Eklat beim Kirchentag: Mann stört Schweigeminute

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  1. #1 von Skydaddy am 30. Mai 2017 - 12:07

    Vermutlich die einzige Minute auf dem Kirchentag, wo nicht gelogen wurde.

  2. #2 von Rene am 30. Mai 2017 - 12:38

    Klingt so, als hätte man den Mann rausbegleitet. Ansonsten, was für eine gruselige Veranstaltung, was für gruselige Typen. So etwas macht mir wieder klar welch luxuriöses Geschenk es ist, sich frei gegen solche Geisterbahnen entscheiden zu können. Ich habe immer noch eine Gänsehaut. Würg!

  3. #3 von deradmiral am 30. Mai 2017 - 14:06

    Das kommt davon, wenn man Schweigeminuten verordnet. Dennoch hätte ich gerne für die Aussagen des Störers Belege…

  4. #4 von user unknown am 30. Mai 2017 - 18:50

    Ich finde den Inhalt seines Protestes eigentlich uninteressant für die Betrachtung des Phänomens Schweigeminute.

    Der Veranstalter überfährt doch das Publikum, und zwingt dieses (wie man sieht) an einer politischen Demonstration teilzunehmen. Und Gruppenzwang – alle stehen auf.

    Der Inhalt war ja so gewählt, dass man mit maximaler Zustimmung rechnen konnte, ums Leben gekommene Flüchtlinge, also niemand, der einen in Köln noch antanzen könnte.

    Dennoch halte ich das für eine Unsitte. Gerade weil die Aussage windelweich ist und maximal apolitisch, demonstriert der, der da mitmacht, in erster Linie seine politische Harmlosigkeit und seine Bereitschaft sich pflegeleicht einem größeren Ganzen anzuvertrauen.

    Ich fürchte, wäre ich dabei gewesen, wäre ich auch dem Köder der kommensurablen Botschaft erlegen und hätte erst später gemerkt, wie ich überrumpelt wurde. Von außen sieht so eine Aktion jedenfalls aus wie Nordkorea.

    Einer Demokratie ist diese Veranstaltugnsform unwürdig, wie man sieht. Wer nicht mitmachen will wird per Gewalt abgeführt – Halleluja.

    Man kann natürlich auch demonstrativ sitzen bleiben, ohne den anderen den Spaß gänzlich zu vermiesen. Da würde man dann wohl auch nicht mit Gewalt aus dem Saal entfernt.

  5. #5 von Jörn Dyck am 30. Mai 2017 - 20:47

    Ja, vielleicht war die Veranstaltung und die Schweigeminute etwas verlogen. Aber das Publikum wäre vielleicht bereit gewesen, die Argumente des „Rufers“ zu hören und sich überzeugen zu lassen. Es stellt sich die Frage, ob der „Rufer“ geschickt vorgegangen ist, um tatsächlich etwas zu erreichen und zu verändern. Vielleicht wäre es effektiver gewesen, während der Debatte dazwischen zu rufen und nicht während der Trauer.

    Als Moderator der Talk-Runde hätte ich auf jeden Fall darauf bestanden, dass der Rufer die Gelegenheit bekommt, seinen Standpunkt kurz darzulegen. Es zu ignorieren war falsch und auch etwas feige. Letztlich hoffen doch alle Anwesenden, dass kontroverse Meinungen verhandelt werden, und dass etwas Schwung in die Debatte kommt.

  6. #6 von user unknown am 30. Mai 2017 - 23:43

    Die Schweigeminute hat inhaltlich gar nicht zum Thema der Veranstaltung gepasst sondern war eine kirchentagsweite Unterbrechung. Daher hätte auch eine Meinungsäußerung davor oder danach nicht zur Veranstaltung gepasst.