Ist Atheismus – philosophisch gesehen – eine sinnvolle Glaubenshaltung?

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Glauben, Meinen und Wissen? Ist Atheismus – philosophisch gesehen – eine sinnvolle Glaubenshaltung? Und bedeuten Fakenews und alternative Wahrheiten das Ende der Aufklärung? Professor Dr. Markus Tiedemann versucht sich an Antworten.

Ausschnitt aus dem Video „Ist Atheismus – philosophisch gesehen – eine sinnvolle Glaubenshaltung?“:

Wenn Sie sagen, Sie sind Atheist und der Urknall war der Anfang aller Dinge, dann augmentieren Sie zutiefst religiös. Weil Sie von einem Wunder sprechen. Aus dem Nichts ist etwas explodiert.

Genauso wundersam wie die Annahme, da war ein Gott, der sagt: „Leute, es geht los.“

http://www.ard.de/home/themenwoche/Professor_Dr__Tiedemann___Der_neue_Gott_heisst_Konsum_/4124966/index.html

Prof. Dr. Markus Tiedemann unterrichtet an der TU Dresden Ethik und Philosophiedidaktik. Zu seinen Schwerpunkten zählen ethische Orientierung in der Moderne, Migrationsfragen, Philosophieren mit Kindern sowie religiöser und politischer Extremismus.

 

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  1. #1 von Christian am 13. Juni 2017 - 10:08

    Ist Nichtrauchen – philosophisch gesehen – eine Sucht?
    Ist Nichtsammeln von Briefmarken – philosophisch gesehen – ein Hobby?

    Fragen über Fragen!

  2. #2 von paul0f am 13. Juni 2017 - 10:48

    Wenn Sie sagen, Sie sind Atheist und der Urknall war der Anfang aller Dinge, dann augmentieren Sie zutiefst religiös. Weil Sie von einem Wunder sprechen. Aus dem Nichts ist etwas explodiert.<

    Sagt das ein Atheist? Ich sage in diesem Punkt schlicht und einfach: Der Urknall scheint der Beginn des uns bekannten Universums zu sein aber wir wissen nicht, warum/wer oder was ihn ausgelöst hat (wobei ich da eher ein was als ein wer in Betracht ziehe).

    „Wunder und Götter“ brauchen (m.E.) nur Realitätsflüchtlinge und theistisch Verklärte.

    Einfach mal ehrlich sein und viele Lügen kann man sichersparen.

  3. #3 von Charlie am 13. Juni 2017 - 11:17

    Wenn Sie sagen, Sie sind Atheist und der Urknall war der Anfang aller Dinge, dann augmentieren Sie zutiefst religiös. Weil Sie von einem Wunder sprechen. Aus dem Nichts ist etwas explodiert.

    Genauso wundersam wie die Annahme, da war ein Gott

    Tiedemann weiß nicht, was der Urknall ist. Der Urknall ist nicht aus dem Nichts entstanden!!! Und der Unterschied zu den wirklich Religiösen ist, der Atheist betet den Urknall nicht an.

  4. #4 von Deus Ex Machina am 13. Juni 2017 - 11:28

    @ Christian:

    Genau, was ich auch sagen wollte.

    „der Urknall war der Anfang aller Dinge, dann augmentieren Sie zutiefst religiös. “

    –> Warum? Alle Beobachtung zeigen, dass das Universum expandiert. Spult man diesen Vorgang zurück, darf man folgern, dass die Materie punktförmig konzentriert war, wie es heute nicht mal bei Schwarzen Löchern der Fall ist. Aber mit so einer Singularität gehen eben auch Deformationen von Raum und Zeit einher. Warum bildet sich die Religion hier denn ein, irgendein Anrecht auf Aussagen über den Beginn aller Dinge zu haben? Ach ja, aus dem selben größenwahnsinnigen Selbstverständnis heraus, auch Menschen vorschreiben zu können, was man denkt, sagt, isst, wen man vögelt und wie man sein Leben sonst noch zu führen hat.

    „Weil Sie von einem Wunder sprechen. “

    –> Welcher Atheist benutzt dieses Wort – und zwar nicht nur metaphorisch?

