Leitkultur-Debatte: De Maiziere: Religion ist Kitt und nicht Keil der Gesellschaft

Mit einem Zehn-Punkte-Katalog will Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU) eine neue Debatte über eine deutsche Leitkultur anstoßen. »Wer sich seiner Leitkultur sicher ist, ist stark«, schreibt er in einem Gastbeitrag für die »Bild am Sonntag«. Dabei gebe es aber auch Elemente, die nie zur Diskussion stehen dürften, etwa die über allem stehende Wahrung der Menschenwürde. In seinen Thesen beschreibt der Minister unter anderem Religion als »Kitt und nicht Keil der Gesellschaft«.

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[https://www.kirche-und-leben.de/artikel/de-maiziere-religion-ist-kitt-und-nicht-keil-der-gesellschaft/

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  1. #1 von aranxo am 2. Mai 2017 - 15:01

    Religion ist in diesen Zeiten nicht mehr Opium für das Volk, sondern Kokain, Amphetamin, Aufputschmittel fürs Volk.

    Dabei gebe es aber auch Elemente, die nie zur Diskussion stehen dürften, etwa die über allem stehende Wahrung der Menschenwürde.

    Wer waren nochmal die Nasen, die die Beschneidung legalisiert haben? Das war doch vor allem die Unionisten. Das männliche Genital ist nach Der Misere offensichtlich nicht Teil der Menschenwürde.

  2. #2 von Charlie am 2. Mai 2017 - 15:03

    Das Christentum ist sicher nicht die Leitkultur.

  3. #3 von user unknown am 2. Mai 2017 - 15:11

    Mit idealisierten Wunschvorstellungen vom Deutschen, die empirisch nicht haltbar sind, konfrontier er nicht idealisierte Vorstellungen von Immigranten. Das kann nur zu schiefen Ergebnissen führen.

    Idealisierte Wunschvorstellungen von Immigranten wären zwar ein ffairer Gegenpart zu den idealisierten Deutschen aber eben immer noch idealisierte Wunschvorstellungen.

    Schaut man sich die Realität an, wie sie ist, der nackte, deutsche Vollidiot im Kreise seiner Horde, mit eingestreuten, ausländischen Vollidioten verschwindet jede Debatte und Notwendigkeit von 10-Punkte-Programmen.
    Am Wochenende in den Nachrichten brachten sie in der gleichen Sendung, in der des Ministers Händchengebendoktrin genannt wurde Frau Buka Merkel in Saudi Arabien. 100 Prinzen mussten vor ihr antanzen und brav Pfötchen geben. Alle ganz undeutsch in lange, weiße Gewänder gehüllt und mit Turban oppm Koppe, wa! Der Schweinefleischfresserin und Frau, alle brav die Hand gegeben. Ob Öl und Waffen eine Rolle spielten sei dahingestellt.

    Händeschütteln an sich ist kein Wert, für den es sich zu kämpfen lohnt. Es löst keine Probleme die sich nicht anderweitig lösen lassen. Schöner, als die Hand zum Gruße hochzureißen, das stimmt.

  4. #4 von Friedensgrenze am 2. Mai 2017 - 15:25

    Mir ist vor allem aufgefallen daß er von Menschenwürde und nicht von Menschenrechten labert. Er zieht sich damit aus der Verantwortung und nähert sich dem Papst dem Trump und dem „ehrenhaften“ Erdogan an. Die bleiben auch immer auf Distanz zu Menschenrechten.

  5. #5 von drawingwarrior am 2. Mai 2017 - 17:27

    Lothar, das Zeug mag ja aussehen wie Kitt, auf der Verpackung stand aber C4 drauf.
    Also nicht wundern, wenn Dir die Scherben der Fenster im Haus Deutschland um die Ohren fliegen.

  6. #6 von Deus Ex Machina am 2. Mai 2017 - 17:59

    Das Christentum ist höchstens eine Leidkultur, weil es nur Leid erzeugt und immer mehr Leute es inzwischen leid sind.
    Wie kann dieMisere eigentlich polit. so kurzsichtig sein? Wie kann er eine Religion, die immer mehr Mitglieder verliert und noch dazu prinzipiell in zwei verzankte Blöcke gespalten ist auch noch als Kitt der Gesellschaft anpreisen? Christen können nicht mal untereinander, weder in der RKK noch EKD.

  7. #7 von Noch ein Fragender am 3. Mai 2017 - 08:29

    Ich warne davor, Menschenrechte und Kultur durcheinander zu mischen.

    Menschenrechte stehen quer zu jeder Kultur, sind der Maßstab an denen eine Kultur zu messen und ggf. zu beschränken sind, sind der Rahmen, innerhalb derer alle Kulturen zusammenleben können.

    Es ist seit einigen Jahrzehnten die Rhetorik autoritärer Regime, die Universalität der Geltung von Menschenrechten, wie sie sich in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ausspricht, mit dem Hinweis auf die Herkunft der Menschenrechtsidee (westeuropäische Aufklärung) zu relativieren.

    Beispiel: Nach der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ist Sklaverei universell verboten, nicht nur im christlichen, sondern auch im muslimischen oder asiatischen Kulturraum.

  8. #8 von schiffmo am 3. Mai 2017 - 15:53

    Vorgestern sind viele Menschen mit traditionellen Gewändern in Dorfkernen herumgesessen, manche haben große Baumstämme aufgerichtet (mit Schwaiberl, in einem Fall mit dem Autokran), die meisten haben vermutlich nahrhaftes Essen zu sich genommen und mehr oder weniger Bier getrunken. Dazu hat meist Blasmusik gespielt, live oder von der Tonkonserve. Die Menschen hatten offensichtlich Spaß daran, und öfter als nicht hat die Feuerwehr die Dorfstraße gesperrt, was niemanden gestört hat.
    Ebenso hat niemanden gestört, dass ich nicht hochaufpoliert mit dem Fahrrad an den Absperrungen und Feierlichkeiten vorbeigeradelt bin, ohne daran teilzunehmen. Andere Menschen sind an einem Segelfluggelände ihrem Hobby nachgegangen und haben freundlich versucht, mir was zum Essen und Trinken zu verkaufen.
    Was hat das mit der Leitkultur zu tun, oder mit diesen höchst merkwürdigen Thesen? Inwiefern hat die Religion hier kittend gewirkt, reicht es da, dass vielleicht der andere oder eine Pfarrer ein Hendl oder eine Schweinshaxe gegessen hat, oder muss er da mindestens ein paar Tröpfchen Weihwasser verbraucht haben?
    Der ganze Bullshit klärt nichts, außer dass sich ein paar Zielgruppenmitglieder gebauchpinselt fühlen, ohne je eine der Thesen auch nur ansatzweise bedacht zu haben.

  9. #9 von Rene am 3. Mai 2017 - 18:10

    37 % der Bevölkerung ist konfessionsfrei / kirchenfern und will mit diesem Zeug nichts zu tun haben. Und dem Bundesinnenminister geht das am Arsch vorbei. Wann sind nochmal Wahlen?

  10. #10 von Noch ein Fragender am 4. Mai 2017 - 16:09

    @ #1 von aranxo

    DAs führt mich zu der Frage: „Gehört die Beschneidung nunmehr zur deutschen Leitkultur?

  11. #11 von drawingwarrior am 5. Mai 2017 - 12:08

    Ich hab mich wohl mit dem Vornamen vertan, der Lothar heißt eigentlich Thomas.