Klimaschutz ist auch nur Esoterik

Die Klimakatastrophe ist etwas, an das man glaubt. Und nicht etwas, von dem man weiß. Klimaschutz ist daher auch nur gelebter Aberglauben und wäre eigentlich ein schönes Thema für die GWUP. Eigentlich …

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  1. #1 von deradmiral am 22. April 2017 - 17:35

    Das ist wohl keine Satire. Leider. Nur Wasser auf die Mühlen der Alternativen-Fakten-Finder.

  2. #2 von m0ebius am 22. April 2017 - 18:46

    Die Erderwärmung um ein Grad hat die Oma des Autors nicht interessiert. Das ist das Niveau, auf dem diskutiert wird. Dann folgt die Behauptung, es werde schon nicht so schlimm werden, gestützt von gar nichts. Vorhersagen, basierend auf den besten verfügbaren und empirisch bestätigten Modellen werden unqualifiziert als „Spekulationen“ abgetan. Der Konsens der tausenden Wissenschaftler, die sich professionell damit auseinandersetzen, gestützt auf eine immer deutlichere Datenlage, zählt nichts.

  3. #3 von uwe hauptschueler am 22. April 2017 - 19:13

    esoterisch, nur für Eingeweihte zugänglich
    Klimaprognosen halte ich schon für esoterisch. Die Klimamodelle anhand diese Prognosen getätigt werden bestehen aus Algorithmen, Computerprogrammen und viel Mathematik. Ganz abgesehen davon wie ich an eines, es soll mehrere geben, der Klimamodellen dran kommen soll, bin ich mir sicher die dahinter stehenden Algorithmen, Programme und Mathematik versteht nur eine Minderheit, ich zähle auf jeden Fall nicht zu diesen Esoterikern.
    “ Das überraschende Ergebnis: Entgegen den bisherigen Annahmen sind die Methanemissionen seit 2007 gar nicht angestiegen – im Gegenteil: „Wir haben sogar eine Abnahme der globalen Methanemissionen von 2003 bis 2016 von rund 25 Teragramm pro Jahr festgestellt“, berichten die Forscher. „Dies gilt auch für die Periode vermeintlichen Wachstums ab 2007.“ “
    Aus:ttp://www.scinexx.de/wissen-aktuell-21374-2017-04-19.html
    Man hat zwar bisher nicht gewusst wie sich die Emissionen des Klimagases Methan verhalten, aber es wird fleißig modelliert. Das ist lesen im Kaffeesatz.

  4. #4 von awmrkl am 22. April 2017 - 19:51

    Und der erste „Alternative-Fakten-Finder“ ist schon da …

  5. #5 von user unknown am 22. April 2017 - 20:47

    Seit je hat Aufklärung im umfassendsten Sinn fortschreitenden Denkens das Ziel verfolgt, von den Menschen die Furcht zu nehmen und sie als Herren einzusetzen. Aber die vollends aufgeklärte Erde strahlt im Zeichen triumphalen Unheils. Das Programm der Aufklärung war die Entzauberung der Welt. Sie wollte die Mythen auflösen und Einbildung durch Wissen stürzen. Bacon, »der Vater der experimentellen Philosophie«[1], hat die Motive schon versammelt. Er verachtet die Adepten der Tradition, die »zuerst glauben, daß andere wissen, was sie nicht wissen; und nachher, daß sie selbst wissen, was sie nicht wissen.

    Th. W. Adorno, Dialektik d. Aufklärung

    In der Tat ist leichtgläubiges Verlassen auf fremde Autoritäten, die Dinge zu wissen behaupten, die man nicht selbst nachvollziehen kann ein Merkmal der Esoterik.

