Peter Hahne: „…als gäbe es Gott nicht“

Das betreffe nicht nur kirchenferne Menschen: „Man kann das auch ganz fromm machen: Man geht in Jungschar, Jugendkreis und Gottesdienst, und trotzdem plant man sein Leben, als gäbe es Gott nicht.“

Die Bibel als „Bedienungsanleitung für unser Leben“ sei jedoch unverzichtbar. Als Beispiel nannte Hahne die zehn Gebote: „In zehn Sätzen steht da alles, was man zum Leben und zum Sterben braucht.“

weiterlesen:

[https://www.evangelisch.de/inhalte/144201/05-06-2017/peter-hahne-gesellschaft-hat-keinen-platz-mehr-fuer-gott

 

Advertisements
  1. #1 von Charlie am 6. Juni 2017 - 10:38

    Die Bibel als „Bedienungsanleitung für unser Leben“ sei jedoch unverzichtbar. Als Beispiel nannte Hahne die zehn Gebote: „In zehn Sätzen steht da alles, was man zum Leben und zum Sterben braucht.“

    Als Nomadenvolk in der Wüste vielleicht.

  2. #2 von Elvenpath am 6. Juni 2017 - 10:52

    @Charlie:

    Als Nomadenvolk in der Wüste vor 3000 Jahren vielleicht. 😉

  3. #3 von Gerry am 6. Juni 2017 - 10:53

    Die Bibel als „Bedienungsanleitung für unser Leben“

    Merkt euch das! Wenn eure Söhne nicht das tun was ihr wollt, dann führt sie vor die Stadt und steinigt sie!

    Und denkt an die Vögel am Himmel und die Blumen auf dem Feld, die kümmern sich einen Scheiß um die Zukunft. Also kümmert auch ihr euch nicht um die Zukunft!

    Und ruht gefälligst am siebten Tag! Nicht aufstehen, keine Gottesdienste, keine Kranken pflegen, keine Notarzteinsätze und wenn eure Kühe gemolken werden wollen, dann braucht ihr das auch nicht zu tun. Da wird sich schon Gott drum kümmern, ansonsten krepieren die halt, ist Gottes Plan!

  4. #4 von Deus Ex Machina am 6. Juni 2017 - 10:54

    Ob Hahne die Gebote überhaupt aufzählen kann? Als ich sie mir ansah, kam da nur sehr wenig sinnvolles.

  5. #5 von Gerry am 6. Juni 2017 - 11:06

    @ Charlie, Elvenpath

    Hat man als Nomadenvolk in der Wüste den Luxus, sich lächerliche Nahrungseinschränkungen leisten zu können?

    Oder ist diese Wüste auch wieder nur eine Allegorie für eine „geistliche“ Wüste und in Wahrheit ging’s da nie um ne geographische Wüste mit entsprechend knappem Wasser- und Nahrungsangebot?

  6. #6 von Rene am 6. Juni 2017 - 11:31

    Nun seid mal nicht so. Für die „Pfingsttagung des Christlichen Vereins Junger Menschen (CVJM) in Bobengrün im bayerischen Landkreis Hof“ passt das schon. Hoffentlich hat Hahne der Jungschar Kastanien und Zahnstocher zum spielen mitgebracht.

  7. #7 von paul0f am 6. Juni 2017 - 11:40

    Als Beispiel nannte Hahne die zehn Gebote: „In zehn Sätzen steht da alles, was man zum Leben und zum Sterben braucht.“<

    *lach .. Ich brauch die 10 Gebote weder zum Leben und schon gar nicht zum sterben.

    Zudem .. was sollen die ersen drei Gebote regeln, ausser das Verhältnis zwischen Menschen und deren imaginärer Freunde?
    Das ist m.E. nichts was der Mensch zum leben/sterben benötigt.

  8. #8 von Charlie am 6. Juni 2017 - 11:43

    @Gerry

    Doch, ich habe die geographische Wüste gemeint. Welche Nahrungseinschränkungen sind in den 10 Geboten zu finden?

  9. #9 von Gerry am 6. Juni 2017 - 11:52

    @ Charlie #8

    Ich bezog mich da auf „Bibel als Gebrauchsanleitung“, nicht auf das Beispiel mit den 10 Geboten.

    Mit der Wüste bezog ich mich auf die diversen Wüstenerwähnungen in der Bibel, bei denen ich Nahrungstabus angesichts des sowieso spärlichen Nahrungsangebotes nicht nachvollziehen kann. Da stellt sich mir schon länger die Frage ob die erwähnten Wüsten tatsächlich auch als geographische Wüsten gemeint sind, oder das vielleicht nur einer der vielen Übersetzungsfehler ist.

    Es könnte auch sein dass die Nahrungstabus zeitlich erst nach den diversen Wüstenaufenthalten aufkommen, das nachzuschauen bin ich aber gerade echt zu faul.

  10. #10 von F. M. am 6. Juni 2017 - 12:27

    Aber Hahne ist der erste, der nach Religionsfreiheit plärrt, wenn er glaubt in seinem Kreuzzug gegen alles Unchristliche behindert zu werden.
    Er hat wohl die zehn Gebote nicht so ganz richtig verstanden.

