Bei andächtiger Musik ist Gott gegenwärtig

Aus der Begegnung Vikar Tobias Habicht bringt den Besuchern beim Seniorennachmittag die Kompositionen von Johann Sebastian Bach näher.

(…)

Bachs Eintrag in die Calov-Bibel lasse nachdenken: „Bey einer andächtigen Musique ist Gott allezeit mit seiner Gnade Gegenwart.“ Also nicht bei einer Andacht oder einem Gebet mit musikalischer Unterstützung sei Gott zugegen – sondern bei einer andächtigen Musik.

weiterlesen:

[http://www.morgenweb.de/schwetzinger-zeitung_artikel,-ketsch-bei-andaechtiger-musik-ist-gott-gegenwaertig-_arid,1038077.html

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  1. #1 von dezer.de am 27. April 2017 - 11:45

    „Es geht Bach in seinen Passionen und Kantaten darum, gut lutherisch zu zeigen, wie in Christi Kreuztod die Freiheit eines Christenmenschen grundgelegt ist…“

    SAY WHAAAAAT????

  2. #2 von Charlie am 27. April 2017 - 12:29

    Gott ist immer dann anwesend, wenn man sich ihn einbildet.

  3. #3 von Rene am 27. April 2017 - 12:41

    Diese Christen können sich nur mit fremden Federn schmücken da sie selber nichts substanzielles vorweisen können. Sie tragen „des Kaisers neue Kleider“.

  4. #4 von oheinfussel am 27. April 2017 - 13:04

    So so …
    Na wenn er das sagt

  5. #5 von Noch ein Fragender am 27. April 2017 - 13:46

    Und beim Wohltemperierten Klavier und den Brandenburgischen Konzerten ist Gott dann nicht gegenwärtig?

    Bachs Musik braucht keine Religion – aber die Religion braucht Bachs Musik, um „bedeutungsvoller“ zu erscheinen.

    Manche Kirchenmusiker bezeichnen Bach als den 5. Evangelisten. Die 4 biblischen Evangelisten ohne Bachs Musik überzeugen offensichtlich nicht mehr.

  6. #6 von awmrkl am 27. April 2017 - 19:11

    Als Musiker, der seit ~55 Jahren jede Art von Musik spielt und gespielt hat, klassische und nicht-klassische (was soll das sein), nach Noten und nach Gefühl, auf verschiedenen Instrumenten frage ich mal ganz unschuldig:
    Was soll denn bitte „andächtige“ bzw „nicht-andächtige“ Musik sein?
    So ein Schmarrn!

  7. #7 von Rene am 27. April 2017 - 20:08

    @awmrkl. Das stimmt. Ich bin Tonmeister, mir sind diese Begriffe ebenso fremd. Aber ich weiß, dass ich es mit Laien zu tun habe, wenn ich derartiges höre. Die hören auch Engelsgesang, dabei handelt es sich nur um eine Kirchenorgel.

  8. #8 von awmrkl am 27. April 2017 - 21:17

    @rene

    „Tonmeister“ – Respekt!
    Ähnliches(!) hab ich lange Zeit als Licht- und Tontechniker in einem kleinen 99 Personen 😉 fassenden Kleinkunsttheater gemacht.

  9. #9 von Noch ein Fragender am 27. April 2017 - 22:39

    @ #6 awmrkl

    Was soll denn bitte „andächtige“ bzw „nicht-andächtige“ Musik sein?

    Selbst Bach sah darin keinen Unterschied.

    So benutzte er eine Geburtstagsmusik für das sächsische Herrscherhaus auch für sein Weihnachtsoratorium.

    Die Musik komponierte Bach nur zum Teil neu. Viele Chöre und Arien entnahm er zuvor entstandenen weltlichen Werken (darunter zwei Drammi per musica für das sächsische Herrscherhaus, BWV 213 und 214). Zum Beispiel kommt der Eingangschor „Jauchzet, frohlocket“ direkt von gleicher Stelle der dramatischen Glückwunschkantate BWV 214 „Tönet, ihr Pauken! Erschallet, Trompeten!“ (daher die entsprechende Einsatzfolge von Pauken und danach Trompeten). Bei der Bassarie Nr. 8 „Großer Herr und starker König“ handelt es sich um die fast vollständig übernommene Bassarie Nr. 7 „Kron’ und Preis“ aus der derselben Kantate (der Gesangspart wurde nur in einem Takt geändert). Ebenso wurden aus BWV 214 die Arie Nr. 5 und der Chor Nr. 9 verwendet.

    Vorhandene Stücke im Parodieverfahren wieder zu verwenden, war zu Bachs Zeit keine Seltenheit. Dahinter stand die Überzeugung von der Einheit geistlicher und weltlicher Musik[30] und die Bezugnahme auf einen vorgegebenen Kanon der Affekte, dazu eine handwerklich-schulmäßige Musikauffassung.<(b>

    https://de.wikipedia.org/wiki/Weihnachtsoratorium_(Bach)#Parodieverfahren

    P.S. Beim Weihnachtsoratorium höre ich immer mit:

    Königin lebe! dies wünschet der Sachse,
    Königin lebe und blühe und wachse! 🙂

    [http://www.emmanuelmusic.org/notes_translations/translations_cantata/t_bwv214.htm

  10. #10 von Friedensgrenze am 28. April 2017 - 00:43