CSU-Politiker: „Die Identität Europas ist christlich“

„Zwei Drittel der Menschen auf diesem Kontinent sind Christen“, sagte Manfred Weber gegenüber pro. Wenn man sage, dass Europa christlich sei, dann sei das zunächst eine Beschreibung des Ist-Zustandes. „Für mich gibt es daher überhaupt keinen Zweifel, dass die Identität dieses Kontinents vor allem christlich ist“, sagte der Fraktionsvorsitzende der EVP im Europaparlament. Wer das bestreite, betreibe „Realitätsverweigerung“. Dass sich so viele Menschen trotz Säkularisierung und moderner Herausforderungen zum christlichen Glauben bekennen würden, sei „Mut machend“.

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[https://www.pro-medienmagazin.de/politik/2017/06/05/die-identitaet-europas-ist-christlich/

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  1. #1 von Charlie am 5. Juni 2017 - 09:39

    Man könnte fast meinen, vor 2000 Jahren hätte es kein Europa oder Europäer gegeben.

  2. #2 von oheinfussel am 5. Juni 2017 - 10:36

    Tz wenn man alle austreten würden, die nur als Karteileichen rum liegen…

  3. #3 von Gerry am 5. Juni 2017 - 11:21

    „Für mich gibt es daher überhaupt keinen Zweifel, dass die Identität dieses Kontinents vor allem christlich ist“

    Sieht man deutlich an der Geschichte dieses Halbkontinents, die so von christlicher Nächsten- und Feindesliebe geprägt war….

  4. #4 von Rene am 5. Juni 2017 - 11:26

    Dieser Vogel kriegt tatsächlich die Kurve von „Europa ist christlich“ zu „Deshalb braucht Europa eine eigene Armee“.

  5. #5 von Skydaddy am 5. Juni 2017 - 12:29

    Solche Aussagen sagen mehr über denjenigen aus, der sie macht (und wie er die Welt wahrnimmt), als über Europa.

  6. #6 von Elvenpath am 5. Juni 2017 - 14:13

    Dass die Christen bis vor wenigen Jahren alles gewaktsam gleichgeschaltet und jegliche Andersdenkende und Ungläubige bis zum Tod verfolgt haben, und so in Europa ihre christliche Schreckensherrschaft aufgebaut haben, ist unbestritten.

  7. #7 von Torchy am 5. Juni 2017 - 16:13

    Er hätte mal so ehrlich sein sollen, zu sagen, die Identität Europas sei der überlegene christliche hellhäutige Kaukasier.
    Dann hätte auch der Letzte gemerkt, was für eine rassistische Scheiße er da von sich gibt.

  8. #8 von Hinterfragerin am 5. Juni 2017 - 21:48

    Ein Kontinent hat keine Identität. Menschen haben Identitäten, die sich unter anderem auf Gruppenzugehörigkeiten – und auch auf „Orte“ beziehen können – wobei diese mit unterschiedlichsten Vorstellungen emotional aufgeladen werden. Diese Bezüge sind zuallererst lokal und regional, nationale oder gar supranationale Identitäten sind mehr oder wenig bewusst konstruiert und relativ jung.

    „Europäer“ in diesem Sinne gab es also vor 2000 Jahren tatsächlich nicht, den Menschen im geographisch so definierten Raum wäre eine solche Konstruktion gar nicht in den Sinn gekommen, und sie waren sich noch nicht einmal kulturell besonders ähnlich.

    Sicher hat die Ausbreitung des Christentums in Europa – bei gleichzeitiger Eroberung vieler nichteuropäischer christlicher Gebiete durch islamische Heere – die Vorstellung zunächst einer „Christenheit“ und einer „christlichen“ Identität hervorgebracht, die sich der Vorstellung von „Europa“ erst später übertrug. Und natürlich kam es – nicht nur durch das Christentum, auch durch das Erbe der griechisch-römischen Antike – zu einer teils ähnlichen kulturellen Entwicklung.

    Dummerweise gibt es im Narrativ des christlichen Europa aber ein paar Bruchstellen: Westliches und östliches Christentum sind durch eine kulturelle Bruchlinie getrennt, große Gebiete des heutigen Europa wurden auch jahrhundertelang islamisch geprägt, später zogen sich die Bruchlinien zwischen den Konfessionen durch den Kontinent. Der „geteilte“ Glaube hielt die Europäer nicht davon ab, einander zu bekriegen, zu kolonialisieren, sich anderen Europäern kulturell überlegen zu fühlen u.a.m. Weite Teile des „Christentums“ befinden sich zudem außerhalb Europas.

    Und nicht zuletzt: Das alles ist für die Identität eines heute hier lebenden Menschen nur sehr am Rande relevant. Historische Bezüge gehören natürlich, wie Traditionen, Rituale u.a. zur Identität vieler Menschen dazu. Und ja, viele Menschen haben wahrscheinlich eine vage Idee einer gemeinsamen europäischen christlichen Tradition. Nur ist das nichts in Stein gemeißeltes, keine Essenz des europäischen. Und als Bezugsgröße, wenn man Europa als Idee den Menschen näherbringen will doch eher wenig hilfreich, denn es funktioniert nur in der Abgrenzung, und damit der Ausgrenzung Andersdenkender.

  9. #9 von Hal am 5. Juni 2017 - 22:18

    Liebe Hinterfragerin,

    es ist ja fast klinisch genau von einander getrennt und sollten wir Kultur und prävalente dumme Ideen versuchen zu zerlegen geht es wunderbar. Ja das Problem ist Islam, nicht weil dessen Anhänger ähnlich dumme Ideen wie das nah beschlächtete Christentum haben, sondern weil es eine allumfassende Ideologie sein sollte und zu viele diesen Glauben anhängen.

    Selbst in Bayern musst Du einen hard core jesus idiot finden um diesen religiösen Wahn nahe zukommen?

    Du bist liberal, ich im Grunde Sozialdemokrat, aber wir werden nicht repräsentiert.

  10. #10 von Jörn Dyck am 6. Juni 2017 - 08:43

    Fast alle Europäer sind europäisch. Deswegen würde ich vermuten, dass Europa vor allem europäisch geprägt ist.

  11. #11 von klauswerner am 7. Juni 2017 - 00:49

    Leider ist Europa christlich geprägt, sonst wären wir nämlich schon viel weiter …