Freikirche: BVB-Attentäter: Kein wahrer Schotte

Sergej W. sei nie Mitglied der Volksmission gewesen, so Fischer gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Auch gebe es keine verwandtschaftlichen Beziehungen zu Gemeindeangehörigen. In einer persönlichen Erklärung zum Beginn des Gottesdienstes sagte der Theologe weiter, man bedaure es nicht, dass Sergej W. an Gemeindeveranstaltungen teilgenommen habe. Die Freikirche stehe jedem Sünder offen und sehe ihre Aufgabe darin, jedem Besucher das Evangelium weiterzugeben. Jesus Christus sei bewusst für Sünder auf die Welt gekommen, um ihnen das Heil zu bringen. Fischer: „Ich hoffe, dass Sergej W. durch das, was er bei uns gehört hat, angesprochen wird und dadurch verändert wird.“

weiterlesen:

[http://www.idea.de/menschenrechte/detail/mutmasslicher-dortmund-attentaeter-besuchte-pfingstkirchliche-gemeinde-100720.html

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  1. #1 von Charlie am 24. April 2017 - 18:01

    Er ging doch nur ein paar Mal in die Kirche oder jahrelang unregelmäßig, wer will das noch wissen. Er ist kein Christ, sondern ein Sünder auf der Suche nach Gott. Aber sicher kein Christ, nein, auf gar keinen Fall. Nein, nein und nochmal nein!!!!

    Hätte man ihn vor kurzem noch im Gemeindebrief interviewt, er wäre das perfekte Missionierungsbeispiel gewesen.

  2. #2 von manglaubtesnicht am 24. April 2017 - 18:30

    Ist die Mitgliedschaft in der Kirche ursächlich für sein Verbrechen — doch wohl kaum, oder?

  3. #3 von awmrkl am 25. April 2017 - 01:28

    „Fischer: „Ich hoffe, dass Sergej W. durch das, was er bei uns gehört hat, angesprochen wird und dadurch verändert wird.““

    Na, das hat doch hervorragend geklappt, oder?
    /sarkasm

  4. #4 von awmrkl am 25. April 2017 - 01:42

    @mgen

    „doch wohl kaum, oder?“
    Weißt Du es? Nein, oder? Ich auch nicht.
    Wird wohl vor Gerichten entschieden werden. Zurecht.

    Wer kennt schon die Motivationen hinter solchen, i-welchen uU schwachsinnigen Taten?
    ABER: In vielen Fällen (hier noch nicht) haben sich eben genau solche religiotischen Begründungen auch als Motive herausgestellt (siehe z.Zt die IS).

    Du weißt es und ich weiß es, wie leicht solcherart herausgegriffene Begründungen (rosinen-picken) aus {bibel,koran,…} für derlei Taten benutzt werden (können) und auch benutzt werden.

  5. #5 von Skydaddy am 25. April 2017 - 05:32

    Das Tatmotiv ist hier so offensichtlich, dass man über einen religiösen Einfluss zugunsten der Tat nicht zu spekulieren braucht.

    Der Hinweis auf die Weltanschauung des Täters wäre eigentlich unnötig – wenn es nicht genug Gläubige gäbe, die tatsächlich meinen, Gläubige wären irgendwie bessere Menschen. Oft wird sogar noch ausdrücklich dazugesagt, dass man dies nicht behaupten wolle – die übrigen Aussagen lassen dann aber keinen anderen Schluss zu. (Z.B. dieser Buchtitel: Wenn Gott verschwindet, verschwindet der Mensch: Eine Verteidigung des Glaubens.)

    Daher halte ich es für gerechtfertigt, auf den freikirchlichen Hintergrund des Täters hinzuweisen. Und umgekehrt finde ich es durchaus bemerkenswert, dass jemand, der sich wohl aktiver in der Freikirche engagiert hat als der Großteil der großkirchlichen Karteileichen, NICHT durch seinen christlichen Glauben von seinem Vorhaben abgehalten wurde.

  6. #6 von Smiling_Joe am 25. April 2017 - 09:07

    Soweit ich das mitbekommen habe hat seine Tat keinerlei religiösen Hintergrund. Warum also weiter darauf herumreiten?

  7. #7 von Unechter Pole am 25. April 2017 - 17:23

    @Smiling_Joe
    Angenommen, der Täter wäre z.B. ein vielleicht sogar ganz areligiöser, aber türkischstämmiger Deutscher, hätte man bestimmt einen islamistischen Hintergrund überall unterstellt. Wäre er betont areligiös und ohne südländische Vorfahren, hätten wir lauter Stimmen über die fehlende Moral gehört, die einem nur von der Religion vermittelt werde.

    Vor diesem Hintergrund finde ich ein wenig verballer Christenverfolgung völlig angemessen.