BVB-Attentäter ist Freikirchenmitglied

In der Volksmission, einer evangelischen Freikirche in der Nähe der Elternwohnung, besuchte W. gelegentlich den Gottesdienst. Das bestätigt Christoph Fischer, der Pastor der Gemeinde. Der junge Russlanddeutsche habe aber keine Funktionen in der Gemeinde bekleidet.

Fotos im Internet zeigen W. im Kreis anderer junger Leute beim Weihnachtsbacken in der Freikirche, aber der Anlass liegt schon über zwei Jahre zurück. „Wir beten für die Opfer und Betroffenen“, heißt es in einer Mitteilung der Freikirche.

weiterlesen:

[http://www.spiegel.de/panorama/justiz/sergej-w-wer-ist-der-mutmassliche-bvb-attentaeter-a-1144406.html

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  1. #1 von deradmiral am 23. April 2017 - 15:47

    Offenbar schützt die Mitgliedschaft in einer Freikirche nicht vor solch habgierigen menschenverachtende Verbrechen. Überraschend ist das für mich nicht (vielleicht für seine Gemeindemitglieder). Schadenfreude empfinde ich jedenfalls nicht.

  2. #2 von Charlie am 23. April 2017 - 17:29

    Was lernen die in der Kirche eigentlich, dass Atheisten keinen moralischen Kompass haben??

    PS: Bei pro Medienmagazin ist man nicht ganz sicher, ob er ein wahrer Schotte ist, weil nicht regelmäßiger Sonntagsingottesarschkriecherveranstaltungsbesucher.

  3. #3 von aranxo am 23. April 2017 - 18:23

    Wo bleibt eigentlich das Standardstatement aus Reihen der Politiker?:
    Es war ein psychisch labiler, verwirrter Einzeltäter. Das hat mit dem Evangelikalismus nicht zu tun!

  4. #4 von stephancologne am 23. April 2017 - 21:02

    Hätte er ein Attentat verhindert, wäre er der bibeltreueste Christ, den diese Freikirche jemals gesehen hat.

  5. #5 von Unechter Pole am 23. April 2017 - 22:52

    Es mag sein, dass ihn die biblische Geschichte von David und Goliat inspiriert hat.

  6. #6 von Skydaddy am 24. April 2017 - 04:23

    idea hat einen ausführlichen Artikel inkl. Interview mit dem Pastor der Gemeinde: http://www.idea.de/menschenrechte/detail/mutmasslicher-dortmund-attentaeter-besuchte-pfingstkirchliche-gemeinde-100720.html

    Die Gemeinde gehört zur zur „Volksmission entschiedener Christen“. Also ENTSCHIEDEN war Sergej W. ja …

    Dass Sergej die Auffassung des Pastors teilt, „„Beten macht den entscheidenden Unterschied und ist das Einzige, das etwas bewegen kann“, erscheint dagegen unwahrscheinlich.

    Allerdings würde mich interessieren, ob W. vor seinem Attentat in der Bibel nach einem wegweisenden Vers gesucht hat. So wie der Mörder eines Abtreibungsarztes. Das Problem: Wenn man jemanden umbringen will und in der Bibel nach einem wegweisenden Vers sucht, ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass man einen Vers findet, der einen in seinem Mordvorhaben bestärkt.

  7. #7 von Patrick am 24. April 2017 - 11:18

    Der Titel dieses Blogbeitrags ist irreführend, denn der mutmassliche Täter Sergej W. war nicht Mitglieder der Freikirche, die er besuchte. In dem in Kommentar 6 verlinkten Beitrag äussert sich der Pastor der betreffenden Freikirche diesbezüglich wie folgt:

    „Sergej W. sei nie Mitglied der Volksmission gewesen, so Fischer gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Auch gebe es keine verwandtschaftlichen Beziehungen zu Gemeindeangehörigen.“

  8. #8 von Patrick am 24. April 2017 - 11:19

    aranxo: „Wo bleibt eigentlich das Standardstatement aus Reihen der Politiker?:

    Es war ein psychisch labiler, verwirrter Einzeltäter. Das hat mit dem Evangelikalismus nicht zu tun!“

    Es hat auch mit dem Evangelikalismus nichts zu tun. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es auf der ganzen Welt keine einzige evangelikale Kirche gibt, welche die Tötung von Menschen aus Habsucht gutheisst.

  9. #9 von Patrick am 24. April 2017 - 11:29

    Skydaddy: „Das Problem: Wenn man jemanden umbringen will und in der Bibel nach einem wegweisenden Vers sucht, ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass man einen Vers findet, der einen in seinem Mordvorhaben bestärkt.“

    Es gibt keine Bibelstelle, welche Mord aus Habsucht rechtfertigt. Im Gegenteil wird Habsucht an verschiedenen Stellen der Bibel verurteilt (siehe beispielsweise Matthäus 6,19-21, Lukas 12,13-21, 1. Timotheus 6,6-10 oder Hebräer 13,5).

  10. #10 von Deus Ex Machina am 24. April 2017 - 12:20

    „Ich hoffe, dass Sergej W. durch das, was er bei uns gehört hat, angesprochen wird und dadurch verändert wird.“

    –> Ja, das hat ja auch so toll geklappt! Hat es in dann erst auf diese absurde Idee gebracht?

    “ Jesus Christus sei bewusst für Sünder auf die Welt gekommen, um ihnen das Heil zu bringen.“

    –> Ja, das hat ja auch so toll geklappt! Eine einzige Blutspur zieht dieser Zombiekult hinter sich her.

    „„Beten macht den entscheidenden Unterschied und ist das Einzige, das etwas bewegen kann.“ “

    –> Ja, das hat ja auch so toll geklappt! Aber manchen Leuten ist halt nicht mehr zu helfen. Wahnsinn bedeutet, immer wieder das Selbe zu tun, aber ein anderes Ergebnis zu erwarten. Dann betet mal eure nächste Blinddarmentzündung weg!