    Aus dem Nichts ist etwas explodiert.“

    –> Philosophie ohne eine auch nur ansatzweise solide naturwissenschaftliche Bildung ist nichts weiter als wirres Gestammel, das an der Realität vorbeigeht.

  5. #5 von ptie am 13. Juni 2017 - 11:36

    Ich persönliche würde mich zunächst als Ignostiker bezeichnen, denn ich möchte schon ansatzweise wissen, worum es geht.
    Wenn es sich um eine philosophischen Gottesvorstellung handelt, um den Gott, der von einem nicht-existenten Gott nicht zu unterscheiden ist, bin ich Agnostiker.
    Wenn es um die Existenz eines Gottes geht, der sich in mein Leben einmischen möchte, so bin ich Atheist.

  6. #6 von K.Brückner am 13. Juni 2017 - 12:16

    Prof Tiedemann hält den Urknall für eine Glaubenssache. Tatsache ist aber, dass der Urknall Stand der aktuellen Wissenschaft ist, für den es viele Beweise gibt. Warum es letztlich zum Urknall gekommen ist, weis im Augenblick wahrscheinlich niemand. Für was es aber überhaupt keinen Beweis gibt, ist die Annahme, dass dieser Urknall von einem Gott ausgelöst wurde. Und zwei Fragen würden sich auch mit einem Gott sofort stellen, wie ist dieser Gott entstanden und warum hat dieser „geniale Schöpfer“ 14 Milliarden Jahre gebraucht um uns Menschen zu schaffen. Nein Gott ist eine menschliche Illusion, die hauptsächlich dem Wunsch des Menschen entspringt ewig im Paradies zu leben. Noch einmal. der Urknall ist keine Glaubenssache sondern aktueller Stand der Wissenschaft für den es viele Beweise gibt. Für eine Gott gibt es nicht einen Beweis.

    K.Brückner

  7. #7 von holey spirit am 13. Juni 2017 - 13:14

    Ist Atheismus – philosophisch gesehen – eine sinnvolle Glaubenshaltung?
    Wenn Sie sagen, Sie sind Atheist und der Urknall war der Anfang aller Dinge, dann augmentieren Sie zutiefst religiös. Weil Sie von einem Wunder sprechen. Aus dem Nichts ist etwas explodiert.

    Vielleicht trägt Wikipedia hier ja zur Wahrheitsfindung bei. Mal gucken:

    Der „Urknall“ bezeichnet keine Explosion in einem bestehenden Raum, sondern die gemeinsame Entstehung von Materie, Raum und Zeit aus einer ursprünglichen Singularität.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Urknall

    Und nu, Herr Professor? Mir scheint es gerechtfertigt, die Eingangsfrage etwas umformulieren:

    Ist Philosophie – naturwissenschaftlich gesehen – eine sinnvolle Methode des Erkenntnisgewinns?

  8. #8 von Muriel am 13. Juni 2017 - 13:17

    Wie kommt das, dass Philosophen (Scheinen immer Männer zu sein…?), die sich öffentlich äußern, nie irgendwelche Ahnung von Philosophie haben?
    Haben die anderen sich abgewöhnt, öffentlich zu reden, oder will deren Meinung niemand hören, oder gibts die nicht, oder wie oder was?

  9. #9 von holey spirit am 13. Juni 2017 - 13:42

    Muriel

    Speziell: Wie kommt das, dass Philosophen, die sich öffentlich zu naturwissenschaftlichen Sachverhalten äußern, oft keinerlei Ahnung von Naturwissenschaften haben?

    Eine Antwort auf solche Fragen hat der Philosoph Harry Frankfurt parat:
    https://de.wikipedia.org/wiki/On_Bullshit

  10. #10 von Muriel am 13. Juni 2017 - 13:54

    Danke, aber nicht so ganz, oder? „Inhaltlich leer“ beschreibt ja nicht ganz, was hier passiert. Die Sachen, die der Typ sagt, beinhalten ja etwas, sind aber einfach sachlich falsch.
    Und warum ist es gerade bei Philosophie so schlimm? Wenn Physiker interviewt werden, sagen die ja auch nicht regelmäßig Sachen wie „Schwerkraft nennt man übrigens das Phänomen, das Photonen einander abstoßen, vorausgesetzt, sie sind unterschiedlich gepolt.“
    Na gut, das ist vielleicht einfach der Unterschied zwischen Natur- und Geisteswissenschaften. Aber anderes Beispiel, wenn Juristen interviewt werden, sagen die ziemlich selten sowas wie „Wer meint, das Grundgesetz wäre eine gute Regelung der Ladenschlusszeiten, den muss ich eines Besseren belehren, denn darin gehts in Wahrheit ausschließlich um Ebbe und Flut.“
    Was ist denn da los in der Philosophie? Johanna Wanker, mach was!

