Österreich: Nur 18 Neupriester geweiht

18 neue römisch-katholische Priester werden heuer in Österreich rund um das Apostelfest „Peter und Paul“ am 29. Juni geweiht werden. Die Zahl der Priesterweihen dürfte damit einen neuen Tiefstand erreichen.

weiterlesen:

[http://religion.orf.at/stories/2847931/

Advertisements
  1. #1 von Gerry am 8. Juni 2017 - 15:58

    In meiner Katholiken-Statistik hatte ich die Zahl der Neupriester noch gar nicht drin.
    Danke für den Hinweis 🙂

    In DE ist die Zahl der Neupriester übrigens von 99 (2009) auf 58 (2015) gesunken. Der Trend ist sehr deutlich und ziemlich linear, nur mit einer einzigen deutlichen Unterbrechung in 2013.

    In Österreich braucht’s damit 290.000 Katholiken um einen neuen Pfarrer hervorzubringen. In DE braucht’s dafür schon 410.000 Schäfchen.

  2. #2 von Charlie am 8. Juni 2017 - 16:12

    Der Boom ist vorbei. Wer mit dem Christentum geht, wird mit ihm untergehen.

  3. #3 von Willie am 8. Juni 2017 - 19:44

    und wie in den Vorjahren kommt nur ein Teil aus Österreich. Elf der Anwärter sind hierzulande geboren, die anderen stammen aus Deutschland, Polen, Indien und Vietnam.

    Und noch nichtmal alle Neurpriester sind Ösis. 😉

    Bin mal gespannt, wann die DBK diese Priesterabwanderung mit bei ihrem Priesterangel thematisiert.

  4. #4 von Noch ein Fragender am 8. Juni 2017 - 23:43

    Göttliche Arbeitsverdichtung, deshalb heuer nur 18 Berufungen.

  5. #5 von awmrkl am 9. Juni 2017 - 01:55

    „Österreich: Nur 18 Neupriester“
    „In DE ist die Zahl der Neupriester übrigens von 99 (2009) auf 58 (2015) gesunken“

    Erfreulicher Trend.
    Aber noch viel zu viele, die sich ihr Leben endgültig versauen wollen.
    Und anderen Menschen ihren Hirnwurm weitergeben müssen.
    Vampire?

  6. #6 von schiffmo am 9. Juni 2017 - 10:03

    @charlie: Dem ersten Satz hoffe ich, uneingeschränkt zuzustimmen. Allerdings möchte ich dem zweiten widersprechen: Natürlich ist es ein schwerer Schlag für die Menschen, die ihre lokale Gemeinde erhalten wollten, wenn sie zusehen müssen, dass sie untergeht (und der Pfarrverband/die Großpfarrei, zu der die Reste dazukommen, einige Zeit später ebenfalls). Doch sie gehen eben nicht mit der Gemeinde unter, sondern sind immer noch da.
    Ich unterscheide da zwischen der Organisation und den Menschen.
    Apropos: Wo bleibt denn die Statistik der DBK? Ich hätte sie zu gern gelesen.

  7. #7 von Gerry am 9. Juni 2017 - 11:36

    @ schiffmo

    Die Statistik der DBK wird üblicherweise im Juni veröffentlicht, wenn ich mich richtig erinnere.

    In irgendeinem Artikel der letzten Tage einer kirchlichen Webseite stand was von 80 Neupriestern im Jahr 2016.

    Das halte ich aber für einen Ausreißer wie 2013 als es 98 Neupriester gab. Die Zahl der Seminaristen fällt von Jahr zu Jahr von 842 (2009) auf 573 (2015). Und sinkende Zahlen bei den Seminaristen ziehen zwangsläufig sinkende Zahlen an Neupriestern nach sich.

    Dass sich bei den Neupriestern dann so schwankende Zahlen ergeben liegt daran dass der Ablauf vom Eintritt ins Priesterseminar bis zur Priesterweihe vom zeitlichen Ablauf her nicht so strikt vorgegeben ist wie beispielsweise bei einer Ausbildung in der Industrie.
    Kombiniert mit der geringen Anzahl kann das dann schon zu sehr deutlichen Schwankungen führen.

    Natürlich verzerren auch ausländische Neupriester die Zahlen wenn die nur eine sehr kurze Zeit oder überhaupt nicht in hiesigen Priesterseminaren verbringen, aber hierzulande zum Priester geweiht werden.

  8. #8 von Gerry am 9. Juni 2017 - 11:46

    Fun fact am Rande:

    In einem Spiegel-Artikel von 1969 las ich dass es damals noch 90.000 Nonnen in Deutschland gab.
    Und wir reden hier ja nur von „West-Deutschland“, mit einer Bevölkerung von damals 61 Mio. gegenüber den 82 Mio. von heute!

    Zum Jahresende 2016 waren es noch 16.000 Nonnen, davon 14.000 älter als 65 Jahre…