Kardinal Müller: Westen muss Religionsfreiheit neu lernen

Müller warnte vor einer subtilen Christenverfolgung in den westlichen Ländern. Wo Menschen gezwungen würden, entgegen ihren Überzeugungen an Abtreibungen mitzuwirken, sei die Gewissensfreiheit nicht mehr gegeben, kritisierte er. Die säkularen Staaten des Westens müssten wieder lernen, was Religionsfreiheit und freie Ausübung des Glaubens bedeuten würden, sagte er.

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[http://kath.net/news/59413

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  1. #1 von Gerry am 4. Mai 2017 - 09:32

    Wo Menschen gezwungen würden, entgegen ihren Überzeugungen an Abtreibungen mitzuwirken

    Gibt’s da nen konkreten Fall, ich vermute mal nicht bei uns hierzulande?
    Und warum sind solche Leute überhaupt in der Gynäkologie tätig?

    Die säkularen Staaten des Westens müssten wieder lernen, was Religionsfreiheit und freie Ausübung des Glaubens bedeuten würden, sagte er.

    So wie ich ihn kenne meint er damit: Die RKK sagt was Sache ist und alle andere müssen kuschen!

  2. #2 von Christian am 4. Mai 2017 - 09:38

    Ich denke, zwischen der Vorstellung von Religionsfreiheit eines Herrn Müller und der eines Religionsfreien ist ein gewaltiger Unterschied.

  3. #3 von drawingwarrior am 4. Mai 2017 - 10:51

    Müller, solange Du von mir bezahlt wirst, machst Du was ich Dir sage.
    Wie wäre es damit?
    Religionsfreiheit ist gegen Deinen Verein durchgesetzt worden und der einzige, der lernen muss, wie Religionsfreiheit in allen Varianten funktioniert, bist Du mein vollgefressener Freund.
    Du kannst es auch gern anders haben, dann bezahlst Du demnächst auch alles was Deinen Saustall betrifft aus der eigenen Taschen .

  4. #4 von Skydaddy am 4. Mai 2017 - 11:15

    Wer nicht an Abtreibungen mitwirken will, sollte keinen Beruf ergreifen, oder jedenfalls keine Stelle antreten, wo er oder sie an Abtreibungen mitwirken muss.

    Die allermeisten Menschen – Abtreibungsgegner oder nicht – müssen nicht an Abtreibungen mitwirken. Da sollte sich doch für Katholiken eine gangbare Lösung finden lassen.

    Und: Die eigene Freiheit endet bei der Freiheit des Anderen. Es darf nicht sein, dass Typen wie Müller ihre persönlichen Auffassungen anderen aufnötigen, indem sie im Ernstfall wichtige Leistungen verweigern.

    Es ist Müller, der ein Problem mit dem richtigen Verständnis von Religionsfreiheit hat, nicht die Gesellschaft.

  5. #5 von m0ebius am 4. Mai 2017 - 11:40

    Gleichzeitig den Angestellten der eigenen Organisation religiöse Vorschriften in Bezug auf ihren privaten Lebenswandel machen und rumjammern, dass Ärzte in ihrer Religionsfreiheit eingeschränkt werden, weil sie ihren Job ausführen sollen, um der Verantwortung gegenüber ihren Patienten nachzukommen, ist so eine widerliche Heuchelei, da kann man nur den Kopf schütteln.

  6. #6 von Deus Ex Machina am 4. Mai 2017 - 12:16

    “ entgegen ihren Überzeugungen an Abtreibungen mitzuwirken, sei die Gewissensfreiheit nicht mehr gegeben, “

    –> Ja, es ist wirklich schlimm, Herr Bischof! Ist letzt meinem Nachbar passiert: der ist christlicher Fließenleger und ist doch im Morgengrauen aus dem Bett geklingelt worden, um mit einer auf seinen Kopf gerichteten Kalaschnikov eine Abtreibung durchzuführen. /zyn

    Was eine lausige Ausage.
    Man sollte sich erstmal überlegen, ob man im angehenden Beruf in Situationen kommt, die man nicht gutheißt. Man muss sich schon eine ganze Weile beruflich hoch spezialisieren, bevor man überhaupt von juristischer Seite eine Abtreibung durchführen oder auch nur begleitend mitwirken darf.
    Ich würde gerne mal von dem Typen seine Meinung hören, wenn Muslime in Supermärkten arbeiten und sich weigern, ne Flasche Schnaps übern zu Laser zu ziehen. Ob der da dann auch so ein Trara macht.

  7. #7 von user unknown am 4. Mai 2017 - 12:22

    Es soll sogar Metzgereien geben, wo Juden und Moslems gezwungen werden an Schweinefleischverkäufen teilzunehmen – wir brauchen da dringend safe spaces. Mehr noch für Vegetarier!

