Religionswissenschaftler kritisert ‚rosarotes‘ Buddhismusbild

Perry Schmidt-Leukel: Die Vorstellung, der Buddhismus sei eine Religion ohne Dogmen, Glaubensinhalte und Gebote, habe mit dem echten Buddhismus wenig zu tun, sondern spiegle eher eine Unzufriedenheit mit dem Christentum wider.

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[http://www.kath.net/news/59645

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  1. #1 von Unechter Pole am 23. Mai 2017 - 20:06

    Eben. Religion bleibt Religion.

  2. #2 von user unknown am 23. Mai 2017 - 22:06

    Aber selber Katholik, wa?

    Es ist immer bezeichnet, wie die Religionshuscherl sich diebisch freuen, wenn sie die Missstände ihrer eigenen Religion in anderen Religionen finden.

  3. #3 von Willie am 23. Mai 2017 - 23:28

    Unabhängig zum Fehlverständnis des Buddhismus,

    Vielmehr spiegle sich hierin „eher eine Unzufriedenheit mit den kirchlichen Formen des Christentums wider“

    Mit den kirchlichen Formen, die es ja zu hunderten gibt, soll wohl die Vielfáltigkeit bei den Christen betont werden? 😉

  4. #4 von Skydaddy am 24. Mai 2017 - 06:14

    Die meisten Christen haben doch auch ein rosarotes Bild ihrer Religion.

  5. #5 von Rene am 24. Mai 2017 - 17:19

    Dieser „Religionswissenschaftler“ kritisiert nicht, er kläfft und pisst der Konkurrenz an’s Knie.

  6. #6 von teatime am 25. Mai 2017 - 01:38

    Schmidt-Leukel hat den Buddhismus offensichtlich nicht verstanden. Menschen greifen gerne Dinge an, die sie nicht verstehen.

  7. #7 von deradmiral am 25. Mai 2017 - 15:33

    Mir ist bei meinem (gescheiterten) Versuch den Buddhismus zu verstehen, aufgefallen, dass Religionen typischerweise überkompliziert sind. Um den Buddhismus richtig zu verstehen, muss man eine Unmenge an Text lesen, zum Beispiel den Pali-Kanon. Dieser ist zudem noch stinklangweilig und langatmig. Die Botschaft wird dann noch verschlüsselt und metaphorisch verpackt. Und dann steht das Ziel noch nicht einmal drin, sondern muss durch eine Erleuchtung erhalten werden, deren Erreichung unklar ist (man weiß noch nicht einmal, ob man sie hat, wenn man sie hatte).

    Dennoch gibt es im Westen ganz viele Fans. Und ich kann mir das so erklären, dass wenn man ein Jahrzehnt sich in den Kram einarbeitet, dass man irgendwann zu der Überzeugung kommt, dass diese ganze Lebenszeit nicht ganz umsonst dort hineininvestiert wurde. Man wird zum religiösen Stockholm-Opfer.

    Was jedenfalls im Buddhismus fehlt, ist eine breite historisch-kritische Analyse. Mir fällt da nur Colin Goldner ein, der sich dann auch nur auf den Dalai Lama konzentriert (und was er dort gesammelt hat, ist verblüffend schrecklich). Wir beim Ketzerpodcast haben uns mal die Historizität Buddhas angeschaut. Und was dort fehlt, sind kritische Historiker.

  8. #8 von teatime am 25. Mai 2017 - 21:55

    @deradmiral
    Vielleicht hast Du recht und es gibt „den“ Buddhismus nicht. Aber so wie ich das sehe, geht es grundsätzlich darum, einen gewissen Grad an Bewusstheit (Erleuchtung) zu erleben. Der Weg dahin ist die Meditation. Dazu braucht es weder Gõtter noch sonstigen Popanz. Nur Intensität.