Polen: «Pille danach» bald wieder rezeptpflichtig

Die nationalkonservative Regierung Polens will die Rezeptpflicht für die «Pille danach» wieder einführen. Vielen Frauen würde dies den Zugang zur Notfallverhütung faktisch verunmöglichen.

(…)

Diese erste schwere Niederlage der PiS seit ihrer Wahl vor anderthalb Jahren änderte jedoch nichts an den rigiden Vorstellungen von Familienpolitik in der Partei. Ihr mächtiger Chef Jaroslaw Kaczynski sagte nach der Ablehnung eines völligen Verbots im Parlament, die PiS sei auch im Falle unheilbar kranker Föten gegen einen Schwangerschaftsabbruch, damit das Kind nach der Geburt noch getauft werden könne.

weiterlesen:

[https://www.nzz.ch/international/polen-pille-danach-bald-wieder-rezeptpflichtig-ld.1298444

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  1. #1 von Gerry am 31. Mai 2017 - 10:21

    Und hier meine Damen und Herren sehen Sie den Beitrag der Religionen zur Gesellschaft.

  2. #2 von oheinfussel am 31. Mai 2017 - 10:22

    Soviel zum Lebensschutz – Hauptsache, das Balg wird getauft, Leid und Schmerz sind denen doch egal. Sowohl vom Kind als auch der Eltern -.-

  3. #3 von Noch ein Fragender am 31. Mai 2017 - 10:40

    die PiS sei auch im Falle unheilbar kranker Föten gegen einen Schwangerschaftsabbruch, damit das Kind nach der Geburt noch getauft werden könne.

    Religiotische Begründung vom Feinsten.

    Es fehlt noch der Hinweis, dass natürlich Christus mit Mutter und Kind mitleidet.

    Zyn off

  4. #4 von Charlie am 31. Mai 2017 - 11:26

    auch im Falle unheilbar kranker Föten gegen einen Schwangerschaftsabbruch, damit das Kind nach der Geburt noch getauft werden könne.

    Wie blöd seid ihr eigentlich??? Eure Kirche hat den Limbus schon vor 10 Jahren abgeschafft:

    http://www.spiegel.de/panorama/kirchen-vatikan-schafft-vorhoelle-ab-a-478599.html

    Das erinnert mich an einen Skandal in Brasilien (vermutlich hat AMB1 darüber berichtet), wo das Leben einer Schwangeren auf dem Spiel stand, wenn sie den Fötus (geringe Überlebenschance) zur Welt bringt. Durch Druck der rkk auf die Politik durfte die Frau nicht abtreiben. Bei der Geburt sind beide verstorben. Der Kirche ging es nur um die Taufe des Kindes, um die Seele vor der Hölle zu retten. Der Körper ist nur die Verpackung für die Seele. Dieses Denken kotzt mich an!!!!!

  5. #5 von Gerry am 31. Mai 2017 - 11:33

    @ oheinfussel

    Leid und Schmerz sind der RKK absolut NICHT egal!

    Das liefert ja gleich wieder nen Aufhänger, um „Seelsorge“ anzubieten oder sich anderweitig in anderer Leute Leben reinzuzecken.

    Mich erinnert das an die „Heilpraktiker für Psychotherapie“, die haben auch keine Ahnung was sie tun, pfuschen aber an anderer Leute Psyche rum.

  6. #6 von Gerry am 31. Mai 2017 - 11:37

    @ Charlie

    Erinnert mich spontan an nen Satz den Bill Maher (damals Ende 50) in seiner Show im Segment „New Rules“ über die RKK sagte:

    A bunch of old guys making up new rules.

    Ein zeitloser Klassiker 🙂

  7. #7 von Friedensgrenze am 31. Mai 2017 - 12:21

    Menschenrechte stehen nun mal den Gottesrechten gegenüber. Es sind einfach zwei verschiedene Ziele.

  8. #8 von Hypathia am 31. Mai 2017 - 14:28

    Gibt es in Polen ein Gesetz, dass man sein Kind taufen lassen muss?
    Wenn es das nicht gibt, hat sich das mit dem Abtreibungsverbot, wegen der Taufe des Kindes, erledigt.

  9. #9 von Unechter Pole am 31. Mai 2017 - 21:38

    @Hypathia
    Ja, das gibt es.

    Im „Gesetz über das Verhältnis des Staates in Bezug auf die Katholische Kirche“ vom 17. Mai 1989, Fassung vom 14. Dezember 2016 steht im Artikel 2:

    Kościół rządzi się w swych sprawach własnym prawem, swobodnie wykonuje władzę duchowną i jurysdykcyjną oraz zarządza swoimi sprawami.

    Also (in meiner Übersetzung):
    „Die Kirche wird hinsichtlich eigener Angelegenheiten nach eigenem Recht regiert, sie übt suverän die geistliche Macht und Rechtsprechung aus und verwaltet eigene Angelegenheiten.“

    Welche geistige Macht und eigene Angelegenheiten mögen es sein?

    Zum Bleistift:

    § 2. Dziecko rodziców katolickich, a nawet i niekatolickich, znajdujące się w niebezpieczeństwie śmierci, jest godziwie chrzczone, nawet wbrew woli rodziców.

    In der Deutschen Fassung:
    „Can 868, § 2. In Todesgefahr wird ein Kind katholischer, ja sogar auch nichtkatholischer Eltern auch gegen den Willen der Eltern erlaubt getauft.“