„Unter Benedikt ging es so schwul zu wie nie zuvor“

Hälfte aller katholischen Geistlichen soll schwul sein

In seinem Buch „Der erste Stein“, das der „Stern“ in Auszügen veröffentlichte, gibt der suspendierte Priester erschreckende Einblicke in die homophobe Struktur der katholischen Kirche – und berichtet von der Doppelmoral im Vatikan.

So schreibt Charamsa: „Auf der Grundlage meiner persönlichen Erfahrungen gehe ich davon aus, dass ungefähr die Hälfte aller katholischen Geistlichen schwul ist.“ Homosexualität sei beim Klerus „eine Obsession“ gewesen – in der Öffentlichkeit wird sie verurteilt, doch hinter verschlossenen Türen laut dem 44-Jährigen ausgelebt.

weiterlesen:

[http://www.focus.de/politik/videos/katholische-kirche-in-der-kritik-unter-benedikt-ging-es-so-schwul-zu-wie-nie-zuvor-buch-enthuellt-doppelmoral-im-vatikan_id_7043304.html

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  1. #1 von Christian am 28. April 2017 - 09:26

    Warum verwundert mich das jetzt überhaupt nicht?

  2. #2 von Fetzenfisch am 28. April 2017 - 09:42

    Das habe ich ebenfalls schon aus interner Quelle gehört, das die Hälfte der katholischen Priester schwul sei. Wundert mich nicht. Ich vermute, bei der anderen Hälfte ist der Großteil pädophil.

  3. #3 von Noch ein Fragender am 28. April 2017 - 10:24

    gehe ich davon aus, dass ungefähr die Hälfte aller katholischen Geistlichen schwul ist.“

    Na und? Das ist nicht das Problem.

    Diese allen wissenschaftlichen Erkenntnissen widersprechende Sexualmoral der Kirche (angeblich in „heiligen“ Schriften „geoffenbart“ oder dem vormodernen „Naturrecht“ entnommen), macht erst ein Problem daraus.

    Und B XVI wollte dem Deutschen Bundestag noch einreden, er müsse sein Handeln auf dem katholischen Naturrecht gründen – nein, unsere Verfassung gründet auf den allgemeinen Menschenrechten.

    https://hpd.de/node/12025

  4. #4 von schiffmo am 28. April 2017 - 11:08

    Das Problem ist nicht, dass es homosexuelle Menschen gibt, oder dass diese gehäuft in der katholischen Priesterschaft auftreten. Das Problem ist höchstens, dass sich dieser Klerus so homosexuellenfeindlich gibt, obwohl er genau wissen muss, dass er selbst größtenteils aus Homosexuellen besteht. Und ein anderes Problem ist dieser Enthaltsamkeitsquatsch namens Zölibat, mit dem sich ein Teil der Homosexuellen in den Klerus selbst hineinghettoisiert. Wie alle Menschen müssen die Homosexuellen in die Gesellschaft hinein und sich nicht abkapseln.

  5. #5 von Elvenpath am 28. April 2017 - 11:42

    Homosexuelle Gläubige sehen oft eben keinen anderen Ausweg, als ihre Sexualität zu verleugnen und ihr Leben „Gott zu widmen“. Natürlich kann man seine Sexualität auf Dauer nicht unterdrücken. Und wenn dann der Leidensdruck groß ist und Ministranten greifbar und ein leichtes Opfer sind, kommt es zu Missbrauch.

  6. #6 von dezer.de am 28. April 2017 - 12:08

    @schiffmo: als professioneller Gläubiger gehört doch das Umgehen mit kognitiver Dissonanz zur Kernkompetenz. Von daher wundert es mich nicht, dass sie auch homosexuell und homosexuellenfeindlich gleichzeitig sind.

  7. #7 von deradmiral am 28. April 2017 - 12:48

    Das ist eine komplizierte Falle dieses katholische Priestertum. Die katholische Kirche darauf einwirkt, dass in der Gesellschaft Homosexualität geächtet und tabuisiert wird. Homosexuell veranlagte Jugendliche sind verunsichert und wenden sich an die moralische Institution Kirche, die zur Unterdrückung dieser Triebe rät. Durch den Schuldkomplex und möglicherweise auch Überkompensation fühlen sich Homosexuelle gerade zu dieser Organisation hingezogen. Zumal der Zölibat kein Hemmnis ist für jemanden der seine Sexualität aus dem Schuldkomplex heraus unterdrücken will. Im Gegenteil: eine heterosexuelle Scheinpartnerschaft kann so elegant umgangen werden.

