Die Kirche ist auf dem Rückzug

Kaum noch Glockengeläut, kein Bedarf für neue Gotteshäuser: Der Einfluss der Kirchen nimmt ab. Aber der Kirchentag macht etwas mit der Stadt.

weiterlesen:

[http://www.tagesspiegel.de/berlin/berlin-und-die-protestanten-die-kirche-ist-auf-dem-rueckzug/19853922.html

Advertisements
  1. #1 von drawingwarrior am 26. Mai 2017 - 16:23

    „Aber der Kirchentag macht etwas mit der Stadt.“

    Ja, der Kirchentag macht was mit der Stadt…er okkupiert den öffentlichen Raum, komplett und ohne Rücksicht auf alles andere.
    So ist das in einer absoluten Diktatur, der Herr befiehlt und die Schafe folgen. Mit Steuergeldern finanziert und mit staatlicher Gewalt abgesichert, immunisiert durch die Allianz mit den Mächtigen macht dieser Kirchentag, das was alle vorher auch getan haben, was er will und keinen Sinn.

  2. #2 von Unechter Pole am 26. Mai 2017 - 17:01

    Die Kirchen nennen das nicht Rückzug, sondern Rückkehr.

  3. #3 von Deus Ex Machina am 26. Mai 2017 - 18:04

    „Aber der Kirchentag macht etwas mit der Stadt.“

    –> Ja, er zieht die Eventchristen an, die nur sonst vielleicht noch zu Weihnachten einen Fuß in die Kirche setzen.

  4. #4 von Willie am 27. Mai 2017 - 05:42

    Nach dem Ersten Weltkrieg traten deutsche Protestanten in Massen aus der Kirche [der Union] aus, die um ihre Bedeutung fürchtete und sich – abgesehen von Ausnahmen – den Nazis andiente.

    Jetzt kommt mein Unwissen mal wieder zum Zuge: Was ist eigtl. mit diesen Massen nach dem zweiten Weltkrieg passiert? Mussten die wieder in eine Kirchen eintreten, blieben die für immer draußen oder wurden die bürokratisch wieder „eingemeindet“ (ohne Nachfrage bei der Basis) mit der Gründung der EKD 1945? (Ich vermute letzteres)

    Persönlichkeiten wie Manfred Stolpe und Joachim Gauck prägten nicht nur die friedliche Revolution, sondern später auch …

    Wirklich

    Wieklich, die waren an der friedlichen Revolution prägend beteiligt gewesen? Oder doch er posprägend, wenn man den Fall der SED und die ersten freien Wahlen als Ende, und der dann beginnenden Übergangszeit, betrachtet?

    Genervte Anwohner haben sich gegen die akustischen Zumutungen der christlichen Leitkultur durchgesetzt, …

    Man gibt sich eben heute die Hand 😉

    Martin Luther, der das alles in Gang gesetzt hat, schaut derweil von der Marienkirche in Mitte zu, wo er zum Jubiläum erst einmal provisorisch wieder hingestellt wurde.

    Und ich dachte immer dieser Luther sei längst tot.