Evangelikaler Priester: Den Wind sehen wir auch nicht

Wie Rust weiter ausführte, können Christen nicht zu Gott beten, ohne auch den Heiligen Geist zu meinen: „Wir können Gott sowohl als Vater, als Sohn als auch als Heiligen Geist ansprechen.“ Gott sei eine „Dreieinheit“. Um die Dreieinigkeit zu beschreiben, verwendet der Theologe das Bild vom Reigentanz, bei dem drei Personen im Kreis tanzen: „Sie bilden eine Einheit und sind dennoch drei verschiedene Personen. Wenn man dann fragt: ‚Wer ist der Erste von den dreien?’, merkt man, dass sich diese Frage nicht beantworten lässt.“ Dem Argument, weil man den Heiligen Geist nicht sehe, könne es ihn nicht geben, hält Rust entgegen: „Den Wind sehen wir auch nicht, und trotzdem bewegt er die Zweige.“

weiterlesen:

[http://www.idea.de/glaube/detail/die-gabe-der-geisterunterscheidung-ist-heute-noetiger-denn-je-101234.html

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  1. #1 von oheinfussel am 1. Juni 2017 - 10:43

    Ja die Logik ist mit ihm…
    Das ist so dumm, das kann ich nicht ernst nehmen

  2. #2 von Charlie am 1. Juni 2017 - 10:53

    Die zwei Vergleiche sind typisch christlich primitiv. Gott, Jebus und der christliche Slimer machen keinen Kreis. Da behauptet der Sohn sein eigener Vater zu sein. Von wegen Kreis.

  3. #3 von Christian am 1. Juni 2017 - 11:04

    Der Vergleich mit dem Wind ist wirklich dämlich. Soll er sich doch mal in einen Tornado begeben. Da wird er sicher mehr spüren als normale Menschen von seinem „Heiligen Geist“ spüren.

    Aber die Religioten drehen sich mit ihrer Argumentation eben immer nur im Kreis und merken gar nicht, dass sie diesem dadurch nicht entkommen können (oder wollen?).

  4. #4 von Rene am 1. Juni 2017 - 11:22

    Ab einem gewissen Grad müsste doch das Schamgefühl einsetzen.

  5. #5 von Gerry am 1. Juni 2017 - 12:09

    Tide goes in, tide goes out. Never a miscommunication. You can’t explain that.

  6. #6 von deradmiral am 1. Juni 2017 - 14:33

    Unsichtbarer Wind. Ja klar….

  7. #7 von user unknown am 1. Juni 2017 - 17:42

    @deradmiral:
    Der Wind beginnt an den Windrädern? Stellen die den her?

  8. #8 von Noch ein Fragender am 1. Juni 2017 - 18:57

    Dem Argument, weil man den Heiligen Geist nicht sehe, könne es ihn nicht geben, hält Rust entgegen: „Den Wind sehen wir auch nicht, und trotzdem bewegt er die Zweige.“ Die Gemeinde von Rust wird am Sonntag von durchschnittlich über 1.000 Gästen besucht.

    Mit solchen Argumenten bekommt man volle Kirchen.

    Zyn off

  9. #9 von Olaf am 1. Juni 2017 - 20:44

    Und ich dachte in diesem Land kann man die Schule nicht verlassen ohne zu lernen wie Wind entsteht und wie wir Menschen festgestellt haben das die Erde keine Scheibe ist … Theologie „Studium“ sollte wegen der intelligenzzersetzenden Tendenz wie eine Heilpraktikerausbildung gehandhabt werden. Mehr als seinen Namen richtig schreiben können scheint für beides keine Vorraussetzung zu sein.

  10. #10 von Rene am 2. Juni 2017 - 00:49

    Charles Bukowski: Der Heilige Geist ist der cleverste von den Dreien, er lässt sich nie blicken.

