Wenn Gott existiert, will er den Atheismus

iwkad22

Brauchen wir Gott überhaupt – oder er uns?! Wenn Gott existiert, dann will er den Atheismus. Ein Kommentar zum Religionsphilosophie-Seminar an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Geislingen.

(…)

Bleibt also die Frage, ob wir für ihn glauben. Für Gott.

Auch das ist unsinnig. Wenn Gott existiert, dann ganz sicher nicht, weil seine (oder vielleicht – ihre?) Existenz von unserem Glauben abhängig ist. Gott kann es herzlich egal sein, ob wir an ihn glauben. Er zeigt sich nicht, weil er es entweder nicht kann (Vollkommenheit?) oder weil er es nicht will.

Ich halte letzteres für logisch. Oder mit anderen Worten ausgedrückt: Ich glaube, dass Gott den Atheismus will. Wenn Gott existiert, dann schenkt er uns Menschen vielleicht die größte aller möglichen Freiheiten: uns selbst frei von ihm zu denken.

(…)

Stellt sich natürlich nur die Frage, warum Gott, wenn er sich komplett raushält, überhaupt seinen Sohn Jesus auf die Welt schickte, damit dieser durch Gott zu uns spricht. Das wäre ja ein Widerspruch. Folglich war Jesus auch nicht der Sohn Gottes. Aber letztlich könnte mir mit solchen Spekulationen ja jeder Gläubige mit David Hume antworten: „Unsere begrenzte Erfahrung versetzt uns nicht in die Lage, über die Gesamtheit der Dinge irgendeine Hypothese aufzustellen, die als wahrscheinlich gelten kann.“ Recht hätte jeder, der mich so kritisiert, aber befriedigend ist diese Antwort nicht.

weiterlesen:

[http://www.swp.de/geislingen/lokales/geislingen/genau-betrachtet_-wenn-gott-existiert_-will-er-den-atheismus-14916139.html

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  1. #1 von Charlie am 5. Mai 2017 - 19:24

    Ergibt 0 (in Worten Null) Sinn!!

  2. #2 von Der Markus am 5. Mai 2017 - 19:51

    Hübsch kreative (Real-?) Satire!

  3. #3 von Deus Ex Machina am 5. Mai 2017 - 20:12

    „Er zeigt sich nicht, weil er es entweder nicht kann (Vollkommenheit?) oder weil er es nicht will.

    Ich halte letzteres für logisch.“

    –> …oder weil er nicht existiert. Schon mal daran gedacht, du großer Logiker?

  4. #4 von ABM am 5. Mai 2017 - 20:39

    @Deus Ex Machina

    –> …oder weil er nicht existiert. Schon mal daran gedacht, du großer Logiker?

    Hat er doch: „Wenn Gott existiert, will er den Atheismus“.
    „Wenn Gott existiert, dann ganz sicher nicht, weil seine (oder vielleicht – ihre?) Existenz von unserem Glauben abhängig ist.“
    „Wenn Gott existiert, dann schenkt er uns Menschen vielleicht die größte aller möglichen Freiheiten: uns selbst frei von ihm zu denken.“

  5. #5 von Rene am 5. Mai 2017 - 21:30

    Ich überlege gerade, ob man nicht doch so eine Art von Zensur einführen sollte. Es sollte verboten werden, schlechte Filme zu drehen, es sollte verboten werden, schlechte Musik aufzuführen. Und es sollte bei Fusssohlenablecken durch Ziegen verboten werden, solche gedanklichen Tauchübungen abzusondern.

    Ich kann kurz darüber nachdenken, ob ein Hund, der auf den Grünstreifen vor meinem Haus kackt, das morgige Wetter beeinflussen wird. Nicht darüber nachdenken kann ich, ob ein nichtexistenter Gott seinen ranzigen Sohn auf die Erde schickt, um durch ihn zu sprechen.

