Saudi wegen Atheismus zum Tode verurteilt

A Saudi man has been sentenced to death after insulting the prophet Muhammad on Twitter

The Saudi religious police had gotten word of Ahmad Al-Shamri’s tweets and went to his door sometime in 2014. He was accused of using social media to say disparaging things about Islam and the prophet Muhammad, according to activists. The charge: apostasy, a crime punishable by death.

But activists with Human Rights Watch say Al-Shamri probably was mentally unstable. The biggest sign was the crime he was accused of: He was tweeting such thoughts in a country where public statements such as that could mean a death sentence.

Al-Shamri pleaded insanity, saying that he has a mental disorder and that he was drunk, high and in an altered mental state when he made the comments, said Hala Dosari, who is on the advisory board of Human Rights Watch, which investigates human rights abuses. Dosari has been trying to get information about Al-Shamri’s case since 2014.

She told The Washington Post that his trial focused heavily on Koranic law and little on any mitigating mental illness. As a result, Al-Shamri has been sentenced to death for being an atheist.

Weiterlesen [https://www.washingtonpost.com/news/worldviews/wp/2017/04/27/a-saudi-arabian-man-has-been-sentenced-to-death-after-insulting-muhammad-on-twitter]

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  1. #1 von m0ebius am 28. April 2017 - 13:54

    Wie schön, dass wir mit diesen guten Verbündeten zusammen freiheitliche Werte verteidigen!

  2. #2 von m0ebius am 28. April 2017 - 14:32

    Es ist zwar verständlich, dass die Rettung seines Lebens oberste Priorität hat und man daher eine Gesteskrankheit zur Verteidigung herbeierfindet. Ich verstehe aber nicht, wieso „Human Rights Watch“ diesen Aspekt auch nach dem Urteil noch betont. Die Begründung ist doch total unüberzeugend. „Das Verbrechen selbst ist das größte Anzeichen dafür“ lässt sich ja bei jeder Straftat sagen, bei der es ein Missverhältnis zwischen Strafe und Nutzen besteht. Insofern ist es auch nicht überraschend, dass das Gericht das nicht ernst nimmt.

    Dabei ist das Problem doch nicht, dass auf Geisteskrankheit zu wenig Rücksicht genommen würde, sondern dass in Saudi-Arabien eine Autokratie herrscht, die Gesetze durchsetzt, nach denen die Wahrnehmung elementarer Menschenrechte mit dem Tode bestraft wird, und dass wir als Westen dieses Regime auch noch stützen.

    Das einzig krankhafte an diesem Fall ist doch der Wahn der Theokraten und ihre Soziopathie, ihre Wahnvorstellungen mit tödlicher Gewalt gegen jede Kritik zu schützen, weil sie ihr offenbar anders nicht standhalten würden.

  3. #3 von manglaubtesnicht am 28. April 2017 - 16:19

    Also, lasst mich zusammenfassen: Saudi Arabien – gut, Iran – böse, Vatikan – gut, Kuba – böse?

  4. #4 von dirk am 28. April 2017 - 17:01

    @m0ebius
    Das ist doch Blasphemie was du verbreitest.

    Zitat m0ebius
    „…dass in Saudi-Arabien eine Autokratie herrscht, die Gesetze durchsetzt, nach denen die Wahrnehmung elementarer Menschenrechte mit dem Tode bestraft wird…“

    Wie die Kairoer Erklärung der Menschenrechte besagt gibt es als Menschenrecht nur die Scharia. Und damit steht das obige Urteil doch nicht im Widerspruch.

    @manglaubtesnicht und alle die welchen die europäischen und nordamerikanischen christlichen Kirchen auf eine Stufe mit dem Islam stellen.

    Zitat manglaubtesnicht

    „… Saudi Arabien – gut, …, Vatikan – gut, …?“

    Wie viele Menschen wurden dies Jahr nochmal in der Vatikanstaat wegen des falschen Glaubens hingerichtet?

    https://web.archive.org/web/20050215102433/http://www.wissen.swr.de/sf/begleit/bg0055/dp04.htm

    Die letzte Todesstrafe wurde im Vatikan 1870 vollstreckt, die Todesstrafe ist seit 1969 in der Vatikanstadt abgeschafft.

  5. #5 von manglaubtesnicht am 28. April 2017 - 18:49

    @dirk: Ich würde den Vatikan hier eher mit Kuba vergleichen. Der Vatikan ist eine absolutistische Monarchie, straff durchregiert und ohne Gewaltenteilung; der Staat schreibt seinen Bürgern eine spezifische Gesinnung und absolute Loyalität vor und greift dazu massiv in ihre Lebensweise ein. Dazu kommt, dass der Diktator des Vatikans auch Bürgern anderer Staaten detaillierte Vorschriften macht und Verhalten und Gesinnung zu beeinflussen sucht.

    Die kommunistischen Machthaber Kubas (böse) sind im Vergleich zur Vatikan-Diktatur (gut) arme Waisenkinder.

  6. #6 von Deus Ex Machina am 28. April 2017 - 19:43

    „Hassreden“ gegen eine Religionen heute: „Ich glaube halt nicht dran!“
    „Taktvolle und konstruktive Argumentation“ seitens der Religionen gegen Atheisten:“ Tötet sie, tötet sie, wo immer ihr sie findet! Tötet sie mit Feuer, mit Steinen, mit Schwertern. Der Ungläubige muss vernichtet werden!“
    /zyn

  7. #7 von m0ebius am 28. April 2017 - 19:54

    @MGEN: Der Einfluss des Vatikans betrifft zwar viel mehr Menschen, aber es ist auch ungleich leichter, sich ihm zu entziehen. Insofern hinkt Dein Vergleich etwas.

  8. #8 von Charlie am 28. April 2017 - 23:22

    Wo ist der Protest der Regierung??

  9. #9 von drawingwarrior am 29. April 2017 - 21:46

    Diese Person wurde nicht hingerichtet, sondern ermordet.
    Wir sollten uns als Atheisten angewöhnen, nicht der Retorik und dem Sprachgebrauch der Feinde des freien Gedankens und der Menschenrechte zu folgen.
    Ein Mensch, der stirbt, weil er gewaltlos seine Meinung kundtut, ist ein Märtyrer und ein Held der Sache der Freiheit.
    Wir sollten für diese Menschen einen Feiertag einfordern und zwar einen Stillen…für die Täterreligionen.
    Kein Glockengebimmel, kein Ruf vom Minaret, aber dafür dürfen wir Tanzen und Feiern.