    In der Wissenschaft hindern mangelndes Vorwissen, fehlender Fleiß und mangelnde Gelegenheit, den Wissensvorsprung aufzuholen und schiere Dummheit viele daran, Thesen, Theorien und Schlüsse anderer auf Augenhöhe in Zweifel zu ziehen. Prinzipiell steht die Wissenschaft aber jedermann offen. Jemandem zu glauben, weil schon der Vater dran geglaubt hat, gilt nicht als Tugend.
    In der Esoterik dagegen lernt man nicht Methoden, anhand derer sich Behauptungen überprüfen lassen, sondern man wird geweiht und eingeweiht. Dazu zu gehören ist der heilige Gral – in der Wissenschaft das Umstoßen alten Nicht- oder Falschwissens.

    In der Religion wimmelt es nur so von Analogien: Der gute Hirte, das jüngste Gericht, Dreck und Schmutz, Sauberkeit und Reinheit. Eine griffige Analogie vertritt den Beweis. Der Autor meint, wenn es Menschen gibt, die den Wissenschaftlern glauben, dass dann diese Analogie schon beweist, dass das strittige Phänomen, menschengemachter Klimawandel, schon auf einen Glaubensinhalt vom Rang des Turiner Grabtuchs oder der Grotte von Lourdes zusammengeschrumpft ist.

    Man könnte dem ein Stück weit folgen, wenn die Wallfahrten nach Lourdes ähnliche Heilungserfolge hätten wie Krankenhausaufenthalte, oder wenn die Kommunikation über Händys so zuverlässig wäre wie Gedankenübertragung.

    Niemand kann in allen Fachgebieten auf der Höhe der Forschung der Zeit sein. Selbst ein Lungenspezialist muss sich noch auf Randaspekte seines Spezialgebietes beschränken, will er auf oberstem Niveau mitreden. Deswegen sind wir gezwungen Verfahren zu entwickeln im Alltag zurechtzukommen mit unvollständiger Information. Ein Journalist, der ständig von verschiedensten Seiten manipuliert wird, um Informationen zu Gunsten der ein oder anderen Seite zu schönen, zu frisieren, zu unterschlagen oder sich aus dem Allerwertesten zu ziehen, der sollte den Part seines Handwerks, Widerstand und Skepsis gegenüber Manipulation aufzubringen und Quellen zu prüfen und zu bewerten aus dem FF beherschen.

  6. #6 von Willie am 22. April 2017 - 20:58

    Der Kopp-Verlag hat ja seine Seite eingestellt (befüllt nicht mehr). Übernimmt jetzt Tichy diese Klientel oder fällt das unter ein „Man wird das doch nochmal sagen dürfen“?

    Die Datenlage jedoch deckt die Gleichsetzung klimatischer Veränderungen mit der Apokalypse nicht. Schließlich sind Fakten, wie es der Duden definiert, „unumgängliche Tatsachen“ beziehungsweise „tatsächliche, nachweisbar vorhandene oder geschehene“ Dinge.

    Der Online-Duden führt dazu aus:
    Daten, Gegebenheiten, Realität, Sachlage, Verhältnisse

    Schlägt man nicht die Weiterleitung zu „Faktenwissen“ auf, dann erhält man noch
    Bestand an Kenntnissen über bestimmte Fakten, Daten o. Ä.
    dazu

    Sucht man noch nach Apokalypse so erhällt man
    1. (Religion) Schrift, die sich in Visionen, Träumen, Abschiedsreden, Weissagungen mit dem kommenden Weltende befasst
    2. (bildungssprachlich) Untergang; Unheil; Grauen

    Von Untergang, Unheil und Grauen habe ich bei der Klimaforschung nocht nichts gelesen (was nichts bedeutet), wohl aber von dramatischen Veränderungen die auf die Menschen zukommen, auf die man reagieren muss -vorher als auch nachher. Im Grunde genommen ist es doch egal, ob der Klimawandel rein menschgemacht, teilweise menschgemacht, von furzenden Kühen oder durch „natûrlichen“ Rhytmus (völlig unabhängig vom anthropogenen Treibhausgasausstoß) entsteht. Fakt ist, ein Klimawandel ist im Gngen und wir haben erstmalig die Möglichkeiten dazu diesen Wandel zu beeinflussen, evtl. auch zu verlangsamen, und können damit auch Zeit für unsere Kinder und Enkel gewinnen.

