Studie: Christen werden selbst in Ländern verfolgt, in denen sie Mehrheit stellen

Keine andere Religion muss weltweit so viele Repressalien erdulden wie das Christentum. Das ist das Ergebnis einer neuen Untersuchung des Pew Research Centers.

(…)

Pew nennt als Beispiel Nicaragua, ein Land mit fast 60 Prozent katholischer Bevölkerungsmehrheit. Dort überwache die Regierung sowohl den Email- als auch den Telefonverkehr der Kirche. Finanzielle Unterstützung für die katholischen Gemeinden gebe es nur bei politischer Unterstützung für die Regierung durch den Klerus.

weiterlesen:

[http://www.focus.de/politik/videos/groesste-religionsgruppe-der-welt-studie-christen-werden-selbst-in-laendern-verfolgt-in-denen-sie-mehrheit-stellen_id_7237082.html

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  1. #1 von Charlie am 16. Juni 2017 - 09:39

    Dort überwache die Regierung sowohl den Email- als auch den Telefonverkehr der Kirche. Finanzielle Unterstützung für die katholischen Gemeinden gebe es nur bei politischer Unterstützung für die Regierung durch den Klerus.

    Das soll Christenverfolgung sein??????

  2. #2 von oheinfussel am 16. Juni 2017 - 09:39

    Ich dachte, zu leiden wäre eine der Grundpfeiler des Christentums?

  3. #3 von uwe hauptschueler am 16. Juni 2017 - 09:44

    Die katholischen Betbudenbetreiber sind weltweit die größte kriminelle Vereinigung. An Nicaragua sollte Deutschland sich ein Beispiel nehmen.

  4. #4 von Deus Ex Machina am 16. Juni 2017 - 09:57

    „Finanzielle Unterstützung für die katholischen Gemeinden gebe es nur bei politischer Unterstützung für die Regierung durch den Klerus.“

    –> Klingt doch fair. Wäre ein Modell, über das auch die dt. Politik nachdenken sollte, wo wir doch in einem sooo säkularen Staat leben.

  5. #5 von Rene am 16. Juni 2017 - 10:20

    Ich kenne Nicaragua nicht, aber die werden schon wissen, was sie tun.

  6. #6 von Deus Ex Machina am 16. Juni 2017 - 10:21

    Aus den Kommentaren beim Focus:

    „Eine beängstigende Szenerie, wenn man bedenkt daß die christliche Religion allen anderen Religionen friedlich wohlgesonnen ist. “

    –> Wo lebt eigentlich der Großteil der Kommentatoren, die ganz ähnliches schreiben?

  7. #7 von Charlie am 16. Juni 2017 - 11:09

    @DEM

    Nicht im Hier und Jetzt.

  8. #8 von ptie am 16. Juni 2017 - 11:36

    @uh @rene:
    Aus dem Land, in dem die Kirche so hart verfolgt wird, an dem sich Deutschland ein Beispiel nehmen solle, bzw. die schon wissen werden, was sie tun:

    „Nicaragua ist das Land mit den meisten Teenagerschwangerschaften in Lateinamerika, Tendenz steigend. Verantwortlich dafür ist unter anderem die Politik der vermeintlich sozialistischen Regierung des früheren Revolutionärs Daniel Ortega. Nachdem er 1990 abgewählt worden war und drei Mal vergeblich versuchte, wieder Präsident zu werden, verhalf ihm ein Pakt mit der katholischen Kirche zur Rückkehr an die Macht. Gegenleistung seiner Regierung waren Gesetze, die unter anderem jegliche Abtreibung unter Strafe stellen – auch im Falle von Vergewaltigungen Minderjähriger. “

    Quelle: http://www.deutschlandfunk.de/nicaragua-eine-wahl-verkommt-zur-farce.724.de.html?dram:article_id=370562

    Ich will Ortega gar nicht zum Buhmann machen, er wird ein Realpolitiker sein, der an der Institution Kirche kaum vorbeikommt.
    Aber die Kirche hat in dem Land großen Einfluss, den sie auch zu nutzen weiß.

  9. #9 von Unechter Pole am 16. Juni 2017 - 12:10

    Kommt das aus dem „Postillon“?

  10. #10 von user unknown am 16. Juni 2017 - 12:43

    @DeusExMachina #4„

    Finanzielle Unterstützung für die katholischen Gemeinden gebe es nur bei politischer Unterstützung für die Regierung durch den Klerus.“
    Klingt doch fair. Wäre ein Modell, über das auch die dt. Politik nachdenken sollte, wo wir doch in einem sooo säkularen Staat leben.

    Darüber hat die dt. Politik schon nachgedacht und die Ergebnisse 1933 in ein Reichskonkordat gegossen, welches bis heute gültig ist. Ich zitiere auszugsweise Passagen, die dem Staat dienen:

    Recht der Kirche zur freien Besetzung ihrer Ämter, aber staatliches Vetorecht (Politische Klausel) für neu ernannte Bischöfe, …
    (…) Treueeid der Bischöfe „in die Hand des Reichsstatthalters“: „Vor Gott und auf die Heiligen Evangelien schwöre und verspreche ich, so wie es einem Bischof geziemt, dem Deutschen Reich und dem Lande… Treue. Ich schwöre und verspreche, die verfassungsmäßig gebildete Regierung zu achten und von meinem Klerus achten zu lassen. In der pflichtmäßigen Sorge um das Wohl und das Interesse des deutschen Staatswesens werde ich in Ausübung des mir übertragenen geistlichen Amtes jeden Schaden zu verhüten trachten, der es bedrohen könnte.“ (Artikel 16)
    (…)
    Artikel 16: Vor Amtsantritt hat jeder neue Bischof den Treueeid beim Ministerpräsidenten zu leisten.

    Der Einzug der Kirchensteuer ist im gleichen Vertrag geregelt. Es ist also durchaus so, dass die staatliche Loyalität mit der Kirchensteuer erkauft wurde.

  11. #11 von user unknown am 16. Juni 2017 - 12:44

    Pardon, das Zitat im Zitat von Deus ex Machina ist mit dessen Zitat layoutmäßig verschmolzen.

  12. #12 von Deus Ex Machina am 16. Juni 2017 - 14:01

    @ u.u. :

    Ja, aber es wäre spätestens seit den Missbrauchsskandalen mal Zeit für eine mächtige Drosselung der finanziellen Unterstützung, wegen mangelnder Vertragstreue seitens der Kirchen. Aber dazu müsste die Politik ja wenigstens ein bischen weniger dem Klerus hörig sein, als sie eben ist. Die Kirchen können letzten Endes schalten und walten, wie sie wollen, von einigen sehr laschen und weitgesteckten Begrenzungen abgesehen..

  13. #13 von Elvenpath am 16. Juni 2017 - 16:56

    Ja und der absolute Skandal: Christen werden inzwischen sogar von Christen verfolgt!