TV-Tipp: Land ohne Glauben?

Heute um 22:45 im Ersten

Im Osten Deutschlands, auf dem Gebiet der früheren DDR, ist das Christentum ein verschwindendes Phänomen. Religionssoziologen sprechen gar von einer der „gottlosesten Regionen der Welt“. In Sachsen-Anhalt gehören 83 Prozent der Einwohner keiner christlichen Kirche mehr an, in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sind es jeweils knapp 80 Prozent. Und dass Religion und Kirche wichtig oder sehr wichtig für das eigene Leben sind, dem stimmen in Ostdeutschland gerade noch 10 Prozent der Bevölkerung zu.

weiterlesen:

http://www.daserste.de/programm/index.html#land-ohne-glauben-100

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  1. #1 von Charlie am 12. Juni 2017 - 10:18

    Werden diesmal die Atheisten den Großteil an Sendezeit füllen??

  2. #2 von Gerry am 12. Juni 2017 - 10:32

    @ Charlie

    Der späte Sendezeitpunkt würde ja dafür sprechen, aber irgendwie glaube ich bei den Staatskirchensendern da erst dran wenn’s so ist.

  3. #3 von drawingwarrior am 12. Juni 2017 - 15:35

    Einfach mal den ganzen Text lesen, dann weiß man aus welchem Blickwinkel der Bericht abgefasst ist.
    Tendenzielle Begriffe wie fehlendes religiöses Wissen oder der Ausfall der Religionen als Vermittler von Werten fehlen ebensowenig, wie die atmosphärische Bescheibung der religionslosen Landschaft als wüste Einöde, in der die Kirchen als Rettungsinseln aufauchen.
    Zum Kotzen…

  4. #4 von Deus Ex Machina am 12. Juni 2017 - 23:42

    Hab mal folgendes bei den Kommentaren auf der Sendungsseite gepostet, weil jemand da mal wieder was „gesellschaftl. Verrohung“ und einem „Mangel an relig. Werten“ schnarren musste:

    Oh, was muss das Mittelalter doch ein friedlicher Zeitraum gewesen sein, als die Kirchen noch das Sagen hatten, ihre Werte vermitteln konnten und selbst Könige und Kaiser vor dem Papst kuschten. Und Christen, Juden und Moslems sich in dem Armen lagen, im Wissen, dass sie doch alle dem gleichen Gott huldigen.
    Mal jetzt im Ernst: mein Opa hat immer gesagt, dass der Pfarrer im Sonntagsunterricht beim kleinsten Aufmucken am härtesten zugeschlagen habe. Für nichts trampelt der Mensch so schnell über seinen Nächsten hinweg, wie für den eigenen Gott, selbst wenn der – angeblich – ja so viel Liebe predigt.
    Unsere heutigen Werte sind gegen die Kirchen durchgesetzt worden: Demokratie – pah, eine Erfindung von Polytheisten! Gleichberechtigung von Mann und Frau…etc. Nicht mal der Name unseres Kontinents ist christentumkonform.

  5. #5 von Deus Ex Machina am 12. Juni 2017 - 23:48

    Bin mal gespannt, obs freigeschaltet wird.

  6. #6 von ichglaubsnicht am 13. Juni 2017 - 01:15

    Ich habe gerade einmal hineingeschaut, werde mir den Rest morgen noch in der Mediathek ansehen.
    Es wurde quasi alle zwei Minuten darauf hingewiesen, wie gewaltsam die Religionen doch seien (von den Kreuzrittern bis zum IS heute). Auch wenn das dann teilweise von den Vertretern der Religionen wieder relativiert wurde, ich vermute bei einem neutralen Zuschauen dürfte Religion = Gewalt hängen geblieben sein.
    Unter anderem kommt Michael Schmidt-Salomon vor, er konnte einige gute Punkte anbringen, etwa dass starre religiöse Werte in die Bronzezeit und nicht in die moderne Gesellschaft gehören. Vertreter der Religionen, wie etwa Petra Bahr für das Christentum, die mit etwas seichtem Geschwätz über Nächstenliebe auftrat, konnten zumindest keine Argumente liefern, weshalb ihre Religion unverzichtbar für das Zusammenleben oder gar wahr sein könnte. Der Rabbi der stellvertretend für das Judentum auftrat hat schön gegen Luther ausgeteilt und anschließend zu einem Holocaustüberlebenden geführt, der das Theodizee-Problem recht unmissverständlich anhand seiner Erfahrungen erklärte. Der Imam als Stellvertreter des Islams auftrat hat mir fast schon leid getan, wie er ständig versuchte sich mit seiner liberalen Version eines Kuschelislams vom islamistischem Terror abzuheben, ohne wirklich überzeugen zu können weshalb seine Variante auch geschichtlich und vom Koran her gesehen die Richtige ist und nicht nur insofern richtig ist, als dass sie eben besser zu Menschenrechten und einem freien Lebensstil passt.

