Reaktionäre Märchenstunden – ARD Themenwoche „Woran glaubst Du?“

Manche Menschen fordern, die christliche Dominanz in den deutschen Medien durch Sondersendungen zum Islam auszugleichen. Das ist ein Irrweg! Anstatt diesen reaktionären Märchenstunden noch mehr Platz einzuräumen (und das gilt für alle Weltreligionen), sollten sie radikal aus den Sendern in die Wohnstuben der Gläubigen verbannt werden.

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[https://www.neues-deutschland.de/artikel/1054330.reaktionaere-maerchenstunden.html

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  1. #1 von Unechter Pole am 16. Juni 2017 - 11:45

    Gut gesagt. Die Eigentümerin ist aber einer anderen Meinung.

  2. #2 von user unknown am 16. Juni 2017 - 12:46

  3. #3 von Diamond Mcnamara am 16. Juni 2017 - 13:04

    Dieter Nuhr war gestern abend im „Ersten“ 89 Minuten Weltklasse („wenn eine ausreichende Zahl Irrer etwas irres glaubt, wird es zur Religion“); doch dann, in der letzten Minute, sagt er: „Im einem abstürzenden Flugzeug gibt es keine Atheisten“…. Ich glaub mich tritt ein Pferd.

  4. #4 von schiffmo am 16. Juni 2017 - 13:31

    Für mich ist Dieter Nuhr eher ein Geschäftsmann als ein Philosoph, und neigt dazu, die Witze zu machen, die die Leute hören möchten. Der macht „Comedy“ und nicht Kabarett, wenn auch die Definition dieses Begriffs immer wieder verschwimmt. Eine Position Nuhrs würde ich aus seinen Äußerungen und Programmen nicht ableiten wollen.

  5. #5 von schiffmo am 16. Juni 2017 - 13:34

    Ad rem: Dass die ARD mit dieser Reihe meiner Ansicht nach tendentiös versucht, der Religion eine grundlegende Bedeutung zuzuschreiben, ist mir schon unangenehm aufgefallen. Schon allein dieses „Woran glaubst Du?“ verschleiert doch, dass die ganze Frage schon eine Position unterschiebt, wie es noch stärker Suggestivfragen tun.

  6. #6 von awmrkl am 16. Juni 2017 - 21:30

    Diamond Mcnamara

    Du übertreibst: „89 Minuten“ – die Sendung war nur 45 Minuten lang!

  7. #7 von frater mosses von lobdenberg am 17. Juni 2017 - 13:45

    awmrkl: Ja, aber sie kommt einem halt so lang vor, wenn man Nuhrs angestrengte Besserwisser-Flachwitze nicht mag. Dass es sich nicht nach drei Stunden anfühlt, liegt nur daran, dass da noch Andere auftreten, manchmal sogar echte Kabarettisten.

  8. #8 von awmrkl am 18. Juni 2017 - 04:04

    OK, das ist latürnich was ganz andreas: gefühlte 1,5 Stunden aka 90 Minuten 😉

  9. #9 von awmrkl am 18. Juni 2017 - 04:32

    btw,
    Ich hab mir die gesamte Sendung inzwischen mehrmals angehört (sehen braucht es eigentlich nicht) – bis auf die paar (3?) Kritikpunkte, die hier schon geäußert wurden, hab ich sonst gar nix an dieser Nuhr-Dingsbums auszusetzen – obwohl ich ihn eigentlich gar nicht mag …
    Das ist aber wohl ähnlich wie bei meiner Art, Musik zu betrachten (als Musiker(>1)):
    Ich spiele auch Musik, die ich eigentlich nicht mag …
    Manchmal sogar genau deswegen …

    (1) Bin Musikus seit ~57 Jahren (bin gerade 64 geworden) – erstmal grauenhaft anstrengende Zeit -7-8Jahre- in Musikschule inkl. Geigenunterricht, Gehörbildung, Musiktheorie (Grabner…), Einzel- und Orchester-Unterricht, Jahresprüfungen.
    Dann mit ~15 Ausstieg aus Geigen- und sonstigem Musik-Unterricht (1968!) und selbstständig, eigenständig bis eigenwillig Gitarre selbst in kürzester Zeit gelernt (die Band brauchte mich), und dann i-wann auch noch Bass dazu.
    (dazwischen auch noch Jagdhorn (Bundeswehr), Posaune, Trompete, Keybord inkl. Quetsche, Schlagzeug, …)
    Kein Instrument ist vor mir sicher!