  11. #11 von ichglaubsnicht am 13. Juni 2017 - 14:16

    @Muriel/HS
    Vermutlich einfach der Dunning-Kruger-Effekt, wer sich mit Physik auskennt hat auch keine Chance die falsche eigene Einordnung als des Urknalls, als quasireligiöses Ereignis für zu Naturalisten, zu erkennen. Wie von Deus Ex Machina hier schon erwähnt gibt es für den Urknall im Gegensatz zum Schöpfergott eben erkennbare Hinweise wie die stärkere Rotverschiebung weit entfernter Galaxien, was auf ein expandierendes Universum hindeutet, sowie die kosmische Hintergrundstrahlung.

  12. #12 von Friedensgrenze am 13. Juni 2017 - 14:26

    Ein Wunder besteht doch, wenn sich Dinge entgegen der derzeit bekannten wissenschaftlichen Gesetzmäßigkeiten verhalten. So wie ich es verstanden habe ist genau das beim Urknall nicht der Fall. Also ist der Urknall kein Wunder.

  13. #13 von deshan11 am 13. Juni 2017 - 16:37

    Eigentlich dreht sich doch Atheismus nicht um Urknall oder Religion, sondern um die Frage, ob es Götter gibt – von daher ist seine Antwort für mich eher eine Rauchbombe.

  14. #14 von drawingwarrior am 13. Juni 2017 - 17:47

    Äch… Der Herr Philosoph ist doof!
    Atheismus ist keine Weltsicht und keine Philosophie, Atheismus ist die Ablehnung der unbewiesenen Gottesbehauptungen , bis zum positiven Beleg.
    Atheismus hat mit dem Urknall nicht das Geringste zu tun, hier wären Cosmologen oder Astrophysiker die richtigen Ansprechpartner.

  15. #15 von user unknown am 13. Juni 2017 - 18:29

    Der Urknall ist die Theorie, die am besten in Übereinstimmung mit dem Wissen der heutigen Zeit ist. Kommt jemand mit einer besseren, so nehmen wir die als die wohl vorläufig beste.

    „Der neue Gott heißt Konsum“

    Neu, so im Sinne von 60er-Jahre? Die neue Religion ist Nachhaltigkeit, Diversity,Flexibilität, Entschleunigung, Wellness, Sicherheit, Events, Cyber, …

    Monokausalität ist sowas von out. Auf dem Niveau kann er in Altötting doch nicht mal mehr für’s Gemeindeblättchen schreiben.

  16. #16 von Patrick am 13. Juni 2017 - 19:39

    Im folgenden Beitrag wird argumentiert, dass der Urknall einen Schöpfer erfordert:

  17. #17 von drawingwarrior am 13. Juni 2017 - 19:47

    In folgendem Beitrag wird argumentiert, dass Patrick den Knall nicht gehört hat.

  18. #18 von Yeti am 13. Juni 2017 - 20:10

    @Patrick/#16:

    Im folgenden Beitrag

    PATSCH!
    PATSCH!
    PATSCH!!1°

    Du nervst.

  19. #19 von Yeti am 13. Juni 2017 - 20:13

    Nochmal @Patrick.
    Ich habe mir das Video jetzt angeguckt. Dafür gibt es nochmal einen:

    PATSCH!

