Detlef Pollack: Gründe für Kirchenaustritt

In Deutschland verlassen jedes Jahr weit mehr als 100.000 Katholiken die Kirche. Die Beweggründe für den Austritt seien dabei meist nicht die Positionen der Kirche, sagt der Soziologe Detlef Pollack.

(…)

Pollack hatte ehemalige Mitglieder gefragt, wieso sie ausgetreten sind. Auffällig sei gewesen, dass sich die wenigsten über Pastoren, theologische Positionen, Kirchensteuer oder Missbrauchsfälle geärgert hätten, erklärte er dem Magazin. „Es ist dramatisch, die Menschen treten heute aus der Kirche aus, weil ihnen die Kirche egal ist“, so der Protestant. Religion sei den Menschen nicht mehr so wichtig.

weiterlesen:

[http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/soziologe-konservative-ansichten-wichtig-fur-religion

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  1. #1 von Charlie am 4. Juni 2017 - 15:38

    „Es ist dramatisch, die Menschen treten heute aus der Kirche aus, weil ihnen die Kirche egal ist“

    Das schlimmste was dem Christentum passieren kann: DESINTERESSE!!

  2. #2 von ichglaubsnicht am 4. Juni 2017 - 16:05

    @AMB
    Und das Beste: Ich sehe für die Kirchen keine Chance das Interesse noch einmal breitflächig zurück zu gewinnen.

  3. #3 von Skydaddy am 4. Juni 2017 - 18:39

    Religionen machen Aussagen, die nicht überprüfbar sind. Damit sind diese Aussagen zugleich irrelevant. Denn wenn sie relevant wären, wären sie überprüfbar.

    Die logisch Folge davon ist, dass den Leuten diese irrelevanten Aussagen egal sind.

  4. #4 von Willie am 4. Juni 2017 - 18:40

    Naja, irgendwann hören viele eben auf an Märchen zu glauben.

  5. #5 von Rene am 4. Juni 2017 - 19:12

    Das sehe ich in meinem Freundeskreis. Denen ist dieser Zirkus total fremd, sie wissen nicht mal, dass sie für den Kirchentag mit zahlen. Sie würden sich nicht Atheisten nennen, denen geht nur die Kirche an sich voll am Arsch vorbei. Kirchenmitglied waren sie genau von der Taufe bis zur ersten Gehaltsabrechnung.

  6. #6 von Torchy am 4. Juni 2017 - 19:34

    Ich finde diese Indifferenz auch sehr bedauerlich. Gibt es wichtigere Fragen als die nach Wahrheitsgehalt von Religionen und Auswirkungen von Religiosität? Gleichgültigkeit ist schädlich für die Demokratie und verhindert, dass sich an den Sonderrechten der Kirchen trotz Minderheitenstatus nichts ändert. Die Ansprüche, die Religionsgemeinschaften aus ihrem Glauben erheben, erfordern kritisches Hinterfragen. Und so bekommen wir das, was wir beobachten: Dominanz kirchlicher Lobbyisten über gleichgültige Irgendwasisten.

    Und ich als engagierter Rationalist muss mir dann von diesen Leuten den Vorwurf anhören: „Ja, ich glaub das ja auch nicht alles, aber lass sie doch, Religion doch eigentlich schön, die tun ja auch viel Gutes, und überhaupt, reg dich nicht so auf, ist doch egal, hast du nichts Wichtigeres zu tun?“

  7. #7 von Unechter Pole am 4. Juni 2017 - 22:04

    @Torchy
    Man soll zwischen der Gleichgültigkeit gegenüber Religion und der Gleichgültigkeit gegenüber Kirchen und deren Handlanger unterscheiden.

    Gleichgültigkeit gegenüber Religion halte ich dabei für etwas absolut Positives. Die angeblich großen Fragen, welche die Religionen beantworten wollen, stellt sich ein nicht religiös sozialisierter Mensch meistens gar nicht, denn diese Fragen wurden von den Religionen erfunden.

    Hingegen kann ein integrer Mensch gegenüber den Machenschaften der Kirchen nicht gleichgültig bleiben.

  8. #8 von Torchy am 5. Juni 2017 - 03:43

    @Unechter Pole
    Das ist schon richtig, aber ein nicht religiös sozialisierter Mensch wird irgendwann von religiösen Sektenvertretern oder sonstwie Betroffenen mit diesen albernen Sinnfragen und Behauptungen konfrontiert (um nicht zu sagen belästigt und terrorisiert) und muss sich dann positionieren. Dafür ist es schon hilfreich, die Glaubensinhalte grob zu kennen und kritisch analysiert zu haben. Es reicht nicht, nicht dafür zu sein. Man muss dagegen sein!

    Ich würde daher präzisieren: Gleichgültigkeit gegenüber religiösen Heilsversprechen und überflüssigen Detailfragen ist gut, Gleichgültigkeit gegenüber religiösen Indoktrinierungsmechanismen und Fehlannahmen sowie Religionsgeschädigten ist fatal.

  9. #9 von paul0f am 5. Juni 2017 - 10:42

    „Es ist dramatisch, die Menschen treten heute aus der Kirche aus, weil ihnen die Kirche egal ist“<

    Wie sang Bob Marley einst .. „U can fool some people some time .. but u cant fool all the people all the time“. (Ja .. Bob war ein ziemlich gläubiger Mensch, aber mal abgesehen davon steckt m.E. in seinen Worten doch viel Wahrheit, die in der Realität durchaus Anwendung finden kann)

    Daher würde ich eher sagen: Die Leute treten aus, weil sie Falschheit und die Lüge hinter der Religion erkennen.
    Die in der Regel von Kindesbeinen an eingetrichterte theistische Indoktrination fruchtet nicht mehr, da die Theisten ihren absurden Aberglauben immer stärker mit der Realität konfrontiert sehen. Daraus resultieren Widersprüche, die sich nicht auflösen lassen und die (einzig richtige) Konsequenz ist der Austritt aus diesesn schwachsinnigen Fantasiekonstrukt.

    Halleluja .. ^^

  10. #10 von Friedensgrenze am 5. Juni 2017 - 17:44

    Den Menschen mag die Kirche ja egal sein, der Justiz darf die Kirche aber nicht egal sein denn sie schänkt grundgesetzlich verbriefte Rechte der Menschen ein, und klaut wie Sau.

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