  11. #11 von stephancologne am 6. Juni 2017 - 12:36

    Das kriegen Bonobos ganz ohne 10 Gebote hin.
    Ich übrigens auch.

  12. #12 von user unknown am 6. Juni 2017 - 12:40

    Der Versuch, religiöse Praktiken auf einen praktischen Nutzen zurückzuführen, der den religiösen Menschen verborgen war, kann zwar bei jeder Vorschrift unternommen werden, sollte aber nicht dogmatisch geführt werden. Oft gibt es keinen trivialen Nutzen auf der Ebene praktischer Vorteile.

    Man schaue sich die ganzen Wasserbelebungsapparate an, die heute verkauft werden, Granderwasser usw. Die haben keinen praktischen Nutzen.

    Der Nutzen liegt oft auf einer psychologischen Ebene und die konkrete Vorschrift ist reichlich willkürlich.

    Ein bemerkenswertes Indiz sind immer Bündel an praktischen Vorteilen, die es den Verteidigern der Tradition erlauben bei Bedarf von einem zum anderen zu hüpfen. Die Pflanzen gedeihen besser, der Tee schmeckt besser, es ist gesünder für die Niere, im Swimmingpool wachsen keine Algen mehr, … .

    Oder Beschneidungsdebatte: Schutz vor Phymose, Penishygiene, Schutz vor Geschlechtskrankheiten, schützt Frauen vor HPV, …

    Wenn ein praktischer Nutzen besteht, wie oft findet man dann religiöse Vorschriften? Gibt es eine Religion die sagt, dass man mit einer brennenden Kerze nicht in den Heuschober gehen darf? Gut – da ist die Kausalität offenbar. Seit wann wäscht man sich vor dem Essen eigentlich die Hände? Erst seit der Entdeckung von Bakterien? Ich weiß es nicht. Aber wo sind die Regeln, die praktischen Nutzen hatten und auf Beobachtungen von Korrelationen zurückgehen könnten, für die man keine Kausalität gefunden hatte?

  13. #13 von oheinfussel am 6. Juni 2017 - 14:15

    Die 10 Gebote listen übrigens die Ehefrau als Besitz auf – unterstützt er diese Ansicht auch?
    Findet er auch, dass Kinder ihre Eltern ehren müssen?! Egal, was das für Exemplare sind?
    Was ist mit Diebstahl in Notsituationen?

  14. #14 von stephancologne am 6. Juni 2017 - 14:54

    Wie haben die das auf dem amerikanischen Kontinent ohne 10. Gebote geschafft, von dem die Bibel bis 1492 keinen blassen Schimmer hatte?

    Chinesische Kulturen haben ohne 10 Gebote schon Bier gebraut, da war JHWE noch ein feuchter Traum Abrahams.

    Btw….Was die christlichen Botschafter der 10. Gebote nach ihrer Ankunft auf dem amerikanischen Kontinent verbrochen haben, sollte bekannt sein.
    Von Nächstenliebe war auf jeden Fall nicht viel zu sehen.

  15. #15 von parksuender am 6. Juni 2017 - 15:58

    @oheinfussel
    „Die 10 Gebote listen übrigens die Ehefrau als Besitz auf – unterstützt er diese Ansicht auch?“

    So würden gegenwärtig „so viele Kinder im Mutterbauch getötet wir noch nie zuvor, und kaum einer wehrt sich“

    Zumindest was deren Bauch betrifft.

  16. #16 von drawingwarrior am 6. Juni 2017 - 16:39

    „So würden gegenwärtig „so viele Kinder im Mutterbauch getötet wir noch nie zuvor, und kaum einer wehrt sich“

    In Deutschland haben sich 2015 etwas weniger Frauen für eine Abtreibung entschieden als im Vorjahr. Es seien rund 99.200 Schwangerschaftsabbrüche gemeldet worden, 0,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, berichtete das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Damit setze sich ein jahrelanger Trend fort – seit 2004 gehe die Zahl kontinuierlich zurück, erläuterte ein Sprecher. Zum Vergleich: Den Höchststand gab es 2001 mit rund 135.000 gemeldeten Abtreibungen. Die Statistik wird seit 1996 geführt.
    (Artikel in Spiegel Online Mittwoch, 09.03.2016)

    Realität Herr Hahne, einfach mal versuchen, tut überhaupt nicht weh.

  17. #17 von user unknown am 6. Juni 2017 - 17:57

    Getötet werden natürlich keine Kinder, sondern Föten. Für Christen nicht von Belang, da sich die für Körper nicht interessieren, sondern nur für Seelen.

    Müssen sie eben die pränatale Bauchtaufe erfinden, dann ist es ihnen wieder wurscht – Hauptsache das Seelchen lässt sich als ihres verbuchen.

