Lateinamerika und der Aufschwung der Freikirchen

Anteilsmäßig leben in Mittel- und Südamerika nach wie vor die meisten Katholiken weltweit. Doch Jahr für Jahr treten Tausende Lateinamerikaner zu evangelikalen Freikirchen über.

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Der Fokus der evangelikalen Ethik liegt auf dem Lebensstil ihrer Mitglieder. Tanzen außerhalb des Gottesdienstes, Alkohol und Glücksspiel sind tabu. Die Mitglieder der Pfingstgemeinde etwa sehen den eigenen Körper als Heiligtum, und nicht wenige ernähren sich strikt vegetarisch. In den Armenvierteln sind Alkoholismus, Drogensucht und Gewalt weit verbreitet. Der Sprung ins andere Extrem scheint der einzige Ausweg zu sein.

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Intensive Missionierung

Guatemala gilt mit über 40 Prozent der Bevölkerung heute als das Land mit dem höchsten Anteil an Evangelikalen in Lateinamerika. Bis Mitte der 1970er Jahre betrug der Anteil der Protestanten an der Bevölkerung nur etwa zwei Prozent. Nach einem verheerenden Erdbeben im Jahr 1976 kamen mit den internationalen Hilfslieferungen auch zahlreiche Missionare aus den USA ins Land. In Mittelamerika treten bis heute Missionsgruppen aus dem Ausland auf.

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[http://religion.orf.at/stories/2839329/

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  1. #1 von Charlie am 6. Mai 2017 - 14:59

    Guatemala gilt mit über 40 Prozent der Bevölkerung heute als das Land mit dem höchsten Anteil an Evangelikalen in Lateinamerika. Bis Mitte der 1970er Jahre betrug der Anteil der Protestanten an der Bevölkerung nur etwa zwei Prozent. Nach einem verheerenden Erdbeben im Jahr 1976 kamen mit den internationalen Hilfslieferungen auch zahlreiche Missionare aus den USA ins Land. In Mittelamerika treten bis heute Missionsgruppen aus dem Ausland auf.

    Wenn Christen Christen missionieren, ergibt das keinen Sinn. Außer, es geht ums Geld. Jeder Christ ist zahlender Kunde. Und hier haben wir wieder meine Aussage bestätigt, dass jede Religion bestens ohne Gott funktioniert, aber nicht ohne Geld.

  2. #2 von Yeti am 6. Mai 2017 - 16:32

    @Charlie:

    Wenn Christen Christen missionieren, ergibt das keinen Sinn …

    Aber wenn Fliegen hinter Fliegen fliegen, fliegen Fliegen Fliegen nach! Und das ergibt durchaus Sinn! 😉

    #MussManWissen!

  3. #3 von Willie am 6. Mai 2017 - 22:55

    Jetzt ist Chile, wirtschaftlich, nicht unbedingt mit den anderen LA-Ländern vergleichbar, aber was ich hier beobachte ist, neben zunehmendem Atheismus, dass die Menschen eine Art Religions-Samba tanzen. Will heißen, man wechselt sehr schnell die Kirche, wenn sie einem nicht mehr passt, und in Familien findet man durchaus 3,4, 5 verschieden Richtungen. Gefühlt nehmen die ZJ zu, da die náher am Weltuntergang sind und die weltweite Politik diesen W-Gedanken befeuert.