Eklat: Saudische Fußballspieler ignorieren Schweigeminute

Das saudi-arabische Nationalteam ignorierte in der WM-Qualifikation eine Schweigeminute für die Londoner Terroropfer. Funktionäre entschuldigen sich – und liefern eine merkwürdige Begründung.

(…)

Der „Sydney Morning Herald“ zitierte den australischen Fußball-Verband (FFA) nach dem Spiel, die saudi-arabischen Spieler hätten sich zwar bereit erklärt, der Toten zu gedenken, aber in ihrer eigenen Art und Weise. Eine klassische Schweigeminute stehe „nicht im Einklang mit ihrer Kultur“, hätten Teamoffizielle der FFA mitgeteilt.

weiterlesen:

[http://www.spiegel.de/sport/fussball/nach-schweigeminuten-eklat-saudi-arabiens-verband-entschuldigt-sich-a-1151334.html

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  1. #1 von user unknown am 9. Juni 2017 - 14:29

    Erinnert mich an die Schweigeminute mit de Maiziere auf dem Kirchentag.

    Das ist ein Missbrauch des Fußballs durch die Politik, ein autoritäres Arschlochtum. Man zwingt jemanden sich öffentlich zu einer politischen Frage zu verhalten. Müsste man so eine Minute nicht vorab aushandeln, ob man sie abhalten will?

    Spieler, Fernsehzuschauer, Publikum – alle werden vereinnahmt um irgendeinen Bohei zu veranstalten. Wenn jetzt der australische Fußballpräsident umgekommen wäre oder ein aktiver Nationalspieler.

    Die angebliche Botschaft ist, „Die armen Opfer! Wir guten Menschen verurteilen Terror.“ Die wahre Botschaft ist aber: „Kaum etwas ist so wichtig, dass wir Schweigeminuten im Fußball für außerfußballerische Belange einlegen. Terrorismus steht so weit oben auf unserer Prioritätenliste, dass wir eine Ausnahme machen.“ Tote im Straßenverkehr durch Rasen, Alkohol, Handy am Steuer, die auch nicht unvermeidlich sind – dafür würde sowas nicht veranstaltet, dabei sind es zigmal so viele Opfer.

    Die Verweigerung der Saudis hat sicher andere Motive im Vordergrund, aber ohne die Berücksichtigung der Prioritätenfrage, dem verordneten Strammstehen vor der Belebung des Nationalismus auf den Leichen des Terrors sollte das nicht diskutiert werden.

  2. #2 von uwe hauptschueler am 9. Juni 2017 - 14:38

    Statt die Ursache von Terror, den Islam, den es angeblich nicht einmal gibt, beim Namen zu nennen und zu bekämpfen, gibt es Schweigeminuten. Es ist zum Weinen.

  3. #3 von Unechter Pole am 9. Juni 2017 - 16:14

    @uh
    Na gut, das radikal islamische Königreich Saudi Arabien hat sich ja vor diesem Spiel ausdrücklich zur Terrorunterstützung bekannt.

  4. #4 von oheinfussel am 9. Juni 2017 - 17:36

    Ich frage mich, wie die Saudis reagiert hätten, wäre es anders herum gewesen und die andere Mannschaft hätte sich in einer solchen Situation so benommen