Null-Euroschein als Bild für Gottes Gnade

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Mit einer besonderen Aktion macht die überkonfessionelle Initiative gott.net* (Dülmen bei Münster) auf eine zentrale Botschaft des christlichen Glaubens aufmerksam. Sie hat 10.000 Exemplare eines Null-Euroscheins mit der Aufschrift „Gottes Gnade gibt es umsonst“ produziert. Darauf ist der Reformator Martin Luther (1483–1546) abgebildet. Der Schein wird am 23. Mai bei einem ökumenischen Gottesdienst in der Dülmener St.-Georg-Kirche vorgestellt und kann anschließend über das Internetportal der Initiative (www.gott.net) für zwei Euro erworben werden. Laut dem Leiter der Geschäftsstelle, Dieter Kohl, verwendet die Initiative den „wertlosen Geldschein“ als …

weiterlesen (kostenpflichtig):

[http://www.idea.de/frei-kirchen/detail/null-euroschein-als-bild-fuer-gottes-gnade-101056.html

*[https://gott.net/wochenausgabe.html

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  1. #1 von deradmiral am 20. Mai 2017 - 17:54

    Ein Minus-1-Euroschein wäre passender. Wenn man ihn wegwirft, hat man was gewonnen. Wie bei Religion…

  2. #2 von Charlie am 20. Mai 2017 - 17:58

    Der Null-Euroschein ist keine gute Idee. Wird nicht immer gerne behauptet, Gott sei ein unendlich großer Gewinn??

    PS: Was nix kostet, ist nichts wert.

  3. #3 von Rene am 20. Mai 2017 - 18:26

    Aber die Geschäftsidee ist geil.

  4. #4 von drawingwarrior am 20. Mai 2017 - 21:07

    @deradmiral

    Es ist sogar ein -2€ Schein und das Ganze ist wieder einmal eine PR-Aktion, um von möglichst vielen gutgläubigen und wohlmeinenden Menschen, für Nichts, einen möglichst hohen finanziellen Vorteil zu erlangen.
    Ich bin der Meinung, die Aktion gehört gestoppt, weil die Kirche hier gegen das Münz-Recht verstösst.
    Nicht umsonst besteht immer noch der Passus über die Strafbarkeit der Produktion und Verbreitung von Falschgeld

  5. #5 von holey spirit am 20. Mai 2017 - 22:10

    LOL Gottes Gnade ist also nix wert.

    Die Evangelentrottel schaffen es immer wieder, sich selbst zu übertreffen.
    Erinnert sich noch jemand an die folgenden grandiosen Ausrutscher?

    [https://blasphemieblog2.wordpress.com/2014/02/03/evangelischer-kirchentag-2015-wir-sind-nicht-klug/

    [https://blasphemieblog2.wordpress.com/2013/05/18/weg-mit-gott/

  6. #6 von Willie am 20. Mai 2017 - 22:28

    Hat was von Monopoly für Arme, denen vorgemacht werden soll, dass ihr Leben 0€ Wert habe.

  7. #7 von user unknown am 21. Mai 2017 - 07:25

    Müsste man mal in den Fingern halten und die Rückseite sehen. Mit e. Stift lässt sich vielleicht aus der Flagge vor der 0 ein 7 oder eine 5 machen, so dass es auf den ersten Blick echt wirkt. Die Größe müsste natürlich auch etwa passen.

    „Es ist eine echte Euro-Banknote“ – was soll das heißen?
    Alle verhaften!

  8. #8 von Deus Ex Machina am 21. Mai 2017 - 08:21

    Martin Luther, die Null. Wie passend!

  9. #9 von Skydaddy am 21. Mai 2017 - 08:22

    Ist wohl so eine Art christliches Nikotinpflaster für Gläubige, die endlich dem Mammon abschwören wollen …

  10. #10 von Skydaddy am 21. Mai 2017 - 08:23

    Eine schöne Veranschaulichung des argumentativen Falschgelds, das Kirchenvertreter auch sonst unter die Leute bringen.

  11. #11 von Monika am 21. Mai 2017 - 08:31

    Skydaddy, Gott ist nicht dagegen, das ich Geld habe.
    Viele der in der Bibel als besonders gottverbunden geschilderten Menschen waren sehr reich. Abraham zum Beispiel.
    Und viele reiche Menschen der Geschichte waren gläubig, Rockefeller zum Beispiel, der immer den Zehnten gezahlt hat.
    Ich muß also dem Mammon nicht abschwören, sondern nur in der richtigen Relation sehen.

  12. #12 von F. M. am 21. Mai 2017 - 10:48

    Hallo Monika,

    Sie haben sicher schon mal was von der Bergpredigt gehört (auch wenn die bei Erzgläubigen manchmal weniger liebevoll geliebt wird).
    Dort kommen Seligpreisungen vor. Unter anderem: „Selig die Armen, denn … “

    Von einer Seligpreisung: „Selig die Reichen, denn … “ steht in meinen -inzwischen acht verschiedenen- Bibelausgaben und Übersetzungen kein Sterbenswörtchen.

  13. #13 von Michael am 21. Mai 2017 - 14:41

    Umsonst. Aber nicht kostenlos.

  14. #14 von user unknown am 23. Mai 2017 - 00:52

    @Monika:

    Mk 10, 17 ff.

    Und als er hinausging auf den Weg, lief einer herbei, kniete vor ihm nieder und fragte ihn: Guter Meister, was soll ich tun, damit ich das ewige Leben ererbe?
    Aber Jesus sprach zu ihm: Was nennst du mich gut? Niemand ist gut als der eine Gott.

    Leider ein kleiner Widerspruch zur Ansicht, dass der christliche Gott 3-einig ist, aber sehen wir über dieses Detail hinweg:

    Du kennst die Gebote: »Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis reden; du sollst niemanden berauben; du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.«
    Er aber sprach zu ihm: Meister, das habe ich alles gehalten von meiner Jugend auf.
    Und Jesus sah ihn an und gewann ihn lieb und sprach zu ihm: Eines fehlt dir. Geh hin, verkaufe alles, was du hast, und gib’s den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben, und komm, folge mir nach!
    Er aber wurde betrübt über das Wort und ging traurig davon; denn er hatte viele Güter.

    Bei Lk 18, 18 ff. ähnlich.

    Und es fragte ihn ein Oberer und sprach: Guter Meister, was muss ich tun, dass ich das ewige Leben ererbe?
    Jesus aber sprach zu ihm: Was nennst du mich gut? Niemand ist gut als Gott allein.
    Du kennst die Gebote: »Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht töten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis reden; du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren!«

    Hier nur 5 der 10 Gebote zitiert. Rauben, wie bei Mk, ist nicht dabei.

    Mt. 19, 16 ff. ähnlich, 5 Gebote + Nächstenliebe, auch hier ohne Raub.