    Vor allem soll sich aber die katholische Kirche mal für Moslems, Juden, Buddhisten und Hindus öffnen – dass diese da nach wir vor nicht Papst, Kardinal, Bischof – nicht mal Priester werden dürfen ist doch der eigentliche Skandal, von Atheisten und Agnostikern nicht zu reden.

  8. #8 von user unknown am 4. Mai 2017 - 12:24

    @Deus Ex Machina

    Man muss sich schon eine ganze Weile beruflich hoch spezialisieren, bevor man überhaupt von juristischer Seite eine Abtreibung durchführen oder auch nur begleitend mitwirken darf.

    Schwesternschülerin?

  9. #9 von paul0f am 4. Mai 2017 - 15:29

    Kardinal Müller: Westen muss Religionsfreiheit neu lernen<

    Wie Absurd.

    Mir dünkt eher – dieser Hr. Müller kann sich selbst nicht in jenem Spiegel sehen, welchen er anderen vorhält.

  10. #10 von Noch ein Fragender am 4. Mai 2017 - 16:01

    Kardinal Müller: Westen muss Religionsfreiheit neu lernen

    Müller ist nun gerade nicht die richtige Adresse zum Thema Religionsfreiheit.

    Musste ihm doch der Bayerische Verwaltungsgerichtshof und das Bundesverwaltungsgericht erst klar machen, dass wahrheitswidrige Verleumdungen von der Religionsfreiheit nicht gedeckt sind.

    http://www.schmidt-salomon.de/mss-mueller.htm

    An der Spitze der „Heiligen“ Inquisition (heute Glaubenskongregation) macht er sich vielleicht ganz gut, für Belehrungen „des Westens“ über die Religionsfreiheit wirkt er mit seiner ignoranten Arroganz nur albern.

  11. #11 von Rene am 4. Mai 2017 - 17:24

    Nein, Müller. du und deinesgleichen werden vom Westen lernen müssen. Im Westen muss man für seinen Lebensunterhalt arbeiten und die Griffel von den Kindern lassen.

  12. #12 von oheinfussel am 4. Mai 2017 - 17:54

    Ob er auch die Religionsfreiheit eines Zeugen Jehovas verteidigt, der sich aus Glaubensgründen weigert, ihm eine lebensrettende Blutkonserve zu geben? Oo

  13. #13 von Predator am 4. Mai 2017 - 18:48

    Wie sagt es Jude Law in seiner Rolle als „Young Pope“ doch so schön?:

    „Priester sind Feiglinge.“

    auch wenn das mit Absicht etwas aus dem weiteren Kontext gerissen ist, trifft diese Aussage doch ziemlich den Nagel auf den Kopp.

    Priester über Kardinäle (siehe Müller hier) bis hin zum Papst können viel labern wenn der Tag lang ist, das ist auch dann schon ihre Kernkompetenz – ansonsten sind sie zumeist unsägliche Feiglinge, die sich stets geistig und teils auch körperlich an Schwächeren vergreifen. Und reden kann man mit ihnen auch nicht vernünftig. Alles, was sie versuchen, das ist, sich und ihre Ideologie wichtig zu machen, obwohl es nichts Unwichtigeres auf der Welt gibt…

    Ich fühle Mitleid für alle Gläubigen, die darauf reingefallen sind oder so erzogen wurden und ihr Leben danach ausrichten. Es gäbe ja andere Wege.

    Ja, ich weiß, einige meiner Worte sind etwas hart – aber aus meiner eigenen langjährigen Erfahrung eben leider zutreffend.

  14. #14 von m0ebius am 4. Mai 2017 - 19:35

    @oheinfussel: Danke für das gute Beispiel dafür, dass es auf die Religionsfreiheit des Patienten mehr ankommen kann als die des Arztes. Erstere wird ja auch letztlich dadurch eingeschränkt, wenn der Arzt aus religiösen Motiven eine Behandlung verweigert. Das gilt umso mehr, je dringender der Patient auf einen bestimmten Arzt angewiesen ist (z.B. aus Zeitnot oder aufgrund einer geographischen Monopolsituation).

  15. #15 von Gerry am 5. Mai 2017 - 10:09

    Wo Müller die Freiheit derer einfordert die sich den falschen Beruf ausgesucht haben, wollte ich doch kurz mal auf die kirchlich verursachte, fehlende Freiheit derer hinweisen bei denen es um „etwas“ mehr geht als nur „ich hab kein Bock auf meinen Job“:
    [http://www.dasbiber.at/content/von-polen-nach-wien-einmal-abtreibung-und-retour

    Da sieht man wie viel Wert ein menschliches Leben den kirchlichen Dummschwätzern ist, sobald es selbst atmen kann.

  16. #16 von Gerry am 5. Mai 2017 - 10:15

    Was ich noch zu dem verlinkten Artikel erwähnen sollte:

    Vorher nichts essen, wäre schade drum…