    Um lediglich ungefähr ein Grad vermag eine Verdoppelung der Kohlendioxid-Konzentration in der Erdatmosphäre die Temperatur der bodennahen Luftschichten im globalen Mittel nach oben zu treiben – wenn sich sonst nichts ändert – und die dafür notwendigen Mengen hat die Menschheit bei weitem noch nicht freigesetzt.

    Ja, ein „gut trinkbares Bier“ unterscheidet sich auch nur um lediglich ungefähr ein Grad, der Eiswürfel zum Wasser, den man in sein Whiskeyglas beim schwabulieren tut ebenfalls und dennoch bin ich mir sicher, dass diese Gegner des Klimawandels diesen Unterschied umgehend reklamieren würden – wenn nicht gar die Zahlung dafür verweigern.

    … Denn von der internationalen Klimadiplomatie bis hin zu nationalen Alleingängen wie der deutschen Energiewende blieben alle auf Emissionsminderungen zielende Maßnahmen bislang wirkungslos.

    Und weil das derzeit so ist, sollten wir auf seine im Artikel angeführte Oma schauen. Geboren zu Kaiser Wilhelms Zeiten lebte sie bis zu Merkels Zeiten. Warum? Etwa, weil man damals die Forschung, z.B. an Milzbrand, Tuberkulose, Diphterie & Co. einstellte, da die Bekämpfung dieser Erreger anfänglich wirkungslos waren?

  7. #7 von Gerry am 22. April 2017 - 21:07

    nationalen Alleingängen wie der deutschen Energiewende

    Allein diese Aneinanderreihung von Wörtern sagt mir dass ich von diesem Autor nichts lesen brauche.

    Denn entweder ist er zu blöd, die Zubauzahlen in anderen Ländern zu kennen bzw. zu recherchieren und damit ist er auch zu blöd als dass ich meine bestenfalls durchschnittliche Intelligenz damit verringern sollte.

    Oder er betreibt bewusst Propaganda und mit Propaganda will ich mein Leben nicht noch mehr verplempern als ich es sowieso schon tue.

  8. #8 von oheinfussel am 22. April 2017 - 21:51

    Es gibt keine Klimaerwärmung. Gott hat schließlich Noah versprochen, dass… oh, ein Logikwölckchen ^^

  9. #9 von gLaber am 23. April 2017 - 23:51

    @awmrkl: Extrapolationen jeglicher Art sind keine Fakten (nicht einmal alternative), da muss man Uwe Hauptschüler und dem Artikel schon recht geben. Als Kaffesatzleserei würde ich es vielleicht nicht abstempeln, aber mehr als ein avanciertes „Versuch und Irrtum“ ist es manchmal eben auch nicht … die Wahrheit (Fakten) liegt halt aufm Platz (Messung) 😉

  10. #10 von awmrkl am 24. April 2017 - 02:13

    „die Wahrheit (Fakten) liegt halt aufm Platz (Messung) “

    Genau. Und die Fakten liegen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen (immer besser) auf dem Tisch. Daraus lassen sich eben Trends über die Zeit ablesen. Und die sind eben eindeutig.

    Das ist so ähnlich wie Bahnberechnungen aus ein paar Beobachtungen in der Astronomie. Die reichen erst mal aus. Aber je öfter beobachtet wird, desto genauer wird die berechnete Bahn.

    Und dann sind auch Extrapolationen zunehmend kein Problem mehr, obwohl mal da oder dort noch geringe Abweichungen auftreten mögen – die Bahn liegt grundlegend fest. Oder wollen Sie an Voraussagen von Sonnen-/Mondfinsternissen grundlegend zweifeln?

    Gut, diese Genauigkeiten sind in Klimamodellen (noch) nicht erreichbar, aber die Bahn ist prinzipiell klar.

