Wie der Atheist zum Pfarrer wurde

Er ist immer derart offen in Begegnungen hineingegangen, dass er am Ende persönlich verändert herausgekommen ist. Empfindsamer als vorher, nachdenklicher, kritischer. Stets hat sich der evangelische Projektpfarrer Otto Löber aus Nidderau für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung eingesetzt. Nun ist Löber von Bernd Böttner, Propst des Sprengels Hanau, in den Ruhestand versetzt worden. Zum 1. Juli wird er aus dem Pfarrdienst entlassen. Einen Nachfolger gibt es nicht.

(…)

Am 16. Oktober 1952 kommt Otto Löber dort im Osten des Landkreises Marburg-Biedenkopf zur Welt. Er wächst in einer sehr pietistischen Familie auf, will Pfarrer werden. Doch als sein Vater tödlich verunglückt, ist es für den damals 14-Jährigen erst einmal vorbei mit Gott. Er wird Atheist.

Sechs Jahre später, während des Theologiestudiums 1972 bis 1976 in Frankfurt und Marburg, entdeckt Löber mit der Friedensarbeit eine für sich ganz entscheidende Kontaktfläche zwischen Politik und Kirche.

weiterlesen:

[http://ndp.fnp.de/lokales/wetterau/Otto-Loeber-Wie-der-Atheist-zum-Pfarrer-wurde;art677,2581003

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  1. #1 von Charlie am 26. April 2017 - 10:37

    Wie er Atheist wurde, haben wir jetzt erfahren. Wie er Christ wurde leider nicht.

  2. #2 von Gerry am 26. April 2017 - 11:18

    Ich glaube ja nicht dass er jemals Atheist war.

    Nach 14 Jahren pietistischer Indoktrination kann man durchaus mal mit Gott hadern und an ihm Zweifel wenn man den Vater verliert. Hadern und Zweifeln dürfte nach pietistischer Auffassung ja praktisch schon Atheismus sein.

    Aber man startet als Atheist doch kein Theologiestudium wenn man „kurz“ zuvor erst Atheist wude.

  3. #3 von Deus Ex Machina am 26. April 2017 - 12:06

    Vollmundige Überschrift, der INhalt hält aber nicht dieses Versprechen!

    @Gerry:

    Sehe ich auch so. Da wird mit einem Satz eine Trotzreaktion eines Kindes als ein großer Umschwung seines Weltbildes deklariert. Wer auf einen Gott wütend ist oder mit ihm hadert, der ist kein Atheist. Oder wer ist schon auf Darth Vader sauer?
    Lausig! Schade, dass man sich erstmal auf diesem Käseblatt anmelden muss für einen Kommentar.

  4. #4 von Elvenpath am 26. April 2017 - 12:30

    So ist das mit Drogen: Manchmal gibt es Rückfälle.