  7. #7 von Willie am 13. Juni 2017 - 03:48

    Mediathek: http://ondemand.mdr.de/mp4dyn/8/FCMS-89935b23-451a-4be6-9fd4-52a50641fdfc-c7cca1d51b4b_89.mp4

    Einleitung: …, aber die Kirche verliert ihre Mitglieder. Wie steht es um den Glauben, hier im Osten Deutschlands

    1. Es wid nur von Kirche (Einzahl) gesprochen. Ok, man geht dabei von der Reformation aus, also dem was man heute gemeinhin als EKD versteht, aber später kommen dann noch eine freikirchliche Sekte und die Katholen zum Zuge..
    .2. Das unterstellt, dass es vorher, also auch zu DDR-Zeiten, mehr Mitglieder gegeben hätte. Mal schauen, ob das aufgelöst wird.

    Ja, um 4:00 Min geht man auf die Entwicklung ein. Interessant dabei ist mMn, dass man den Rückgang bis 1989 auf 70% Konfessionslose dem ideologischen Kampf des SED-Regimes anlastet, was ja durchaus zutreffend ist, wenn auch überwiegend dadurch, dass man der Religion keine offizielle Búhe mehr bot. Was wieder etwas verwunderlich bei dem Christentum ist, da es sich doch damit rúhmt auch gegen den Herrscherwillen (Christenverfolgung) von der Richtigkeit ihrer Gottesvorstellung überzeugt zu haben und daher bis heute überlebte. Aber, den weiteren Anstieg bis 2011 auf 80% Konfessionslose wird nicht ideologisch eingeordnet und das, obwohl doch Christen in die neuen Länder strömten. (Anm. Wie alt ist diese Doku, wenn sie die letzten 5 Jahre einfach ausläßt? Antwort aus dem Abspann: von 2017/mdr).

    05:20 Dafür haben Wissenschaftler einen Namen: Traditionabbruch. Man wächst nicht damit auf, also vermisst man es auch nicht

    Eben, Religion und Religionsausübung ist nur Tradition, da ist kein Gott, der etwas einfordert oder fördert.

    05:14 Gerd Pickel erforscht an der Uni Leipzig das Verhältnis von Religion und Gesellschaft und erkärt seinen Theologiestudenten

    Worum geht es kurz gefasst? Ohne Religionserfahrung weiß man nicht was die Gläubigen tun. Da frage ich: Muss man das wissen? Ich weiß bei so vielem nicht was „die“ da tun, aber bei realen Dingen sind zumindest deren Wisschenschaftler in der Lage die Basis, das Ergebnisse, sei es Erfolg oder Misserfolg, und letztendlich die Nützlichkeit zu erklären.

    08:18 Osterfeuer: Sie gehörten früher zum christlichen Gottesdients am Ostermorgen. Heute sind die Osterfeuer zu einer Art Voksfest geworden

    Und diese Osterfeiern waren keine Art Volksfest?

    10:00 ff statistische Zahlenwerte. 10:17 Und schließlich der Gottesdienstbesuch. 12% der Ostdeutschen gehen einmal im Monat zum Gottesdienst, im Westen machen das in etwa dopelt soviele.

    Hier erkennt man mMn die Wortspielerei bei der Satzkonstruktion. Gottesdienst wird monatlich berechnet und nicht mehr, wie es doch sein sollte ;-), wöchentlich. So ganz neutral betrachtet erscheint mir das nicht,

    12:09 Neue Gemeindemitglieder zu gewinnen ist schwierig. Esther Faus (Pfarrerin) versucht es über die Arbeit mit Kindern und Familien

    Das alte Modell, nach wie vor. Intensivierte Kinderindoktrination soll die Rettung sein.