  18. #18 von oheinfussel am 6. Juni 2017 - 18:06

    So würden gegenwärtig „so viele Kinder im Mutterbauch getötet wir noch nie zuvor, und kaum einer wehrt sich“

    Na ja, wer Millimeter große Embyronen mit Kindern gleichsetzt, für den ist ein Backstein auch schon ein fertiges Gebäude. Und ehrlich gesagt, weiß ich nicht, was sich hier echauffiert wird – jahrhundertelang hatte die Kirche keine/kaum Probleme damit, dass Frauen abgetrieben haben – aber jetzt spielen sie sich als die großen Helden auf. Und zum Mittag gibt´s dann lecker Steak, gell?

    @uu

    Fötus wird der Embryo erst ab dem 3. Monat genannt – und da Abtreibung in der Regel vor der 12. Woche gemacht werden, sind es natürlich Embryonen, die abgetrieben werden. (besserwiss)

  19. #19 von user unknown am 7. Juni 2017 - 03:20

    Embryonen, Embryonen, Embryonen – Embryo sagt man aber auch nach dem 3. Monat noch?

    Mal hoffen, dass ich es mir merke und bitte weiter um besserwiss – lieber blamier ich mich hier als woanders. 🙂

  20. #20 von Christian Mai am 7. Juni 2017 - 05:12

    https://de.wikipedia.org/wiki/Embryo (bis 9. Woche Embryo, dann Fötus)

  21. #21 von Predator am 7. Juni 2017 - 15:41

    Die Zehn Gebote sind also ein Leitfaden fürs Leben… okay, ich nehme mir mal die EDK-Zehn-Gebote vor:

    Gebot 01: Nein, du bist nicht mein Gott, du die Ausgeburt des Gehirns eines Menschen! Aber ja, ich habe keine anderen Götter. Aber eben auch „dich“ nicht, also den Gott, der verlangt, dass ich keine anderen neben ihm habe. Ergo: BLÖDSINN

    Gebot 02: Gegen die Meinungsfreiheit. Ich möchte ein Hirngespinst Huhu so viel beleidigen können, wie ich will. Ergo: BLÖDSINN

    Gebot 03: Eingriff in meine Privatsphäre. Es ist mir doch überlassen, was ich an dem Tag mache, solange ich andere Menschen nicht störe dabei. Ergo: BLÖDSINN

    Gebot 04: Eigentlich nicht verkehrt. Aber was, wenn sie mich zu strafbaren Handlungen zwingen oder strafbare Handlungen an mir begehen? Oder auch allgemeiner ausgedrückt: Was ist, wenn sie mich permanent quälen und misshandeln? Dann soll ich sie verehren? Genau, das macht Sinn… Ergo: BLÖDSINN

    Gebot 05: Auch nicht verkehrt. Aber bezogen auf was? Ich darf keinen Fisch töten, den ich essen möchte? Ist streng genommen nämlich auch ein Mord. Sind alle Gläubigen etwa Frutarier? Ergo: BLÖDSINN

    Gebot 06: Ich würde gar keine Ehe eingehen, aber falls doch, wieso sollte ich sie nicht brechen, wenn es nicht mehr gut läuft? Damit man als Paar in einer permanenten Stresssituation lebt? Ist auch sehr angenehm für etwaige Kinder dann… ich spreche aus Erfahrung. Ergo: BLÖDSINN

    Gebot 07: Bezogen auf was? Zu schwammig und knapp. Gilt das für einen Ferrari ebenso wie für etwas Essen aus der Mülltonne eines Supermarktes, wenn ich am Verhungern bin? Ergo: BLÖDSINN

    Gebot 08: Ja, da bin ich mit einverstanden. Aber schwer wird es, wenn man z.B. bei Gericht ist und etwas aussagen soll, was lange her ist und man sich nicht mehr ganz genau erinnert, dann lügt man automatisch, unabsichtlich, aber eben automatisch, weil man es nicht besser weiß. Ergo: HALBER BLÖDSINN

    Gebot 09: Also wenn jemand ein schönes Haus hat, dann darf ich es ihm weder abkaufen noch selber so ein ähnliches Haus bauen oder darauf sparen? Warum das? Ergo: BLÖDSINN

    Gebot 10: Okay, also muss man nicht nur sprichwörtlich mit Scheuklappen durch die Welt laufen. Grandios. Wenn ich z.B. eine schöne Frau sehe, die einen Mann hat, dann darf ich nichts fühlen und nichts denken – also am besten sehe ich keine Menschen und Dinge mehr. Ergo: BLÖDSINN

    Kein in dieser Gesellschaft lebender Gläubiger kann sich halten an die Gebote.
    Wie soll das auch gehen?

    Jemand, der quasi als Paria in einem Kloster oder in einer Hütte im Wald (vorzugsweise alleine) lebt, der könnte es schon eher.
    Folglich müssten alle, die behaupten, sich an diese Gebote zu halten und die sie sehr wichtig für ihr Leben finden und sie nicht irgendwie so auslegen, dass diese Gebote in unsere moderne Gesellschaft passen könnten, idealer Weise in einsamen Klöstern leben – am besten in Schweigeklöster.

    Nun sehe ich WIE WICHTIG, die Zehn Gebote als Leitfaden für mein Leben und das Leben aller Menschen sind… ABSOLUT UNWICHTIG!