  11. #11 von klauswerner am 24. April 2017 - 15:22

    Extrapolation:
    „Zu Elvis‘ Lebzeiten gab es 170 Elvis-Imitatoren – im Jahr 2000 waren es schon 85.000. Im Jahr 2020 wird somit jeder 2. Erdenbürger ein Elvis-Imitator sein: Eine grausame Vorstellung.“

    Ich habe das Gefühl, hier wird teilweise deutlich an einander vorbei geredet. Der Artikel ist da deutlich Begriffsklarer, als so manche Antwort hier.
    Im Bericht wird nirgends geleugnet, das es einen Klimawandel gibt, auch nicht das es eine Klimaerwärmung gibt. Und das man das durch Extrapolation hochrechnen kann, wird ebenfalls in keinster Weise in Zweifel gezogen.

    Dass das aber zwangsläufig zu einer Klimakatastrophe führt, das wird bezweifelt. Und es wird festgestellt, dass man das eben nicht so einfach extrapolieren kann. Und da muss ich dem Autor recht geben. Wenn es in Berlin durchschnittlich so warm wird wie in Freiburg, so dürfte das erstmal keinen Berliner stören.
    Wenn es aber nur noch Regnen sollte, dann macht mir jedenfalls das Motorradfahren keinen Spaß mehr. Aber wäre es schon eine Katastrophe?

    Und der Autor schreibt ganz richtig: Der Mensch ist sehr anpassungsfähig. Als der Tambora 1815 ausbrach gab es jahrelang Ernteausfälle und Hungersnöte – überlebt hat es die Menschheit allemal, wenn auch nicht jeder Einzelne.

    Und auf der anderen Seite stimmt es schon: Wenn wir unsere Probleme bewältigen wollen, brauchen wir Wachstum und Energie. Grade beim Motorradfahren im ländlichen Raum sehe ich wie viele Häuser noch völlig ungedämmt sind. Woher soll das Geld und die Energie kommen um diese ganzen Umrüstungen vorzunehmen – um dann im Endeffekt wieder deutlich und langfristig Energie zu sparen?
    Wobei die Zeichen stehen ja ganz gut, Wind- und Solarenergie wird immer effizienter, unsere Maschinen verbrauchen immer weniger.

    Vielleicht gelingt es ja nach einem notwendigen Peak den Turnaround noch rechtzeitig zu schaffen (China hat angeblich den „Peak Coal“ bereits überwunden), und vielleicht werden die Auswirkungen des Klimawandels weniger schlimm als befürchtet.

    Und wen wir die Dämme der Nordsee etwas aufschütten müssen, um langfristig unser Leben auf trotz allem hohen Niveau halten zu können, dann schaffen wir das schon, oder? Vielleicht schaffen wie das auch mal mit den Fussionskraftwerken – und dann können wir auch die Windmühlen an Land wieder abbauen. Vielleicht sind wir einfach in einer Zeit des Übergangs.

    Jedenfalls: Nicht jeder der keine Angst vor einer Klimakatastrophe hat ist ein Klima-Wandel-Leugner!

  12. #12 von gLaber am 24. April 2017 - 18:55

    @awmrkl

    Die mathematischen Modelle zur Bahnberechnung sind zum einen sehr viel einfacher als Klimamodelle und zum anderen buchstäblich an Millionen von Objekten getestet worden und deshalb sehr viel vertrauenswürdiger als die ungleich komplexeren Klimamodelle. Es gibt eben nur ein Erdklima. Ich behaupte damit aber nicht, dass Klimamodelle nutzlos sind.

    Trotzdem sollte man meiner Meinung nach vorsichtig sein, ihre Ergebnisse mit Fakten gleichzustellen, sie geben eben wie Du auch sagst einen Trend vor. Und schon gar nicht sollte man die Ergebnisse als absolute Wahrheit ansehen und entprechend verteidigen wollen. Diese Verteidigungshaltung kann dann durchaus mit dem religiösen Beschützerinstinkt der eigenen Warheit verglichen werden.