    12:22 Dabei könnte die Kirche gerade auf den Dórfern das Leben bereichern

    Als Antwort kommt dann:

    Die Bürgersteige sind meistens hochgeklappt … Das kann Kirche kitten, dadurch dass Kirchen meistens die einzige Tür ist und das einzige Gebäude, das noch offen ist. Also ab und zu mal aufgeschlossen wird …¨

    Wenn Kirche nur noch ein Sozialverein ist, dann sollen die sich als solchen doch aufstellen, aber das tut man ja nicht. Im Gegenteil, man fast immer mehr Gemeinden zusammen und, ganz wichtig, erklárt nicht, warum es dazu dieser Gottsrituale bedarf.

    14:27 Situationen wie diese erlebt Sie [Anja, Jounalistin und Atheistin] immer wieder. Das irgendjemand ihr, der Ungläubigen, die fremde Welt der Religionen, des Glaubens und der Kirche erklärt

    Zum einen geht es hier um die Herrnhuter Brüdergemeinde, einer Freikirche, die muss man auch einem Lutheraner, Reformierten, Unierten bis hin zu den katholischen Gruppierungen erklären. Zum anderen wird hier wieder Kirche im Singular genutzt, so als wenn alle Christen einer Kirche angehöŕen würden und es keine Unterschiede bei Dogmen, Ansichen und Ritualen gäbe.

    15:13 Bei diesem Thema bewegt sie sich wie eine Ethnologin auf unbekanntem Gelände

    😆 Machen wir das nicht irgendwie alle, wenn wir in ein anderes Bundesland, ein anderes Dorf, in ein anderes Land gehen – und sei es nur zeitweilig? Ok, nicht alle sind Journalisten die über das Thema schreiben, da erwartet man ja Quellenstudium und Checks.

    16:10 …eine katholische Schule, das Nobertus-Gymnasium. … 40% der Schüler sind nicht getauft und Religionsunterricht ist freiwillig

    Das (die Freiwilligkeit) ist doch an alle Schulen in jedem Bundesland so, sofern sie mit Staatsgeldern versorgt werden. Nur die meisten der Bürger nehmen dies nicht wahr, sei es mental oder eben indem man die Kinder, ab 14 der jugendliche selbst, von diesem Schulfachangebot abmeldet. Hier wäre ein Verweis auf diese Freistellung angemessen gewesen.

    16:53 Ähnlich wie bei den Schülern verhält es sich auch bei den Lehrern. Längst nicht alle die hier unterichten sind katholisch oder evangelisch

    Das ist erwähnenswert, allerdings mit dem Zusatz, dass man dies gerne anders hátte und im Westen auch versucht durchzusetzen. Hier kann man wohl sagen: Glück der späten Geburt 😉

    18:12 Die 25 Schúler die an diesem Samstagmorgen in der Schule proben … sind alle freiwillig hier. Sie bereiten ihre Lebenwendefeier vor. Lebenswendefeier ein Angebot was wohl nur unter den besonderen Vehältnissen Ostdeutschlands enstehen konnte. Eine Feier jenseits von Konfirmation und Jugendweihe.

    Warum sollte eine katholische Lehrerin aus dem Bistum Trier auch an einer katholischen Schule die Konfirmanden auf die Konfirmation hin unterrichten bzw. darauf vorbereiten – und wie, wenn man die Evangelen noch nicht einmal als Kirche anerkennt?

    18:43 (Lehrerin) Manche Familien wollen auch die Jugendweihe nicht mehr machen. Sie wollen halt ihre Kinder irgendwie anders ins Erwachsenenleben entlassen und mit nem Alternativrogramm. Und die wissen natúrlich auch worauf sie bei uns zählen können.

    Ja, klar, auf eine katholische bzw. christlich konnotierte Feier kann man zählen. Es wird zwar erst drumherumgeredet um diesen neuen Namen, so als wenn es eine Alternative sei, aber letztendlich sagt sie (Lehrerin) es dann doch:

    19:09 Es ist einfach ein schöner Rahmen. Also wir find es findet [Versprecher original] ja auch nachher im religiösen Umfeld statt. wir feiern nacher ja in der St. Petrykirche … Also eine Feier im Gotteshaus die eigentlich areligiös ist aber mit religiöen Elemenen

    Kurz: Man hat einen neuen Namen gefunden, welches Beides, Jugendfeier und Firmung, miteinander verbinden soll, damit die Eltern sich gut fúhlen können.

    Die anschließenden Fragestellungen die sich die Jugendichen stellen (sollen) sind dann auch die der Jugendweihe, nur das man diese hier mit „religiösen Elementen“ (ich vermute neben Religionslehrerin auch Pfarrer und bisshem christlichen Gelaber – evtl. auch ein paar Lieder-) verunstaltet werden. Des Kaisers neue Kleider kleiden nicht, der Kaiser bleibt weiterhin nackt.