    Mein Fazit: Fickt Euch, hört auf, mit Eurem kranken, eitlen Gedankenmüll die intellektuelle Sphäre des Homo Sapiens zu verschmutzen. Nochmal: Fickt Euch! Und Euren Wanderprediger!

  6. #6 von Charlie am 6. Mai 2017 - 00:30

    @Rene

    Schlechten Tag gehabt heute??

  7. #7 von oheinfussel am 6. Mai 2017 - 00:34

    @Charlie

    Zu wenig Fussel, da bin ich mir sicher 😦

  8. #8 von user unknown am 6. Mai 2017 - 03:25

    Wer ein vergleichsweise interessantes Gespräch sehen will, mit einem evolutionären Psychologen (Jordan Peterson, Christ) und einem Atheisten (der sich aber zurückhält und den Gast reden lässt), dem empfehle ich den Rubin Report (von heute, alias gestern, also Freitag).

    Ich konnte gut den christlich/religiösen Part Petersons ausblenden, der hier – auf seinem Kanal mag das anders sein – eigentlich nur eine Lanze für alte Mythen gebrochen hat, ansonsten aber viel interessantes zu evolutionärer Psychologie. In Kanada und den USA ist er an vielen Unis eine persona-non-grata und wird von SJWs geächtet.

    Petersons Christentum – soweit er es ausgebreitet hat – ist jenseits von dem, was die meisten Christen darunter verstehen, soviel ist klar. Mit Kässmann und Müller hat das nichts zu tun und v.a. seine Legitmation ist ganz und gar untheologisch, würde ich sagen. Er legitimiert es mit der Art wie das Hirn funktioniert und sich in Jahrmillionen gebildet hat und er zertrümmert recht eindrucksvoll idealistische Menschenvorstellungen.

    Worauf er seinen Antinihilismus letztlich gründet ist offen geblieben und auch, was das Christentum ausgerechnet vor anderen Religionen auszeichnen soll. Womöglich für letzteres, dass in dessen Kulturkreis die Aufklärung stattfand, deren Begleiterscheinungen (Wissenschaft, Technik, Ingenieurskunst) die Welt erorbert hat. Aber das ist Spekulation.

    Ein interessantes Themenfeld, jedenfalls. Von diesem Peterson werde ich mir wohl einiges anhören, womöglich sogar auf Papier lesen.

  9. #9 von awmrkl am 6. Mai 2017 - 05:53

    SJW? Wassn das?

  10. #10 von user unknown am 6. Mai 2017 - 07:53

    Ein Social-Justice-Warrior, also ein Streiter für soziale Gerechtigkeit, wörtlich übersetzt.

    Gemeint sind hier im engeren Sinne politische Aktivisten, die mit autoritären, teils gewalttätigen Methoden Veranstaltungen torpedieren, Leute niederbrüllen, Gebäude blockieren, also nicht einfach Leute die ihre Gegenposition vertreten und Flugblätter verteilen wollen.

  11. #11 von drawingwarrior am 6. Mai 2017 - 10:34

    Wenn, dann…
    Wenn Gott existiert, dann gibt es einen Gott.
    Was dieser Gott dann will oder nicht will, das steht auf einem anderen Blatt.
    Wenn es den Gott der Bibel gibt, der von dem man behauptet, wir Menschen könnten seine Gedanken nicht verstehen, dann kann niemand mit Sicherheit sagen was er will.
    Damit hat sich die Logik des behandelnden Artikels gerade in das aufgelöst, für das ich diese Art Artikel fast schon automatisch halte…ein feuchter Furz, lauwarme, stinkende Luft.

  12. #12 von Noch ein Fragender am 6. Mai 2017 - 10:54

    Wenn Gott existiert, dann will er den Atheismus.
    Ein Kommentar zum Religionsphilosophie-Seminar an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Geislingen.

    Soll das ein Plädoyer für den Atheismus sein?

    Nach dem Motto: Nicht nur fehlende Belege führen zum Atheismus, sondern – einmal um die Ecke gedacht -selbst die Annahme der Existenz Gottes begründet den Atheismus?