  20. #20 von holey spirit am 13. Juni 2017 - 21:25

    Im folgenden Beitrag wird argumentiert, dass ein Universum aus dem Nichts entstehen kann:
    https://blasphemieblog2.wordpress.com/2013/04/30/ein-universum-aus-dem-nichts-der-beweis-gegen-gott/comment-page-1/#comments

  21. #21 von Seemann am 13. Juni 2017 - 21:53

    Da es in der Entwicklung seit dem Urknall kaum mehr Erklärungslücken gibt, in die man einen Lückengott platzieren könnte, ziehen die Theologien nun ihr letztes Register: Aus dem Lückengott wird jetzt der Vor-Urknall-Gott! Aber es gibt Urknallszenarien von verschiedenen Astrophysikern, die ohne einen Gott am Startknopf auskommen.

  22. #22 von Deus Ex Machina am 13. Juni 2017 - 22:12

    Weder Patrick noch William Lahm Krampf haben offenbar von der Quantenfluktuation gehört: virtuelle Teilchenpaare „springen“ in die Existenz und heben sich dann gegenseitig wieder auf. Ist so als ob man eine Null einfach so hinschreibt oder stattdessen +123-123= Null rechnet. Insofern WIDERLEGT die Wissenschaft die erste Prämisse.
    Aber wenn schon Philosophen mal einen guten Auffrischungskurs in Naturwissenschaften nötig hätten, bevor sie irgendwelche Traumschlösser herbeiphilosophieren, so muss man mit Theologen nochmal zurück in den Kindergarten und ihnen ganz von vorne alles beibringen. Ja sogar, dass die rotglühende Herdplatte mächtig Aua macht.
    Was dieses Schundvideo zu Prämisse 2 den Atheisten unterstellt, ist auch eine glatte Lüge. Was heißt „bisher“, was heißt „meistens“. Als sich die Belege für den Urknall häuften, haben Atheisten zwar mit den Augen gerollt, weil sie schon geahnt haben, dass die Christen mal wieder ihre Bibel so larifari auslegen werden, dass sie dann natürlich schreien werden, die Wissenschaft bestätige die Bibel. Was aber Unsinn ist, wenn man sich mal ansieht, was uns das Märchenbuch tatsächlich über die Schöpfung weißmachen möchte. Und ich rede hier nicht nur von dieser kleinen Diskrepanz zwischen ca. 6000 Jahren und ca 14,5 MILLIARDEN Jahren.
    Meine Güte, trägt das Video dick auf, wenn es so tut, als würde dieser Gottesnonsens Wissenschaftler geradezu in die Ecke drängen.
    Zu Prämisse 3: Warum kann sich das Universum nicht selbst verursachen. Diese blasierten semiintelligenten Kreationistenspinner dachten wohl, dass einem nicht schnell aufgehen würde, dass die doch tatsächlich Zeit als etwas vom Universum getrenntes behandeln. Ist aber nicht so. Die Zeit ist schließlich Teil des Universums genauso wie der Raum es ist. Oder stellt jemand die Frage „Wo ist das Universum entstanden?“ Nein? Niemand? Dachte ich mir doch.
    Was war vor dem Universum? – Eine Frage ebenfalls ohne Sinn. Wenn also Zeit nicht existiert, existiert auch Kauslität nicht und ihr verlogenes Pack könnt euch euren Schöpfergott mal sonst wo hinstecken. Nebenbei fordert ihr Spastis ja gerade für euren Gott genau DAS, was das Video dem Universum gerade eben abgesprochen hat. Mehr noch, euer Gott soll EWIG und unendlich sein. Was ein dreistes Manipulieren von Annahmen, nur um dann mit zweierlei Maß rechtfertigen zu können. Aber mal wieder süß, wie man durch massives Name-Dropping und eindrucksvolle Grafiken versucht, fehlerhafte Annahmen zu verdecken. Loser-Truppe!

  23. #23 von Deus Ex Machina am 13. Juni 2017 - 22:28

    Und deswegen auch von mir zwei
    PATSCH!
    für Patrick. Einer für die Lügen, einer wegen der Zeitverschwendung.

  24. #24 von m0ebius am 13. Juni 2017 - 22:39

    Alleine diese Frage zu stellen angesichts der Tatsache, dass mindestens 80% aller zeitgenössischen Philosophen Atheisten sind, zeigt wie borniert Tiedemann ist.

  25. #25 von Elvenpath am 13. Juni 2017 - 23:34

    Schon Scheiße, wenn man von Wissenschaft keine Ahnung hat und sich dann aber anmaßt, wissenschaftliche Erkenntnisse als religiösen Glauben darzustellen, Herr Tiedemann.
    Sie sind einfach nur inkompetent.