    20:58 (Schülerin) * Wir haben uns noch die Zehn Gebote durchgelesen, Ja, ham wir. …*

    Und, nichts aufgefallen von wegen Religionsfreiheit nicht gestattet, Sippenhaft bis in die Enkel-/Urenkelngeneration, Minderwertigkeit der Frauen, Sklaventum …?

    21:50 *Bemerkenswert, Werte die die Meisten mit Kirche in Verbindung bringen sind den Jugendlichen in Ost und West gleichermaßen wichtig. Dass z.B. Menschen gerecht behandelt werden müssen… *

    Eben, weil man sie mit den Kirchen in Verbindung bringt, aber nicht unbedingt etwas mit den Kirchen, also den religiösen Vorgaben, zu tun haben. Siehe dazu die oben angebrachten „Zehn Gebote“, aber auch „Die Legende von der christlichen Moral“ von Andreas Edmüller

    Dann wird die religiöse areligiöse Lebenswendefeier in einer christliche Kirche nochmals hochleben lassen.

    24:28 Was geschieht in einer Stadt wie Leuna mit den Kirchen? (Bürgermeisterin) Ich glaube in Holland hat das mal angefangen, dass man Kirchen ganz anders genutzt hat.

    Anmerkung mit 😉 : Nein, angefangen hat das im muslimisch-christlichen Disput, wo man, je nach Machtverhältnisse mal eine Moschee und umgekehrt draus gemacht hat. Auch die Sovietunion, mir pers. aber auch aus Ex-Jugoslawien bekannt, hatte da schon andere Verwendungszwecke. Das hat aber weniger mit Religion kennen (s.o) zu tun als mit geschichtlichem WIssen Frau Bürgermeisterin.

    Interessant hier ist mMn, dass man die Kirchen als traditionelle Gebäude erhalten will, so wie die Dorfkneipe, die, lt. Pfarrerin Fuss -s.o. 12:09- anbrachte aber auch anschließend hier(26:00), ja schon lange nicht mehr existieren. Beispiele für Kirchennutzung sind Orgelsommer oder Kaffee in der Kirche ohne Beten -oder nur der der will-, aber auch als Touristenmagnet und Lesenächte für Kindergartenkinder …

    Um 30:00 Min. geht man dann auf ehrenamtliche Tätigkeiten ein, bringt auch eine Statistik, so als wenn es diese nicht ohne Kirchen(gebäude) gäbe. (Anm.: Die ganzen vorherigen Handlungen rund um Kirche als Zentrum vom Dorf haben nichts mit Religion und Glauben zu tun – auch wenn die Pfarrerin da mitmischt, daher Kirchen(gebäude).) Dass diese ehrenamlichen Tätigkeiten mit einer einigermaßen funktionierenden Sozialumgebung einhergeht streite mW keiner ab – und Kirchengemeinden kónnen diese Bindung darstellen. Die genannten Zahlen, hier Gläubige haben mehr Ehrenämter, sagen so einfach dahingestellt nichts aus. Zum einen wird jeder Gebet-/Gesangsbuchverteiler, Türaufschließer der Kirchen und Kirchhofkehrer bis hin zur Kuchenspenderin fúr Kirchenfeste als Ehrenamt gewertet, zum anderen gibt es auch „strukturelle Bremsen“ im weltlichen Ehrenamt. Eine freiwillige Ortsfeuerwehr, eine DRK-Grupper etc. sind nicht unkontrolliert zugänglich so wie im religiösen Bereich, da schon alleine Höchstgrenzen beim freiwilligen Personalbestand dort Grenzen setzen, Bei FFW od. DRK aber auch THW spielt die Kommune bzw. die Politik eine Rolle, a) wegen der Ausstattug mit öffentlich gezahltem Handwerkszeug und b) auch aus versicherungstechnishen Gründen.

    Schluss, 43:00 Der überlieferte Glaube ist Ostdeutschland zu großen Teilen abhanden gekommen. Das bedeutet Verlust, aber auch Freiraum fúr neue Ideen und Partnerschaften.

    Kurz: Alte Zöpfe abschneiden bringt Neues hervor und kann „uns“ weiterbringen. Ob es dazu einer Partnerschaft mit Gottesanbetern bedarf, die dies nur aus alter Tradition heraus tun ist fragwürdig

    Mein pers. Fazit: Man wirft munter Kirche als Gebäude, Kirche als Religions- aber auch Sozialraum munter durcheinander. Um den Glauben, um irgendwas Göttliches ging es nicht – wie auch, wenn selbst die eingebauten PfarrerInnen nichts dazu zu sagen haben.