    Wie dem auch sei, ich könnte dem Artikel sogar fast vollständig zustimmen, wenn dort nicht etwas sehr entscheidendes vernächlässigt worden wäre. Das eigentliche Problem ist ja nicht die Erderwärmung an sich, sondern die Geschwindigkeit, mit der eine natürliche Erderwärmung durch den erhöhten CO2 Ausstoss der Menschen zusätzlich beschleunigt wird … übrigens sehr schön dargestellt in diesem xkcd Comic: https://xkcd.com/1732/

    Diese Messungen 😉 beunruhigen mich dann doch, da zu starke Änderungen eines Parameters in so einem komplexen „System Erde“ sehr unerfreuliche Konsequenzen haben könnten, z.B. wenn durch eine Übersäuerung der Weltmeere in die Nahrungskette eingegriffen würde. Das wäre dann deulich ungemütlicher als ein ansteigender Meeresspiegel und mehr Regen.

  13. #13 von awmrkl am 24. April 2017 - 21:30

    „Diese Verteidigungshaltung kann dann durchaus mit dem religiösen Beschützerinstinkt der eigenen Wahrheit …“

    Da gibt es doch einen entscheidenden Unterschied:

    Wissenschaft hat Daten, und entwickelt daraus Modelle, die wiederum regelmäßig auf Stimmigkeit überprüft werden.

    Der „religiöse Beschützerinstinkt“ hat NIX in der Hand außer vollkommen unbegründete Behauptungen … Sebstbeschiß (=Wunschdenken) in höchster Vollendung! Naja, wer’s mag?

    „Das eigentliche Problem ist ja nicht die Erderwärmung an sich, sondern die Geschwindigkeit“

    Du sagst es! Ganz genau! Und diese Geschwindigkeit ist eben extrem besorgniserregend, evtl nicht unbedingt sooo für uns in Mitteleuropa, aber umso mehr für Regionen woanders! Und diese Geschwindigkeit ist eben detektiert und läßt sich eben nicht in einer Art religiöser Ignoranz wegleugnen …

  14. #14 von klauswerner am 24. April 2017 - 22:27

    @awmrkl: ich kann keine Leugnung dieser Tatsache in dem Bericht finden …
    … ich sehe auch nichts in dem Bericht das die messbaren Fakten in Frage stellt …
    … nur die extrapolierte Konsequenz aus den Fakten wird in ihrem Maß bezweifelt.

    Und das darf man. Die Folgen des sauren Regens wurden genauso überschätzt, und eine „Ozonlochkatastrophe“ gibt es wohl auch nicht, weil (grade noch) rechtzeitig Maßnahmen gegriffen haben. Die Vorraussagen des Club of Rom sind auch nicht eingetroffen.
    Und ja, dafür gibt es Gründe.

    Es ist ein messbares Faktum, das sich der Kopf beim Telefonieren mit dem Handy erwärmt, daraus kann man aber nicht automatisch auf Tumorbildung im Hirn als Folge davon schließen.

  15. #15 von awmrkl am 25. April 2017 - 00:54

    „weil (grade noch) rechtzeitig Maßnahmen gegriffen haben“

    Aber gerade darum geht es momentan doch, ähnlich wie „saurer Regen“ (1970er) oder „Ozonloch“ (anschließend)! Damals wurden doch weltweit Initiativen ergriffen, um diesen Auswirkungen menschlichen Handelns entgegenzutreten.

    Wir KÖNNEN auch heute etwas dagegen tun! Rechtzeitig bitte!

  16. #16 von awmrkl am 25. April 2017 - 01:00

    jetzt mal direkt an @klauswerner

    Meine Argumentation war v.a. in Richtung Uwe H., nicht gegen diesen ORI-Artikel! Sollte eigentlich klar geworden sein (les bitte nochmal nach). Ich habe mich deutlich gegen SEINE Art von Argumentation gewendet, und nicht gegen den Artikel selbst. Klar jetzt?