    Schlussendlich gibt es dann keinen Ausweg mehr. Selbst wenn der Glaube und der Schuldkomplex wegfällt, dann gibt es keine beruflichen Alternativen mehr, wenn man ein halbes Leben in diese Karriere investiert hat.

    Für die Betroffenen sei hier der Hinweis auf das Clergy-Project gegeben (http://clergyproject.org). Hier wird Atheisten in der Kanzel anonym und sicher eine Ausstiegsperspektive gegeben.

  8. #8 von m0ebius am 28. April 2017 - 13:15

    Ich frage mich, wie er Homosexuelle mit total unterdrückter Sexualität von Heterosexuellen mit total unterdrückter Sexualität unterscheiden will. Dass das Priestertum für Menschen mit nicht akzeptierten sexuellen Vorlieben besonders attraktiv ist, weil sie durch den Zölibat weniger aufgeben, glaube ich gerne. Dass die dann offen darüber reden, glaube ich weniger.

  9. #9 von Hypathia am 28. April 2017 - 16:56

    Dass es bis zu 50% Schwule im Klerus gibt, ist nichts Neues. Darüber hat David Berger schon vor Jahren in seinem Buch geschrieben. Leider biedert er sich seit geraumer Zeit, ohne ersichtlichen Grund, der Kirche wieder an. Möglicherweise fehlen ihm die Heimlichkeiten und Intrigen im Vatikan.

  10. #10 von Willie am 29. April 2017 - 04:04

    Apropos Homosexualität. Ich vertrete schon etwas länger den Standpunkt, dass bei diesen Mosesgesetzen die Homosexualität durchaus mit einkalkuliert ist (so wie es die Kleriker auch leben – nur nicht zeigen, ansonsten heucheln).

    Wird eine Jungfrau von einem Mann innerhalb einer Stadt vergewaltigt, sollen beide sterben, auch die unschuldige Frau (5. Mose 22,24), „weil sie nicht geschrien hat.“
    Wird ein nicht verlobtes Mädchen auf offenem Feld vergewaltigt, muss der Täter dem Vater des Mädchens (5. Mose 22,29) „fünfzig Silberstücke“ bezahlen und sie heiraten.

    Der erste Teil ist klar. Diese verruchte Frau, die mit ihren Reizen reizt ist selber schuld – was sie ja durch nicht schreien andeutet. Gerade der zweite Teil lädt doch dazu ein, dass eine „unkeusche“ Frau sich einen Homosexuellen sucht und man eine Scheinehe eingeht. Eine vergewaltigte Frau ohne einen zu nennenden Täter wird diese Vergewaltigung wohl kaum zugeben, es sei denn sie ist daraus schwanger geworden und somit kommt der H. auch noch zu einem legitimierten Kind (und braucht keine weiteren machen – es Gottle schenkt eben keine weiteren Kinder)

  11. #11 von Rudi Drescher am 7. Mai 2017 - 08:52

    Mal abgesehen davon, dass bei den Würdenträgern der katholischen Kirche Homosexualität weit verbreitet ist, fühlen sich viele dieser Herren zu Jungs hingezogen. Das ist ein grundsätzliches Problem bei allen Institutionen, wo erwachsene Männer auf Kinder treffen: Schulen, Pfadfinder-Bünde, Sportvereine und eben auch Kirchen usw. Päderasten bleibt gar nichts anderes übrig, als sich dort umzusehen. Ich selbst war auf der Odenwaldschule (Internat), deren pädosexueller Schulleiter bekanntlich bei hunderten von männlichen Jugendlichen und Kindern übergriffig wurde (Pfarrer war er übrigens auch noch). Wer Jungen hat, sollte also genau nachfragen, was unter der Dusche nach dem Fußballtraining geschieht oder nach dem Kommunionsunterricht in der Sakristei oder – wie in meinem Fall – im Internat. Dieser Vorwurf klingt nach Generalverdacht und ist meist unbegründet, in vielen Fällen aber leider nicht. Meine Erfahrung zeigt, dass viele Eltern sich diese Dinge einfach nicht vorstellen können, da die meisten Päderasten sehr geschickt vorgehen und Kinder extrem unter Druck setzen, damit ihr Handeln nicht öffentlich wird.