Fronleichnam in Nürnberg: „Gott für Terror missbraucht“

Tausende haben in Bayern am Donnerstag das Fronleichnamsfest gefeiert – auch in Nürnberg. Am Hauptmarkt versammelten sich über 3000 Gläubige. Sie haben eine klare Botschaft: „Gott wird für Ideologien und den Terror missbraucht.“

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[http://www.nordbayern.de/region/nuernberg/fronleichnam-in-nurnberg-gott-fur-terror-missbraucht-1.6253489

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  1. #1 von oheinfussel am 16. Juni 2017 - 09:38

    Hat man schon ein Statement von Gott? Was sagt er eigentlich dazu?

    Oh nichts? Komisch…

  2. #2 von Charlie am 16. Juni 2017 - 09:41

    Dann hat sich auch Gott von den Menschen in der Bibel missbrauchen lassen? Oder wer hat da andere Völker ausrotten lassen?

  3. #3 von Deus Ex Machina am 16. Juni 2017 - 10:00

    Ich denke, dass der Letzte, der sich zu irgendwas missbrauchen lassen würde (sofern denn existent), wäre dieser Gott. Nein, alles was in der Welt jemals passiert ist, hat ja wohl sein Einverständnis gehabt, wer hätte ihn schon zum Stillhalten erpressen können?
    Monotheisten – zu dumm für ihren eigenen Glauben.

  4. #4 von Elvenpath am 16. Juni 2017 - 10:16

    Ich kann dieses Gesülze vom „Missbrauch“ der Religionen oder von „Gott“ echt nicht mehr hören.
    Die „heiligen“ Schriften der Religionen haben diese gewalttätigen Aspekte. Und nicht zu knapp. Viele Jahrhunderte lang haben die Menschen auch überhaupt kein Problem damit gehabt, sich dazu zu bekennen und es wurde davon Gebrauch gemacht. Was im Namen der Religionen an Terror und Gewalt passiert ist also kein Missbrauch der Religionen, sondern ein Gebrauch.
    In der heutigen Zeit sind diese Teile der Schriften aber vollkommen unpassend. Die Menschen haben sich (zumindest teilweise) weiter entwickelt.

  5. #5 von Rene am 16. Juni 2017 - 10:18

    Ja natürlich, dafür wurde er ja erfunden.

  6. #6 von Gerry am 16. Juni 2017 - 10:45

    Ich komm mal wieder auf meine These „Die Zahl der Gottesdienstbesucher bei den Katholiken ist übertrieben“ zurück:

    Ausweislich der Webseiten der katholischen Gemeinden in Nürnberg (ca. 50% geprüft, einmal keine Angabe, alle übrigen identische Angaben) war die Veranstaltung auf dem Hauptmarkt der einzige kath. Gottesdienst am Donnerstag.

    Bei 136.000 Katholiken (Zensus 2011) finde ich 3.000 Teilnehmer dann doch eine SEHR schwache Leistung.

    Bei gutem Wetter und einer „Sondervorstellung“ kommen nur 2,2 % der Schäfchen?

    In den vergangenen Jahren hat das betreffende Bistum 10% Gottesdienstbesucher gemeldet.
    Die Differenz zu den 2,2% waren alle im Urlaub? Obwohl die angeblich sonst an den stinklangweiligen „Standard“sonntagen sich morgens aufraffen um in die Kirche zu gehen?

    Wenn ich mir die im Artikel verlinkten Fotos anschaue, dann gehe ich doch stark davon aus dass am Christkindlmarkt deutlich mehr Betrieb auf dem Platz ist, von daher scheinen die Menschen auch in Nürnberg mehrheitlich sinnvolle Prioritäten für ihr Leben zu setzen 🙂

  7. #7 von Unechter Pole am 16. Juni 2017 - 11:37

    … und der Nationalsozialismus wurde dann wohl für den Weltkrieg und Holocaust missbraucht. Würde auch gut zu Nürnberg passen.

  8. #8 von Siegrun am 16. Juni 2017 - 11:40

    Ein Allmächtiger, allwissender uns allgegenwärtiger, guter Gott lässt sich missbrauchen?!
    …ist ja kaum zu glauben…woran das bloß liegt??!

  9. #9 von Friedensgrenze am 16. Juni 2017 - 12:59

    Gottvergessenheit ist nicht das Problem der katholischen Kirche, da es keine Ortschaft und kaum eine Straße in Bayern kaum eine Rundfunksendung, kaum einen Zeitungsartikel und kaum eine Bergspitze ohne an Gott erinnernde Kreuze gibt.

    „Wenn man satt geworden ist und zufrieden mit den Umständen, wenn man im Wohlstand lebt und Reichtum angehäuft hat, wenn man im ‚gelobten Land‘ wie hier lebt, dann neigt der Mensch zu einem ich-bezogenen Irrtum“, sagte Wild.

    Die Leute lehnen diesen Dreck der christlichen Bevormundung zu recht ab.

  10. #10 von Skydaddy am 16. Juni 2017 - 13:07

    We meint, Religion würde für Terror missbraucht, hat schon einen Fuß in der Tür zum Fanatismus.

    Denn er meint, es gäbe richtige und falsche Auslegungen einer Religion.

    Beim Kirchentag konnte man ja sehr schön sehen, wie Religion auch von Nicht-Terroristen gebraucht bzw. instrumentalisiert wird, z.B. für Flüchtlinge, das Thema wurde ja offenbar in keiner Predigt ausgelassen. Das ist genauso eine Instrumentalisierung der Religion wie beim Terror, nur für menschenfreundlichere Zwecke.

    Mir scheint, der einzige Grund, dass man diese Christen nicht als Fanatiker wahrnimmt, liegt daran, dass sie

    (a) nicht genügend Glaubenseifer entwickeln und

    (b) dass es in einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft überhaupt keinen Fanatismus braucht, um VERNÜNFTIGE Dinge durchzusetzen (Umweltschutz, Gleichberechtigung, Sozialstaat). Um vernünftige Dinge durchzusetzen, braucht man allerdings auch keine Religion – vernünftige Anliegen setzen sich aufgrund ihrer Vernünftigkeit früher oder später auch so durch. Religion bremst hier erfahrungsgemäß nur.