Bild veröffentlicht Antisemitismus-Doku die Arte nicht zeigen will

Die BILD-Zeitung hat die Dokumentation „Auserwählt und ausgegrenzt“ seit 0 Uhr für 24h auf ihrer Webseite veröffentlicht. Arte und der WDR weigerten sich zuvor die Dokumentation, die Judenhass insbesondere auch von Muslimen zeigt, auszustrahlen da der Film angeblich nicht ausgewogen genug sei.

bild.de/politik/inland/bild/zeigt-die-doku-die-arte-nicht-zeigen-will-52155394.bild.html

Direktdownload zum später schauen:
akvid2.bild.de/auserwaehlt/auserwaehlt-doku.mp4

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  1. #1 von ichglaubsnicht am 13. Juni 2017 - 01:31

    Keine fünf Minuten geschaut, das geht ja schon ‚gut‘ los:
    „Die christliche Kultur, die Mutter allen Judenhasses, jedes Kruzifix ein Zeugnis des christlichen Plots, für eine Hand voll Silberlinge haben die Juden den Messias verraten. „Die Juden haben den Herrn Jesus getötet … und sind allen Menschen Feind“ 1.Thessalonicher 2, 14-16″
    Und dann geht es direkt weiter zu Luther der „nach heutigen Maßstäben ein Hassprediger gegen die Juden“ genannt wird.

  2. #2 von Sam am 13. Juni 2017 - 07:39

    Und was hast Du damit für ein Problem? Das ist historisch völlig korrekt. Einfach mal ein Geschichtsbuch lesen.

  3. #3 von ichglaubsnicht am 13. Juni 2017 - 07:53

    @Sam
    Gar kein Problem, es erklärt nur ggf. warum Arte und WDR (mit den Kirchen im Rundfunkrat) das nicht senden wollen, weil die Verwicklung des Christentums und des Islams als Ursache für Antisemitismus, auch in Form von Christen (die ganzen Aufnahmen vom Kirchentag und den Hilfsorganisationen dort) und Muslimen heute noch, deutlich aufgezeigt wird.

  4. #4 von Deus Ex Machina am 13. Juni 2017 - 11:31

    Danke für den Hinweis. Nur, wie kommt die Bild an diese Doku? Ist die von einem Drittunternehmen produziert worden, das jetzt diesen Deal für 24 Std. mit der Bild hat, ohne Verträge mit dem WDR zu verletzen?

  5. #5 von Gerry am 13. Juni 2017 - 12:47

    Lustigerweise war gerade das Problem der Christen mit den Juden für mich einer der Schlüsselpunkt bei meinem „Abfall vom Glauben“.

    Liebe Christen,
    erstens Mal war euer Jesus – unter der Annahme er habe tatsächlich existiert – selbst Jude.
    Zweitens WÄRE EURE GESAMTE VERSCHISSENE RELIGION OHNE DIESEN JÜDISCHEN VERRÄTER (Judas) JA ÜBERHAUPT NICHT EXISTENT!
    UND ER HAT SOWIESO JA AUCH NUR DEN WILLEN EURES GOTTES ERFÜLLT!

    Wenn also gerade ihr Christen eine Historie an Judenfeindlichkeit- und verfolgung hinter euch habt, dann sagt das weit mehr über eure mangelnde Denkfähigkeit aus als über irgendwas was irgendwelche Juden taten, waren, tun oder sind!

  6. #6 von ptie am 13. Juni 2017 - 16:15

    @Gerry:
    Ich finde auch die Rolle des Judas höchst interessant, da ohne die „Mission“ des Jesus nicht erfüllt würde. Eine interessante Behandlung des Stoffes finde ich im Buch von Nikos Kazantzakis „Die letzte Versuchung“. Ich habe es noch nicht gelesen, fand aber die zugrunde liegende Idee sehr interessant.
    Naja, die katholische (und auch die orthodoxe?) Kirche haben es verurteilt 🙂
    Die christliche Herrscherschicht hat vermutlich kein Gefühl für die interessanten Seiten ihrer eigenen Religion 🙂

  7. #7 von Gerry am 13. Juni 2017 - 16:23

    @ ptie

    Sogar mit päpstlichem Qualitätssiegel 🙂

    Der Papst setzte den Roman 1954 auf den Index der verbotenen Bücher, wodurch Kazantzakis endgültig weltbekannt wurde.

  8. #8 von Charlie am 13. Juni 2017 - 18:12

    Ich muss wohl sehr blöd sein, dass ich die zionistische Weltherrschaft nicht sehe. Vielleicht bin ich auch von ihnen gekauft und merks nicht. Wie gesagt, bin ja saublöd.

  9. #9 von Charlie am 13. Juni 2017 - 18:37

    In der Doku kommen christliche Hilfsorganisation nicht gut weg, kein Wunder dass „geprüft“ werden muss.

  10. #10 von Wacke am 13. Juni 2017 - 19:26

    Nee, ganz so wie er denkt, ist es mit der „Prüfung“ eventuell dann doch nicht. Der WDR hat den Film intern abgenommen. Die hätten den Film von sich aus wohl gesendet, wenn die Erstausstrahlungsrechte bei ihnen liegen würden. Bei Arte in der großen Programmkonferenz in Strasbourg ist er nicht durch gekommen. Da kann man jetzt nur spekulieren, hat aber mit unseren typisch deutschen Rundfunkräten etc. eher weniger zu tun. Die haben in Frkr. eher selbst Schiss, auf die politische Debatte die da kommt. Und der WDR nimmt sich momentan billig raus und versteckt sich hinter die Rechtekette: Erst Arte, dann WDR.