  17. #17 von klauswerner am 25. April 2017 - 10:38

    @awmrkl: Sorry, hatte ich tatsächlich wohl zu „oberflächlich“ gelesen.

    Wir KÖNNEN auch heute etwas dagegen tun! Rechtzeitig bitte!

    Jau – aber genau hier kommt das Thema „Klimakatastrophe“ zum tragen – wir alle kennen die Werte, Fakten, etc. Aber was bedeuten sie dann wirklich für die Menschen? Wie verändert sich wann wo welche Umwelt? Denn davon sind die zu ergreifenden Maßnahmen abhängig.
    Und wir reden hier über irrsinnig viel Geld – eine meist begrenzte Resource um die sich viele streiten.
    Und auch müssen. Gebe ich das Geld lieber für die Entwicklung von Impfstoffen aus? Für soziale Maßnahmen? Für Klimaschutz?

    Natürlich wäre es zumindest nicht schädlich, wenn wir die Klimaerwärmung begrenzen könnten. Aber glaubt daran wirklich jemand?
    Kein Politiker schafft es den Anstieg der Krankenkassenbeiträge zu begrenzen – aber sie diskutieren darüber den Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperatur auf 2 Grad zu begrenzen.
    Da sind schon Leute für weniger ins Irrenhaus gekommen.

    Womit ich nicht sagen will, das man nichts tun sollte – sondern eben das sinnvoll mögliche – und sich gleichzeitig auf die Folgen der Klimaerwärmung einstellen. Auch das können wir, die Menschheit ist flexibel genug.

    Dass einige Pazifikinseln im Meer verschwinden – klingt schrecklich. Merkwürdig nur – in der gleichen Zeit sind viele Inseln dieser Region trotz Anstieg des Meeres gewachsen?!?
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/ueberraschendes-forschungsergebnis-pazifikinseln-werden-trotz-meeresspiegel-anstieg-groesser-a-698594.html
    Es ist also alles nicht ganz so einfach wie es scheint. Und auch bei uns liegen doch heute viele Wikinger-Siedlungen unter Wasser, während an anderen Stellen der Nordsee zusätzliches Land gewonnen wurde.

    Meine Empfehlung: Weiterhin scharf beobachten, widersprechende wissenschaftliche Ergebnisse nicht automatisch in die Tonne hauen, eine Politik der ständigen (Fein-)Korrektur der Maßnahmen je nach neuesten Erkenntnissen fahren, keine ganz großen Hauruck-Maßnahmen, lieber kleine und langfristige Maßnahmen.

    PS: Neulich gelesen: CO2-Anstieg in Deutschland liegt nicht an mehr Verkehr, sondern daran das weniger CO2 aus der Atmosphäre geschwemmt wurde. Wobei noch keiner genau weiß warum das so ist.
    Und ich habe nun erst recht keine Ahnung was stimmt 🙂

  18. #18 von uwe hauptschueler am 25. April 2017 - 12:13

    Moin klauswerner,
    Ihr Vergleich zwischen den Krankenkassenbeiträgen und der Klimaerwärmung trifft den Nagel auf den Kopf. Die „Das schaffen wir „-Fraktion wird da anderer Meinung sein.

  19. #19 von klauswerner am 25. April 2017 - 12:23

    … Ach ja … und … ganz Wichtig:

    Don’t Panic!

  20. #20 von klauswerner am 25. April 2017 - 12:27

    @Uwe Hauptschüler:
    Ich glaube auch das wir „das schaffen“ – nämlich die Katastrophe NICHT eintreten zu lassen.
    Weil wir Massnahmen ergreifen, vorsorgen, planen, und ja, vielleicht muss der ein oder andere Menschenbürger umziehen.

    Ich glaube allerdings NICHT dass wir es schaffen die Steigerung der Temperatur wie vorgesehen zu begrenzen.