  11. #11 von user unknown am 2. Juni 2017 - 02:47

    Dem Argument, weil man den Heiligen Geist nicht sehe, könne es ihn nicht geben, hält Rust entgegen: „Den Wind sehen wir auch nicht, und trotzdem bewegt er die Zweige.“

    Eben. Wind ist ein unbestrittenes, bekanntes Phänomen, dessen Evidenz nur mittelbar sichtbar ist.

    In Zeiten von 100 bekannten Gasen, Elektrizität, Radioaktivität und weiteren Wellen, nicht zuletzt dem ewig bekannten Schall mit Sichtbarkeit zu argumentierten ist entweder naiv, oder eine Simplifizierung auf evidenzbasierte Phänomene, denn all das können wir messen, nachweisen.

    Will er sagen, man könne den hl. Geist nachweisen? Dass nicht der Wind, sondern jener die Zweige bewegt? Dass Heilungen und gute Noten auf ihn zurückführbar seien, oder gute Taten?

    Es ist eigentlich wurscht, weil man mit solchen Ansichten niemanden hinterm Ofen vorholt. Barocke Ansichten zu widerlegen ist Zeitverschwendung bzw. Gymnastik.

  12. #12 von drawingwarrior am 2. Juni 2017 - 08:20

    Wind kann man nicht sehen, weil Wind kein Ding ist, sondern ein pyhsikalischer Effekt auf ein Gas, hier die Umgebungsluft.
    Wind ist sozusagen ein Nachweisverfahren, das belegt, das überhaupt ein Gas vorhanden ist.
    Ich als ZHL kann Wind sogar messen, in großen Klima-Geräten wird die Sauerstoffkonzentration überwacht.
    Übertragen auf den Heiligen Geist bedeutet das er, falls existent, nur ein Agregatzustand einer messbaren Molekularstruktur ist.
    Der Vergleich ist BS.

  13. #13 von ptie am 2. Juni 2017 - 12:19

    Das Beobachten der sich bewegenden Zweige lässt – als einfachste Möglichkeit – auf einen Wind schließen.
    Man könnte aus der Bewegung der Zweige man auf die Existenz geheimnisvoller, unsichtbarer, nicht nachweisbarer Zwerge schließen, die an den Blättern rütteln.
    Aber warum sollte man das machen?

    Aus der Existenz des Universum, der Menschen und des ganzen Rests könnte man genauso gut auf die Existenz eines Gottes schließen – aber warum sollte man das tun?

  14. #14 von user unknown am 2. Juni 2017 - 13:35

    Wenn man im Jahr 800 v.u.Z. oder im Jahr 80 oder 800 oder 1780 vom Vater eine Schelle bekommt, so dass einem die Wange schwillt und schmerzt, dann wurde man bestraft.

    Wenn man aber von unsichtbaren Bakterien eine Karies bekommt, die Wange schwillt und schmerzt, dann ist die These, dass einen ein Geist gestraft hat eine entschuldbare Arbeitshypothese.

    Im Jahr 1980, nachdem Viren und Bakterien entdeckt wurden, freilich nicht mehr. Dann ist es die ignorante, oberflächliche Fortsetzung der Religion als leeres Brauchtum, ohne wichtige Inhalte des Brauchtums zu kennen, nämlich die Unwissenheit über die Ursachen des Schmerzes.

    Eine Tradition der Tradition ist unmöglich, weil man nicht mehr in den Zustand der Unwissenheit zurückkommt. Paradoxer Weise muss man das denen erklären, die die Vertreibung aus dem Paradies der unschuldigen Unwissenheit zu einem Kernpunkt ihres Kultes gemacht haben. Der Mensch isst vom Baum der Erkenntnis, nicht ahnend was er da lostritt, und kein Weg führt zurück. So entdeckt er die Ursachen von Krankheit, Erdbeben, Gewitter und Fluten und fort ist das Paradies der Erklärungen einer absichtsvollen Weltenlenkung, von Bestrafungsglauben und umgekehrt den Belohnungen.

    Die Religion selbst hat die Gleichnisse, die aus ihr hinauführen unbeabsichtigt schon bereitgestellt. Man muss sie nur zu deuten wissen.