    Die Teilnahme an religionsphilosophischen Seminaren im Studium Generale ist nicht jedermans Sache:

    Der Kommentar mit seiner – nach eigenen Worten – „auf die Spitze getriebenen“ Spekulation und den eingestreuten Hinweisen auf Schopenhauer, Leibniz, Kant, Mill, Foucaut und Hume kommt mir doch ein wenig „philosophisch übertrainiert“ vor.

  13. #13 von Skydaddy am 6. Mai 2017 - 13:44

    Ich kann mich nicht erinnern, jemals einen Artikel gelesen zu haben, der für ein vernünftiges Ergebnis derart bescheuert argumentiert.

    Denn wer ein vernünftiges Ergebnis verargumentieren will, dem stehen per Definition vernünftige Argumente zur Verfügung.

    Hier scheint einer mit theologenartigem Geschwafel für einen de facto-Atheismus zu argumentieren.

    Ich find’s bekloppt, aber vielleicht überzeugt es ja die Gläubigen. Die scheinen auf sowas ja mehr anzusprechen als auf Vernunft.

  14. #14 von drawingwarrior am 6. Mai 2017 - 14:23

    Habe gerade auf der SWP-Seite gepostet, bin aber nicht sicher, ob die Anmeldung durchgegangen ist.
    Hier mein Text:

    Hm, ich staune immer wieder, wie wenig Gläubige und zu diesen zähle ich den Autor des Artikels, über ihren Glauben wissen.
    Wenn ich mich recht erinnere, dann gilt für den Gott der Bibel, dem Fundament des christlichen Glaubens, das seine Wege nicht unsere Wege und seine Gedanken nicht unsere Gedanken sind, weil wir das Wesen Gottes nicht erkennen können.
    Trotzdem scheint der Autor des Artikels den Willen Gottes nur zu genau zu kennen.
    Gott will Atheismus…
    Zum Atheismus oder Unglauben, also dem Denken und Leben, in der Annahme, das Gott nicht existiert, weil es keinerlei Belege für seine Existenz gibt, lassen sich in eben derselben Bibel, als auch im Koran Handlungsanweisungen finden und die sind nicht von Pappe.
    Jesus selbst hat klar und eindeutig formuliert, das niemand zum Vater kommt, denn durch ihn.
    Für alle Menschen, die nicht an Jesus glauben, aus welchen Gründen auch immer, wartet nach dem Tode das Höllenfeuer und zwar als „Belohnung“ für’s Selberdenken!
    Das Atheisten nicht an Gott glauben, schließt übrigens auch alle seine Erscheinungsformen, also auch Jesus mit ein.
    Wie man aus solchen Grundlagen eine These wie die aus dem Artikel formuliert, erschließt sich mir nicht.
    Dieser Artikel erinnert mich sehr an einen Ausspruch, den Papst Franziskus am Beginn seiner Amtszeit getan hat und für den er sofort von der Glaubenskongregation zurüch gepfiffen wurde: „Auch Atheisten kommen in den Himmel!“
    Diesem Versuch einer Umarmung begegne als Atheist lediglich mit Kopfschütteln, weil ich an das ewige Höllenfeuer so sehr glaube, wie an den Schicksalsberg aus dem Herrn der Ringe.
    So ist denn auch der Artikel lediglich als Beruhigungspille für Gläubige gedacht, frei nach dem Motto:“Alles wird gut, Schwamm drüber und was kümmert mich mein Geschwätz von Gestern!“

    Vielleicht sollten Sie, lieber Autor, nochmal über ihre These nachdenken.

  15. #15 von Elvenpath am 6. Mai 2017 - 15:09

    Jetzt müsste er seine geistigen Ergüsse auch noch beweisen. Ansonsten -> Tonne.

  16. #16 von Deus Ex Machina am 6. Mai 2017 - 22:43

    @ ABM #4:

    Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.