  10. #10 von awmrkl am 18. Juni 2017 - 04:55

    Ach nochmal wegen Musikus:

    Seit ca 40 Jahren spiele ich ca 90-95% aller zB im Radio erklingenden Stücke (so hab ich Routine auf Gitarre gekriegt) auf Anhieb sofort und erkennbar richtig mit, obwohl ich sie meist noch gar nicht kenne – das ist wohl „musikalisches Gefühl/Gehör“

    Den Quintenzirkel kann mir jeder im Schlaf abfragen:
    Die Dominante zu G ist D. Zu am ist sie em/E7.
    Inzwischen ist es bei mir soweit, daß ich nicht mal mehr mitspielen muß, sondern die relativen Ton- und Akkordabstände im Kopf zusammensetze (die auch überprüfterweise stimmen). Das heißt aber auch, daß ich bei i-welcher Beschallung i-woher permanent -auch ungewollt- meinen Kopf permanent beschäftigt sehe, wie er sich die erklingenden Akkorde ins Raster hineinpasst. Und wenn sie mal nicht ins Raster passen wollen, sich ziemlich zerbricht, was sich da jetze mal jemand welche Ausnahme genehmigt hat.
    **Also, ich bin ein ziemlicher Aspie, v.a. Richtung Musik (u. IT) 🙂 **

  11. #11 von Willie am 18. Juni 2017 - 07:21

    Seit ca 40 Jahren spiele ich ca 90-95% aller zB im Radio erklingenden Stücke (so hab ich Routine auf Gitarre gekriegt) auf Anhieb sofort und erkennbar richtig mit, obwohl ich sie meist noch gar nicht kenne – das ist wohl „musikalisches Gefühl/Gehör“

    Heißt das, die Musik ist sehr uniform geworden? 😉 😆

  12. #12 von awmrkl am 18. Juni 2017 - 08:29

    Ja ok, könnte man scherzhaft so sehen – aber nee, die hält sich nach wie vor weitgehend an den Quintenzirkel, d.h. 6 Akkorde (3 in Dur, 3 in Moll, also die jeweiligen Parallel-Akkorde) innerhalb einer Tonart (zB C(Dur)) – mit einigen manchmal zugegebenermaßen überraschenden -und hin und wieder sogar recht passenden- Seiteneffekten, manchmal auch mal Tonart-Wechsel (C->D(es), C->F usw), aber mehr isses nicht. Und dann ist 5-10mal Hören dieser Passage angesagt, und dann ist auch solche Passage schnell im Griff 🙂
    Aber wie ich schon sagte, ich hab kein absolutes Gehör (das hieße, ich könnte C als C benennen/erkennen/hören), sondern ausgehend von einer Tonart alle zugehörigen Akkorde benennen – der Rest ist dann „transponieren“. Also alles verschieben von einer Tonart in eine von restlichen 10 möglichen Halbtönen als Grundtonart (es gibt (in der westlichen Stimmung) bekanntermaßen 11 unterschiedliche (Halb)Töne). Thats it.

  13. #13 von awmrkl am 18. Juni 2017 - 10:30

    „dann ist auch solche Passage schnell im Griff“

    Zwei Beispiele, die mich vor ~40 Jahren je ~3 Tage angestrengtem, wiederholtem und permanentem Hören und Mitspielen der fraglichen/fragilen Passagen gekostet haben:
    Wolfgang Ambros – „Zwickts Mi“
    Cat Stevens – „Morning has broken“ (komplett mit allen Wechseln (D – C – D – C – D)

    Inzwischen kostet mich solcherart, wenns wirklich hoch kommt, grad mal 1-3 Stunden, dann hab ich die grundlegende Harmonik drauf.

  14. #14 von user unknown am 18. Juni 2017 - 21:08

    @awmrkl: Ich glaube Du hast am Ende vergessen, den Bogen zurückzuschlagen zu Nuhr, also wieder in der Grundtonart zu landen. 🙂

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