  26. #26 von Charlie am 14. Juni 2017 - 09:56

    @Patrick

    Alles braucht einen komplexen Schöpfer, außer der Schöpfer selbst. Finde den Fehler.

  27. #27 von ptie am 14. Juni 2017 - 10:37

    @mOebius
    Hast du dazu irgendwelche Zahlen?

  28. #28 von Patrick am 14. Juni 2017 - 11:16

    Charlie: „Alles braucht einen komplexen Schöpfer, außer der Schöpfer selbst. Finde den Fehler.“

    Wer hat von einem komplexen Schöpfer gesprochen? In der Philosophie gibt es eine sehr alte Sicht, gemäss welcher Gott ein einfaches Wesen ist. Näheres hierzu kann im folgenden Beitrag des Philosophen Edward Feser gelesen werden:

    http://edwardfeser.blogspot.com/2010/09/classical-theism.html

  29. #29 von Charlie am 14. Juni 2017 - 12:15

    @Patrick

    Gott muss schon sehr intelligent, komplex, vollkommen etc. sein, um ein Universum erschaffen zu können. Ein Einzeller wirds nicht gewesen sein.

  30. #30 von Deus Ex Machina am 14. Juni 2017 - 12:40

    „In der Philosophie gibt es eine sehr alte Sicht, gemäss welcher Gott ein einfaches Wesen ist. “

    –> Sehr alt? Muss dann wohl vorchristliche sein. Komisch, denn die christl. Theologen wollen uns doch immer weiß machen, dass wir ihren Gott überhaupt nicht erfassen könnten, dass er so unfassbar komplex sei, dass man bestenfalls nur einzelne Teile erahnen könne. Finde den Widerspruch!
    Patrick, du lieferst keine Gegenargumente, du gibst nur Widerworte und merkst dabei gar nicht, wie du deine eigene Ausgangsposition ad absurdum führst. Du bist wie ein Karnickel, das Haken schlagend nur noch hinter sich blickt, ob seine Verfolger noch an ihm dran hängen und dann volle Möhre mit dem Kopf gegen eine Mauer donnert. Du weißt nicht, wo du hin willst, nur wovon du weg willst. Und das ist keine gute Grundlage für den Kurs einer Diskussion.

  31. #31 von Deus Ex Machina am 14. Juni 2017 - 12:45

    Aber er würde wohl sogar noch leugnen, von seiner Mutter geboren worden zu sein, wenn es ihm in einer Diskussion dienlich wäre…

  32. #32 von holey spirit am 14. Juni 2017 - 13:33

    Patrick

    In der Philosophie gibt es eine sehr alte Sicht, gemäss welcher Gott ein einfaches Wesen ist.

    …zusammengesetzt aus einem Vaterwesen, einem Sohnwesen und einem ausgehauchtem Geisterwesen?
    Sehr einfach, gell?

    Charlie

    Ein Einzeller wirds nicht gewesen sein.

    Vielleicht eher ein komplexer, koloniebildender Dreizeller?

  33. #33 von drawingwarrior am 14. Juni 2017 - 14:22

    Wenn alles einen Anfang und einen Grund, eine Ursache hat, dann trifft das auch auf einen Gott zu, gleichgültig ob er ein unendlich komplexes oder unglaublich simples Wesen ist. Solche Götter haben demnach auch ein Ende.
    Da Götter Ideen sind, die sich jemand ausgedacht hat, stirbt dieser Gott wie jede andere Idee viele tausende Tode…im Clinch mit der Realität und wann immer ein Gläubiger abfällt oder stirbt.

  34. #34 von m0ebius am 14. Juni 2017 - 14:59

    @ptie:

    Ich erinerte mich dunkel an Zahlen für Deutschland, die ich nicht mehr wiederfinde. Diese weltweite Umfrage (auch zu anderen kontroversen philosophischen Fragen) unter Philosophen, in der US-Amerikaner noch stärker als Europäer überrepräsentiert sind, kommt zum Ergebnis 72,8%:

    https://philpapers.org/archive/BOUWDP