - 22:09

    Das Christentum hatte viele Jahrhunderte lang die absolute Macht inne. Warum wurden damals dann die Menschenrechte nicht durchgesetzt? Wäre doch ganz einfach gewesen. Warum mussten die Menschenrechte erst in den letzten 250 Jahren gegen den erbitterten Widerstand der christlichen Führer durchgesetzt werden? Haben nicht mehrere Päpste noch vor 100 bis 200 Jahren die Meinungs- und Glaubensfreiheit als „pestlilenzianischen Irrwahn“ verteufelt?

  18. #18 von Willie am 20. Juni 2017 - 03:48

    z.B. der Antimodernisteneid von Papst Pius X. (1910), der ja erst lange nach so modernem Schnick-Schnack wie der Menschenrechtserkläarung (1948) durch Papst „Pillen-Paul“ (Paul VI). im Jahr 1967 abgeschafft wurde.

  19. #19 von Rene am 20. Juni 2017 - 19:59

    Die Pocken haben zur Entwicklung der Vakzine geführt. Depp.

  20. #20 von awmrkl am 24. Juni 2017 - 14:42

    cahoots (ein Firefox-Plugin) sagt zusätzlich zu Alexander Görlach
    Mitglied („Young Leader“) Atlantik-Brücke e.V.
    Quelle lt. cahoots: http://12.re-publica.de/person/alexander-gorlach/