    Und noch eine pers. Frage: Kann es sein, dass die Evangelen immer mehr in weibliche Hand gerät, also Pfarrerinnen? Das Studium scheint einfach zu bewältigen zu sein und ein festes Auskommen ist ja garantiert in D.

  8. #8 von Willie am 13. Juni 2017 - 03:52

    @#6 von ichglaubsnicht

    Hab ich jetzt die falsche Dokumentation gesehen oder Du? Meine Dok hatte keinen MSS dafür aber Horst Groschopp.

  9. #9 von ichglaubsnicht am 13. Juni 2017 - 04:35

    @Willie
    Ups sorry, das worauf ich mich bezog lief direkt im Anschluss um 23:30 und hieß dann
    „Was glaubt Deutschland? (1): Die Gewalt, der Frieden und die Religionen“
    Hatte das als einen mehr oder weniger zusammengehörenden Block wahrgenommen.

  10. #10 von awmrkl am 13. Juni 2017 - 05:29

    Deus Ex Machina

    Nö, hab Deinen Kommentar nirgendwo gesehen …

  11. #11 von Deus Ex Machina am 13. Juni 2017 - 08:12

    @ awmrkl:

    Naja, bei den angegebenen 24 Std. Freischaltfrist haben die ja noch den Großteil des Tages Zeit.

  12. #12 von Deus Ex Machina am 13. Juni 2017 - 08:38

    „24:28 Was geschieht in einer Stadt wie Leuna mit den Kirchen? (Bürgermeisterin) Ich glaube in Holland hat das mal angefangen, dass man Kirchen ganz anders genutzt hat.“

    –> Da waren ironischerweise die Christen selbst doch schon viel früher mit dabei: das Pantheon in Rom. Man sollte nciht darüber heulen, was Teil der eigenen Geschichte ist.
    Es liegt doch in der Natur des Menschen allgemein, bestehende Strukturen nach eigenen Bedürfnissen auf neue Art weiter zu nutzen. Warum also der Terz deswegen?

  13. #13 von Elvenpath am 13. Juni 2017 - 11:05

    Man muss bedenken, dass die öffentlich-rechtlichen auch den Auftrag haben, den Frieden in der Gesellschaft zu wahren.
    Dementsprechend war viel Friede-Freude-Eierkuchen dabei. Kaum Kritik an den Religionen. Sie würden ja nur falsch ausgelegt, missbraucht und überhaupt „das Problem ist ja eigentlich der Mensch“. Dementsprechend ging es in einem Großteil der Sendung um die das soziale Engagement von Kirchen und Gläubigen.
    Positive Aspekte: Im Zusammenhang mit dem Atheismus wurde nicht auf den Kommunismus, oder gar Hitler hingewiesen.
    Auch, dass Schmidt-Salomon zu Wort kam, ist als Pluspunkt zu verbuchen.

    Aber ein Satz des Rabbis klingelte mir echt in den Ohren: Alle sollten doch bitte aufhören zu missionieren. Dann wäre alles gut. Ich hätte mir so sehr gewünscht, dass der Interviewer ihn fragt: Missionieren die Religiösen denn nicht ihre Kinder?
    Interessant war die Information, dass Salafisten und andere radikale Muslime speziell versuchen, Straftäter zu radikalisieren. Das erklärt, warum bei den meisten Anschlägen die Täter bekannte Straftäter sind.

  14. #14 von user unknown am 13. Juni 2017 - 12:12

    Zum einen geht es hier um die Herrnhuter Brüdergemeinde,

    Das sind doch die, die vor 1-2 Wochen im Raum Stuttgart mit einer Gemeinde aufgefallen sind, die vielleicht Heimkinder als Sexsklaven verliehen oder vermietet haben! Oder habe ich das falsch in Erinnerung?

    Das ging auch so rapp-zapp unter, einen Tag in den Medien und weg war es.

  15. #15 von Elvenpath am 13. Juni 2017 - 12:17

    Die Macher der Sendung waren übrigens mutig genug, ein Ohr und ein Teil des Kopfes von Mohammed, beides schwarz stilisiert, zu zeigen.

  16. #16 von Deus Ex Machina am 13. Juni 2017 - 20:21

    Kleines Update: Jepp, Kommentar ist auf der Sendungsseite ist freigeschaltet.